Samstag, 6. Juni 2026

USC Wallern - UFC Purbach

Wallern, Sportanlage
1. Klasse Nord (Burgenland), 900 Zuschauer, 0:0

Vor der letzten Runde könnte die Ausgangslage in der burgenländischen 1. Klasse Nord spannender nicht sein. Der USC Wallern hat einen Punkt Vorsprung auf den heutigen Gegner Purbach. Nur einen weiteren Zähler dahinter lauert Mönchhof, die zeitgleich in Podersdorf antreten. Da Mönchhof in den direkten Duellen mit Wallern die Nase vorn hat, würde Mönchhof im Falle einer Punktegleichheit an Wallern vorbeiziehen. 

900 Besucher sorgen für die erwartet tolle Kulisse auf der Wallerner Sportanlage. Schon vor der Partie stärke ich mich am Grillstand, wo ich auf Josef und Brucki treffe. Nach der Ehrung zweier Spieler, die den Verein verlassen, führt Schiri Jeger die beiden Teams aufs Feld. Burschen lassen roten Rauch aufsteigen. 

Die heutige Konstellation scheint die Beine der Kicker zu lähmen. Beide Teams agieren übervorsichtig, Torchancen sind Mangelware. Das sieht auch ein Besucher so: "De traun' se ned!" Sein Begleiter meint: "I hob jo scho vorm Spü gsogt, heit bin i mit an 0:0 zufrieden!" Dazu muss man nun erwähnen, dass nicht nur der Meister, sondern auch der Zweitplatzierte in die II. Liga aufsteigt.

Der Herr kann zufrieden sein, zur Pause steht es nämlich 0:0. Andis' Halbzeitanalyse fällt wie folgt aus: "Das Spiel lebt von der Spannung!" Nach rund einer Stunde werden die Mannschaften endlich offensiver, es kommt zu Torchancen. Und zwar durch die Gastgeber, die offensichtlich mitbekommen haben, dass Mönchhof in Podersdorf klar in Führung liegt.

Sehr spät kommt auch Purbach auf. Gegen Ende des Spiels wirft man gezwungenermaßen alles nach vor, scheitert bei den Abschlüssen aber am Wallern-Goalie. Das Spiel endet damit torlos, wodurch Mönchhof als lachender Dritter tatsächlich noch zu Meisterehren kommt. Währen der USC Wallernd dennoch den Aufstieg mit viel Rauch zelebriert, wird es der UFC Purbach kommendes Jahr wieder probieren.






































Nagylózs SK - Fertőszentmiklós SE II

Nagylózs, Focipálya
Győr-Moson-Sopron Megyei III. Nyugat B, 35 Zuschauer, 2:2

Heute wurde das "Meisterschaftsfinale" im burgenländischen Wallern als Hauptspiel auserkoren. Da dort erst um 17:30 Uhr angepfiffen wird, besteht die Möglichkeit eines von zwei 14.00-Uhr-Spielen im ungarischen Unterhaus mitzunehmen. Aufgrund der geografischen Nähe entscheide ich mich für jenes in Nagylózs. Die empfangen heute in der untersten Ligastufe des Komitats Győr-Moson-Sopron die 2. Mannschaft aus Fertőszentmiklós. Es handelt sich um ein Mittelfeldduell, bei dem es höchstens noch um die Goldene Ananas geht.

Mit angeschlossen hast sich mit mit Andi St. ein Hopperkollege, für den eine ungarische Wiese ganz unten auf der Prioritätenliste steht. Aufgrund des anschließenden Highlights in Wallern "schluckt er jedoch die Krot" und begleitet mich auf die Wiese von Nagylózs.

Der motivierte Schiri führt die beiden Teams schon um 13.56 Uhr aufs Feld.  Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Die Führung der Gäste in der 2. Minute gleicht Mikó 3 Minuten später schon wieder aus. Weitere fünf Minuten später stellt Róbert Kóvacs auf 2:1 für Nagylózs. Sämtliche Tore waren sehenswert.

Fertőszentmiklós drängt nun auf den Ausgleich, der in der 39. Minute auch gelingt. Somit werden in dieser kurzweiligen Partie beim Stand von 2:2 die Seiten gewechselt. In der Pause wird die Zeit sinnvoll genutzt, um die Zuschauer zu zählen. Ich komme auf 35, was von Andreas kontrolliert und bestätigt wird.

Nach der Pause sollte das Niveau deutlich sinken. Die beiden Mannschaften, in denen doch der eine oder andere nicht ganz so fitte Spieler mit dabei ist, zollen dem hohen Tempo in Halbzeit 1 Tribut. Erwähnen muss man aber auch, dass speziell der Heimgoalie - trotz dem einen oder anderen Kilo zu viel auf den Rippen - einen guten Tag erwischt. 

Leider kommt es zu einem bitteren Ende. In der Nachspielzeit prallen ein Gästestürmer und der eben angesprochene Goalie zusammen. Beide bleiben unter Schmerzen liegen. Nach einer kurzen Pause entscheidet der Schiedsrichter richtig und pfeift ab. Den beiden Betroffenen kann man nur alles Gute wünschen.