St. Marien, Sportplatz
1. Ost (OÖ), 300 Zuschauer, 2:2
Da die Begegnung in Ternberg schon um 14.00 Uhr angepfiffen wurde, kann noch ein weiteres Spiel an diesem Samstag besucht werden. 2 Spiele in Oberösterreich an einem Tag sind alles andere als Normalität, da hier gerne zu den offiziellen Verbandszeiten gekickt wird. Dies ist auch in St. Marien der Fall, wo um 16.30 Uhr in der 1. Ost das Derby gegen Neuhofen/Krems ansteht.
Aus diesem Grund sollte sich der Sportplatz beim Duell zwischen dem Sechsten und dem Elften mit 300 Besuchern sehr gut füllen. Während auf Seiten St. Mariens' ein Anhänger mit einer Hupe Gas gibt, sorgen auf Seiten der Gäste gleich 2 Trommler für Stimmung. Einer von ihnen greift hin und wieder auch zu einer Trompete, um „Attaaaaaaaackeeeeeee...” anzustimmen. So gehört ich das beim Derby.
Auch die Akteure am Feld tragen zu einem würdigen Derby bei. Neben vielen Torchancen wird auch mit harten Einlagen nicht gespart, wie 4 gelbe Karten in der ersten halben Stunde beweisen. Das sieht auch der Herr neben mir so: "Des is a rassige Partie!"
In der 32. Minute gehen die Hausherren - nicht unverdient - durch einen Kopfballtreffer von Simon Aigner (der hat keinen Turban) in Führung. Nach einer weiteren gelben Karte beendet Schiri Steinbichler die 1. Halbzeit. In der Pause besuche ich den Grillmeister, wo man zwischen Bosna und einer Kafka wählen kann. Meine Wahl fällt auf eine große Bosna.
Auch nach der Pause ist St. Marien die etwas bessere Elf. Bei einem Weitschuss verhindert die Latte das 2:0. Entgegen dem Spielverlauf kann Neuhofen jedoch in der 66. Minute durch Sahl ausgleichen. Es sollte noch schlimmer kommen für die Gastgeber: Culjak sieht in der 73. Minute die 2. Gelbe Karte. Damit darf er vorzeitig unter die Dusche.
Neuhofen weiß mit der Überzahl nichts anzufangen, St. Marien bleibt die aktivere Mannschaft. Die Belohnung folgt in der 88. Minute, in der - und belohnt sich in Form eines Freistoßtreffers durch Margeta. Mein Nebenmann ist entzückt: "Von dem Freistoß werd i heit nu träumen!"
Er hat sich zu früh gefreut, denn eine Minute später landet Forstners Schuss von der Strafraumgrenze im Tor von St. Marien! Nun meint derselbe Herr kopfschüttelnd: "Mia san afoch zu blöd!" Somit werden im Derby - vielleicht nicht ganz dem Spielverlauf entsprechend - die Punkte brüderliche geteilt.









