Mittwoch, 22. April 2026

TSV DJK Oberdiendorf - TSV Grafenau

Oberdiendorf, Sportanlage
Bezirksliga Niederbayern Ost (D), 120 Zuschauer, 1:2

Englische Woche in der bayerischen Bezirksliga! Ein Angebot, dass ich gerne annehme. Damit geht es für Andi und mich heute in die zu Hauzenberg gehörende Ortschaft Oberdiendorf. Dort empfängt auf der hiesigen Sportanlage der TSV DJK Oberdiendorf den TSV Grafenau. Der Achte trifft auf den Neunten. Mehr Mittelfeldduell geht in einer Sechzehnerliga nicht.

Vor 120 Zuschauern sind die Gäste auf der hübschen Anlage von Beginn an die bessere Elf. Nachdem Grafenau im Minutentakt gefährlich vor dem Deandorfer Tor auftauchen, plärrt ein Besucher erbost: "Wos is heid los, Huanskruzifix!" 

Typisch Fußball: In der 14. Minute kommen die Gastgeber zu ihrem 1. Abschluss. Der Schuss von Fabian Schwarz landet auch gleich im Tor. Die Gäste wirken nicht geschockt und spielen weiterhin munter nach vorne. Allerdings werden sämtliche Torgelegenheiten vorerst vergeben, sodass Oberdiendorf bei einem Torschussverhältnis von 2:10 mit einer 1:0-Führung in die Pause geht.

In dieser stärken wir uns mit einer Schnitzelsemmel, die mit Zwiebeln und einer Currysauce serviert wird. Sehr artig! In der 51. Minute gelingt Abrham der überfällige Ausgleich. Der Fanclub der Gäste jubelt mit dem Chant "Stodbärn A U, A U, Stodbärn A U, A U". Einige Burschen aus Oberdiendorf kontern mit "Auf geht's Deandorf, Auf geht's"

Das hilft alles nichts, die Stodbärn bleiben nämlich dominant, Raml trifft in der 70. Minute zur erstmaligen Führung. In der 89. Minute sind sich auch die Jungs aus Deandorf sicher: "Des is scho valurn!" 

Da Schri Scheungrab scheinbar Freude mit dem Spiel hat, werden die Herrschaften des Grafenauer Fanclubs nervös. Ich vernehme Rufe wie "Finsta wirds!" und "Wos hostn du für an Wecka?" 

Am Ende der ewigen Nachspielzeit macht Benedikt Wurm mit dem 3. Tor für Grafenau alles klar. Das ist schlecht für mich, da die Anzeigetafel nach diesem Treffer nicht aktualisiert, sondern gleich abgeschaltet wird. Um dennoch einen perfekten Abschluss zu haben geht es nach dem Spiel zum in Hauzenberg ansässigen Apostelbräu, um mir einen Sixpack mit nach Hause nehmen.






























Samstag, 18. April 2026

Union St. Marien - Union Neuhofen/Krems

St. Marien, Sportplatz
1. Ost (OÖ), 300 Zuschauer, 2:2

Da die Begegnung in Ternberg schon um 14.00 Uhr angepfiffen wurde, kann noch ein weiteres Spiel an diesem Samstag besucht werden. 2 Spiele in Oberösterreich an einem Tag sind alles andere als Normalität, da hier gerne zu den offiziellen Verbandszeiten gekickt wird. Dies ist auch in St. Marien der Fall, wo um 16.30 Uhr in der 1. Ost das Derby gegen Neuhofen/Krems ansteht.

Aus diesem Grund sollte sich der Sportplatz beim Duell zwischen dem Sechsten und dem Elften mit 300 Besuchern sehr gut füllen. Während auf Seiten St. Mariens' ein Anhänger mit einer Hupe Gas gibt, sorgen auf Seiten der Gäste gleich 2 Trommler für Stimmung. Einer von ihnen greift hin und wieder auch zu einer Trompete, um „Attaaaaaaaackeeeeeee...” anzustimmen. So gehört ich das beim Derby.

Auch die Akteure am Feld tragen zu einem würdigen Derby bei. Neben vielen Torchancen wird auch mit harten Einlagen nicht gespart, wie 4 gelbe Karten in der ersten halben Stunde beweisen. Das sieht auch der Herr neben mir so: "Des is a rassige Partie!" 

In der 32. Minute gehen die Hausherren - nicht unverdient - durch einen Kopfballtreffer von Simon Aigner (der hat keinen Turban) in Führung. Nach einer weiteren gelben Karte beendet Schiri Steinbichler die 1. Halbzeit. In der Pause besuche ich den Grillmeister, wo man zwischen Bosna und einer Kafka wählen kann. Meine Wahl fällt auf eine große Bosna.

Auch nach der Pause ist St. Marien die etwas bessere Elf. Bei einem Weitschuss verhindert die Latte das 2:0. Entgegen dem Spielverlauf kann Neuhofen jedoch in der 66. Minute durch Sahl ausgleichen. Es sollte noch schlimmer kommen für die Gastgeber: Culjak sieht in der 73. Minute die 2. Gelbe Karte. Damit darf er vorzeitig unter die Dusche.

Neuhofen weiß mit der Überzahl nichts anzufangen, St. Marien bleibt die aktivere Mannschaft. Die Belohnung folgt in der 88. Minute, in der  - und belohnt sich in Form eines Freistoßtreffers durch Margeta. Mein Nebenmann ist entzückt: "Von dem Freistoß werd i heit nu träumen!"

Er hat sich zu früh gefreut, denn eine Minute später landet Forstners Schuss von der Strafraumgrenze im Tor von St. Marien! Nun meint derselbe Herr kopfschüttelnd: "Mia san afoch zu blöd!" Somit werden im Derby - vielleicht nicht ganz dem Spielverlauf entsprechend - die Punkte brüderliche geteilt.