Donnerstag, 21. Mai 2026

FSV Pfaffenhofen - FC Coburg

Pfaffenhofen, Städtisches Stadion
Relegation Bayernliga (D), 1.098 Zuschauer, 2:1

Nach dem Relegationsspiel in Ergolding geht es nach Pfaffenhofen, wo der Landesligist FSV Pfaffenhofen in der Relegation auf den FC Coburg trifft, der die Bayernliga Nord am 16. Platz abschloss. Die Strecke von Ergolding nach Pfaffenhofen ist ein Genuss für einen Bierfreund.  Schließlich führt sie durch die Hallertau, das größte Hopfenanbaugebiet Deutschlands. 

Da man beim Anblick der zahlreichen Hopfenfelder durstig wird, mache ich einen Abstecher zur Klosterbrauerei Scheyern. Dort verkoste ich im Biergarten ein Klosterbier Dunkel. Als Beilage gibt es bayerischen Wurstsalat. Und das nachdem ich wenige Stunden zuvor bei meinem üppigen Hotelfrühstück unter anderem eine Weißwurst verzehrte. Der Ausflug ist nicht in fußballtechnisch qualitativ hochwertig.

Anschließend geht es in die Kreisstadt Pfaffenhofen, in der fast 30.000 Menschen leben. Da es dort mit dem Müllerbräu auch eine eigene Brauerei gibt, bin ich quasi gezwungen, eine weitere Bierverkostung durchzuführen. Ich entscheide mich für das Weiße, das bei Sonnenschein mit Blick auf das Rathaus ausgezeichnet mundet.

Danach geht es zum Städtischen Stadion, in dem sich heute 1.098 Besucher einfinden. Da damit die Kapazität mehr oder weniger erschöpft ist, informiert der Stadionsprecher: "Die Hütte ist rappelvoll, bitte rückt zusammen." Im Zuge der Durchsage der Mannschaftsaufstellungen bezeichnet er den FC Coburg als Fohrstuhlmonnschoft! Man darf gespannt sein, ob der Aufzug 2026 wieder nach unten geht.

Die Anfangsphase ist sehr zerfahren. Aufgrund vieler Unterbrechungen kommt kein Spielfluss zustande. Pfaffenhofen ist leicht überlegen, doch Coburgs Defensive lässt kaum Chancen zu. Daher geht es torlos in die Pause. Zur Stärkung gibt es die für Bayern typische Lebakassemmel, die auch hier mit Essiggurkerl aufgepeppt wird.

Die 2. Halbzeit sollte dann deutlich attraktiver werden. Das liegt vor allem am Führungstreffer Pfaffenhofens' durch Kuchlbauer in der 47. Minute. Es folgt eine Coburger Corner-Serie, die jedoch ohne Erfolg bleibt. Ich komme mit einem Coburger Fotografen ins Gespräch. Er erzählt mir, dass drei seiner Jungs im Kader Coburgs stehen und dass aufgrund der weiten Entfernung maximal 30 Besucher aus Coburg heute mit dabei sind. An einem Wochentag ist das halt sehr schwierig.

In der 67. Minute erhöht Jonas Redl per Kopf auf 2:0. Pfaffenhofen hat alles im Griff, bis in der 2. Minute der 4-minütigen Nachspielzeit Norik Höhn den Anschlusstreffer nach einer Standardsituation erzielt. Der ältere Herr neben mir kommentiert dies mit den Worten: "A so a depppates Tor!" 

Nach dem Abpfiff wirken die Sieger geknickter wie die Mannschaft, die heute verloren hat. Wie auch immer, für Spannung im Rückspiel ist gesorgt.































Mittwoch, 20. Mai 2026

FC Ergolding - FC Teisbach

Ergolding, Sportpark
Relegation Landesliga (D), 1.300 Zuschauer, 3:1

Wie in den beiden vergangenen Jahren sollte es auch dieses Jahr wieder für zwei Tage zur bayerischen Relegation gehen. Die Kombination aus vielen Zuschauern, einem stressfreien Kulturprogramm und bayerischem Bier ist doch eine sehr gute.

Den Anfang macht der FC Ergolding, der gerne in die Landesliga aufsteigen würde. Dazu müsste man sich in zwei Relegationsduellen gegen den FC Teisbach durchsetzen, der die Landesliga Mitte am 18. Rang beendete. Ergolding qualifizierte sich als Tabellenzweiter der Bezirksliga Niederbayern West für die Entscheidungsspiele.

Da die beiden Kontrahenten geografisch nur 30 Kilometer voneinander entfernt sind, füllt sich der Sportpark Ergolding wie erwartet hervorragend. Der Platzsprecher teilt wehmütig mit: „Pyro ist zwar allseits beliebt, aber in der Relegation leider verboten. Bitte verzichtet daher auf Pyrotechnik!“ Kurz darauf erscheinen die beiden Teams auf der Laufbahn.

Während Teisbach die Anfangsminuten dominiert, rätseln die Funktionäre neben mir: „Meinst, es san über 1.000 Leute da?” Ein rascher Rundblick meinerseits sagt mir, dass es definitiv mehr als 1.000 sind!  Während die Ergoldinger nur langsam ins Spiel finden, stärke ich mich schon jetzt mit einer Surbratensemmel. 

In der 20. Minute gelingt Rocco Schmidleitner der Führungstreffer der Führungstreffer für die Gastgeber. Effizient muss man sein. Ab sofort ist Ergolding eine Spur besser. Für Teisbach läuft vorerst alles schief: In der 39. Minute fälscht ein Verteidiger einen Stanglpass ins eigene Tor ab. 2:0!

Im nach der Pause völlig ausgeglichenen Spiel ist es wiederum Schmidleitner, der für Egolding auf 3:0 erhöht. Der Aufstieg in die Landesliga ist zu diesem Zeitpunkt schon sehr nah. Kurz darauf meldet sich wieder der Platzsprecher zu Wort: "1.300 Besucher sind zu diesem Leckerbissen gekommen!" 

5 Minuten vor dem Abpfiff setzt plötzlich Starkregen ein. Der dürfte Teisbach liegen, denn in der 92. Minute trifft Zahn zum vielleicht noch sehr wichtigen Anschlusstreffer. In der restlichen Nachspielzeit hat Teisbach sogar noch 2 Chancen, auf 2:3 heranzukommen. doch der Ergolding-Goalie kann das verhindern. 

Damit gewinnt der FCE die Partie mit 3:1, die Sache ist noch nicht durch! Am Samstag steigt dann das Rückspiel in Teisbach. Ich drehe nach dem Spiel noch eine Kulturrunde, ehe ich in meiner Absteige das hervorragende Obagloama Kappainbia verkoste. Das habe ich mir vor dem Spiel in der Gasthausbrauerei Betz gemeinsam mit 3 weiteren Sorten besorgt. Der Braumeister hat mir dabei geradezu befohlen, "dass du heit des Kappainbia trinkm muaßt!" Dieser Anweisung habe ich Folge geleistet.