Samstag, 24. Oktober 2026

SVg Pitten - SV Bad Erlach

Pitten, Sportplatz
1. Klasse Süd, 400 Zuschauer, 2:1

Nach dem Match unter der Brücke von Bratislava geht es ins südliche Niederösterreich. Nachdem mich Brucki in Möllersdorf und Andi in St. Egyden verlassen haben, komme ich allein am Sportplatz in Pitten an. Dort steigt heute das Derby zwischen Pitten und Bad Erlach.

400 Besucher lassen sich das Duell der Nachbarsgemeinden nicht entgehen. Wie viele von ihnen wegen der vom Gönner Dietmar Krammer versprochenen Bierspende gekommen sind, ist mir nicht bekannt. Der Behauptung von Brucki, ich würde auch zu dieser Gruppe gehören, muss ich allerdings vehement widersprechen. Dennoch lasse ich mir das Punti nicht entgehen. Danker dem edlen Spender.

Da es das Frei-Punti nur bis zum 1. Torerfolg gibt, ist der Andrang unmittelbar nach dem Anstoß groß: "Gemma schnö' bevor a Tor foid!" lautet nicht nur beim Herrn neben mir die Devise. Der Stress ist jedoch umsonst, da es beiden Teams trotz guter Chancen vorerst nicht gelingt, den Ball im Tor unterzubringen. In der 31. Minute ist es dann soweit: Saribekyan trifft zum 1:0 und beendet damit die Freibier-Aktion - dachte man zumindest!

Der Platzsprecher gibt nämlich nach dem Tor bekannt, dass die Aktion verlängert wird, was zumindest denselben Applaus wie der Treffer zuvor auslöst. Apropos Applaus:  Den haben sich auch die beiden Jugend-/Kinderfanclubs verdient, die eine beachtliche Vorstellung abgeben. Choreo, Fetzen und Megafon inklusive.

Beim Stand von 1:0 geht es in die Pause. In dieser besuche ich die Kantine, wo ich zum 2. Mal binnen zwei Wochen eine Kistenbratensemmel erstehe. Daran könnte man sich durchaus gewöhnen. Zur Freude des "Blue-Fire"-Fanclubs gleicht Tamas Ladanyi in der 55. Minute aus. Das Spiel ist inzwischen völlig ausgeglichen.

Ein Remis wäre wohl das gerechtes Ergebnis gewesen, doch heute sollte es einen Gewinner geben. In der 78. Minute wird den Gastgebern ein Elfmeter zugesprochen, den Vachtler zum 2:1 verwandelt. Dabei bleibt es, sodass sich Pitten sich nicht nur als Derbysieger, sondern auch als Tabellenführer feiern lassen kann. 

Es folgt eine Kulturrunde durch die 2.964 Einwohner zählende Gemeinde, die mich unter anderem zur Bergkirche führt. Anschließend geht es retour nach St. Egyden, um Andi wieder aufzulesen und die Heimreise anzutreten.





































Futbalová akadémia Lafranconi FTVŠ UK - FKM Stupava

Bratislava, Futbalové ihrisko v aréali FTVŠ UK
IV Liga MD - U17/BFZ (Slowakei), 20 Zuschauer, 7:1

 

Nachdem Philipp im April des vergangenen Jahres den „Fußballplatz auf dem Gelände der FTVŠ UK“ gefunden und besucht hatte, landete dieser Ground auch gleich auf meiner To-do-Liste. Der Grund dafür ist die besondere Lage: Er befindet sich nämlich direkt unter einer Autobahnbrücke. Während unten Fußball gespielt wird, donnern nur wenige Meter darüber unzählige Fahrzeuge über die Brücke.

Eigentümer der Anlage ist die Fakultät für Körperkultur und Sport der Comenius-Universität (slowakisch Fakulta telesnej výchovy a športu Univerzity Komenského, kurz FTVŠ UK). Unter dem Namen Futbalová akadémia Lafranconi FTVŠ UK nimmt die Universität mit Nachwuchsteams am Meisterschaftsbetrieb teil. Heute Vormittag empfängt mit der die U17 der älteste Jugendjahrgang in der 4. Ligastufe den FKM Stupava.

Gemeinsam mit Andi erreiche ich rund 10 Minuten vor Anpfiff den Parkplatz, der sich ebenfalls unter der Autobahn D2 befindet. Vor Ort treffen wir schließlich auch Brucki und Markus, die diesen Platz offensichtlich auch relativ weit oben auf ihrer Prioritätenliste hatten. 

Wie erwartet ist der Tabellenführer Lanfranoni das klar bessere Team. Nach 25 Minuten steht es bereits 5:0, wobei Max Malík gleich drei Treffer erzielen konnte. Trotz Malík ist der Star hier – zumindest für uns neutrale Besucher – das Panorama. Neben der Brücke ist auch die Donau nicht zu verachten. Das Match kann man übrigens auch auf der Lanfranconi-Brücke beobachten. Neben zahlreichen Graffitis findet man dort übrigens auch ein „Bungee-Jumpen verboten”-Schild.

Nach dem 5. Treffer schaltet Lanfranconi 2 Gänge zurück. Nachdem Malík Mitte der 2. Halbzeit mit seinem 4. Tor das 7:0 erzielt hat, gelingt Tobiáš Tomeček 5 Minuten vor dem Abpfiff der Ehrentreffer für Stupava. Damit endet diese einseitige Partie mit einem klaren 7:1-Triumpf für die Favoriten.

Ohne einem Bungee-Jump verlassen verlassen wir diese Sportplatzperle unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Wir haben heute nämlich noch nicht genug vom Fußballschauen, wobei wir nun kurioserweise allesamt zu unterschiedliche Spielen aufbrechen...