Samstag, 13. Juni 2026

SK Zaječí A/Rakvice - Sokol Ivaň

Zaječí, Fotbalové hřiště
8. Liga Břeclav (Tschechien), 125 Zuschauer, 1:3

Heute wurde der SC Großengersdorf als Hauptspiel ausgewählt, die sich im Falle eines Sieges zum Meister küren würden. Als Vorspiel bietet sich eine Partie der 8. Liga Břeclav an, wo die 1. Mannschaft der Spielgemeinschaft Zaječí/Rakvice im letzten Saisonspiel Sokol Ivaň empfängt. Sowohl die A- als auch die B-Elf der seit der Saison 2024/25 bestehenden SG, die in der 10. Liga kickt, bespielen abwechselnd beide Sportplätze. Heute ist jener in Zaječí an der Reihe.

Dort stellen wir erfreut fest, dass bereits vor Spielbeginn Rauch aus dem Grill aufsteigt. Da sollte bei der Mission Klobása nichts mehr schiefgehen. Die Tabelle weist die Gastgeber als Favorit aus. Während sich die SG an der 6. Position wiederfindet, liegt Ivaň auf Platz 13. Allerdings ist rasch erkennbar, dass es heute nur um die Ehre geht. Die Partie bietet in der 1. Halbzeit kaum Höhepunkte.

Umso besser, wenn es das eine oder andere Fotomotiv gibt. Neben einem Pferd, das sich neben dem Sportplatz auf einer Wiese vergnügt, ist vor allem das Panorama mit der sehenswerten Kirche (Kostel svatého Jana Křtitele) sehenswert. Sehenswert ist auch das Logo des SK Zaječí. Andi ist sich sicher: "Das ist der Playboyhase!" Wenn es jemand wissen muss...

Nach dem Abpfiff der 1. Halbzeit zieht Andi folgendes Fazit: "Herausragend war keiner!" Wir begeben uns zum Grillstand, wo wir zu unserer Enttäuschung feststellen, dass es heute doch keine Klobása für uns geben wird. Dort dreht sich nämlich ein ganzes Schwein. So ein Spanferkel wäre natürlich ein Leckerbissen, doch die Sau braucht noch bis sie durch ist. Gezwungenermaßen geben wir uns mit einem Hotdog zufrieden.

Halbzeit 2 sollte um einiges attraktiver werden. Havlena bringt die Hausherren in der 55. Minute in Führung. Dass ich dieses Tor verpasse, weil in diesem Moment ein Bursche hinter mir mit seinem Fahrrad stürzt, fällt unter Künstlerpech.

Daraufhin stellt Zaječí/Rakvice die Angriffsbemühungen ein. Die Strafe folgt in Form eines Doppelschlags von Bradáč und Stehlík. Die Gastgeber scheinen gedanklich bereits beim Spanferkel zu sein, wodurch Stehlík mit seinem zweiten Tor endgültig den überraschenden Sieg von Sokol Ivaň in Zaječí fixiert.































Freitag, 12. Juni 2026

SC Aspang - USV Kirchberg/Wechsel

Aspang, Sportplatz
2. Klasse Wechsel, 630 Zuschauer, 2:0

In der vorletzten Runde kann der SC Aspang den Meistertitel der 2. Klasse Wechsel einfahren. Um dies aus eigener Kraft zu schaffen, braucht man heute "nur" das Derby gegen den USV Kirchberg zu gewinnen. Die Kombination aus möglicher Meisterfeier und Derby sorgt dafür, dass 630 Menschen den Sportplatz in Aspang besuchen. Damit ist die 1,5 Jahren errichtete Tribüne quasi ausverkauft. Nur bei den Gemeindederbys gegen den 2015 aufgelösten UFC St. Peter waren hier mehr Zuschauer.

Nach der obligatorischen Kulturrunde erreichen wir 20 Minuten vor Anpfiff den Sportplatz. Ich suche gleich den Grillstand auf, um mir eine Käsekrainer zu gönnen. Auffallend ist, dass der Platzsprecher,  vor dem Spiel das Wort "Meisterschaft" nicht in den Mund nimmt.

Um 19:30 Uhr führt Schiri Talpos die beiden Teams aufs Feld. Man erkennt sofort, dass die Kirchberger, die sich im Mittelfeld der Tabelle befinden, dem Rivalen heute nichts schenken werden. Es entwickelt sich eine hitzige, kampfbetonte Partie, in der Aspang zwar überlegen ist, aber auch die Gäste mit Kontern immer wieder gefährlich vor dem Tor auftauchen.

Kurz vor der Pause wird ein Spieler von Aspang im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelt Dimic zum 1:0 – ein Treffer zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt, denn unmittelbar nach dem Jubel geht es in die Pause.

Die Gäste stecken nicht auf und versuchen auch in Halbzeit 2 die Partie mit viel Kampf zu drehen. Die Abwehr von Aspang steht jedoch sicher. In der 83. Minute kommt Dragan Cadikovski im Mittelfeld an den Ball. Er nimmt sich ein Herz und schießt auf das Tor - und tatsächlich findet die Kugel den Weg über den Kirchberg-Goalie hinweg ins Netz. Schöner könnte ein Tor, dass die Meisterschaft besiegelt, nicht sein.

Nach dem Abpfiff wird der 1. Meistertitel seit 12 Jahren mit viel Pyro würdig gefeiert. Herzlichen Glückwunsch.