Mittwoch, 22. Juli 2026

UE Olot - Girona FC

Olot, Estadi Municipal
Freundschaftsspiel, 1.325 Zuschauer, 1:3

In der 2. Qualifikationsrunde der Conference League bekommt es der SK Rapid mit dem FC Santa Coloma aus Andorra zu tun. Für dieses Auswärtsspiel formiert sich erneut die bewährte Reisegruppe bestehend aus Brucki, Andi, Matthias und mir, um die Grün-Weißen zu begleiten.

Obwohl sowohl in Andorra als auch in Spanien gerade Sommerpause ist, hat Andi doch eine Partie zum "Mitnehmen" gefunden. Dabei handelt es sich um die Begegnung zwischen dem UE Olot und dem Girona FC. Da Brucki weiß, dass ich kein Freundschaftsspiel-Freund bin, schickte er mir den Hinweis, dass diese Begegnung als Derbi Gironi bezeichnet wird. Gut, in diesem Fall wäre ich sogar ohne diesen Hinweis mit dabei gewesen, aber so gefällt mir das natürlich noch besser.

Damit geht es bereits am Mittwoch Richtung Bratislava, wo Andi dem „Jogi-Bären” sein Auto samt Schlüssel übergibt. Dieser bringt uns zum Flughafen, von wo aus wir mit 1,5-stündiger Verspätung Richtung Barcelona abheben. Von dort geht es via Mietwagen ins nordöstliche Pyrenäenvorland. Olot, die Hauptstadt der Comarca Garrotxa, zählt übrigens rund 37.000 Einwohner.

In Olot starten wir mit der Bruckschen' Kulturrunde, die in einem Craft-Bier-Lokal endet, wo wir ausschließlich katalanische Spezialitäten verkosten. Eine davon stammt sogar aus Olot. Mit dieser Lokalauswahl konnte Brucki meinen hohen (Bier-)Ansprüchen gerecht werden.

Um 19.30 Uhr brechen wir schließlich zum Estadi Municipal d'Olot, wo sich zu dem bereits traditionellen Sommerderby gegen Girona 1.325 Menschen einfinden sollten. Die Gäste, die 2 Jahre nach ihrer erstmaligen Teilnahme an der Champions-League, den bitteren Gang in die Segunda División antreten mussten, sind dem UE Olot aus der 4. Leistungsstufe klar überlegen.

Vor allem mit dem flinken Kim Min-su hat die Abwehr Olots massive Probleme. Der Südkoreaner ist auch derjenige, der mit 2 Toren für die völlig verdiente 2:0-Pausenführung Gironas' hauptverantwortlich ist. In der Pause besuchen Andi und ich den Ausschank, um uns stilgerecht mit Bocadillos zu stärken. Während ein Bocadillo mit Schinken gefüllt ist, enthält der andere eine "Eierspeis!" Großartig!

Kurz nach unserer Mahlzeit trifft Javi Sarasa zum 0:3, danach schaltet Girona etwas zurück. Olot bekommt kurz vor dem Schluss einen Elfmeter zugesprochen, den Marc Mas zur Freude der Zuschauer zum 1:3 verwandelt. Damit können heute alle Anwesenden zufrieden das Stadion verlassen.



































Freitag, 17. Juli 2026

ÖTSV Union St. Martin - Union Rainbach im Innkreis

St. Martin im Innkreis, Sportplatz Jenseits
Innviertler-Cup (OÖ), 180 Zuschauer, 6:1

Wegen einer herannahenden Gewitterfront im burgenländischen Bernstein musste ich meine Reisepläne ändern und habe mich für ein Ersatzprogramm entschieden. Mein Ersatzprogramm führt mich zu einem weiteren Spiel des Innviertler Cups nach St. Martin im Innkreis. Gespielt wird auf einer Anlage mit einem kuriosen Namen: Dem ‚Sportplatz Jenseits‘. Der Hintergrund? Die Antiesen teilt den Ort in zwei Hälften. Während sich das Zentrum in Diesseits befindet, liegt die Sportanlage auf der östlichen Seite der Antiesen – also sprichwörtlich im Jenseits.

Die ÖTSV Union St. Martin empfängt in der 2. Runde des 34. Innviertler Cups die Union Rainbach. Wie immer hat im Innviertler Cup die Mannschaft mit der niedrigeren Ligazugehörigkeit Heimrecht. Während St. Martin in der kommenden Saison in der 1. Südwest spielt, ist Rainbach in der Bezirksliga zu Hause. 

Wie am Mittwoch in Passau gibt es auch in St. Martin vor dem Anpfiff eine Trauerminute. Im Gegensatz zu Passau gibt es hier einen Platzsprecher, der die Besucher darüber informiert, für wen getrauert wird. Es handelt sich um Leo Kornbinder, der kürzlich im Alter von 94 Jahren gestorben ist. Er war das letzte noch lebende Gründungsmitglied des 1959 ins Leben gerufenen Innviertler Cups.

Von einem Klassenunterschied ist nichts zu sehen, die beiden Kontrahenten liefern sich ein Duell auf Augenhöhe. Unter den 180 Besuchern befinden sich neben mir auch Andi St., Philipp und seine Kids. Die Hausherren sind effektiv, Karic und Zheng bringen St. Martin mit 2:0 in Führung, ehe Lindak in der letzten Aktion vor der Pause einnetzt, und damit Rainbach wieder ins Spiel zurückbringt.

Während ich mich in der Pause mit einer Schnitzelsemmel begnüge, greift Andi zu einer Vereinschronik. Man darf gespannt sein, wann unser Hopperkollege sein Museum eröffnet. Nach einem Kickerl mit Dominik & Daniel kann es auch schon wieder weitergehen. 

In der nach wie vor ausgeglichenen Partie gelingt den Hausherren in der 74. Minute das 3:1. Nun ist Rainbach gebrochen, es folgen drei weitere Treffer (sowie eine rote Karte für die Gäste). Damit zieht der Außenseiter St. Martin mit einem 6:1-Erfolg in die nächste Runde des Innviertler Cups ein.

Während Andi nun das Auto "wechselt" und mit mir die Heimreise antritt, geht es für Philipp und seine Kinder nach Bayern, wo sie morgen 2 Spiele verfolgen werden.