Neudorf im Weinviertel, Friedhofstadion
2. Landesliga Ost, 730 Zuschauer, 0:2
Man glaubt es kaum, aber in der 2. Landesliga Ost gibt es den einen oder anderen Verein, den ich noch nicht besucht habe. Einer davon ist der FC Neudorf, der heute im heimischen Friedhofsstadion den FC Mistelbach zu Gast hat. So spärlich die Kulisse bei den beiden Spielen in der 5. tschechischen Liga war, so gut sollte der Andrang bei diesem echten Derby in der 5. Leistungsstufe Niederösterreichs sein. 730 Besucher sorgen für eine volle Tribüne.
Beim Eingang wartet bereits der mit den Öffis angereiste Andi St. auf mich, von dem auch die Kulturfotos in der Fotostrecke stammen. Der FC Neudorf befindet sich aktuell im Mittelfeld der Tabelle, Mistelbach konnte in den bisher absolvierten 9 Runden 5 Punkte mehr einfahren – und geht damit auch als leichter Favorit ins Spiel.
In den ersten 20 Minuten ist Mistelbach aber nicht nur leicht, sondern deutlich überlegen. Neudorf kommt kaum über die Mittellinie, übersteht diese Phase aber ohne Gegentor. Nach 20 Minuten ist das Spiel ausgeglichen, große Torchancen gibt es bis zur Pause jedoch weder hüben noch drüben. Logischer Pausenstand daher: 0:0.
Die Highlights in Halbzeit 1 waren rar, dafür folgt in der Pause ein kulinarischer Höhepunkt: Heute werden nämlich Saukistensemmerl angeboten - sogar in zwei Varianten. Ich entscheide mich für die gesurte Version und muss gestehen: Hierbei handelt es sich um eine der besten Sportplatzspeisen, die ich je verkostet habe.
Ein Highlight ist auch der 1. Treffer in diesem Spiel, für den der Mistelbacher Michael Steingassner verantwortlich ist. Er trifft in der 62. Minute sehenswert per Weitschuss-Volley. Selbst die Neudorfer Nachwuchsspieler neben geben zu, "dass des a schens Tor wor!" Zwei Minuten zuvor landete übrigens ein Abschluss von Neudorf an der Stange. So knapp liegen Freud & Leid beieinander.
Nachdem Neudorf in der Folge einige Halbchancen vorfindet, macht Ebersberger mit dem 2. Tor für Mistelbach den Sack endgültig zu. Dabei bleibt es. Somit hört man nur von der rechten Seite der Tribüne, wo sich die Anhänger aus Mistelbach befinden, den altbekannten "Derbysieger, Derbysieger!"-Chant.
Während am Sportplatz jetzt bestimmt noch das eine oder andere Achterl getrunken wird, geht es für mich nach diesem erlebnisreichen Fußballtag wieder retour in die Heimat - nicht ohne mich am Kühlschrank des nahen Kurvn'Bräu bedient zu haben.















