Hauskirchen, Hauki-Park
NÖ Meistercup, 250 Zuschauer, 0:1
In der heute ausgetragenen 2. Runde des NÖ Meistercups fehlen mir zwei Sportstätten. Das sind zum einen der Sportplatz des SV Manhartsberg und zum anderen der Hauki-Park in Hauskirchen. Meine Entscheidung fällt auf die Heimstätte des USV Hauskirchen, da mir die (spätere) Anstoßzeit in die Karten spielt.
Während sich Hauskirchen, der vorjährige Meister der 2. Klasse Weinviertel, in der 1. Runde gegen den SC Wolfsthal durchsetzen konnte, steigt der heutige Gegner Großrußbach, der im Vorjahr den Meistertitel in der 1. Klasse Nordwest feierte, erst in dieser Runde in den Cup ein. 250 Besucher sorgen am heutigen Nationalfeiertag für eine schöne Kulisse.
Außenseiter Hauskirchen spielt von Beginn an mit Großrußbach auf Augenhöhe. In der 9. Minute scheitert Perci gleich zweimal freistehend am Gästegoalie. Beim direkten Gegenstoß vergibt auch Großrußbach einen "Hunderter".
In dieser Tonart geht es weiter: In der 1. Halbzeit werden etliche Chancen herausgespielt, Hauskirchen ist der Führung näher. In der 39. Minute geht ein Schuss von Richter an die Stange. Trotz zahlreicher Abschlüsse steht es zur Pause in dieser kurzweiligen Partie noch 0:0.
Zur Stärkung gibt es in der Halbzeit eine Kotelettsemmel. Außerdem fragt mich ein Anhänger aus Großrußbach, "wiavü Leut es von unserer Stiege zum Klo schon runtergeschmissen hat?" Aufgrund dieser Aussage habe ich die angesprochene Stiege natürlich fotografiert und in die Fotostrecke aufgenommen.
In der 2. Halbzeit kann Hauskirchen einen Zahn zulegen. Doch immer wieder scheitert man an Goalie Jani bzw. in der 78. Minute ein weiteres Mal an der Stange. Als sich die Zuschauer längst auf eine Verlängerung eingestellt haben, landet eine abgefälschte Flanke genau bei Großrußbach-Stürmer Marcel Sieber, der den Ball per Kopf im Tor unterbringt. Kurz darauf ist Schluss - und die Gäste stehen im Viertelfinale.
Ein Ordner schüttelt nach dem Abpfiff enttäuscht den Kopf: "Normal muaßt 3:1 gwinna!" Hauskirchen hat heute tatsächlich eine starke Leistung gezeigt, aber wie immer zählt am Ende halt nur das Ergebnis. Dennoch gibt es auch für die heimische Elf zurecht einen Abgangsapplaus.




















