Freitag, 15. Mai 2026

SG Röschitz/Sitzendorf/Roggendorf-Klein-Jetzelsdorf - USV Kühnring

Röschitz, Sportplatz
2. Klasse Thayatal, 80 Zuschauer, 3:2

Am 1. Juli 2019 schlossen sich der KSV Röschitz und der USV Roggendorf/Klein-Jetztelsdorf zu einer Spielgemeinschaft zusammen. In Juni 2025 wurde auch noch der SV Sitzendorf ins Boot geholt. Somit hat die SG Röschitz/Sitzendorf/Roggendorf-Klein-Jetzelsdorf wohl nicht nur den längsten Vereinsnamen, sondern auch die erste Dreier-SG in Niederösterreich.

Der Großteil der Heimspiele der SG wird in Röschitz ausgetragen. Sporadisch wird auch Sitzendorf bespielt, Roggendorf kommt in den Ansetzungen hingegen nicht (mehr) vor. Heute trifft die SG - in Röschitz auf den USV Kühnring, der dieses Spiel als Derby bezeichnet. Ofiziell sind 80 Besucher mit dabei. Laut meiner Zählung sind es 130.

Als die beiden Mannschaften von ihrem Aufwärmprogramm zu Ihren Kabinen zurückkehren, gibt ein Spieler der Gastgeber den Spielplan bekannt: "Schnö Spün! Zack, Zack!" Taktik, einfach erklärt! Kurz nach 20.00 Uhr führt der Schiri mit dem klingenden Oskar Koskoszka die Spieler auf Feld.

Scheinbar gilt der Spielplan für beide Mannschaften. Es wird tatsächlich Zack Zack nach vorne gespielt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es erstmals klingelt. In der 12. Minute ist es soweit: Novotny bringt Kühnring in Führung. In der Folge übernimmt die SG das Kommando. Fried und Lang drehen mit zwei Toren binnen fünf Minuten die Partie. Mitfahrer Andi meint: "Jetzt san's gallig!" 

In der Folge lässt Röschitz etliche Sitzer auf das 3:1 aus. Önsoy bestraft diese Nachlässigkeit mit dem Ausgleich kurz vor dem Pausenpfiff. Die Kantine bietet heute neben diversen Leberkässemmeln auch Hot Dogs an. Der Umstand, dass eine Dame ein Hot Dog "ohne alles" bestellt, gefällt meinem Mitfahrer.

Nach der Pause lässt das Tempo im Spiel etwas nach. Wohl auch deswegen schweifen Andis Gedanken zum heutigen Spielleiter ab. So meint er grinsend: "Oskar Kokoszka! Ob der in seiner Freizeit gerne malt?" Kurz darauf stellt er folgendes fest: "Oskar Kokoszka! Und mia sia mit an ME - Kenneichen da!" Dieser Andi!

Als ich bereits den vermeintlichen Endstand abfotografiert hatte, versenkt Publikumsliebling Markus TUS Quirtner die Kugel per Kopf zum umjubelten Sieg für die Hausherren. Der Platzsprecher plärrt nach dem Goal euphorisch "TUS macht Schluss!" Unmittelbar darauf ist tatsächlich Schluss, da Oskar Kokoszka, der neue Lieblingsschiri von Andi, die Partie beendet.

Dank des Tores in letzter Sekunde überholt die SG den heutigen Kontrahenten und liegt nun am 6. Tabellenrang der 2. Klasse Thayatal.






























Mittwoch, 13. Mai 2026

Union Eberstalzell - SPG St. Marienkirchen/Wallern 1b

Eberstalzell, Zöller Arena
Bezirksliga Süd (OÖ), 280 Zuschauer, 1:3

Unmittelbar nach dem Ende eines Seminars sollte es heute nach Kirchham in die Traunviertler Hobbyliga gehen. Da der flexible Andi St. ebenfalls rechtzeitig eine Zustiegstelle entlang der Route erreicht, geht es sogar zu zweit nach Oberösterreich. Eben dieser Andi bemerkt im Zuge seiner Recherche, dass die Partie in Kirchham kurzfristig abgesagt wurde.

Als Ersatz bleibt die Union Eberstalzell übrig, die heute in ihrer vor einem Jahr eröffneten Zöller Arena in der Bezirksliga Süd die Spielgemeinschaft ASV St. Marienkirchen/SV Wallern 1b empfängt. Da diese Partie 45 Minuten apäter angepfiffen wird als jene in Kirchham, bleibt noch Zeit, dem alten Sportplatz, dem Autobahnstadion einen Besuch abzustatten. Ich vermute, dass jene Dame, die dort sichtlich gestresst am Handy hängt, den „falschen” Sportplatz erwischt hat.

280 Besucher finden sich auf der neuen Anlage in Eberstalzell ein. Damit füllt sich die große Tribüne der neuen Anlage besser als von mir erwartet. Die Tabelle weist die Gäste als Favoriten aus: Während Eberstalzell im Mittelfeld der Tabelle liegt, befindet sich die Spielgemeinschaft am 3. Rang. 

Apropos 3: Der Favorit geht schon in der 3. Minute durch Wiedner in Führung. In der ansehnlichen Partie gleicht Eberstalzell in Minute 14 durch Berisha aus. Das freut besonders den Fanclub, der rund um den rot-weiß-roten Eberstallzell-Fetzen zu finden ist. Trotz vieler Chancen hüben wie drüben gehen die beiden Kontrahenten ohne weiter Tore in die Halbzeitpause.

Wir besuchen die Kantine, in der es Pommes, Debreziner und Frankfurter angeboten werden. Ich entscheide mich für die Debreziner, während Andi gleich 2 Paare Frankfurter verschlingt und als Nachspeise noch eine Riesenportionen Kren hinunterschlingt. Respekt! 

In der 2. Halbzeit können sich die Gäste steigern. Okeh trifft verdientermaßen zur Führung. Unmittelbar darauf skandiert der Eberstalzeller Fanclub: „Auf geht's, Zölla, kämpfen und siegen!“. Außerdem versuchen sie mit "Steht auf, wenn ihr Zölla seid!" auch die restliche Tribüne ins Boot zu holen. 

Trotz dieser Bemühungen kommt die Union Eberstalzell nicht mehr gefährlich vor das gegnerische Tor. Ganz im Gegensatz zu St. Marienkirchen/Wallern. In der 87. Minute macht Wiedner mit seinem 2. Tor den Sack zu. Damit bliebt die Spielgemeinschaft mitten drin im Kampf um den Meistertitel. Eberstalzell wird die Saison vermutlich im Mittelfeld beenden, kann sich aber mit der gelungenen neuen Anlage trösten.