Freitag, 30. Oktober 2026

FC Eisenkappel - ATUS Feistritz/Ros.

Bad Eisenkappel, Sportplatz
1. Klasse Ost (Kärnten), 100 Zuschauer, 2:1

Nach dem 11.00 Uhr Spiel in Rückersdorf haben wir die Qual der Wahl, welchen Sportplatz wir nun einen Besuch abstatten. Wir entscheiden uns für jenen in Bad Eisenkappel, wo der FC Eisenkappel in der 1. Klasse Ost den ATUS Feistritz empfängt.

Vor dem Spiel haben wir noch ausreichend Zeit um in dem südlichsten Markt Österreichs eine ausführliche Kulturrunde zu drehen. Die Obir-Tropfsteinhöhlen, die sich ebenfalls im Gemeindegebiet befinden, lassen wir jedoch aus, um rechtzeitig am Sportplatz zu sein.

In der Tabelle liegt der FC Eisenkappel einen Punkt hinter dem SV Eitweg auf dem zweiten Rang. Damit sind sie im Spiel gegen Feistritz, die sich im Mittelfeld der Tabelle befinden, klar zu favorisieren. Vor mehr als den offiziell angegebenen 100 Zuschauern sind die Gastgeber von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft auf dem idyllischen Sportplatz (@ Andi St.).

Doch Feistritz-Schlussmann Katnik ist heute in Topform und damit hauptverantwortlich, dass es zur Halbzeit noch 0:0 steht. Nachdem wir uns in der Pause mit einer Schnitzelsemmel gestärkt haben, werden wir Zeugen, wie Außenseiter Feistritz durch einen Kopfballtreffer von Lukan in Führung geht.

Sieben Minuten später können die Gastgeber endlich jubeln – über Luka Bagislars' Ausgleichstreffer. Kurz darauf verhindert wieder einmal Kartnik ein Tor Eisenkappels. Dem älteren Herrn neben mir entkommt ein "Den kaff ma!" 

Kartnik kann die Niederlage von Feistritz dennoch nicht verhindern, da er in der 83. Minute von Peter Cof per Kopfball überwunden wird. In der hektischen Schlussphase sieht Feistritz-Coach Pfister wegen Kritik die rote Karte. Es sollte der letzte Aufreger des Spiels sein. Eisenkappel bleibt mit dem knappen Heimerfolg an Eitweg dran, die heute ebenfalls gewinnen konnten. 

































SG Rückersdorf/Klopeinersee - SV Gallizien

Rückersdorf, Waldstadion
Unterliga Ost (Kärnten), 400 Zuschauer, 2:1

Am heutigen Samstag stehen zwei "Dobbler" zur Auswahl. Während Variante A eine Kombination aus Südmähren und Weinviertel ist, betrifft Variante B zwei Spiele im Bezirk Völkermarkt. Meine Entscheidung fällt auf die 2. Variante, wobei die Wetterprognose hierfür eine entscheidende Rolle spielt.

Dafür geht es früh aus den Federn, denn das Derby zwischen der SG Rückersdorf/Klopeinersee und dem SV Gallizien wird bereits um 11.00 Uhr angepfiffen. Passend zum morgigen Allerheiligentag lese ich am Wolfsberger Friedhof zwei seit gestern in Kärnten verweilenden Andis auf.

Apropos Andi: Noch vor dem Match besuchen wir die Rückersdorfer Kirche, die neben dem heiligen Ulrich auch dem heiligen Andreas geweiht ist.  Da sich die Kirche etwas abseits in einer Wiese befindet, bezeichnet Andi St sie als "Lost Church". Kein Lost Ground ist das Waldstadion Rückersdorf, zu dem wir uns nun hinbegeben.

Die Spielgemeinschaft der Sportfreunden Rückersdorf und der DSG Klopeinersee liegt im Mittelfeld der Unterliga Ost, Derbygegner Gallizien befindet sich mit lediglich 3 Punkten mehr auf dem Konto auf Rang 3. Es geht eng zu in der Tabelle. 400 Besucher sorgen trotz des ungewöhnlichen Termins für eine tolle Kulisse.

Wer nicht pünktlich vor Ort ist, wird bestraft: Bereits nach 30 Sekunden sorgt Bidmon für die Führung der Gäste. Es dauert eine Weile, bis sich die Gastgeber von diesem Schock erholen. Vor dem schönen Panorama der Karawanken ist Gallizien vorerst die spielbestimmende Mannschaft. Umso überraschender ist der Rückersdorfer Ausgleich durch Novak in der 22. Minute, der tatsächlich aus dem Nichts kommt.

Ab diesem Zeitpunkt ist das Spiel ausgeglichen, wobei bis zur Halbzeit keine großartige Torchance mehr ergibt. In der Kantine wird heute groß aufgetischt. Unter anderem wird eine Weißwurst angeboten. Auch wenn das jetzt keine typische Kärntner Jause ist, greift man da gerne zu. 

In der 59. Minute ist es wieder Jure Novak, der zum 2:1 für sie Gastgeber einnetzt. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Funktionär, der versucht, Tombolalose an den Mann oder an die Frau zu bringen, gerade bei den Auswärtsfans. Lachend plärrt er: "Gallier! Wonns heit nu wos gwinna woits, donn kaffts a Los!"

Es folgt eine emotionale Schlussphase mit vielen Zweikämpfen und auch dem einen oder anderen Foul. Sowohl die Spieler als auch die Fans nehmen sich kein Blatt vor den Mund. So meint eine resolute junge Dame zur Nummer 21 von Rückersdorf: "Wonnst wos wüst, donn kumm her!" Der angesprochene Spiele, der von einem älteren Herrn mehrmals als "Treame" bezeichnet wird, diskutiert tatsächlich bei der nächsten Unterbrechung mit den Gästefans. Feine Unterhaltung.

Rückersdorf bringt die knappe Führung über die Zeit und darf sich somit als Derbysieger feiern lassen.