Freitag, 4. September 2026

SV Prellenkirchen - FK Hainburg

Prellenkirchen, Sportplatz
2. Klasse Ost, 150 Zuschauer, 1:8

Einer der wenigen noch nicht besuchten Plätze in der 2. Klasse Ost ist der Sportplatz in Prellenkirchen. Da kommt das heutige Derby gegen Hainburg gerade recht. Hainburg konnte in den beiden absolvierten Spielen 4 Punkte einfahren, die Gastgeber 3. Man kann also von einer ausgeglichenen Partie ausgehen.

Doch schon bald kann man erkennen, dass Hainburg heute die bessere Elf ist. Dank eines Doppelpacks von Ex-Bundesliga-Kicker Tomas Simkovic führen die Gäste nach 19 Minuten schon mit 2:0. Erst jetzt kommt Prellenkirchen im Spiel an – und hat durchaus gute Torchancen, die jedoch teils kläglich vergeben werden. Bei einer Aktion platzt meinem Nebenmann der Kragen: "Do homma a 4/1 Übazoi und der mocht a Stürmafoul!" 

Wer die Tore nicht macht, ... 0:3 in der 38. Minute.. Der Herr von zuvor sagt nun in meine Richtung: "Ihr sads scho klor bessa!" Zeit, die Kantine aufzusuchen, in der es Schnitzelsemmeln gibt. Beworben wird zudem Rosé-Sturm, auf den ich als Autofahrer jedoch verzichte. 

In der 60. Minute schöpfen die Gastgeber wieder Hoffnung: Christoph Kletzenbauer drückt den Ball über die Linie. Eine Dame in meinem Umfeld schreit begeistert auf: "Jawoooiiii! Drinn is a!" Es sollte der letzte Freudenschrei an diesem Tag bleiben.

Hainburg spielt sich nun in einen Rausch.  Zwischen der 68. Minute und dem Schlusspfiff erzielen die Gäste gleich fünf Treffer. Nachdem ich in der 91. Minute nach Tor #8 die Anzeigetafel fotografiere, meint der Auswärtsfan neben mir grinsend: "I würds nu ned fotografiern!" Ein weiteres Tor sollte dann aber doch nicht mehr fallen. Aber auch 1:8 ist ein Ergebnis, bei dem man nun wohl den einen oder anderen Rosé-Sturm benötigt...

































Mittwoch, 2. September 2026

MŠK Púchov - Spartak Trnava

Púchov, Mestský štadión
Slovenský pohár, 2.450 Zuschauer, 1:3

Unmittelbar nach der Jahrtausendwende erlebte der MŠK Púchov seine goldene Zeit im slowakischen Fußball. Unter dem Namen ŠK Matador Púchov wurde der Verein in der Saison 2001/02 Vizemeister und holte ein Jahr später mit einem 2:1-Finalsieg gegen Slovan Bratislava den slowakischen Pokal. Genau in diesem Wettbewerb empfängt man 24 Jahre später in der 3. Runde Spartak Trnava. Im Vorjahr beendete Púchov die 2. Liga auf dem vorletzten Tabellenplatz, womit man nun in der 3. Liga um Punkt kämpft.

Trotz der Anstoßzeit um 16.30 Uhr an einem Mittwoch füllt sich das Mestský štadión heute mit 2.450 Besuchern ausgezeichnet. Die eigentliche Überraschung sind aber die zahlreich anwesenden Trnava-Fans, die heute einen anständigen Support hinlegen sollten. Das ist nicht immer so im Cup.

Es sind jedoch die Anhänger der Gastgeber, die erstmals jubeln können. Nachdem man zuvor kaum in der gegnerischen Hälfte war, erzielt Matej Moško nach einem Standard das viel umjubelte 1:0. Die Ultra-Gruppe, die es beispielsweise beim Besuch von Brucki auf Seiten Púchovs gab, hat sich zwischenzeitlich wohl aufgelöst. Trotzdem gibt es Anfeuerung, da die Nachwuchsspieler motiviert sind und ihr Team mit Trommelbegleitung anfeuern.

Mit dem 1:0 im Rücken kann Púchov die Partie eine Zeit lang offen gestalten, ehe Dávid Bukovský in der 32. Minute den Ausgleich erzielt. Damit geht es mit einem 1:1 in die Halbzeitpause. Ich gönne mir nicht nur eine Klobása, sondern werfe auch einen Blick in die Eishockeyhalle, die sich unmittelbar neben dem Fußballstadion befindet.

5 Minuten nach Wiederbeginn schießt Bukovský den Favoriten in Führung. Trnava hat wie erwartet mehr Spielanteile, Púchov hält aber nach wie vor gut mit. Den Schlusspunkt setzt dennoch Spartak in Form von Timotej Kudlička, der für den Endstand von 1:3 sorgt. Damit muss Púchov auf den 2. Cupsieg der Vereinsgeschichte zumindest ein weiteres Jahr warten. Dennoch können die Besucher heute zufrieden nach Hause marschieren.