Mittwoch, 1. April 2026

Lébény SE - Nagycenk SE

Lébény, Sporttelep
Vármegyei Kupa (Győr-Moson-Sopron), 100 Zuschauer, 2:0

Dank "Sommerzeit" sind nun auch wieder Tageslichtspiele unter der Woche möglich - sofern diese rechtzeitig angepfiffen werden.  Heute ist dies beispielsweise in der 3.300 Einwohner zählenden Stadt Lébény der Fall. Der örtliche Fußballverein Lébény SE empfängt im Viertelfinale des Komitatspokal Győr-Moson-Sopron die Sportskollegen aus Nagycenk. 

Nach einer Kulturrunde mit der Sankt-Jakob-Kirche als Highlight erreiche ich 10 Minuten vor dem Anpfiff den Sportplatz, auf dem sich 100 Besucher einfinden. Damit kann man an einem Mittwoch-Nachmittag mehr als zufrieden sein.

Da sich beide Teams in der fünften Leistungsstufe befinden, kann man von einem engen Match ausgehen. Während Nagycenk im Mittelfeld der II. Varmegyei Nyugat („West”) liegt, führt Lébény die „Nordgruppe” an.

Es sind dann auch die Gastgeber, die das Spiel bestimmen. Vor dem Tor sind sie jedoch vorerst völlig ungefährlich. Der erste Abschluss Lébénys gefährdet lediglich die Tauben, die es sich im Wald hinter dem Tor gemütlich gemacht hatten und beim Einschlag des Balls das Weite bzw. die Höhe suchen. 

Auch auf Seiten Nagycenk gibt es einen Volltreffer, allerdings ist dafür der Trainer verantwortlich, der nach dem Taubenschuss einen neuen Ball in Richtung Torwart schießt und dabei einen seiner Spieler am Hinterkopf trifft. Dieser ist für kurze Zeit leicht benebelt, kann die Partie aber fortsetzen.

Der Platz ist nicht nur aufgrund der Betonstufen, auf denen sich der Großteil der Besucher aufhält, ganz nett. Man kann auch den Wasserturm, die Friedhofskapelle und die bereits erwähnte Sankt-Jakob-Kirche in Szene setzen. Da Lébény trotz viel Ballbesitz keine Gefahr ausstrahlt, geht es torlos in die Pause.

So schwach die Abschlüsse in Halbzeit 1 waren, so gut ist jener von Róbert Marosz: Er schließt den ersten Angriff nach der Pause mit einem Lupfer über den verdutzten Gästegoalie Görök zum 1:0 ab. Lébény hat auch nach diesem Treffer alles unter Kontrolle. Trotz gleicher Ligastufe ist ein Klassenunterschied erkennbar. Eine Minute vor dem Abpfiff stellt Varga mit dem 2:0 den Endstand her.

Lébény trifft nun im Semifinale in Győr auf den  DAC 1912. Am Rande sei erwähnt, dass dies genau die Paarung ist, die ich 2015 gesehen habe.  Nagycenk kann den Komitatspokal zwar nicht mehr gewinnen, spielt aber dennoch im Verliererpfad weiter, da drei der vier Viertelfinal-Verlierer einen Platz im kommenden ungarischen Pokal erhalten.


























Samstag, 28. März 2026

USV Kautzen - USV Gastern

Kautzen, Sportplatz
1. Klasse Waldviertel, 290 Zuschauer, 4:2

Vor knapp einem Jahr sah ich wie Gastern im Derby gegen Kautzen mit 1:0 siegreich blieb. Ob sich Kautzen heute für diese Niederlage revanchieren kann? Es wäre überraschend. Während die Tabelle der 1. Klasse Waldviertel USV Kautzen auf Rang 9 ausweist, liegt der Lokalrivale auf Platz 3. Trotz widriger Wetterbedingungen sorgen 290 Zuseher für einen ordentlichen Besuch. Sowohl bei Kautzen als auch bei Gastern gibt es Support mit Fahnen, je einer Trommel und gut geölten Stimmen.

Kautzen ist zu Beginn die aktivere Mannschaft. In der 10. Minute wird ein Kicker der Gastgeber im Strafraum zu Boden gestoßen. Den fälligen Elfmeter verwertet Roland Weiss zur Führung. In der 22. Minute schwächt sich Kautzen selbst. Kainz wird wegen eines Revanchefoul von Schiri Schweighart des Feldes verwiesen. Kurz darauf gibt es schon wieder Penalty. Diesmal darf Jasansky für Gastern sein Glück versuchen. Auch er verwandelt sicher.

Wer glaubt, dass Kautzen nun aufgibt, wird eines Besseren belehrt. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich bringt Daniel Semper die Grünen wieder in Führung. Es sollte noch besser kommen: Weitere 5 Minuten später erhöht Zuba sogar auf 3:1. Nicht wenige Besucher reiben sich verwundert die Augen.

In der Pause wird die Kantine beehrt. Nach der Hauptspeise in Form einer Schnitzelsemmel wärme ich mich mit Kaffee auf. Oliver Semper trifft unmittelbar nach der Pause für die dezimierten Kautzener zum 4:1. Dieser glatte Vorsprung wird in der Folge dank einer soliden Defensivleistung relativ problemlos verwaltet. Das 2. Tor der heute enttäuschenden Gäste erzielt Martin Jasansky erst in der Schlussminute - - abermals per Elfmeter. Das sollte es dann gewesen sein.

Wie schon bei unserem Vormittagsspiel gewinnt auch hier der Außenseiter. Ein weiteres Mal wird ein Derbyerfolg mit grün-weißem Rauch gefeiert.