Freitag, 26. Juni 2026

SV Attersee - FC Erlinger

Attersee am Attersee, Sportplatz
Freundschaftsspiel, 20 Zuschauer, 4:3

Die vorzeitig beendete Corona-Saison 2020/21 war die letzte, in der der SV Attersee am Spielbetrieb des OÖ-Verbandes teilnahm. Daraufhin strich man aufgrund Spielermangels die Segel. Es ist ein Segen, dass der Sportplatz in Attersee trotz seiner exklusiven Lage in Strandnähe nach wie vor besteht und sogar selten, aber doch, vom SV Attersee hobbymäßig bespielt wird.

Heute sollte es wieder einmal so weit sein. Der Gegner des SVA kommt aus der Gemeinde Fornach und nennt sich FC Erlinger – benannt nach einem Fornacher Gasthaus. Obwohl beim Anstoß um 19.30 Uhr noch immer Temperaturen jenseits der 30 Grad herrschen, kämpfen die Akteure in einer ausgeglichenen Partie um jeden Ball. Selbst mein stets kritischer Begleiter Andi St. spricht von einer "rassigen Partie".

Obwohl es auf dem engen Platz fast schon Chancen im Minutentakt gibt, können beide Mannschaften in der 1. Halbzeit nur jeweils einmal jubelnm sodass es beim Stand von 1:1 zum Pausenbier geht. Wir marschieren während der Halbzeit zum nahen Seeufer, ehe es auch schon wieder weitergeht.

Kurz nach Wiederbeginn trifft der FC Erlinger ein 2. Mal. Der Torerfolg wird von den Gästefans mit Pyro gefeiert, wobei der Rauch Richtung Kirche zieht. Während wir mit eigenen Herren vom Verein plaudern, treffen die Gastgeber zweimal, ehe wieder der FC Erlinger an der Reihe ist. Abermals wird gezündelt, diesmal trägt der Wind den Rauch Richtung See.

Es dauert keine 5 Minuten, bis die Polizei auftaucht: "Kummt da Rauch von eich?" Nachdem man dies schwer abstreiten konnte, erklärt der Polizist: "Sagt's es Ihnen, sie sollen das unterlassen! Am See untn siacht ma nix mehr!" Auch bei 20 Zuschauern können unerwartete Dinge passieren.

Kurz vor dem Ende gelingt dem SV Attersee der entscheidende Treffer zum 4:3-Erfolg, der bestimmt mit dem einen oder anderen Zipfer gefeiert wird. Wir sind da (leider) nicht mehr mit dabei, da wir morgen früh aus den Federn müssen, um eine weitere besonderen Sportstätte zu besuchen.































Sonntag, 21. Juni 2026

USV Pattigham/Pramet - ASKÖ Kematen-Piberbach/Rohr

Pattigham, Sportplatz
Relegation (OÖ), 620 Zuschauer, 0:0, 1:3 n.V.

Wieder einmal beende ich "(m)eine Saison" mit einem Spiel der OÖ-Relegation. Das Duell zwischen Pattigham/Pramet und der SPV Kematen-Piberbach/Rohr ist bereits das 33. oberösterreichische Relegationsduell, bei dem ich dabei bin. Auch daran erkennt man, dass dies ein Bewerb ganz nach meinem Geschmack ist.

Der 1969 aus den beiden Nachbarsgemeinden Pattigham und Pramet gegründete USV Pattigham/Pramet erreichte im Hinspiel bei der seit 2020 existierenden Spielgemeinschaft KePi/Rohr ein 1:1. Damit ist für Spannung gesorgt. Für den Vizemeister der 1. Süd-West wäre es der 1. Aufstieg in die Bezirksliga seit 20 Jahren. Die Gäste würden hingegen gerne in dieser bleiben.

Beim Einlaufen der beiden Kontrahenten zeigen die Gästefans eine schöne Pyroshow. Auch mehrere Raketen werden in den Himmel geschossen. Offensichtlich motiviert das auch die Kicker, die in der 1. Halbzeit klar überlegen sind. Die Defensive von Pattigham/Pramet steht jedoch gut und hält die Null. Vorne ist man in der 1. Halbzeit jedoch harmlos. 

Das ändert sich auch in der Anfangsphase der 2. Halbzeit nicht. Daher nehme ich mir Zeit für ein Bratwürstl, welches in Oberösterreich traditionell mit Sauerkraut serviert wird. Mein Gegenüber meint: "Des wird a Valängerung! Des riach i!" Respekt, wer so etwas riecht, wenn die Bratwurst vor einem liegt

Er sollte Recht behalten: Trotz mehrerer Chancen bleibt es beim torlosen Remis. Da es in der Relegation keine Auswärtstorregel gibt, geht es tatsächlich in die Verlängerung. In dieser werden die 620 Besucher endlich auch mit Toren verwöhnt: In der 93. Minute schießt Markus Hofer die Gastgeber in Führung. 

Die Gäste geben sich jedoch noch nicht geschlagen und gleichen schon 3 Minuten später durch Hinterleitner aus. KePi kann nun einen Gang zulegen: Nach einem Doppelschlag binnen 2 Minuten steht es kurz vor der Halbzeit der Verlängerung plötzlich 1:3. 

Davon erholen sich die Gastgeber nicht mehr. Damit verpasst Pattigham/Pramet trotz einer kämpferisch ansprechenden Leistung den Aufstieg in die Bezirksliga. Ke-Pi/Rohr feiert den Verbleib in dieser gemeinsam mit ihren treuen Fans.