Samstag, 5. September 2026

SU Straden - SVU Halbenrain

Straden, Apfelstadion
Unterliga Süd (Steiermark), 250 Zuschauer, 3:1

Zum Abschluss des Tages geht es in die Marktgemeinde Straden, wo die Sportunion Straden in der steirischen Unterliga Süd die SVU Halbenrain empfängt. Vorher wird noch der Ortskern besucht. Dieser befindet sich auf einem Hügel, auf dem gleich 4 Kirchen eng beieinander liegen. Dort ist einiges los, da gerade die Vorbereitungen für die morgen stattfindende 170-Jahr-Feier des Kameradschaftsbundes in Gange sind.

Anschließend gemma Strod'n schaun. Zum Spiel der beiden punktegleichen Kontrahenten aus der Südoststeiermark finden sich 250 Besucher ein. Die befinden sich allesamt auf der einzigen Tribüne. Die Seiten hinter dem Tor und der Bereich gegenüber der Tribüne sind für Besucher tabu. Nachdem wir Schiri Almer erklärt haben, dass wir nicht mit zum Mittelkreis einlaufen, führt er "nur" die beiden Mannschaften aufs Feld.

Straden ist auf heimischem Kunstrasen von Beginn an die bessere Mannschaft. Die Gäste, die bis dahin nur mit Defensivaufgaben beschäftigt waren, erhalten in der 11. Minute einen Freistoß knapp außerhalb des Strafraums zugesprochen. Celic tritt an und die Kugel landet tatsächlich im langen Eck. Spiel auf den Kopf gestellt.

Nach diesem Treffer verläuft die Partie ausgeglichen. Almer pfeift beim Zwischenstand von 0:1 zur Halbzeitpause. Wir besuchen die Kantine, in der die typische steirische Sportplatzjause, die Schnitzelsemmel, angeboten wird.

Nach 15 Minuten Leerlauf gelingt den Gastgebern in der 62. Minute dank eines herrlichen Weitschuss-Treffers von Thomas Reich der Ausgleich. Straden ist nun wieder besser in der Partie. In der 82. Minute trifft Luka Lukac zum umjubelten 2:1, doch damit nicht genug: In der Schlussminute sorgt Christoph Kobald für den 3:1-Endstand. Damit verbessert sich Straden auf den 4. Tabellenrang in der noch jungen Saison. 































USV Neuhaus am Klausenbach - SV Mühlgraben

Neuhaus am Klausenbach, Sportplatz
II. Liga Süd (Burgenland), 647 Zuschauer, 2:1

Nach 9 Jahren kommt es erstmals wieder zum Derby zwischen Neuhaus am Klausenbach und dem SV Mühlgraben. Das ist den Gastgebern zu verdanken, die im Vorjahr die 1. Klasse Süd auf dem zweiten Tabellenplatz abschlossen und damit in die II. Liga Süd aufstiegen.

647 Besucher sind beim Derby-Comeback mit dabei. Bedenkt man, dass Neuhaus gerade einmal 873 Einwohner hat, ist das schon ein beachtlicher Wert. Obwohl es unmittelbar vor dem Anpfiff zu regnen beginnt, wird beim Auflaufen der Mannschaften von beiden Seiten eine großartige Pyroshow abgeliefert. Schon jetzt hat sich die Anreise gelohnt.

Die beiden Mannschaften gehen wohl auch wegen der Kulisse äußerst motiviert ans Werk. Auf großes Mittelfeldgeplänkel wird verzichtet, stattdessen wird munter nach vorne gespielt. Es gibt zahlreiche Abschlüsse auf beiden Seiten, wobei das Visier vorerst noch schlecht eingestellt ist. Nach 26 Minuten ist der Bann gebrochen, David Jakab bringt die Gastgeber mit einem scharfen Schuss von der Strafraumgrenze in Führung.

Mühlgrabenist nicht beeindruckt, Omladić trifft 10 Minuten später zum Ausgleich, sodass es mit einem gerechten Remis in die Pause geht. Nach dem Wiederanpfiff sind die Gäste der Führung näher, doch Marcel Unger trifft für Neuhaus. 69 Minuten sind gespielt. 

Nun geht es zum Ausschank, wo die Schnitzel nur so herausprasseln. Liegt das Schnitzel einmal in der Semmel, kann man es selbst mit Zwiebel, Tomaten und Salat aufpeppen. Gute Sache! Während wir uns anstellen, sehen wir,  wie beide Mannschaften wie schon in Halbzeit 1 etliche Sitzer auslassen. Das veranlasst den Schnitzel-König zu folgender Aussage: "Mia brauchn 50 Chancen bis ma a Tor mochn!" Eine Dame mit Mühlgraben-Schal antwortet spontan: "Mia oba a!" 

Da keine der folgenden 49 Chancen im Tor landet, kann sich Neuhaus als Derbysieger feiern lassen. Die Mannschaften werden von ihren Fans mit viel Rauch verabschiedet. So stellt man sich ein Derby vor!