Samstag, 11. April 2026

SV Waldhausen - SpVgg Jettenbach

Waldhausen, Sportanlage
AK Inn/Salzach 3 (Bayern), 160 Zuschauer, 3:2    

Vor 2 Wochen erhielt ich vom Obmann des SV Waldhausen, Klaus Seidl, eine Einladung zum Derby gegen die SpVgg Jetttenbach, inklusive einer Bierspende. Diese wird trotz großer (Derby-)konkurrenz gerne angenommen. Ein bayerisches Bier ist schließlich ein großer Mehrwert.

Das zum Landkreis Traunstein gehörende Dorf Waldhausen gehört seit 1978 zur Gemeinde Schnaitsee. Schnaitsee ist auch mein 1. Ziel. Dort gibt es nämlich im Getränkeladen das in Schnaitsee gebraute Baderbräu. Schließlich geht es nach Waldhausen, wo ich bei der Kulturrunde am Zunftbaum auch ein Wappen von Waldhausen im Strudengau finde, welches ja quasi bei mir um die Ecke liegt. Die Welt ist ja doch ein Dorf.

Jetzt ist aber es Zeit für Fußball. Auf der Sportanlage in Waldhausen empfängt in der A-Klasse 3 der Region Inn/Salzach der Tabellenneunte auf den Elften. Da der 11. Rang ein Abstiegsplatz ist, und Waldhausen nur 3 Punkte vor Jettenbach liegt, ist dies ein wichtiges Spiel im Abstiegskampf.

Die Hausherren erwischen den besseren Start, daher ist die Führung durch Glier in der 12. Minute auch verdient. Gegen Mitte der 1. Halbzeit übernimmt jedoch Jettenbach das Kommando. Nachdem die Gäste eine Großchance ausgelassen haben, meint ein Jettenbacher Anhänger: "Lecki mi' am Oa....., wia frei konn ma sein?". Sein Nebenmann ergänzt: "Des wor a 300%ige!"

Mittermaier macht es in der 38. Minute besser und erzielt den verdienten Ausgleich. Dies ist auch der Pausenstand. Dank der Spende des Obmanns darf ich mich in der Pause über eine klassische bayerische Jause freuen: ein Weißbier und eine Leberkäsesemmel. An Guadn!

Obwohl Waldhausen auch in der 2. Halbzeit besser ins Spiel kommt, sind es die Gäste, die durch Gottwald in der 66. Minute in Führung gehen. Der Schock bei den Gastgebern hält sich in Grenzen, schon eine Minute später gelingt Florian Hütter mit einem Schuss ins kurze Eck der Ausgleich.

Beide Teams drängen nun auf den "Dreier". Jubeln kann am Schluss jedoch nur der SVW, Thiemo Leupoldt trifft in der 88. Minute nämlich zum Sieg für Waldhausen. Damit setzt man sich nun mit 6 Punkten von Jettenbach ab.. In der großartigen Vereinszeitung, die anlässlich dieser Partie aufgelegt wurde, erfährt man unter anderem, dass eben dieser Thiemo Leupoldt vor der Abfahrt ins Trainingslager nach Szentgotthárd einen halben Kilo Leberkäse verdrückt hat.

Während in Waldhausen im Anschluss die 2. Mannschaft um Punkte kämpft, geht es für mich weiter ins benachbarte Engelsberg zu einer weiteren Partie.






























Mittwoch, 8. April 2026

Slovan Častá - FC Zohor

Častá, Futbalové ihrisko
VI. Liga ObFZ Bratislava-viedik (Slowakei), 70 Zuschauer, 1:2

 

Auch heute sollte am traditionellen MM-Mittwoch wieder ein Match besucht werden. Dafür geht es in die zum Bezirk Pezinok gehörende Gemeinde Častá. Dort gibt es nicht nur eine Kirche und eine sehenswerte Burg, sondern auch den FC Slovan, der heute in einem Nachtragsspiel der 16. Runde in der 6. Liga Bratislava-viedik den FC Zohor empfängt. Es handelt sich um ein Duell zweier Mittelständler.

Für diese am 1. Blick völlig unspektakuläre Partie können gleich 4 Mitfahrer gewonnen werden. Mit Andi S, Franz, Philipp und Brucki ist das eine ziemlich illustre Runde. Während uns Andi während der kompletten Hinfahrt mehr oder weniger spannende Geschichten aus dem Internet vorträgt, lässt Franz mehrmals den Spruch "Her mit dem Častá" los! Kein Wunder, dass Brucki schon kurz nach seinem Zustieg wissen will, ob jemand Schnaps mit dabei hat?

Auch Philipp, der 4. im Bunde verdient eine Erwähnung. Als er die Spielankündigung entdeckt, in der die Liga als „VI. Liga Seniori” bezeichnet wird, meint er: "Wer kennt ihn nicht, den Beppe Seniori?"  Wie gesagt, eine illustre Runde! 

Gespielt wird übrigens auch. Das machen die Gastgeber zu Beginn ganz ordentlich: Branislav Kocian trifft in der 9. Minute zur Führung. Ganz besonders freut das die Nachwuchsultras, die neben einer Trommel auch 2 Fetzen mit dabei haben. Kurz nach diesem Gól verwende ich meinen Zaster für eine Ciganska. Während ich diese verdrücke, gelingt Tomášek der Ausgleich für Zohor.

Unmittelbar nach der Pause erzielt Michael Mízner das 1:2, das Franz als Traumtor bezeichnet. Die Ausgleichsbemühungen von Častá erhalten in der 74. Minute einen schweren Dämpfer. In dieser wird František Hadviger vom Platz gestellt. Angeblich fallen dabei auch ein paar nicht druckreife Worte in Richtung Schiri. Auch der František ist ein Franz!

Auch dadurch bringt Zohor die knappe Führung trocken ins Ziel. Die Jungultras lassen sich davon nicht beirren und feiern nach dem Schlusspfiff ihre Mannschaft oder auch sich selbst mit zwei Pyros.