St. Martin im Innkreis, Sportplatz Jenseits
Innviertler-Cup (OÖ), 180 Zuschauer, 6:1
Wegen einer herannahenden Gewitterfront im burgenländischen Bernstein musste ich meine Reisepläne ändern und habe mich für ein Ersatzprogramm entschieden. Mein Ersatzprogramm führt mich zu einem weiteren Spiel des Innviertler Cups nach St. Martin im Innkreis. Gespielt wird auf einer Anlage mit einem kuriosen Namen: Dem ‚Sportplatz Jenseits‘. Der Hintergrund? Die Antiesen teilt den Ort in zwei Hälften. Während sich das Zentrum in Diesseits befindet, liegt die Sportanlage auf der östlichen Seite der Antiesen – also sprichwörtlich im Jenseits.
Die ÖTSV Union St. Martin empfängt in der 2. Runde des 34. Innviertler Cups die Union Rainbach. Wie immer hat im Innviertler Cup die Mannschaft mit der niedrigeren Ligazugehörigkeit Heimrecht. Während St. Martin in der kommenden Saison in der 1. Südwest spielt, ist Rainbach in der Bezirksliga zu Hause.
Wie am Mittwoch in Passau gibt es auch in St. Martin vor dem Anpfiff eine Trauerminute. Im Gegensatz zu Passau gibt es hier einen Platzsprecher, der die Besucher darüber informiert, für wen getrauert wird. Es handelt sich um Leo Kornbinder, der kürzlich im Alter von 94 Jahren gestorben ist. Er war das letzte noch lebende Gründungsmitglied des 1959 ins Leben gerufenen Innviertler Cups.
Von einem Klassenunterschied ist nichts zu sehen, die beiden Kontrahenten liefern sich ein Duell auf Augenhöhe. Unter den 180 Besuchern befinden sich neben mir auch Andi St., Philipp und seine Kids. Die Hausherren sind effektiv, Karic und Zheng bringen St. Martin mit 2:0 in Führung, ehe Lindak in der letzten Aktion vor der Pause einnetzt, und damit Rainbach wieder ins Spiel zurückbringt.
Während ich mich in der Pause mit einer Schnitzelsemmel begnüge, greift Andi zu einer Vereinschronik. Man darf gespannt sein, wann unser Hopperkollege sein Museum eröffnet. Nach einem Kickerl mit Dominik & Daniel kann es auch schon wieder weitergehen.
In der nach wie vor ausgeglichenen Partie gelingt den Hausherren in der 74. Minute das 3:1. Nun ist Rainbach gebrochen, es folgen drei weitere Treffer (sowie eine rote Karte für die Gäste). Damit zieht der Außenseiter St. Martin mit einem 6:1-Erfolg in die nächste Runde des Innviertler Cups ein.
Während Andi nun das Auto "wechselt" und mit mir die Heimreise antritt, geht es für Philipp und seine Kinder nach Bayern, wo sie morgen 2 Spiele verfolgen werden.













