Donnerstag, 18. Juni 2026

SPG Neue Heimat/Edelweiß 1b - SV Steyregg

Linz, Sportplatz Neue Heimat
Relegation (OÖ), 300 Zuschauer, 1:5

Nach der Saison 2023/24 beschlossen die beiden Linzer Traditionsvereine Union Edelweiß und ASKÖ Neue Heimat zu kooperieren. Das macht auch insofern Sinn, da die beiden Sportplätze unmittelbar nebeneinander liegen. Während die 1. Mannschaft (SPG Edelweiß Linz/Neue Heimat) heuer die OÖ-Liga am 9. Tabellenrang abschloss, wurde die 2. Mannschaft (SPG Neue Heimat/Edelweiß 1b) Vorletzter der 1. Mitte. Damit kämpft man nun gegen den Vizemeister der 2. Nordost, dem SV Steyregg, um den Verbleib in der 1. Klasse.

Unsere gestrige Autobesetzung hat sich halbiert, heute bin ich "nur" mit Philipp unterwegs. Apropos: Um eine grausliche Tradition aufrechtzuerhalten, schauen wir zwecks blondem Gerstensaft zum Diskonter ums Eck. Da dieser jedoch nicht im Kühlschrank zu finden ist, greifen wir zu einem Sommerspritzer, der bei Temperaturen knapp unter 30 Grad natürlich eine ausgezeichnete Wahl ist.

Wie üblich kommen zu Relegationsduellen im Zentralraum deutlich weniger Besucher als beispielsweise im Mühlviertel. Mit 300 Besuchern sollte sich der 1949 errichtete altehrwürdige Neue Heimat-Platz dennoch ordentlich füllen. Es gibt übrigens gleich 2 VIP-Sektoren, wobei einer mit „VIP-Senioren” beschriftet ist.

Jubeln können jedoch heute fast nur die Fans aus Steyregg, denn ihre Mannschaft ist der Neuen Heimat deutlich überlegen. Vor allem Felix Frühwirth ist nicht zu stoppen, der zwischen der 6. und 29. Minute einen Hattrick erzielt. Der Goalie der Neuen Heimat macht alles andere als einen soliden Eindruck, was einen Besucher zum Schrei "Tauschts eam aus!" veranlasst. Die Schuld jetzt alleinig beim Torhüter zu suchen, wäre allerdings falsch.

Bei 0:3 werden die Seiten gewechselt. Ich stille meinen Hunger stilgerecht mit einer großen Bosna. In der 66. Minute erzielt der kurz zuvor eingewechselte Zimmer das 4. Tor für Steyregg. Dann können endlich auch die Gastgeber jubeln: Memic verwandelt einen Strafstoß. 

Es sollte der einzige Treffer der Neuen Heimat bleiben, für das letzte Tor ist wieder Zimmer zuständig. Auch wenn der Steyregger Kapitän am Schluss im Spielerkreis warnt: "Wir sind noch nicht durch, wir haben noch 90 Minuten vor uns!", ist die Kuh wohl schon vom Eis.




































Mittwoch, 17. Juni 2026

FC Pischelsdorf - SK Neukirchen/A.

Pischelsdorf, Sportanlage
Relegation (OÖ), 823 Zuschauer, 4:0

Nachdem in der vergangenen Woche aufgrund von arbeits- und wettertechnischen Gründen kein Spielbesuch der steirischen Relegation möglich war, sollte es diese Woche in Oberösterreich klappen.  Heute, Mittwoch, geht es mit Brucki, Philipp und Andi nach Pischelsdorf, wo der FC Pischelsdorf den SK Neukirchen bei Altmünster auf der im September 2025 eröffneten Anlage empfängt. Dabei kommen wir auch am alten Sportplatz, dem Hendlpark, vorbei, was vor allem bei Andi Wehmut auslöst: "Ewig schade um den Hendlpark"

Die Relegation ist und bleibt ein Zuschauermagnet, zum Duell zwischen dem Vorletzten der 1. Südwest und dem Tabellenzweiten der 2. Süd finden sich 823 Besucher auf der neuen Anlage ein. Wenn man bedenkt, dass die Entfernung zwischen den beiden Kontrahenten 90 Kilometer beträgt, ist dies ein großartiger Wert. Beim Auflaufen der Mannschaften zeigen die Gästefans eine schöne Pyroeinlage. Auf Seiten der Gastgeber gibt es einen Jugend-/Kinderfanclub mit Transparenten, Fahnen und einem Megafon.

Auf die heiße Neukirchner Pyroshow folgt die kalte Dusche: Lucas Achleitner bringt Pischelsdorf schon in der 2. Minute per Kopf in Führung. Neun Minuten später befördert der Gästegoalie die Kugel nach einer Flanke ins eigene Tor. Die Gastgeber haben alles im Griff, verpassen es jedoch, die Führung auszubauen, sodass es „nur” mit einem Stand von 2:0 in die Pause geht.

Die 2. Halbzeit wird abermals mit Rauch vonseiten Neukirchens' eingeleitet. Die Gäste sind nun etwas besser im Spiel. "Wenn ma jetzt ans mochn, samma wieda im Spü!" ist sich ein Anhänger aus Neukirchen sicher. Er hätte diesen Satz nicht sagen sollen, denn noch in derselben Minute erhöht Stanisavljevic auf 3:0. Der ist nun auf den Geschmack gekommen und trifft 3 Minuten später gleich nochmals. Nun steigt erstmals auch Rauch in den Pischelsdorfer Vereinsfarben auf.

Leider endet die Partie unschön, Pischelsdorf-Goalie Kücher verletzt sich kurz vor dem Spielende bei einem Ausschuss schwer am Knie. Das hat zur Folge hat, dass die Rettung, die kurz zuvor einen Gästefan mit einer Brandverletzung behandeln musste, ein zweites Mal vorbeikommen muss.

Dennoch feiert Pischelsdorf - mit dem verletzten Goalie auf einer Trage liegend in der Mitte - den 4:0-Erfolg. Auch wenn ein Funktionär warnt: "Im Fuaßboi konn vü passieren", sollte im Rückspiel nichts mehr anbrennen.