Samstag, 29. August 2026

SV Blau-Weiß Sachsenburg - SV Obermillstatt

Sachsenburg, Sportplatz
2. Klasse B (Kärnten), 300 Zuschauer, 1:3    

  

Nach einer dreijährigen Pause sind die Herren des SV Blau-Weiß Sachsenburg wieder in den Ligabetrieb zurückgekehrt.  In der 2. Klasse B liegen sie nach vier Runden im Mittelfeld der Tabelle, was für einen Rückkehrer durchaus beachtlich ist. Heute wartet jedoch eine schwere Aufgabe, denn mit dem SV Obermillstatt ist der Tabellenführer zu Gast.

Da unmittelbar vor dem Herrenspiel auch die Damen ein Match absolvieren gestaltet sich die Parkplatzsuche als schwierig. Nach 2-3 Ehrenrunden erreichen wir den Sportplatz des ehemaligen Unterligisten per Punktlandung.. Die Anlage überzeugt nicht nur mit ihrer schönen Tribüne, sondern auch mit einem Blick auf die Festung. Offiziell verfolgen 300 Besucher das heutige Duell, was mir aber doch etwas zu hoch gegriffen erscheint. Selbst mit den Kiebitzen vom angrenzenden Campingplatz.

Wie erwartet sind die Gäste aus Obermillstatt die bessere Mannschaft. Sachsenburg ist überwiegend mit Defensivaufgaben beschäftigt, was zu Beginn auch ganz gut funktioniert. Gepfiffen wird die Partie von Anton Aichholzer, der seit 1971 als Schiedsrichter tätig ist und einst sogar bei einem Spiel von Juve an der Linie stand. Andi St. grübelt, ob das vielleicht gar der älteste Schiedsrichter Österreichs ist.

Da Obermillstatt zweimal nur Aluminium trifft und der Sachsenburg-Goalie einen guten Tag erwischt, steht es zur Pause 0:0. Somit gehen nur die 5 Gelben Karten, die Aichholzer in Halbzeit 1 verteilte, in die Statistik ein.

In der Pause absolvieren die beiden Andis und ich die obligatorische Kulturrunde, die hier in Sachsenburg in 15 Minuten zu schaffen ist. Die Belohnung folgt anschließend in der Kantine, in der man neben einer Schweinsbratensemmel auch eine Curry-Wurst bekommt. Kulinarisch wird man hier in Sachsenburg richtig verwöhnt.

Gleich nach dem Wiederanpfiff werden die Obermillstätter Anhänger verwöhnt: Krammer bringt die Gäste in der 46. Minute in Führung. Derselbe Spieler trifft nach genau einer Stunde ein weiteres Mal. In der 78. Minuten verkürzt Urbas per direkt verwandeltem Freistoß für Sachsenburg. Wohlgemerkt nachdem zuvor der junge Linienrichter David Schwinger seinen routinierten Schiri einflüsterte, dass dieser zuvor eine falsche Entscheidung getroffen hatte.

Es entwickelt sich eine spannende Schlussphase, in der Florian Müller in der zweiten Minute der Nachspielzeit das Spiel zugunsten von Obermillstatt entscheidet. Daniel Urbas lässt sich in der 94. Minute zu einer Tätlichkeit hinreißen, was eine Rote Karte zur Folge hat. Unmittelbar nach dem Abpfiff stürmt Urbas quer über das Feld, um einen Spieler von Obermillstatt zu stellen. Er wird jedoch rechtzeitig von anderen Spielern rechtzeitig gestoppt, wodurch er sich wohl eine lange Sperre erspart.

Ein spektakulärer Abschluss eines tollen Tages in Kärnten.































SV Oberglan - SV Feldkirchen

Oberglan, Waldstadion
Unterliga Mitte (Kärnten), 1.107 Zuschauer, 2:7

Der SV Oberglan lädt heute im hiesigen Waldstadion zum Stadtderby gegen den SV Feldkirchen. Dieser Einladung folgen sensationelle 1.107 Personen. Da bin sogar ich als routinierter Derbybesucher begeistert. Alle sind gespannt, ob David Oberglan dem Goliath Feldkirchen heute ein Bein stellen kann.

Die Partie beginnt, wie man es sich vorstellt. Beim Auflaufen der beiden Mannschaften zünden sowohl die Oberglan- als auch die Feldkirchen-Fans Pyro. Die bislang makellosen Gäste erwischen auch im Derby einen Traumstart: Müllmann trifft schon nach wenigen Sekunden. 

Die Gastgeber versuchen mit Kampf dagegenzuhalten, was vorerst gelingt, aber auch zu 4 Gelben Karten bis zur Halbzeit führt. Mit einem Zwischenstand von 0:1 ist noch alles offen. Offen hat auch die Grillstation, wo man zwischen Bratwurst, Käsekrainer und einem Kotelettsemmerl wählen kann. So soll es bei so einer Partie sein.

Wie in Halbzeit 1 gibt es auch nach der Pause eine kalte Dusche für Oberglan.Vaschauner stellt auf 0:2. Eine Dame berschreibt ihrem Begleiter, der dieses Tor verpasst hat, den Treffer wie folgt: "Er hod umegschossn und da ondare hod afoch einegschossn!" Ganz einfach!

Es sollte der Anfang eine torreichen 2. Halbzeit sein. Beim Stand von 0:4 verkürzt Krassnig in der 64. Minute auf 1:4, woraufhin ein Herr, der gerade seine Bratwurst genießt, wieder Hoffnung schöpft: „Jetzt geht's los!” Mit dem 1:5 in der 71. Minute ist diese zarte Hoffnung aber auch schon wieder verfolgen. Bei Feldkirchen geht nun alles auf, so trifft man einmal sogar mit der Ferse.

Immerhin erzielt auch Oberglan ein weiteres Tor, das Spiel endet 2:7! Nachdem Oberglan kürzlich im Kärnten-Cup Feldkirchen im Elfmeterschießen rauswarf, konnte sich der Goliath heute eindrucksvoll gegen den David revanchieren.