Montag, 26. Oktober 2026

USV Hauskirchen - USVG Großrußbach

Hauskirchen, Hauki-Park
NÖ Meistercup, 250 Zuschauer, 0:1

In der heute ausgetragenen 2. Runde des NÖ Meistercups fehlen mir zwei Sportstätten. Das sind zum einen der Sportplatz des SV Manhartsberg und zum anderen der Hauki-Park in Hauskirchen. Meine Entscheidung fällt auf die Heimstätte des USV Hauskirchen, da mir die (spätere) Anstoßzeit in die Karten spielt.

Während sich Hauskirchen, der vorjährige Meister der 2. Klasse Weinviertel, in der 1. Runde gegen den SC Wolfsthal durchsetzen konnte, steigt der heutige Gegner Großrußbach, der im Vorjahr den Meistertitel in der 1. Klasse Nordwest feierte, erst in dieser Runde in den Cup ein. 250 Besucher sorgen am heutigen Nationalfeiertag für eine schöne Kulisse.

Außenseiter Hauskirchen spielt von Beginn an mit Großrußbach auf Augenhöhe. In der 9. Minute scheitert Perci gleich zweimal freistehend am Gästegoalie. Beim direkten Gegenstoß vergibt auch Großrußbach einen "Hunderter".

In dieser Tonart geht es weiter: In der 1. Halbzeit werden etliche Chancen herausgespielt, Hauskirchen ist der Führung näher. In der 39. Minute geht ein Schuss von Richter an die Stange. Trotz zahlreicher Abschlüsse steht es zur Pause in dieser kurzweiligen Partie noch 0:0.

Zur Stärkung gibt es in der Halbzeit eine Kotelettsemmel. Außerdem fragt mich ein Anhänger aus Großrußbach, "wiavü Leut es von unserer Stiege zum Klo schon runtergeschmissen hat?" Aufgrund dieser Aussage habe ich die angesprochene Stiege natürlich fotografiert und in die Fotostrecke aufgenommen.

In der 2. Halbzeit kann Hauskirchen einen Zahn zulegen. Doch immer wieder scheitert man an Goalie Jani bzw. in der 78. Minute ein weiteres Mal an der Stange. Als sich die Zuschauer längst auf eine Verlängerung eingestellt haben, landet eine abgefälschte Flanke genau bei Großrußbach-Stürmer Marcel Sieber, der den Ball per Kopf im Tor unterbringt. Kurz darauf ist Schluss - und die Gäste stehen im Viertelfinale.

Ein Ordner schüttelt nach dem Abpfiff enttäuscht den Kopf: "Normal muaßt 3:1 gwinna!" Hauskirchen hat heute tatsächlich eine starke Leistung gezeigt, aber wie immer zählt am Ende halt nur das Ergebnis. Dennoch gibt es auch für die heimische Elf zurecht einen Abgangsapplaus.
































   

Samstag, 24. Oktober 2026

SVg Pitten - SV Bad Erlach

Pitten, Sportplatz
1. Klasse Süd, 400 Zuschauer, 2:1

Nach dem Match unter der Brücke von Bratislava geht es ins südliche Niederösterreich. Nachdem mich Brucki in Möllersdorf und Andi in St. Egyden verlassen haben, komme ich allein am Sportplatz in Pitten an. Dort steigt heute das Derby zwischen Pitten und Bad Erlach.

400 Besucher lassen sich das Duell der Nachbarsgemeinden nicht entgehen. Wie viele von ihnen wegen der vom Gönner Dietmar Krammer versprochenen Bierspende gekommen sind, ist mir nicht bekannt. Der Behauptung von Brucki, ich würde auch zu dieser Gruppe gehören, muss ich allerdings vehement widersprechen. Dennoch lasse ich mir das Punti nicht entgehen. Danker dem edlen Spender.

Da es das Frei-Punti nur bis zum 1. Torerfolg gibt, ist der Andrang unmittelbar nach dem Anstoß groß: "Gemma schnö' bevor a Tor foid!" lautet nicht nur beim Herrn neben mir die Devise. Der Stress ist jedoch umsonst, da es beiden Teams trotz guter Chancen vorerst nicht gelingt, den Ball im Tor unterzubringen. In der 31. Minute ist es dann soweit: Saribekyan trifft zum 1:0 und beendet damit die Freibier-Aktion - dachte man zumindest!

Der Platzsprecher gibt nämlich nach dem Tor bekannt, dass die Aktion verlängert wird, was zumindest denselben Applaus wie der Treffer zuvor auslöst. Apropos Applaus:  Den haben sich auch die beiden Jugend-/Kinderfanclubs verdient, die eine beachtliche Vorstellung abgeben. Choreo, Fetzen und Megafon inklusive.

Beim Stand von 1:0 geht es in die Pause. In dieser besuche ich die Kantine, wo ich zum 2. Mal binnen zwei Wochen eine Kistenbratensemmel erstehe. Daran könnte man sich durchaus gewöhnen. Zur Freude des "Blue-Fire"-Fanclubs gleicht Tamas Ladanyi in der 55. Minute aus. Das Spiel ist inzwischen völlig ausgeglichen.

Ein Remis wäre wohl das gerechtes Ergebnis gewesen, doch heute sollte es einen Gewinner geben. In der 78. Minute wird den Gastgebern ein Elfmeter zugesprochen, den Vachtler zum 2:1 verwandelt. Dabei bleibt es, sodass sich Pitten sich nicht nur als Derbysieger, sondern auch als Tabellenführer feiern lassen kann. 

Es folgt eine Kulturrunde durch die 2.964 Einwohner zählende Gemeinde, die mich unter anderem zur Bergkirche führt. Anschließend geht es retour nach St. Egyden, um Andi wieder aufzulesen und die Heimreise anzutreten.