Freitag, 12. Juni 2026

SC Aspang - USV Kirchberg/Wechsel

Aspang, Sportplatz
2. Klasse Wechsel, 630 Zuschauer, 2:0

In der vorletzten Runde kann der SC Aspang den Meistertitel der 2. Klasse Wechsel einfahren. Um dies aus eigener Kraft zu schaffen, braucht man heute "nur" das Derby gegen den USV Kirchberg zu gewinnen. Die Kombination aus möglicher Meisterfeier und Derby sorgt dafür, dass 630 Menschen den Sportplatz in Aspang besuchen. Damit ist die 1,5 Jahren errichtete Tribüne quasi ausverkauft. Nur bei den Gemeindederbys gegen den 2015 aufgelösten UFC St. Peter waren hier mehr Zuschauer.

Nach der obligatorischen Kulturrunde erreichen wir 20 Minuten vor Anpfiff den Sportplatz. Ich suche gleich den Grillstand auf, um mir eine Käsekrainer zu gönnen. Auffallend ist, dass der Platzsprecher,  vor dem Spiel das Wort "Meisterschaft" nicht in den Mund nimmt.

Um 19:30 Uhr führt Schiri Talpos die beiden Teams aufs Feld. Man erkennt sofort, dass die Kirchberger, die sich im Mittelfeld der Tabelle befinden, dem Rivalen heute nichts schenken werden. Es entwickelt sich eine hitzige, kampfbetonte Partie, in der Aspang zwar überlegen ist, aber auch die Gäste mit Kontern immer wieder gefährlich vor dem Tor auftauchen.

Kurz vor der Pause wird ein Spieler von Aspang im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelt Dimic zum 1:0 – ein Treffer zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt, denn unmittelbar nach dem Jubel geht es in die Pause.

Die Gäste stecken nicht auf und versuchen auch in Halbzeit 2 die Partie mit viel Kampf zu drehen. Die Abwehr von Aspang steht jedoch sicher. In der 83. Minute kommt Dragan Cadikovski im Mittelfeld an den Ball. Er nimmt sich ein Herz und schießt auf das Tor - und tatsächlich findet die Kugel den Weg über den Kirchberg-Goalie hinweg ins Netz. Schöner könnte ein Tor, dass die Meisterschaft besiegelt, nicht sein.

Nach dem Abpfiff wird der 1. Meistertitel seit 12 Jahren mit viel Pyro würdig gefeiert. Herzlichen Glückwunsch.











































Samstag, 6. Juni 2026

USC Wallern - UFC Purbach

Wallern, Sportanlage
1. Klasse Nord (Burgenland), 900 Zuschauer, 0:0

Vor der letzten Runde könnte die Ausgangslage in der burgenländischen 1. Klasse Nord spannender nicht sein. Der USC Wallern hat einen Punkt Vorsprung auf den heutigen Gegner Purbach. Nur einen weiteren Zähler dahinter lauert Mönchhof, die zeitgleich in Podersdorf antreten. Da Mönchhof in den direkten Duellen mit Wallern die Nase vorn hat, würde Mönchhof im Falle einer Punktegleichheit an Wallern vorbeiziehen. 

900 Besucher sorgen für die erwartet tolle Kulisse auf der Wallerner Sportanlage. Schon vor der Partie stärke ich mich am Grillstand, wo ich auf Josef und Brucki treffe. Nach der Ehrung zweier Spieler, die den Verein verlassen, führt Schiri Jeger die beiden Teams aufs Feld. Burschen lassen roten Rauch aufsteigen. 

Die heutige Konstellation scheint die Beine der Kicker zu lähmen. Beide Teams agieren übervorsichtig, Torchancen sind Mangelware. Das sieht auch ein Besucher so: "De traun' se ned!" Sein Begleiter meint: "I hob jo scho vorm Spü gsogt, heit bin i mit an 0:0 zufrieden!" Dazu muss man nun erwähnen, dass nicht nur der Meister, sondern auch der Zweitplatzierte in die II. Liga aufsteigt.

Der Herr kann zufrieden sein, zur Pause steht es nämlich 0:0. Andis' Halbzeitanalyse fällt wie folgt aus: "Das Spiel lebt von der Spannung!" Nach rund einer Stunde werden die Mannschaften endlich offensiver, es kommt zu Torchancen. Und zwar durch die Gastgeber, die offensichtlich mitbekommen haben, dass Mönchhof in Podersdorf klar in Führung liegt.

Sehr spät kommt auch Purbach auf. Gegen Ende des Spiels wirft man gezwungenermaßen alles nach vor, scheitert bei den Abschlüssen aber am Wallern-Goalie. Das Spiel endet damit torlos, wodurch Mönchhof als lachender Dritter tatsächlich noch zu Meisterehren kommt. Währen der USC Wallernd dennoch den Aufstieg mit viel Rauch zelebriert, wird es der UFC Purbach kommendes Jahr wieder probieren.