Pitten, Sportplatz
1. Klasse Süd, 400 Zuschauer, 2:1
Nach dem Match unter der Brücke von Bratislava geht es ins südliche Niederösterreich. Nachdem mich Brucki in Möllersdorf und Andi in St. Egyden verlassen haben, komme ich allein am Sportplatz in Pitten an. Dort steigt heute das Derby zwischen Pitten und Bad Erlach.
400 Besucher lassen sich das Duell der Nachbarsgemeinden nicht entgehen. Wie viele von ihnen wegen der vom Gönner Dietmar Krammer versprochenen Bierspende gekommen sind, ist mir nicht bekannt. Der Behauptung von Brucki, ich würde auch zu dieser Gruppe gehören, muss ich allerdings vehement widersprechen. Dennoch lasse ich mir das Punti nicht entgehen. Danker dem edlen Spender.
Da es das Frei-Punti nur bis zum 1. Torerfolg gibt, ist der Andrang unmittelbar nach dem Anstoß groß: "Gemma schnö' bevor a Tor foid!" lautet nicht nur beim Herrn neben mir die Devise. Der Stress ist jedoch umsonst, da es beiden Teams trotz guter Chancen vorerst nicht gelingt, den Ball im Tor unterzubringen. In der 31. Minute ist es dann soweit: Saribekyan trifft zum 1:0 und beendet damit die Freibier-Aktion - dachte man zumindest!
Der Platzsprecher gibt nämlich nach dem Tor bekannt, dass die Aktion verlängert wird, was zumindest denselben Applaus wie der Treffer zuvor auslöst. Apropos Applaus: Den haben sich auch die beiden Jugend-/Kinderfanclubs verdient, die eine beachtliche Vorstellung abgeben. Choreo, Fetzen und Megafon inklusive.
Beim Stand von 1:0 geht es in die Pause. In dieser besuche ich die Kantine, wo ich zum 2. Mal binnen zwei Wochen eine Kistenbratensemmel erstehe. Daran könnte man sich durchaus gewöhnen. Zur Freude des "Blue-Fire"-Fanclubs gleicht Tamas Ladanyi in der 55. Minute aus. Das Spiel ist inzwischen völlig ausgeglichen.
Ein Remis wäre wohl das gerechtes Ergebnis gewesen, doch heute sollte es einen Gewinner geben. In der 78. Minute wird den Gastgebern ein Elfmeter zugesprochen, den Vachtler zum 2:1 verwandelt. Dabei bleibt es, sodass sich Pitten sich nicht nur als Derbysieger, sondern auch als Tabellenführer feiern lassen kann.
Es folgt eine Kulturrunde durch die 2.964 Einwohner zählende Gemeinde, die mich unter anderem zur Bergkirche führt. Anschließend geht es retour nach St. Egyden, um Andi wieder aufzulesen und die Heimreise anzutreten.



















