Samstag, 3. Oktober 2026

SC Schiltigheim - Sarreguemines FC

Schiltigheim, Stade de l'Aar
Regional 1 Grand Est Gr. B (Frankreich), 300 Zuschauer, 3:1

Das abschließende Spiel unserer Tour führt uns in das 35.000 Einwohner zählende Schiltigheim. Die nördlich an Straßburg grenzende Stadt gilt als die Wiege des elsässischen Bieres. Das Problem dabei: Aufgrund unseres dichten Zeitplans müssen wir auf den Besuch eines Bierpubs leider verzichten. 

Es geht nämlich sofort ins Stade de l'Aar, der Heimstätte des SC Schiltigheim. Der empfängt heute in der 6. Leistungsstufe den Sarreguemines FC. In der Tabelle liegt Schiltigheim auf dem 6. Rang und damit vier Plätze vor dem heutigen Gegner.

Aufgrund des dichten Verkehrs in Straßburg und eines bereits vollen Stadionparkplatzes erreichen wir das sehenswerte Stade de l'Aar per Punktlandung. Gerade als der Schiedsrichter die Partie anpfeift, betreten wir die Tribüne. Nur wenige Augenblicke später jubeln die Anhänger aus Schiltigheim auch schon über das 1:0.

In der Folge übernehmen die Gäste in einer flotten Partie zwar das Kommando, etwas Zählbares schaut dabei aber vorerst nicht heraus. Beim Umrunden des Areals finden wir zahleiche Fotomotive, auch abseits der auffälligen Haupttribüne.

Mit 1:0 geht es in die Pause, in der wir den Grillstand besuchen. Dort gibt es zwar eine sehr dunkle, aber dennoch würzige Wurst. Die Bierauswahl zeigt, welchen Stellenwert der Gerstensaft in Frankreich hat: Heineken, Corona und Desperados. Kein Wunder, dass die Franzosen lieber zum Wein greifen. 

Auch nach der Pause ist Sarreguemines zu Beginn besser, doch das gegnerische Tor scheint vernagelt. Wie es geht zeigen die Gastgeber: Die erzielen 2 weitere Treffer, ehe den Gästen in der Nachspielzeit das Ehrentor gelingt. Somit endet auch das letzte Spiel unserer Tour mit einem Heimsieg. 




























SV Linx - FC Wolfenweiler-Schallstadt

Rheinau/Baden-Linx, Hans-Weber-Stadion
Verbandsliga Südbaden (Ba-Wü), 250 Zuschauer, 2:0

Nach dem Match in Offenburg geht es weiter in den 1.200 Einwohner zählenden Ort Linx. Wenig überraschend führt dieser Name zu mehreren Wortspielen, vor allem von Andi St.: „Links geht es nach Linx!” oder „Von Linz nach Linx” kommen aus seinem Mund. Andi ist heute in Überform: Beim Verlassen des Autos teilt er mit: „Handy, Geldbörse und Hosentürl zua! Passt!” Dieser Andi, was dem immer einfällt!

Der SV Linx gilt in der Region als Kultverein. Zweimal konnte der südbadischen Vereinspokal gewonnen werden. Damit qualifizierte man sich für den DFB-Pokal, bei dem man 1994 den FC Schalke und 2018 den 1. FC Nürnberg empfing. Allerdings wurde gegen diese großen Gegner nicht im Hans-Weber-Stadion, sondern in Kehl gekickt. Damit wäre auch der Kreis zu unserem vorherigen Spiel geschlossen.

Der heutige Gegner ist nicht ganz so prominent: In einem Duell zweier Mittelständler der Verbandsliga Südbaden empfängt der SVL den FC Wolfenweiler-Schallstadt. Obwohl der Gegner fast 100 Kilometer entfernt liegt, füllt sich das Hans-Weber-Stadion recht ordentlich. Unmittelbar nach dem Anpfiff geht es zum Ausschank. Dort gibt es zu gegrillten Würsteln Bauhöfer-Bier, welches auch gleich verkostet wird.

Während ich einen Zug vom Pils nehme, bringt Tim Keck den SV Linx in Führung. Wie schon beim Match in Offenburg tut das schnelle Tor dem Spiel nicht sonderlich gut. Die rund 250 Besucher warten in der Folge vergeblich auf weitere Highlights in Halbzeit 1.

Die Gäste mit dem Wolf im Vereinswappen versuchen in der 2. Halbzeit das Spiel zu drehen, doch der SV Linx steht defensiv sicher. Tim Keck entscheidet mit seinem 2. Tor in der 70. Minute die Partie zugunsten der Gastgeber. Damit bereiten die Kicker dem Namensgeber des Stadions ein schönes Geburtstagsgeschenk. Der Mäzen des Vereins, Hans Weber, feierte vor wenigen Tagen seinen 90er.

Damit endeten unsere 3 Spiele in Baden-Württemberg allesamt mit 2:0. Ob diese Serie auch beim letzten Spiel unserer Tour hält? Dafür kehren wir Deutschland den Rücken, es geht nämlich zum Stade de l'Aar nach Schiltigheim.