Samstag, 29. August 2026

SV Oberglan - SV Feldkirchen

Oberglan, Waldstadion
Unterliga Mitte (Kärnten), 1.107 Zuschauer, 2:7

Der SV Oberglan lädt heute im hiesigen Waldstadion zum Stadtderby gegen den SV Feldkirchen. Dieser Einladung folgen sensationelle 1.107 Personen. Da bin sogar ich als routinierter Derbybesucher begeistert. Alle sind gespannt, ob David Oberglan dem Goliath Feldkirchen heute ein Bein stellen kann.

Die Partie beginnt, wie man es sich vorstellt. Beim Auflaufen der beiden Mannschaften zünden sowohl die Oberglan- als auch die Feldkirchen-Fans Pyro. Die bislang makellosen Gäste erwischen auch im Derby einen Traumstart: Müllmann trifft schon nach wenigen Sekunden. 

Die Gastgeber versuchen mit Kampf dagegenzuhalten, was vorerst gelingt, aber auch zu 4 Gelben Karten bis zur Halbzeit führt. Mit einem Zwischenstand von 0:1 ist noch alles offen. Offen hat auch die Grillstation, wo man zwischen Bratwurst, Käsekrainer und einem Kotelettsemmerl wählen kann. So soll es bei so einer Partie sein.

Wie in Halbzeit 1 gibt es auch nach der Pause eine kalte Dusche für Oberglan.Vaschauner stellt auf 0:2. Eine Dame berschreibt ihrem Begleiter, der dieses Tor verpasst hat, den Treffer wie folgt: "Er hod umegschossn und da ondare hod afoch einegschossn!" Ganz einfach!

Es sollte der Anfang eine torreichen 2. Halbzeit sein. Beim Stand von 0:4 verkürzt Krassnig in der 64. Minute auf 1:4, woraufhin ein Herr, der gerade seine Bratwurst genießt, wieder Hoffnung schöpft: „Jetzt geht's los!” Mit dem 1:5 in der 71. Minute ist diese zarte Hoffnung aber auch schon wieder verfolgen. Bei Feldkirchen geht nun alles auf, so trifft man einmal sogar mit der Ferse.

Immerhin erzielt auch Oberglan ein weiteres Tor, das Spiel endet 2:7! Nachdem Oberglan kürzlich im Kärnten-Cup Feldkirchen im Elfmeterschießen rauswarf, konnte sich der Goliath heute eindrucksvoll gegen den David revanchieren. 































SG SK Weißenstein/SV Töplitsch - SV Draschitz

Weißenstein, Ing. Rudolf Linder Stadion
2. Klasse B (Kärnten), 80 Zuschauer, 4:4

Nach den beiden Matches in der Südoststeiermark am Vortag sollten heute gleich 3 Spiele im Westen Kärntens folgen. Wenn man so viele Spiele an einem Tag besuchen kann, muss zumindest eine Partie außerhalb der Norm angepfiffen werden. So ist es heute in Weißenstein, wo die Begegnung zwischen der SG Weißenstein/Töplitsch und dem SV Draschitz bereits um 13.00 Uhr angesetzt ist. 

Diese Konstellation ist auch der Grund, warum wir hier auch auf Markus treffen, den man eher in Tadschikistan als in Weißenstein vermutet. Es handelt sich hier um eine Partie der 2. Klasse B. Die beiden Mannschaften sind Tabellennachbarn.

Auf dem nach dem ehemaligen Obmann und Förderer Rudolf Linder benannten Sportplatz entwickelt sich tatsächlich ein Spiel auf Augenhöhe. Der Draschitzer Martinz verwertet einen Freistoß in der 8. Minute via Unterkante der Latte zum 0:1, doch schon zehn Minuten später gleicht Benjamin Oberheinrich aus. Nach je einem weiteren Treffer hüben wie drüben geht es mit einem gerechten 2:2 in die Pause - und zu einer Leberkässemmel.

Am VIP-Balkon verrät uns der Kassier unter anderem, dass in Töplitsch derzeit nur die Jugend spielt. Für uns ist das keine gute Nachricht, aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt. Kurz nach dem Wiederanpfiff verletzt sich ein Spieler aus Draschitz so unglücklich an der Schulter, dass ein Rettungseinsatz nötig wird.

Das Spiel ist rund 30 Minuten unterbrochen, sodass wir es nicht bis zum Ende sehen können. Kurz nachdem Draschitz mit 3:2 in Führung geht, verlassen wir den Sportplatz, um rechtzeitig beim Stadtderby in Oberglan zu sein. Wir verpassen somit drei Tore in Weißenstein, die allesamt zwischen der 80. und 84. Minute erzielt werden. Das Spiel endet 4:4, womit wohl alle Akteure gut leben können. Dem verletzten Draschitz-Akteur wünsche ich natürlich alles Gute.