Stegersbach, Thermenstadion
II. Liga Süd (Burgenland), 430 Zuschauer, 1:2
Nachdem der geplanter Pflichtspielauftakt im Südburgenland am vergangenen Wochenende dem Wintereinbruch zum Opfer gefallen ist, sollte es heute - bei perfektem Frühlingswetter - klappen! In der II. Liga Süd empfängt Tabellenführer Stegersbach im Derby den Mittelständler aus Olbendorf. Mit mir unterwegs ist wieder einmal Andi, mit dem ich vor dem Spiel die obligatorische Kulturrunde inklusive Gasthausbesuch absolviere.
Aufgrund der Konstellation Derby/Prachtwetter kommen heute 430 Zuschauer ins Thermenstadion. Das bedeutet Bestwert in der laufenden Saison. Da Verfolger Kukmirn gerade einmal einen Punkt hinter Stegersbach lauert, sollten im Nachbarschaftsduell keine Punkte verschenkt werden.
Anders als erwartet sind es allerdings die Gäste, die zu Beginn den Ton angeben. In der 5. Minute wird die erste Großchance über das Tor gejagt. Erst nach rund 15 Minuten nimmt auch der Tabellenführer am Spiel teil. Fast im Minutentakt kommt es hüben wie drüben zu Torabschlüssen. Nach einer halben Stunde gibt es dann erstmals so etwas wie Leerlauf. Wohl auch deswegen stellt Andi fasziniert fest: "Olbendorf ist wie Oberndorf! Beide san Grün-Weiß!" Dieser Andi, was dem immer einfällt!
Während die meisten Besucher gedanklich schon beim Pausensnack sind, erzielt Markota – nicht ganz unverdient – die Führung für Grün-Weiß. Apropos Pausensnack: Erfreulicherweise befindet sich mit dem Toastlangos auch der südburgenländische Klassiker schlechthin unter der großen Auswahl an Speisen. Da kann man nicht nein sagen.
Die zweite Halbzeit beginnt wie die erste endete: mit einem Treffer der Gäste. Der Torschütze ist dieses Mal Grgo Zivkovic. Vier Minuten später lässt David Garger erstmals auch den SVS jubeln. Stegersbach kann anschließend jedoch nicht mehr zulegen, sodass Olbendorf die knappe Führung ohne gröbere Probleme über die Zeit bringt und somit überraschenderweise alle drei Punkte aus Stegersbach entführt.
Da die Partie zwischen Kukmirn und Neuberg aufgrund schlechter Platzverhältnisse abgesagt werden musste, bleibt der ehemalige Regionalligist vorerst auf dem 1. Platz der II. Liga Süd. Sofern man kommende Saison ein Comeback in der Burgendlandliga feiern möchte, sollte man jedoch rasch aus dem Winterschlaf aufwachen.



















