Samstag, 7. März 2026

SPG Nikitsch/Kr. Minihof - SPG HRVATI

Nikitsch, Sportplatz
1. Klasse Mitte (Burgenland), 70 Zuschauer, 6:1

Zur langfristigen Sicherung des Spielbetriebs schlossen sich der SV Nikitsch und der SV Kroatisch Minihof  im Sommer 2024 zur Spielgemeinschaft Nikitsch/Kroatisch Minihof zusammen. 8 Jahre früher entstand aus dem gleichen Grund die Spielgemeinschaft des heutigen Gegners, die SPG HRVATI. Die entstand wiederum aus der Fusion des SC Großwarasdorf/Nebersdorf un dem SC Kleinwaradorf. Beim heutigen "Kroaten-Derby" sind somit gleich 5 Orte beteiligt. Grund genug für Andi und mich, heute den Sportplatz in Nikitsch zu besuchen.

Kurz nachdem wir die originelle Eintrittskarte erhalten, wird die Partie der 1. Klasse Mitte zwischen dem Fünften und dem Dritten von Schiri Bukvic auch schon angepfiffen. Obwohl die Hausherren vor offiziell 70 Zuschauern den besseren Start erwischen, können die Gäste dank eines Treffers von Florian Horvath in der 14. Minute erstmals jubeln. Da darf man sich nicht wundern, dass die Gästebank um ein Foto bittet...

Nikitsch/Kr. Minihof erholt sich rasch vom Gegentor-Schock. Dank eines Doppelschlags in der 26. und 28. Minute dreht man das Spiel binnen 2 Minuten. Schwer begeistert bin ich von der Dame, die das Spiel im Auto sitzend hinter dem Tor beobachtet. Nach dem zweiten Tor begleitet sie den Torjingle „Zombie Nation” mit ihrer Hupe. Sensationell!

Beim Stand von 2:1 werden die Seiten gewechselt. Unmittelbar nach Wiederbeginn ertönt der Torjingle dank des Treffers von Levente Kristof ein 3. Mal am heutigen Tag. Nachdem Ivancsics auf 4:1 erhöht, besuchen wir die Kantine, wo ich mir eine "schoafe" Leberkässemmel bestelle. Dort erfahren wir von einem HRVATI-Fan, dass "mia heit deswegen so schlecht san, weul ma mit da hoibatn Reserve spün!" 

Die hoibate Reserv sollte in der restlichen Spielzeit noch 2 weitere Tore kassieren. Diese beiden Treffer verdienen n das Prädikat "sehenswert". Tor #5, ein 30-Meter-Weitschuss von Stefan Domnanovich ins lange Eck, Tor #6, ein Lupfer von David Domnanovich. Auch Andi ist entzückt: "Das ist burgenländische Weltklasse!"

Mit diesem Kantersieg überholt Nikitsch/Kr. Minihof neben dem heutigen Kontrahenten mit Kroatisch Geresdorf einen weiteren Lokalrivalen in der Tabelle, womit man nun schon auf dem 3. Rang liegt. Es scheint noch einiges möglich in der 1. Klasse Mitte....


































Samstag, 28. Februar 2026

SV Stegersbach - SV Olbendorf

Stegersbach, Thermenstadion
II. Liga Süd (Burgenland), 430 Zuschauer, 1:2

Nachdem der  geplanter Pflichtspielauftakt im Südburgenland am vergangenen Wochenende dem Wintereinbruch zum Opfer gefallen ist, sollte es heute - bei perfektem Frühlingswetter - klappen! In der II. Liga Süd empfängt Tabellenführer Stegersbach im Derby den Mittelständler aus Olbendorf. Mit mir unterwegs ist wieder einmal Andi, mit dem ich vor dem Spiel die obligatorische Kulturrunde inklusive Gasthausbesuch absolviere.

Aufgrund der Konstellation Derby/Prachtwetter kommen heute 430 Zuschauer ins Thermenstadion. Das bedeutet Bestwert in der laufenden Saison. Da Verfolger Kukmirn gerade einmal einen Punkt hinter Stegersbach lauert, sollten im Nachbarschaftsduell keine Punkte verschenkt werden.

Anders als erwartet sind es allerdings die Gäste, die zu Beginn den Ton angeben. In der 5. Minute wird die erste Großchance über das Tor gejagt. Erst nach rund 15 Minuten nimmt auch der Tabellenführer am Spiel teil. Fast im Minutentakt kommt es hüben wie drüben zu Torabschlüssen. Nach einer halben Stunde gibt es dann erstmals so etwas wie Leerlauf. Wohl auch deswegen stellt Andi fasziniert fest: "Olbendorf ist wie Oberndorf! Beide san Grün-Weiß!" Dieser Andi, was dem immer einfällt!

Während die meisten Besucher gedanklich schon beim Pausensnack sind, erzielt Markota – nicht ganz unverdient – die Führung für Grün-Weiß. Apropos Pausensnack: Erfreulicherweise befindet sich mit dem Toastlangos auch der südburgenländische Klassiker schlechthin unter der großen Auswahl an Speisen. Da kann man nicht nein sagen.

Die zweite Halbzeit beginnt wie die erste endete: mit einem Treffer der Gäste. Der Torschütze ist dieses Mal Grgo Zivkovic. Vier Minuten später lässt David Garger erstmals auch den SVS jubeln. Stegersbach kann anschließend jedoch nicht mehr zulegen, sodass Olbendorf die knappe Führung ohne gröbere Probleme über die Zeit bringt und somit überraschenderweise alle drei Punkte aus Stegersbach entführt.

Da die Partie zwischen Kukmirn und Neuberg aufgrund schlechter Platzverhältnisse abgesagt werden musste, bleibt der ehemalige Regionalligist vorerst auf dem 1. Platz der II. Liga Süd. Sofern man kommende Saison ein Comeback in der Burgendlandliga feiern möchte, sollte man jedoch rasch aus dem Winterschlaf aufwachen.