Samstag, 12. Juni 2021

SV Scharnstein - Union Pettenbach

Scharnstein, Arena
Traunsee-Almtal-Cup, 200 Zuschauer, 0:3


Nach dem Hansberg-Cup und der Donau-Ameisberg-League ist der Traunsee-Almtal-Cup bereits der 3. oberösterreichische Coronacup, der von mir besucht wird. Wir kommen übrigens aus der Linzer Bronx ins idyllische Scharnstein. Anders als in der oberösterreichischen Landeshauptstadt findet Philipp diesmal sofort einen Platz für sein Gefährt, indem er dieses direkt ans Ufer der Alm lenkt.

Der SV Scharnstein trifft in der Almtal-Gruppe des Cups auf die Union Pettenbach. Dieses Nachbarschaftsduell lockt 200 Besucher in die hiesige Arena. Der Kassier ist vom guten Besuch durchaus überrascht, wie seine Worte: "De Tribüne is scho voi! Ihr miassts irgendwo am Rasen stehn, tut mir leid!" beweisen. Passt schon, Herr Kassier!

Die Gastgeber gelten als klarer Außenseiter, spielt doch Pettenbach gleich 2 Ligen höher. Mit viel Einsatz versucht man sich gegen den vermeintlich übermächtigen Gegner entgegenzustemmen, was in den Anfangsminuten auch ausgezeichnet gelingt. In der 29. Minute ist es dann aber doch soweit, Florian Hendler trifft zum 0:1. Das sollte es dann aber auch schon gewesen sein in der 1. Halbzeit. Der Hauch einer Spannung ist also noch vorhanden.

Diese hält nach dem Pausenbier jedoch nur mehr 3 Minuten, denn da treffen die Pettenbocha ein weiteres Mal. Wie schon beim 1. Tor hat auch hier Vinicius Galvao Leal, der von Philipp aufgrund seiner Frisur als Peter Hlinka von Pettenboch bezeichnet wird, seine Beine im Spiel. Beim Stand von 0:3 steht Leal ein weiters Mal im Mittelpunkt, indem er vom Schiri in der 75. Minute mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche geschickt wird.

Dem SV Scharnstein, der im Meisterschaftsmodus in der 1. Süd um Punkte kämpft, gelingt auch in numerischer Überzahl keine Ergebniskorrektur. Man hat sich dennoch achtbar aus der Affäre gezogen. Auch die Besucher ziehen zufrieden von tannen. Kein Wunder, fand doch das letzte Heimspiel hier am 18.10.2020 statt. Schön, dass auch im Almtal diese Durststrecke vorüber ist.
























 

Union Kleinmünchen - Wildcats Krottendorf

Linz, Sportanlage Union Kleinmünchen
2. Liga Damen, 60 Zuschauer, 2:1

Wie vor 7 Tagen geht es heute mit Philipp abermals zu zwei Spielen nach Oberösterreich. Wobei es doch einen wesentlichen Unterschied gibt, so wurde Mitfahrer Andi durch Mozart ersetzt. Nachdem ich seit dem 2. Lockdown bislang ausschließlich Begegnungen in diversen Coronaligen besuchte, geht es heute sogar zu einem Pflichtspiel der Seuchensaison 2020/21. Die 'Damen der Union Kleinmünchen empfangen in der 2. Damenbundesliga im vorletzten Heimspiel die Wildkatzen aus Krottendorf. 

Nach erfolgreicher Absolvierung eines Bierstopps findet Philipp im 2. Anlauf einen Parkplatz. Als er bemerkt, dass ich meine Habseligkeiten nicht im Auto verstecke ermahnt er mich: "Da würd ich den Rucksack ned lassen, mir san do in da Bronx von Linz!" Dieser Philipp....

Mein Interesse an Damenspielen hält sich bekanntlich in Grenzen, wenn es sich jedoch um einen Platz handelt, der ausschließlich vom weiblichen Geschlecht bespielt wird, mache ich freilich eine Ausnahme. Im Gegensatz zu meiner Wenigkeit kann man meine 2 Begleiter als Experten des Damenkicks bezeichnen.

Im Duell zweier Mittelständlerinnen können sich die Gastgeberinnen ein leichtes Übergewicht erspielen. Da Philipp beide Teams in den vergangenen Wochen schon gesehen hat, werde ich von ihm mit unzähligen Infos versorgt. Diese lauten z.B.  "Das ist die Simona Halep des Fußballs" oder auch "De Torfrau is liebenswert schlecht!" Währenddessen trifft Emy Holzinger zum 1:0. Der Experte für verpasste Tore namens Mozart befindet sich zu dem Zeitpunkt gerade in der Kantine um Bier zu besorgen.

Kurz vor dem Pausenpfiff erhöht Jassi Röbl auf 2:0. Als hätte ich nicht schon genug Informationen von Philipp bekommen, gesellt sich ein redseliger Ordner zu uns. Wir sprechen ihn auf die geplante Fusion mit Blau-Weiß-Linz an. Mit bösem Blick meint er: "Na!Na!, des ist ka Fusion sondern a Spügemeinschoft!" Als Vorteil sieht er, dass künftig endlich ein Masseur die Kleinmünchner Mädls bearbeiten wird.

Die Gastgeberinnen haben auch in der 2. Halbzeit alles unter Kontrolle, bis es in der 84. Minute plötzlich Elfmeter für Krottendorf gibt. Wildkatze Farnleitner verwertet sicher, Mozart verpasst das Tor. Torquote Mozart 33,3 % Und das sogar Periodisch. Damit liegt er wohl in seinem langjährigen Schnitt. Die Wildkatzen haben noch 2-3 gute Chancen auf den Ausgleich, doch schlussendlich bleibt es doch beim knappen, aber verdienten Heimsieg. 

Damit verabschieden wir uns von der netten Sportanlage, die sich heute mit dem Kran Sasso im Hintergrund von ihrer hübschesten Seite gezeigt hat, und wünschen der Union Kleinmünchen alles Gute für die Zukunft. Mit Blau-Weiß als Partner sollte die Rückkehr ins Oberhaus nur eine Frage der Zeit sein.

Für uns ist der Tag noch nicht zu Ende - es geht ab nach Scharnstein zu einem Spiel des Traunsee-Almtal-Cups.






















Samstag, 5. Juni 2021

Union Sarleinsbach - Union Putzleinsdorf

Sarleinsbach, Sportplatz
Donau-Ameisberg-League, 120 Zuschauer, 1:6


Nach dem Hansberg-C(o)up in St. Veit folgt auch schon das nächste Highlight. Das Derby in der Donau-Ameisberg-League zwischen Sarleinsbach und Putzleinsdorf.  Ganze 4 Kilometer trennen diese beiden Gemeinden. Aufgrund fehlender Pferde unter der Haube des Leih-Fiestas verpassen wir zwar hauchdünn den Anpfiff, jedoch keine Tore.

Am Sportplatz werden wir von Funktionären begrüßt die vorbildlich kontrollieren, ob wir geimpft, getestet oder gar schon Corona-genesen sind. Da zumindest ein Punkt bei jedem unserer Hoppergemeinschaft zutrifft, dürfen wir den Sportplatz auch betreten - und werden gleich nochmals begrüßt! Diesmal vom Bosna-Grillmeister.

Nach kurzem Überlegen entscheiden wir, vor dem Abendessen doch noch ein wenig das Spiel zu beobachten. Unser geschultes Auge sieht sofort, dass der Bezirksligist Putzleinsdorf dem Gastgeber aus der 1. Klasse klar überlegen ist. Die Führung in der 18. Minute ist der Anfang vom Sarleinsbacher Ende. Beim 2. Tor der Gäste stehen wir bereits beim Bosna-Stand, wo Philipp eine Sammelbestellung aufgibt - und damit den für die Kassa zuständigen Nachwuchskicker ins Schleudern bringt. 

Nachdem auch diese Aktion mit unserer Hilfe gut ausgeht, genießen wir Oberösterreichs Sportplatzspeise Nummer 1 und erleben mit vollem Mund das 0:3 in Minute 35. Das Spiel ist längst entschieden. Die 2. Halbzeit nützen wir, um den Sarleinsbacher Sportplatz mit seiner eindrucksvollen Tribüne von allen möglichen Winkel abzulichten. 

Etwas überraschend kann Sarleinsbach kurzfristig auf 1:3 verkürzen. Damit haben auch die heimischen Fans nach der langen Coronapause endlich wieder einen Grund zum Jubeln. Die Gäste bleiben allerdings auch nach dem Gegentor das spielbestimmende Team und ziehen wieder davon. In der 90. Minute erzielt Pühringer schließlich das 6. Tor und sorgt damit für ein Dominic Thiem - Ergebnis. Putzleinsdorf wird im Kampf um den Titel in der fantastischen Donau-Ameisberg-League wohl ein gewichtiges Wort mitreden.