Mittwoch, 2. September 2026

MŠK Púchov - Spartak Trnava

Púchov, Mestský štadión
Slovenský pohár, 2.450 Zuschauer, 1:3

Unmittelbar nach der Jahrtausendwende erlebte der MŠK Púchov seine goldene Zeit im slowakischen Fußball. Unter dem Namen ŠK Matador Púchov wurde der Verein in der Saison 2001/02 Vizemeister und holte ein Jahr später mit einem 2:1-Finalsieg gegen Slovan Bratislava den slowakischen Pokal. Genau in diesem Wettbewerb empfängt man 24 Jahre später in der 3. Runde Spartak Trnava. Im Vorjahr beendete Púchov die 2. Liga auf dem vorletzten Tabellenplatz, womit man nun in der 3. Liga um Punkt kämpft.

Trotz der Anstoßzeit um 16.30 Uhr an einem Mittwoch füllt sich das Mestský štadión heute mit 2.450 Besuchern ausgezeichnet. Die eigentliche Überraschung sind aber die zahlreich anwesenden Trnava-Fans, die heute einen anständigen Support hinlegen sollten. Das ist nicht immer so im Cup.

Es sind jedoch die Anhänger der Gastgeber, die erstmals jubeln können. Nachdem man zuvor kaum in der gegnerischen Hälfte war, erzielt Matej Moško nach einem Standard das viel umjubelte 1:0. Die Ultra-Gruppe, die es beispielsweise beim Besuch von Brucki auf Seiten Púchovs gab, hat sich zwischenzeitlich wohl aufgelöst. Trotzdem gibt es Anfeuerung, da die Nachwuchsspieler motiviert sind und ihr Team mit Trommelbegleitung anfeuern.

Mit dem 1:0 im Rücken kann Púchov die Partie eine Zeit lang offen gestalten, ehe Dávid Bukovský in der 32. Minute den Ausgleich erzielt. Damit geht es mit einem 1:1 in die Halbzeitpause. Ich gönne mir nicht nur eine Klobása, sondern werfe auch einen Blick in die Eishockeyhalle, die sich unmittelbar neben dem Fußballstadion befindet.

5 Minuten nach Wiederbeginn schießt Bukovský den Favoriten in Führung. Trnava hat wie erwartet mehr Spielanteile, Púchov hält aber nach wie vor gut mit. Den Schlusspunkt setzt dennoch Spartak in Form von Timotej Kudlička, der für den Endstand von 1:3 sorgt. Damit muss Púchov auf den 2. Cupsieg der Vereinsgeschichte zumindest ein weiteres Jahr warten. Dennoch können die Besucher heute zufrieden nach Hause marschieren.

































Samstag, 29. August 2026

SV Blau-Weiß Sachsenburg - SV Obermillstatt

Sachsenburg, Sportplatz
2. Klasse B (Kärnten), 300 Zuschauer, 1:3    

  

Nach einer dreijährigen Pause sind die Herren des SV Blau-Weiß Sachsenburg wieder in den Ligabetrieb zurückgekehrt.  In der 2. Klasse B liegen sie nach vier Runden im Mittelfeld der Tabelle, was für einen Rückkehrer durchaus beachtlich ist. Heute wartet jedoch eine schwere Aufgabe, denn mit dem SV Obermillstatt ist der Tabellenführer zu Gast.

Da unmittelbar vor dem Herrenspiel auch die Damen ein Match absolvieren gestaltet sich die Parkplatzsuche als schwierig. Nach 2-3 Ehrenrunden erreichen wir den Sportplatz des ehemaligen Unterligisten per Punktlandung.. Die Anlage überzeugt nicht nur mit ihrer schönen Tribüne, sondern auch mit einem Blick auf die Festung. Offiziell verfolgen 300 Besucher das heutige Duell, was mir aber doch etwas zu hoch gegriffen erscheint. Selbst mit den Kiebitzen vom angrenzenden Campingplatz.

Wie erwartet sind die Gäste aus Obermillstatt die bessere Mannschaft. Sachsenburg ist überwiegend mit Defensivaufgaben beschäftigt, was zu Beginn auch ganz gut funktioniert. Gepfiffen wird die Partie von Anton Aichholzer, der seit 1971 als Schiedsrichter tätig ist und einst sogar bei einem Spiel von Juve an der Linie stand. Andi St. grübelt, ob das vielleicht gar der älteste Schiedsrichter Österreichs ist.

Da Obermillstatt zweimal nur Aluminium trifft und der Sachsenburg-Goalie einen guten Tag erwischt, steht es zur Pause 0:0. Somit gehen nur die 5 Gelben Karten, die Aichholzer in Halbzeit 1 verteilte, in die Statistik ein.

In der Pause absolvieren die beiden Andis und ich die obligatorische Kulturrunde, die hier in Sachsenburg in 15 Minuten zu schaffen ist. Die Belohnung folgt anschließend in der Kantine, in der man neben einer Schweinsbratensemmel auch eine Curry-Wurst bekommt. Kulinarisch wird man hier in Sachsenburg richtig verwöhnt.

Gleich nach dem Wiederanpfiff werden die Obermillstätter Anhänger verwöhnt: Krammer bringt die Gäste in der 46. Minute in Führung. Derselbe Spieler trifft nach genau einer Stunde ein weiteres Mal. In der 78. Minuten verkürzt Urbas per direkt verwandeltem Freistoß für Sachsenburg. Wohlgemerkt nachdem zuvor der junge Linienrichter David Schwinger seinen routinierten Schiri einflüsterte, dass dieser zuvor eine falsche Entscheidung getroffen hatte.

Es entwickelt sich eine spannende Schlussphase, in der Florian Müller in der zweiten Minute der Nachspielzeit das Spiel zugunsten von Obermillstatt entscheidet. Daniel Urbas lässt sich in der 94. Minute zu einer Tätlichkeit hinreißen, was eine Rote Karte zur Folge hat. Unmittelbar nach dem Abpfiff stürmt Urbas quer über das Feld, um einen Spieler von Obermillstatt zu stellen. Er wird jedoch rechtzeitig von anderen Spielern rechtzeitig gestoppt, wodurch er sich wohl eine lange Sperre erspart.

Ein spektakulärer Abschluss eines tollen Tages in Kärnten.