Samstag, 11. April 2026

TuS Engelsberg - SV Ruhpolding

Engelsberg, Sportpark
Kreisliga Inn/Salzach 2, 140 Zuschauer, 2:1

Dank des pünktlichen Schlusspfiffs in Waldhausen  erreiche ich den 11 Fahrminuten entfernten Sportpark in Engelsberg genau mit Anpfiff der Kreisligapartie zwischen Engelsberg und Ruhpolding. War das Spiel in Waldhausen schon ein Kellerduell, so ist diese Partie sogar noch eine Steigerung. Der Vorletzte empfängt nämlich das Tabellenschlusslicht.

Der umfangreich modernisierte Sportpark wurde erst im Juni 2025 im Rahmen eines Festwochenendes feierlich eingeweiht. Unter anderem entstand ein neues Vereinsgebäude inklusive Solarpaneelen sowie ein Trainingsplatz. Aber auch die Flutlichtanlage wurde auf den neuesten Stand gebracht. 

Beim Duell zwischen dem nördlichsten und dem südlichsten Verein der Liga sind es zu Beginn die Gäste aus dem Süden, die ganz klar den Ton angeben. Obwohl Ruhpolding im Biathlon eine große Nummer ist, zeigen sich die Herren aus Ruhpolding heute nicht treffsicher und versieben gleich mehrere gute Chancen in den ersten zehn Minuten. Es kommt, wie es kommen muss: Die Engelsberger treffen mit ihrer ersten Chance in der 15. Minute ins Schwarze.

Die restliche 1. Halbzeit verläuft ausgeglichen, wobei die 140 Besucher vorerst vergeblich auf weitere Tore warten. Beim Ausschank wird heute neben Bier auch Aperol angeboten, was besonders die Damen freut. Nach dem Weißbier-Genuss in Waldhausen verzichte ich in Engelsberg auf hopfigen Nachschub, schließlich muss das metallene Gefährt wieder in einem Stück nach Hause gebracht werden. Eine weitere Lebakassemmel ist jedoch drin.

Das Tabellenschlusslicht aus Ruhpolding steckt nicht auf und wird durch den Ausgleich in der 70. Minute durch Tobias Christofori belohnt. Gegen Ende des Spiels erhält ein Spieler aus Ruhpolding eine 10-Minuten-Strafe. Diese Strafe kann im bayerischen Amateurfußball vergeben werden, wenn der Schiedsrichter es für angemessen erachtet.

Während der Sünder seine Strafe absitzt, erzielt Deliu das entscheidende Goal zum vielumjubelten Sieg Engelbergs im Abstiegskrimi, womit man Fridolfing überholen konnte und auf einen Relegationsplatz vorrückt. Es folgt eine Runde durch die Gemeinde, in der die Pfarrkirche St. Andreas den Höhepunkt darstellt, ehe es zurück in die Heimat geht.



























SV Waldhausen - SpVgg Jettenbach

Waldhausen, Sportanlage
AK Inn/Salzach 3 (Bayern), 160 Zuschauer, 3:2    

Vor 2 Wochen erhielt ich vom Obmann des SV Waldhausen, Klaus Seidl, eine Einladung zum Derby gegen die SpVgg Jetttenbach, inklusive einer Bierspende. Diese wird trotz großer (Derby-)konkurrenz gerne angenommen. Ein bayerisches Bier ist schließlich ein großer Mehrwert.

Das zum Landkreis Traunstein gehörende Dorf Waldhausen gehört seit 1978 zur Gemeinde Schnaitsee. Schnaitsee ist auch mein 1. Ziel. Dort gibt es nämlich im Getränkeladen das in Schnaitsee gebraute Baderbräu. Schließlich geht es nach Waldhausen, wo ich bei der Kulturrunde am Zunftbaum auch ein Wappen von Waldhausen im Strudengau finde, welches ja quasi bei mir um die Ecke liegt. Die Welt ist ja doch ein Dorf.

Jetzt ist aber es Zeit für Fußball. Auf der Sportanlage in Waldhausen empfängt in der A-Klasse 3 der Region Inn/Salzach der Tabellenneunte auf den Elften. Da der 11. Rang ein Abstiegsplatz ist, und Waldhausen nur 3 Punkte vor Jettenbach liegt, ist dies ein wichtiges Spiel im Abstiegskampf.

Die Hausherren erwischen den besseren Start, daher ist die Führung durch Glier in der 12. Minute auch verdient. Gegen Mitte der 1. Halbzeit übernimmt jedoch Jettenbach das Kommando. Nachdem die Gäste eine Großchance ausgelassen haben, meint ein Jettenbacher Anhänger: "Lecki mi' am Oa....., wia frei konn ma sein?". Sein Nebenmann ergänzt: "Des wor a 300%ige!"

Mittermaier macht es in der 38. Minute besser und erzielt den verdienten Ausgleich. Dies ist auch der Pausenstand. Dank der Spende des Obmanns darf ich mich in der Pause über eine klassische bayerische Jause freuen: ein Weißbier und eine Leberkäsesemmel. An Guadn!

Obwohl Waldhausen auch in der 2. Halbzeit besser ins Spiel kommt, sind es die Gäste, die durch Gottwald in der 66. Minute in Führung gehen. Der Schock bei den Gastgebern hält sich in Grenzen, schon eine Minute später gelingt Florian Hütter mit einem Schuss ins kurze Eck der Ausgleich.

Beide Teams drängen nun auf den "Dreier". Jubeln kann am Schluss jedoch nur der SVW, Thiemo Leupoldt trifft in der 88. Minute nämlich zum Sieg für Waldhausen. Damit setzt man sich nun mit 6 Punkten von Jettenbach ab.. In der großartigen Vereinszeitung, die anlässlich dieser Partie aufgelegt wurde, erfährt man unter anderem, dass eben dieser Thiemo Leupoldt vor der Abfahrt ins Trainingslager nach Szentgotthárd einen halben Kilo Leberkäse verdrückt hat.

Während in Waldhausen im Anschluss die 2. Mannschaft um Punkte kämpft, geht es für mich weiter ins benachbarte Engelsberg zu einer weiteren Partie.