Linz, Sportplatz Neue Heimat
Relegation (OÖ), 300 Zuschauer, 1:5
Nach der Saison 2023/24 beschlossen die beiden Linzer Traditionsvereine Union Edelweiß und ASKÖ Neue Heimat zu kooperieren. Das macht auch insofern Sinn, da die beiden Sportplätze unmittelbar nebeneinander liegen. Während die 1. Mannschaft (SPG Edelweiß Linz/Neue Heimat) heuer die OÖ-Liga am 9. Tabellenrang abschloss, wurde die 2. Mannschaft (SPG Neue Heimat/Edelweiß 1b) Vorletzter der 1. Mitte. Damit kämpft man nun gegen den Vizemeister der 2. Nordost, dem SV Steyregg, um den Verbleib in der 1. Klasse.
Unsere gestrige Autobesetzung hat sich halbiert, heute bin ich "nur" mit Philipp unterwegs. Apropos: Um eine grausliche Tradition aufrechtzuerhalten, schauen wir zwecks blondem Gerstensaft zum Diskonter ums Eck. Da dieser jedoch nicht im Kühlschrank zu finden ist, greifen wir zu einem Sommerspritzer, der bei Temperaturen knapp unter 30 Grad natürlich eine ausgezeichnete Wahl ist.
Wie üblich kommen zu Relegationsduellen im Zentralraum deutlich weniger Besucher als beispielsweise im Mühlviertel. Mit 300 Besuchern sollte sich der 1949 errichtete altehrwürdige Neue Heimat-Platz dennoch ordentlich füllen. Es gibt übrigens gleich 2 VIP-Sektoren, wobei einer mit „VIP-Senioren” beschriftet ist.
Jubeln können jedoch heute fast nur die Fans aus Steyregg, denn ihre Mannschaft ist der Neuen Heimat deutlich überlegen. Vor allem Felix Frühwirth ist nicht zu stoppen, der zwischen der 6. und 29. Minute einen Hattrick erzielt. Der Goalie der Neuen Heimat macht alles andere als einen soliden Eindruck, was einen Besucher zum Schrei "Tauschts eam aus!" veranlasst. Die Schuld jetzt alleinig beim Torhüter zu suchen, wäre allerdings falsch.
Bei 0:3 werden die Seiten gewechselt. Ich stille meinen Hunger stilgerecht mit einer großen Bosna. In der 66. Minute erzielt der kurz zuvor eingewechselte Zimmer das 4. Tor für Steyregg. Dann können endlich auch die Gastgeber jubeln: Memic verwandelt einen Strafstoß.
Es sollte der einzige Treffer der Neuen Heimat bleiben, für das letzte Tor ist wieder Zimmer zuständig. Auch wenn der Steyregger Kapitän am Schluss im Spielerkreis warnt: "Wir sind noch nicht durch, wir haben noch 90 Minuten vor uns!", ist die Kuh wohl schon vom Eis.

























