Freitag, 11. September 2026

SU St. Anton/Jeßnitz - FCSD Zeillern

Sankt Anton/Jeßnitz, Sportplatz Erlach
Mostviertler Fußball Liga, 30 Zuschauer, 1:3

Heute steht ein Besuch der Mostviertler Fußball Liga auf dem Programm. Gemeinsam mit Philipp und Andi M. geht es nach Sankt Anton an der Jeßnitz. Wir sind froh, dass wir das tun können, denn St. Anton ist  im Frühjahr nicht mehr in der MHL angetreten. Doch nun ist man zurück und empfängt in der 2. Liga der MFL den FC Schiaß Danem aus Zeillern. 

Als Andi auf der Wiese neben dem Sportplatz sein Auto abstellt, stehen die Mannschaften bereits am Spielfeldrand. Um 18:48 Uhr, also ganze 12 Minuten zu früh, pfeift Schiedsrichter Krickl die Partie an. Diese Mostviertler Fußball Liga, was der immer einfällt! 

Wie erwartet sind die Gäste aus Zeillern, der Absteiger aus Liga 1, die bessere Elf. St. Anton versucht, mit Kampf dagegenzuhalten. Einige Kids feuern die eigene Mannschaft zudem mit "Anton! Anton!" an. Dabei sind wir ja gar nicht in Tirol, auch wenn die Landschaft rund um St. Anton durchaus ein wenig ans Heilige Land erinnert.

Unser Blick fällt auf einen Herrn, der ein für uns nicht identifizierbares Gerät in den Händen hält. Andi meint: "Das schaut aus wie ein Gameboy!" Philipp entgegnet: "Nein! ER ist der Gameboy!" Dieser Philipp! 

David Wolf bringt die Gäste in der 13. Minute wie erwartet in Führung. In der Folge ist Zeillern dem 0:2 näher, doch der heimische Torhüter Andreas Aigner verhindert vorerst einen höheren Rückstand. Zur Pause steht es somit 0:1. In der Kantine werden gleich mehrere warme Leberkässorten angeboten. Meine Feststellung: "Das ist ja eine Auswahl wie in der Bundesliga!" nimmt die Dame in der Kantine mit einem freudigen Lächeln zu Kenntnis.

Zur Kenntnis nehmen müssen die Favoriten aus dem Bezirk Amstetten auch den Ausgleich St. Antons durch einen Kopfballtreffer von Lukas Handl kurz nach Wiederbeginn. Effektiv! Kerschbaumer stellt kurz darauf den alten Abstand allerdings wieder her. Im Publikum spricht man auch über die plötzliche Abkühlung: Ein Herr ist sich sicher: "Heit Nocht wirds schneibat!" 

Nachdem Simon Ebner kurz vor dem Abpfiff einen weiteren Treffer für Zeillern erzielt, meint eine Dame erbost: "Der Schiri is zoit!" Nach dem Abpfiff des natürlich nicht bezahlten Schiris Krickl plärrt dieselbe Dame Richtung Spielfeld: "Brav hobt's gspüd Buam!"

St. Anton wird vom Publikum mit Applaus verabschiedet, man ist zufrieden mit der Leistung. Die Spieler aus Zeillern feiern mit: "Spitzenreiter, Spitzenreiter". Vielleicht spielt man kommende Saison ja wieder in der 1. Liga der MFL. Für Sankt Anton wird das eher kein Thema sein. Da gilt vorerst das Olympische Motto "Dabei sein ist alles!"




























Samstag, 5. September 2026

SU Straden - SVU Halbenrain

Straden, Apfelstadion
Unterliga Süd (Steiermark), 250 Zuschauer, 3:1

Zum Abschluss des Tages geht es in die Marktgemeinde Straden, wo die Sportunion Straden in der steirischen Unterliga Süd die SVU Halbenrain empfängt. Vorher wird noch der Ortskern besucht. Dieser befindet sich auf einem Hügel, auf dem gleich 4 Kirchen eng beieinander liegen. Dort ist einiges los, da gerade die Vorbereitungen für die morgen stattfindende 170-Jahr-Feier des Kameradschaftsbundes in Gange sind.

Anschließend gemma Strod'n schaun. Zum Spiel der beiden punktegleichen Kontrahenten aus der Südoststeiermark finden sich 250 Besucher ein. Die befinden sich allesamt auf der einzigen Tribüne. Die Seiten hinter dem Tor und der Bereich gegenüber der Tribüne sind für Besucher tabu. Nachdem wir Schiri Almer erklärt haben, dass wir nicht mit zum Mittelkreis einlaufen, führt er "nur" die beiden Mannschaften aufs Feld.

Straden ist auf heimischem Kunstrasen von Beginn an die bessere Mannschaft. Die Gäste, die bis dahin nur mit Defensivaufgaben beschäftigt waren, erhalten in der 11. Minute einen Freistoß knapp außerhalb des Strafraums zugesprochen. Celic tritt an und die Kugel landet tatsächlich im langen Eck. Spiel auf den Kopf gestellt.

Nach diesem Treffer verläuft die Partie ausgeglichen. Almer pfeift beim Zwischenstand von 0:1 zur Halbzeitpause. Wir besuchen die Kantine, in der die typische steirische Sportplatzjause, die Schnitzelsemmel, angeboten wird.

Nach 15 Minuten Leerlauf gelingt den Gastgebern in der 62. Minute dank eines herrlichen Weitschuss-Treffers von Thomas Reich der Ausgleich. Straden ist nun wieder besser in der Partie. In der 82. Minute trifft Luka Lukac zum umjubelten 2:1, doch damit nicht genug: In der Schlussminute sorgt Christoph Kobald für den 3:1-Endstand. Damit verbessert sich Straden auf den 4. Tabellenrang in der noch jungen Saison.