Pordenone, Stadio Ottavio Bottecchia
Eccellenza Friuli-Venezia Giulia (I), 500 Zuschauer, 6:1
Heute steht ein Tagesausflug in die Region Friaul-Julisch Venetien auf dem Programm, um 2 Fußballspiele zu besuchen. Gemeinsam mit Philipp und Andi geht es dafür zunächst in die rund 52.000 Einwohner zählende Stadt Pordenone. Wir erreichen sie etwa eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff der Partie Pordenone gegen Juventina Sant'Andrea. Die Anfahrt gestaltet sich auch aufgrund der berüchtigten Kalauer Andis („Das ist keine Buchstabensuppe, sondern schon ein Wörthersee!“) kurzweilig.
Nach einer Stärkung in Form einer Pizza steht eine Kulturrunde am Programm, bei der wir gleich mehrere Campanili passieren. Anschließend geht es zu unserer Hauptsehenswürdigkeit, dem Stadio Ottavio Bottecchia. Das Besondere an diesem 3.000 Besucher fassenden Oval ist die Tatsache, dass hier neben Fußballspielen auch Radrennen ausgetragen werden. Namensgeber Ottavio Bottecchia, der 1. italienische Tour de Frances-Sieger, begann seine Karriere beim Radclub in Pordonone.
Der Pordenone FC trifft heute in der fünftklassigen Eccellenza Friuli-Venezia Giulia auf Juventina Sant'Andrea. Zwischen 2019 und 2021 spielte Pordenone noch in der Serie B, übernahm sich dort jedoch finanziell. Nach der Saison 22/23 konnte Pordenone Calcio keine Lizenz mehr beantragen. Kurz darauf wurde der Verein aufgelöst. Im Mai 2024 folgte die Gründung des Nuovo Pordenone 2024 FC.
Das Gute an der eigentlich schlechten Situation ist, dass Pordenone seine Heimspiele nun wieder im Stadio Bottecchia austrägt. Sowohl in der Serie B als auch in der Serie C musste der Verein unter anderem nach Udine, Lignano oder Fontanafredda ausweichen. Nachdem Pordenone gleich einmal von der 6. in die 5. Liga aufstieg, befindet man sich schon wieder im Aufstiegsrennen. In der 23. Runde empfängt man als Tabellenvierter mit Juventina Sant'Andrea den Tabellensechsten.
Unter den mindestens 500 Besuchern befindet sich gegenüber der Haupttribüne die Fanszene, die während der gesamten Partie für ordentlichen Support inklusive der einen oder anderen Raucheinlage sorgen sollten. In einer ausgeglichenen 1. Halbzeit sind es die Gastgeber, die erstmal jubeln können: Zorzetto braucht eine maßgenaue Flanke nur noch einzunicken.. In der Folge dominieren die Gäste aus der Stadt Gorizia. Die Belohnung für die Bemühungen folgt mit dem Ausgleichstreffer unmittelbar vor der Pause durch Samotti.
Nach einem hervorragenden Espresso geht es auch schon wieder weiter. Nun spielt nur noch eine Mannschaft, und zwar der Pordenone FC. Den Gastgebern gelingt fast alles: Binnen 24 Minuten treffen die Grün-Schwarzen gleich fünfmal. Das ergibt in der Summe einen beeindruckenden 6:1-Erfolg, wodurch man sich in der Tabelle aus den 3. Rang verbessert. Der Aufstieg in die Serie D scheint realistisch.












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