Dienstag, 25. August 2026

Union Peuerbach - SPG Union Natternbach/St. Willibald

Peuerbach, Sportplatz
OÖ Landescup, 680 Zuschauer, 3:2

In der 3. Runde des OÖ-Cups kommt es zum Derby zwischen Peuerbach und Natternbach. Man kann wohl von einem ausgeglichenen Spiel ausgehen, schließlich kämpfen beide Mannschaften in der Landesliga West um Punkte. Ich bin zwar von vielen Besuchern ausgegangen, aber 680 sind dann doch sehr überraschend, zumal der LASK heute in Linz gegen Celtic um den Einzug in die Champions League kämpft.

In einer ausgeglichenen Anfangsphase gehen die Gastgeber in der 17. Minute nach einem Konter durch Sehic in Führung. In der Folge ist Peuerbach klar überlegen, verpasst es aber, die Führung auszubauen. In der 30. Minute ziehen dunkle Wolken auf. Ein Besucher neben mir sorgt sich: "Hoffentlich hoits aus!" Keine 2 Minuten später beginnt es auch schon zu regnen. 

In der 42. Minute gelingt den Gästen der Ausgleich – auf kuriose Art und Weise. Bei einem Abschlag trifft der Peuerbach-Torwart den Natternbacher Khimich, von dessen Körper der Ball ins Tor prallt. Ein Herr neben mir analysiert sofort:  "De hom ka Chonce und es steht 1:1" Sein Begleiter meint: "Des is Fuasboi!" Dies wird mit "Des is oba a grausama Fuasboi" erwidert.

In der Pause hole ich mir nicht nur eine Schnitzelsemmel aus der Kantine, sondern auch den Schirm aus meinem Auto, da es nicht den Anschein hat, dass der Regen so bald abzieht.

Kurz nach Wiederbeginn wird ein Peuerbach-Spieler im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwertet Lenzbauer zur neuerlichen Führung Peuerbachs. Anschließend ziehen sich die Gastgeber zurück, wodurch Natternbach das Zepter in die Hand nimmt. In der 79. Minute ist es wiederum Khimich, der für den Ausgleich verantwortlich ist. Diesmal ist es jedoch ein herrlicher Weitschuss, der über den Goalie hinweg den Weg ins Tor findet.

Das Spiel steuert also auf eine Verlängerung hin. In der 92. Minute fliegt der Torschütze zum 2:1, Marcel Lenzbauer, mit Gelb-Rot vom Feld. Natternbach hat es nun in der Hand, doch 2 Minuten nach dem Ausschluss trifft Julian Wimmer mit einem ähnlich tollen Weitschuss wie zuvor Khimich zum Sieg für die dezimierten Peuerbacher. Spontan erinnere ich mich an die zuvor gefallenen Worte "Des is Fuasboi!"

Damit steht nicht Nattern-, sondern Peuerbach in der 4. Runde des OÖ-Cups. Beim Verlassen des Stadions gibt es nur lobende Worte über das Spiel. So spricht ein Herr "Des wor a schoafe Partie! Do hätt i nu gern a Valängerung gsehn!"  Mir ist es auch so recht, schließlich liegt noch ein breiter Heimweg vor mir...
































Sonntag, 23. August 2026

SC Mariasdorf - SG Redlschlag

Mariasdorf, Sportplatz
2. Klasse Süd A (Burgenland), 150 Zuschauer, 0:2

Knapp eine Woche nachdem ich den Wiedereinsteiger Baumgarten besuchte, geht es heute zum zweiten Comebackverein des Burgenlands. Im Gegensatz zu Baumgarten setzte der SC Mariasdorf jedoch nur ein Jahr aus. Dies wurde mit Spielermangel begründet. In diesem Jahr konnte wieder eine Mannschaft gestellt werden, sodass der Verein nun – mit neuem Obmann – wieder in der 2. Klasse Süd A antritt. 

In der 3. Runde kommt es zum Duell mit der SG Redlschlag, die nach 2 Runden bei 6 Punkten steht und die heutige Partie als Derby bezeichnet. Mariasdorf konnte das 1. Heimspiel gegen Hochart gewinnen, ehe man in Kemeten eine Niederlage hinnehmen musste.

Andi St. und ich erreichen die hübsche Sportanlage, nachdem wir im Zuge der Kulturrunde neben der sehenswerten Pfarrkirche gleich zwei Gemeindeämter fotografiert haben. Für ein Derby spricht auch der heutige Besuch. Es sind auf jeden Fall mehr als die offiziell angegebenen 150 Besucher, die dieses Spiel heute verfolgen.

Die sehen in der ersten Viertelstunde eine dominante Redlschlag-Elf. 2 Abschlüsse werden von Mariasdorf auf der Linie geklärt. Nach diesen 15 Minuten ist aber auch Mariasdorf voll da und gestaltet das Spiel offen.  Zwei Abschlüsse werden von Mariasdorf auf der Linie geklärt. Nach diesen 15 Minuten ist aber auch Mariasdorf voll da und kann das Spiel offen gestalten.

Wie so oft nehmen sich die Burgenländer kein Blatt vor dem Mund, vor allem, wenn es um vermeintliche Fehlentscheidungen des Schiedsrichters geht. So plärrt ein aufgebrachter, älterer Herr nach einer knappen, aber korrekten, Abseitsentscheidung: "Schiri, host an Sonnenstich oda wos?"

Sehr gut gefällt uns auch ein weiterer älterer Herr, der beim Abkassieren eine ÖFB-Karte aus seiner Tasche zieht und meint: "Ich bin aktreggigiert" und dies mit der Aussage: "Ich bin vom ÖFB, dem Hauptsponsor" versucht zu untermauern versucht.  In der 44. Minute geht Redlschlag durch einen Treffer von Bazso in Führung, nachdem man kurz zuvor einen Elfer 3 Meter über das Tor setzte.

In der Pause geht es in die Kantine, wo ich eine "Saubratensemmerl" bestelle. Nachdem die junge Dame mir das Semmerl überreicht hat, schaut sie Andi ins Gesicht und sagt: "Und du nimmst auch ein Semmerl!" Andi bejaht und meint fasziniert: "Die lest da die Wünsche von de Lippen ob!"

Nachdem Mariasdorf mehrere gute Chancen zum Ausgleich ungenutzt lässt, trifft Marok in der 66. Minute für Redlschlag. In der umkämpften Partie kommt es mehrmals zu knappen Abseitsentscheidungen. Die Unterhausexperten (@Franz A.) sehen das naturgemäß manchmal anders als der Schiedsrichter, der dann auch mal als „Sauschädl” bezeichnet wird. Das ist natürlich großartig, wenn man gerade eine Saubratensemmel in der Hand hält.

Zum Ärger seines Trainers holt sich der Torschütze zum 0:1, Adam Bazso in der 89. Minute eine völlig unnötige rote Karte wegen einer Tätlichkeit ab. Es sollte das letzte "Highlight" in diesem kurzweiligen Spiel in Mariasdorf sein.