Peuerbach, Sportplatz
OÖ Landescup, 680 Zuschauer, 3:2
In der 3. Runde des OÖ-Cups kommt es zum Derby zwischen Peuerbach und Natternbach. Man kann wohl von einem ausgeglichenen Spiel ausgehen, schließlich kämpfen beide Mannschaften in der Landesliga West um Punkte. Ich bin zwar von vielen Besuchern ausgegangen, aber 680 sind dann doch sehr überraschend, zumal der LASK heute in Linz gegen Celtic um den Einzug in die Champions League kämpft.
In einer ausgeglichenen Anfangsphase gehen die Gastgeber in der 17. Minute nach einem Konter durch Sehic in Führung. In der Folge ist Peuerbach klar überlegen, verpasst es aber, die Führung auszubauen. In der 30. Minute ziehen dunkle Wolken auf. Ein Besucher neben mir sorgt sich: "Hoffentlich hoits aus!" Keine 2 Minuten später beginnt es auch schon zu regnen.
In der 42. Minute gelingt den Gästen der Ausgleich – auf kuriose Art und Weise. Bei einem Abschlag trifft der Peuerbach-Torwart den Natternbacher Khimich, von dessen Körper der Ball ins Tor prallt. Ein Herr neben mir analysiert sofort: "De hom ka Chonce und es steht 1:1" Sein Begleiter meint: "Des is Fuasboi!" Dies wird mit "Des is oba a grausama Fuasboi" erwidert.
In der Pause hole ich mir nicht nur eine Schnitzelsemmel aus der Kantine, sondern auch den Schirm aus meinem Auto, da es nicht den Anschein hat, dass der Regen so bald abzieht.
Kurz nach Wiederbeginn wird ein Peuerbach-Spieler im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwertet Lenzbauer zur neuerlichen Führung Peuerbachs. Anschließend ziehen sich die Gastgeber zurück, wodurch Natternbach das Zepter in die Hand nimmt. In der 79. Minute ist es wiederum Khimich, der für den Ausgleich verantwortlich ist. Diesmal ist es jedoch ein herrlicher Weitschuss, der über den Goalie hinweg den Weg ins Tor findet.
Das Spiel steuert also auf eine Verlängerung hin. In der 92. Minute fliegt der Torschütze zum 2:1, Marcel Lenzbauer, mit Gelb-Rot vom Feld. Natternbach hat es nun in der Hand, doch 2 Minuten nach dem Ausschluss trifft Julian Wimmer mit einem ähnlich tollen Weitschuss wie zuvor Khimich zum Sieg für die dezimierten Peuerbacher. Spontan erinnere ich mich an die zuvor gefallenen Worte "Des is Fuasboi!"
Damit steht nicht Nattern-, sondern Peuerbach in der 4. Runde des OÖ-Cups. Beim Verlassen des Stadions gibt es nur lobende Worte über das Spiel. So spricht ein Herr "Des wor a schoafe Partie! Do hätt i nu gern a Valängerung gsehn!" Mir ist es auch so recht, schließlich liegt noch ein breiter Heimweg vor mir...













