Samstag, 13. Dezember 2025

VFC Plauen - 1. FC Lok Stendal

Plauen, Vogtlandstadion
NOFV-Oberliga Süd, 475 Zuschauer, 4:1

Trotz der Firmenweihnachtsfeier am Vortag stehe ich um 6.00 Uhr auf dem P&R-Parkplatz in Ybbs, wo mich der aus dem Osten anreisende Philipp aufnimmt. Im Auto befindet sich bereits Andi M., der ebenfalls eine Weihnachtsfeier hinter sich hat. Nachdem in Traun Andi St. zusteigt, ist die illustre Runde komplett.

Unser Ziel ist die 65.000 Einwohner zählende Stadt Plauen. Bevor wir eine Kulturrunde in der größten Stadt des Vogtlands drehen, besuchen wir einen Getränkemarkt, in dem ein motivierter Kunde uns Bierempfehlungen gibt. Das Pilsner der in Plauen ansässigen Sternquell-Brauerei wird gleich in der alkoholfreien Zone im Zentrum verkostet – und für gut befunden.

Anschließend fahren wir zum Vogtlandstadion, in dem der VFC Plauen in der Südgruppe des Nordostdeutschen Fußballverbands die Lok aus Stendal empfängt. Der Regionalliga-Absteiger aus Plauen liegt am 5. Tabellenplatz, während Stendal auf einem Abstiegsplatz steht. Es gibt also einen klaren Favoriten in dieser Partie.

Eine Erwähnung verdienen beide Fangruppierungen. Die Badkurve Plauen supportet über die komplette Spielzeit in guter Lautstärke, während einige Stendal-Anhänger die dreistündige Reise auf sich genommen haben. Mit ihrem riesigen „Waldseite”-Transparent und drei großen Fahnen tragen sie ebenso zum gelungenen Spielbesuch bei.

In der Pause besuchen wir sowohl die Fanbude als auch die Klause, wo es etliche Fotomotive und auch einen Kaffee zum Aufwärmen gibt. 

Erst nach rund einer Stunde Spielzeit gelingt dem Vogtländer Fußballclub durch Martynets der Ausgleich. Kurz darauf trifft Plauen zweimal binnen weniger Minuten. Nun ist Stendal gebrochen. Das 4:1 kurz vor Abpfiff besiegelt den Endstand. Der Favorit hat sich also doch noch klar durchgesetzt.

Während die Stenadaler Mannschaft mit ihren treuen Fans abklatscht, feiert die Badkurve den Erfolg mit ihrer Elf mit einer weiteren Pyroeinlage. Damit gib es einen würdigen Saisonabschluss - nicht nur für den VCR, sondern auch für mich, da auch ich mich nun in die Winterpause zurückziehe. 












































Sonntag, 7. Dezember 2025

Jászkiséri VSE - Berekfürdői SE

Jászkisér, Sportpálya
Jász-Nagykun-Szolnok Vármegye III (Ungarn), 100 Zuschauer, 4:1

Nachdem wir in Košice mit dem Besuch eines Fußballspiels und zweier Brauereien das Maximum herausgeholt haben, geht es am Sonntag wieder zurück nach Ungarn, da im Komitat Jász-Nagykun-Szolnok noch eine Handvoll Spiele ausgetragen werden. Unsere Fahrt führt uns in die 5.500 Einwohner zählende Kleinstadt Jászkisér in der Nördlichen Großen Ungarischen Tiefebene. Nach einer Kulturrunde, die unter anderem zwei Kirchen umfasst, geht es schließlich zum Sportplatz...

… wo der Jászkiséri VSE heute den Berekfürdöi SE empfängt. Es ist eine Partie der untersten Leistungsstufe des Komitats. Die Gastgeber sind als Tabellenzweiter gegen den Mittelständler aus Berekfürdő klar zu favorisieren. Beim Blick auf das Spielfeld fällt auf, dass der Rasen in einem sehr bescheidenen Zustand ist. Stebl meint beim Anblick zahlreichen Löcher: „Da bekommt man ja schon vom Hinschauen einen Kreuzbandriss.”

Vor 100 Zuschauern gehen überraschenderweise die Gäste dank eines Freistoßtreffers von Attila Faragó in der 11. Minute in Führung. Faragó zählt übrigens 49 Lenze. Damit ist er freilich nicht der älteste Akteur, der heute zum Einsatz kommt. Nachdem Jászkisér im weiteren Verlauf etliche Chancen vergibt, erlöst Goalgetter Gábor Vincze die Favoriten kurz vor der Pause mit dem Ausgleichstreffer.

Wir verfolgen die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit in der Kantine, in der das Spiel live übertragen wird. Auf den Glühwein, der dort heute - neben diversen Bieren - angeboten wird, verzichten wir allerdings. Kurz nachdem wir zum Platz zurückkehren, bringt Vincze seine Elf in Führung. Unser Blick fällt mehrmals auf den sich hinter dem Sportplatz befindlichen Bahnhof, da hier immer wieder Züge einfahren, die man eher in einem Eisenbahnmuseum vermuten würde.

In der 68. Minute sorgt András Nagy mit einem verwandelten Strafstoß für die Vorentscheidung zu Gunsten des Favoriten. Kurz zuvor wurde bei Berekfürdői der 59jährige Attila Nagy eingewechselt. Der wird in der 71. Minute von Máté Kun derart unsanft von den Beinen geholt, dass der Übeltäter mit Rot vom Platz fliegt. Als wieder einmal ein Spieler infolge des schlechten Platzes eine unglückliche Figur macht, meint Stebl fasziniert: „So ungefähr muss der Fußball zur Zeit seiner Erfindung ausgesehen haben!”

Auch mit einem Mann weniger hat Jászkisér keine Probleme. Es ist wiederum Vincze, der mit seinem 3. Treffer den Endstand von 4:1 fixiert. Nach dem Abpfiff gibt es vom Publikum blauen Rauch für die heute in Rot spielende Heimelf. Das ist genauso erfreulich wie die anschließende Bitte des Trainers, die Mannschaft abzulichten. Ein würdiges Ende unseres 2-Tages-Trips.