Freitag, 31. Juli 2026

UFC Gaubitsch - SPG Großebersdorf/Hagenbrunn

Hagenbrunn, Sportplatz
NÖ Meistercup, 80 Zuschauer, 2:4

In der 1. Runde des NÖ Meistercups empfängt der UFC Gaubitsch die Spielgemeinschaft Großebersdorf/Hagenbrunn. Diese Partie hätte auf der Sportanlage in Gaubitsch ausgetragen werden sollen. Mitte Juli wurde das Vereinsgebäude dort jedoch bei einem Großbrand zerstört (siehe Bild am Ende der Fotostrecke). Aus diesem Grund wird nun beim heutigen Gegner gekickt - und zwar auf dem im Erwachsenenbereich selten bespielten Sportplatz in Hagenbrunn. An dieser Stelle ein Dank an Andi M., der mir diese Information zukommen ließ.

Da auch an diesem Freitag einem Lenker auf der Westautobahn das Talent ausging, verpasse ich aufgrund eines unfallbedingten Staus zwischen Loosdorf und St. Pölten den Anpfiff. Daher gibt es in diesem Bericht ein 2. Mal ein Dankeschön. Dieses Mal an den ebenfalls anwesenden Franz, der mir die Fotos vom Einlaufen der Teams zur Verfügung gestellt hat.

Als ich in der 6. Spielminute eintreffe, führen die Hausherren, die ja eigentlich die Gäste sind, bereits mit 1:0. Franz erklärt mir, dass der Gaubitsch-Goalie unmittelbar vor diesem Treffer einen Elfmeter pariert hat. Was man nicht alles verpasst, wenn man sechs Minuten zu spät kommt ...

Zum Glück sollte das Spiel noch einige Highlights bieten. Bereits in der 8. Minute erhöht Dalmeida auf 2:0 (oder doch 0:2?). Ich frage Franz, was er von der Anlage so hält? Er bringt den Alex-Klassiker: "Es ist alles da, was man für ein Fußballspiel braucht!" 

Gaubitsch dominiert die restliche 1. Halbzeit, ein Tor ist dem UFC jedoch nicht vergönnt, auch weil ein 50-Meter-Schuss nur an die Latte klatscht. In der Pause besuchen wir die Kantine, in der groß aufgekocht wird: Während Franz zur Schnitzelsemmel greift, entscheide ich mich für eine Käsekrainer. Wir treffen zudem auf Matthias, der den Bewerb "Meistercup" als besseres Freundschaftsspiel bezeichnet. Dafür wird er von Franz mit den Worten "Das ist nicht irgendein Cup! Es handelt sich um den Cup der Meister!" zurechtgestutzt.

Nach dem Wiederanpfiff belohnt sich Gaubitsch für die gute Leistung und gleicht durch zwei Tore binnen acht Minuten zum 2:2 aus. Kurz darauf straft der heute sehr strenge Franz schon wieder jemanden ab. Als ein Herr wiederholt Schiedsrichterentscheidungen infrage stellt, meint Franz: "Jaja, die Unterhausexperten!" 

In der 58. Minute geht Großebersdorf/Hagenbrunn wieder in Führung. Kurz darauf haben die Gastgeber die Chance auf die Entscheidung, doch  Gaubitsch-Goalie Andreas Sauer gelingt das Kunststück, einen weiteren Penalty aus dem Eck zu fischen. Franz entkommt ein "Shampoo!" Kurz darauf ist Sauer jedoch machtlos, als ihn Andreas Fischer ihn bei einem Rückpass am falschen Fuß erwischt und der Ball ins Tor kullert.

Das sollte es dann gewesen sein in diesem kurzweiligen Spiel. Damit zieht zieht der Meister der 1. Klasse Nord gegen den Meister der 2. Klasse Pulkautal/Schmidatal in die 2. Runde des NÖ-Meistercups ein. Dem UFC Gaubitsch kann man nur wünschen, dass die eigene Anlage bald wieder spieltauglich ist.




























Samstag, 25. Juli 2026

SC Kalsdorf - LASK

Kalsdorf, Sportzentrum
ÖFB-Cup, 1.200 Zuschauer, 0:7

Nachdem ich gestern bereits ein Vorrundenspiel des slowakischen Cups beobachten konnte, steht heute ein Spiel des ÖFB-Cups auf meinem Plan. Dafür geht es in die 9.800 Einwohner zählende Gemeinde Kalsdorf bei Graz. Der dort ansässige Fußballverein, der SC Kalsdorf, empfängt in der 1. Cuprunde mit dem LASK nicht nur den Titelverteidiger, sondern auch den aktuellen österreichischen Meister. 

In diesem Spiel ist der SC Kalsdorf, der die Regionalliga Mitte im Vorjahr auf dem 5. Tabellenplatz abgeschlossen hat, natürlich der klare Außenseiter. Aber Achtung: Die Kalsdorfer haben in der Vergangenheit schon so manchem Bundesligisten ein Bein gestellt. So standen 2006 Sturm Graz, 2013 die Veilchen und 2021 Altach auf der Cup-Abschussliste.

Zum Ärger von Coach Didi Kühbauer findet auch der SC Kalsdorf heute gut in die Partie. Eine halbe Stunde lang ist kein Unterschied zwischen dem Drittligisten und dem Titelverteidiger erkennbar. Der SC Kalsdorf hat sogar ein leichtes Chancenplus. In der 39. Minute ist es dann aber doch der LASK, der durch Andrade, der erst kürzlich bei der WM für Panama auflief, in Führung geht. Dennoch ist der 0:1-Pausenstand für Kalsdorf ein Achtungserfolg.

Da die Warteschlange für die Schnitzelsemmeln unglaublich lange ist, stillt mir ein Steirer Hot-Dog, der im Auswärtssektor angeboten wird, meinen Hunger. Der Torhunger des LASKs ist hingegen noch nicht gestillt. In der 2. Halbzeit legen sie mehr als nur einen Gang zu, während die Kalsdorfer langsam, aber sicher die Kräfte ausgehen.

Die Folge sind 6 Tore der Linzer, wobei man besonders Christoph Lang hervorheben muss, der gleich viermal einnetzt. Somit endet die Partie doch klar und deutlich mit 0:7. Dennoch braucht man bei Kalsdorf nicht allzu traurig sein, immerhin konnte man den LASK in der 1. Halbzeit voll fordern. Man darf gespannt sein, ob die Linzer an die furiose letzte Saison anknüpfen können - und natürlich auch, wie sich der SC Kalsdorf in der neuen Regionalliga Süd Steiermark schlägt …