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Samstag, 18. Mai 2024

SK Horní Žďár - SK Ševětín

Horní Žďár, Futbalové hřiště
I.B třída mužů - sk."D" - Jihočeský kraj (Tschechien), 60 Zuschauer, 5:1

Manchmal macht es Sinn gegen den Strom zu schwimmen. Das gilt besonders am Pfingstwochenende. Während die Hauptverkehrsrouten in Österreich heute allesamt verstopft sind, wähle ich den Weg in den Norden, wo ich fast alleine unterwegs bin. In der 1. Klasse Waldviertel trifft heute in meinem Hauptspiel um 17.00 Uhr nämlich der Tabellenführer gegen den Verfolger. Zuvor kann man im tschechischen Unterhaus noch bei 2 weiteren Begegnungen zuschauen. Für dieses Programm konnte sich auch Andi begeistern, mit dem ich ab Heidenreichstein eine Fahrgemeinschaft bilde.

Ziel 1 ist der Sportplatz in Horní Žďár, einem Ortsteil von Jindřichův Hradec. Dort trifft der hiesige SK auf die Kontrahenten aus Ševětín. Wir befinden uns in der Gruppe D der I.B třída des Südböhmischen Fußballverbands, also der 7. Leistungsstufe. Diese Liga besteht aus 14 Vereinen, der Vierte empfängt den Achten.

Vor 60 Besuchern stellen wir fest, dass der Unterschied zwischen den beiden Teams größer ist, als es in der Tabelle den Anschein macht. Die Violetten sind den Grün-Weißen zu unserem Bedauern in jeglicher Hinsicht überlegen. Vor allem die Abwehr Ševětíns ist überfordert. Das Eigentor von Hegr in der 5. Minute ist sinnbildlich.

Auch beim 2. Tor durch Rybčák  macht die Verteidigung keine gute Figur. Unser Highlight sind allerdings nicht die beiden Tore in Halbzeit 1, sondern die beiden Zuschauer, die sich das Spiel auf einem Baufahrzeug anschauen. Vermutlich gehören sie zum Fanclub, der immerhin 2 Fahnen, 1 Trommel und eine Tröte mit dabei hat. 

Apropos Highlight: In der Pause ordern wir eine mit köstliche Klobása. Dazu werden Pfefferoni und Essiggurken serviert, was nicht alltäglich und sehr anständig ist. Anständig spielen auch die Herren aus Horní Žďár nach der Pause weiter. Erst beim Stand von 5:0 lässt man das Ehrentor von Ševětín zu.

Nach dem Schlusspfiff erleben wir noch Unerwartetes. Die komplette Mannschaft stellt sich vor dem Fanclub auf, um gemeinsam ein Lied zu trällern. Ob es sich um das Sieger- oder das Vereinslied handelt entzieht sich meiner Kenntnis. Positiv überrascht in vielerlei Hinsicht geht es nun weiter zum 2. Spiel nach Deštná.



























Samstag, 10. August 2019

SG Brand/Nagelberg - ASV Schrems

Brand, Birkenstadion
NÖ Meistercup, 260 Zuschauer, 0:5


Derbytime im oberen Waldviertel. Der Meister der 2. Klasse Waldviertel-Süd, die Spielgemeinschaft Brand/Nagelberg trifft im Admira NÖ-Meistercup auf den Landesliga-Aufsteiger ASV Schrems. Brand und Schrems trennen lediglich 10 Kilometer, das ist ein guter Grund für mich, hier dabei zu sein.

Die Spielgemeinschaft Brand/Nagelberg entstand im Juli 2008 aus dem Zusammenschluss des ATSV Brand mit dem SC Nagelberg. In der vergangenen Saison konnte man zum 2. Mal den Meistertitel der 2. Klasse Waldviertel Süd einfahren. Die SG-Heimspiele werden im Brander Birkenstadion ausgetragen, in Nagelberg wurde letztmals im Juli 2018 ein Testspiel ausgetragen.

Leider spielt das Wetter heute nicht ganz mit. Eine Stunde vor dem Spiel geht der 1. heftige Regenguss nieder. Es sollte nicht der einzige bleiben. Das angesichts dieser Wetterkapriolen heute 260 Besucher ins Birkenstadion kommen, ist mehr als erfreulich.

Vermutlich durch diese Verhältnisse verweigert meine Kamera plötzlich Ihren Dienst. Dadurch verpasse ich das Einlaufen der Teams samt der Choreo der Schremser Fanatics. Ärgerlich! Erst nach langem guten Zureden und einer gefühlten Ewigkeit nimmt die Cam schließlich Ihren Dienst wieder auf.

In der 20. Minute geht der um 3 Klassen höher spielende Favorit in Führung. Brand/Nagelberg stemmt sich tapfer dagegen und kassiert erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff das 2. Tor.  Ich organisiere mir in der Zwischenzeit beim mit dem Meister-T-Shirt ausgestatteten Grillmeister eine Käsekrainer.

Die Gastgeber können auch in der 2. Halbzeit gut mit den Schremsern mithalten. Das Gefühl, das man dieses Spiel noch drehen könnte, hat man freilich nicht. Schrems macht wohl nur mehr das Notwendigste - und bringt den Ball noch 3 weiter Mal im Gehäuse des SG-Goalies unter.

Das 5. Tor durch Manfred Wimmer fällt übrigens in der Nachspielzeit. Ein Mitglied der Schremser Fanatics freut sich darüber überhaupt nicht: "Mani, du Oasch! Jetzt host mir mein Tipp zerstört!" schreit dieser in Richtung des Torschützen. Auf der Anzeigetafel wird das 5. Tor übrigens auch nicht mehr angezeigt.

Man darf gespannt sein wie sich Brand/Nagelberg in der 1. Klasse Waldviertel schlägt. Vor allem auf die Derbys gegen Heidenreichstein und Litschau wird man sich besonders freuen.

Mein kleines Kulturprogramm führt mich nach dem Abpfiff zur Pfarrkirche und zum Brandteich.