Samstag, 4. Juni 2016

Sportunion Geretsberg - SV Uttendorf

Geretsberg, Gipfelbergstadion
2. Süd-West (OÖ), 150 Zuschauer, 0:2


Der heutige Ausflug sollte mir neben 2 Ground- auch 2 Ligapunkte bringen. Das ist in der Zwischenzeit ein seltenes, daher umso schöneres Ereignis! Den Anfang macht die SU Geretsberg, die in der 2. Klasse Süd-West Ihre Spiele bestreitet. In der Tabelle liegt man am 4. Rang, der heutige Gegner SV Uttendorf liegt 2 Plätze davor am Relegationsplatz. 2 Runden sind noch zu absolvieren.

Diese Begegnung im Gipfelbergstadion interessiert 150 Zuschauer. Ein sehr schöner Wert für die niedrigste Spielklasse Oberösterreichs. Eigentlich sind es ja sogar 153, aber 3 Zuschauer bevorzugen Gratisgucken auf der nahen Anhöhe hinter der Hauptstraße. Einer davon dürfte hier seinen Stammplatz haben, wie seine Position auf einem Liegestuhl (!) verrät. 

Das Spiel ist - trotz 2. Klasse - eines der besseren Sorte. Es gibt nicht viel Taktik, Angriff ist Trumpf. Beide Mannschaften tauchen immer wieder vor der Kiste auf, doch es dauert bis zur 45. Minute, bis der Gast auf 0:1 stellt. Der Schiri stellt schon früh klar, wer hier das Sagen hat: "I pfeif und Sie spün!" ermahnt er einen reklamierenden Geretsberger.

Während der 1. Halbzeit zieht langsam ein Gewitter auf. Gottlob streift es Geretsberg lediglich, was uns in Halbzeit 2 einen kurzen, aber heftigen Regenschauer einbringt. Wir nützten diese Chance, um der Kantine einen Besuch abzustatten. Dort gibt es nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch das im 5 Kilometer entfernten Gundertshausen gebraute Schnaitl-Bier. Das heißt: Neben einen Ground- sowie einen Ligenpunkt gibt es für mich auch einen Bierpunkt! Ein Tripler quasi. Alex verweigert übrigens den angebotenen Wurstsalat, trotz aller Bemühungen der Kantinenladies.

Während ich schnaitle, macht der SV Uttendorf das entscheidende 2. Tor. Mit diesem 2:0 Sieg schließt man - bei einem Spiel mehr - zum Tabellenführer Handenberg auf. Die heimischen Fans sind überraschend ehrlich: "Mir worn ned schlecht, oba Uttendorf wor um genau die 2 Tore besser."

Als der Platzsprecher die Fans nach Abpfiff auffordert nächste Runde zum Auswärtsspiel nach Burgkirchen mitzukommen meint Alex: "Einmal ist keinmal, aber zweimal ist einmal zu viel!" Anmerkung: Alex war vor 2 Wochen in Burgkirchen, Für uns geht nun die Fahrt weiter nach Schalchen in die Bezirksliga West.


























Freitag, 3. Juni 2016

ASK Kottingbrunn - FCM Traiskirchen

Kottingbrunn, Anton Bosch Stadion
NÖ-Landesliga, 150 Zuschauer, 4:2


Als heutige Freitag-Abend-Partie wird das Landesliga-Nachbarschaftsduell zwischen Kottingbrunn und Traiskirchen ausgewählt. Die beiden liegen auch in der Tabelle in unmittelbarer Nachbarschaft an 5. bzw. 6. Stelle. Auf- und Abstieg sind kein Thema mehr. Immerhin geht es um die Ehre - und um Punkteprämien...

150 Besucher schaffen es heute ins Robert Bosch Stadion. Darunter befindet sich auch der Fanatics-Fanclub vom ASK, der zumindest dann und wann für Stimmung sorgt. Aufgrund der knappen Entfernung zwischen den beiden Mannschaften habe ich mehr Besucher erhofft, aber so ist das eben, wenn es um die goldene Ananas geht.

Kottingbrunn dominiert die 1. Halbzeit und kann bis zur 45. Minute 2mal einnetzen. Vom Gast kommt gar nichts, ich zähle einen ganzen Torschuss. Das ist dürftig. Nächstes Jahr nimmt Traiskirchen den Regionalligaplatz von Sollenau ein, wenn man da so auftritt wie heute, wird man nicht lange in der RLO spielen....  Für die Highlights sind die Fanatics verantwortlich, die nach jedem Tor "Den Kottingbrunner Walzer tanzen wir" zum Besten geben.

In der Pause teste ich die Gastronomie, das Angebot ist attraktiv, neben diversen Würsteln, Leberkäs- und Schnitzelsemmel gibt es auch Chili con Carne! Ich entscheide mich trotzdem für die gegrillte Käsekrainer, an der es nichts auszusetzen gibt.

Nach der Pause kommen die Gäste endlich besser ins Spiel und erzielt den raschen Anschlusstreffer. Nun spielen beide Teams mit offenem Visier, bis zur 75. Minute steht es 3:2. Bei einer vermeintlichen Notbremse eines Traiskirchners zieht der Schiri "nur" Gelb. Das Publikum tobt, es fallen zahlreiche unschöne Worte. Am besten gefällt mir allerdings der Klassiker: "Schiri, du Wappla". Trocken und emotionslos!

5 Minuten vor Schluss trifft Traiskirchen die Querlatte, in der letzten Aktion macht jedoch der ASK Kottingbrunn durch einen wunderschönen Freistoß alles klar.  Somit endet dieses Spiel nicht nur mit 3 Punkten für den ehemaligen Zweitligisten (Saison 1997/98), sondern auch mit einem weiteren Kottingbrunner Walzer....