Freitag, 30. Mai 2025

SC Unterfrauenhaid - ASK Hirm

Unterfrauenhaid, Weinbergstadion
2. Klasse Mitte (Burgenland), 150 Zuschauer, 2:7

In der burgenländischen 2. Klasse Mitte treffen heute im Unterfrauenhaider Weinbergstadion der Tabellenführer Unterfrauenhaid und der Verfolger Hirm aufeinander. Beide halten 2 Runden vor Schluss bei 48 Punkten. Auch der Dritte, Stoob und der Vierte, Dörfl, liegen nur einen bzw. 2 Punkte dahinter. Für Spannung ist gesorgt im Mittelburgenland.

Gemeinsam mit Andi St erreiche ich 20 Minuten vor dem Anpfiff den Sportplatz. Zuvor wurden noch eine Kulturrunde in der 650 Einwohner zählenden Gemeinde absolviert. Was die Erste noch schaffen möchte, hat die Reserve bereits geschafft. Der Reserve-Meistertitel wird bei unserem Eintreffen gerade ausgiebig gefeiert. Auffällig sind aber auch die beiden am Sportplatz gehissten Fahnen. Es sind nicht etwa jene von Rapid, Austria oder Sturm, sondern die von St. Pauli und dem WAC. Das ist dann doch eher ungewöhnlich.

Um die restlichen Minuten bis zum Anpfiff sinnvoll zu überbrücken, geht es in die Kantine, um die besten Schnitzlsemmeln weit und breit zu verkosten. Und ja, da wird gehalten, was versprochen wird. Als Schiri Paukovits die beiden Mannschaften schließlich aufs Feld führt, wird vom hiesigen Jungend/Kinder-Fanclub ein Bengale gezündet. Da wird einem was geboten.

Die Herren am Feld brauchen ein wenig, bis sie ins Spiel finden. Dann sollte es jedoch Schlag auf Schlag gehen. Nachdem Marco Lohr einen Freistoß in der 20. Minute zum 1:0 versenkt, gelingen Hirm binnen 10 Minuten gleich 3 Treffer. In der 45. Minute bringt Huber die Hirmer sogar mit 4:1 in Front. 

Die 2. Halbzeit wird vom Nachwuchs-Fanclub mit einer weiteren Pyroeinlage eingeleitet. Nachdem Huber noch einmal für Hirm trifft, verkürzt Varga auf 2:5. Mit 2 Schnitzelsemmeln in der Hand lehnt sich Andi ganz weit aus dem Fenster: "I leg mi fest, des wird a 5:5!" 

Andi sollte nicht recht behalten, Thomas Paukovits beendet das Spiel nach 2 weiteren Treffern des ASK Hirm nämlich beim Stand von 2:7. Damit muss Hirm im kommenden Heimspiel nur noch den Matchball verwerten, um sich als Meister feiern lassen zu können. Trotz der Niederlage gibt es zum Abschluss noch einmal Rauch vom Fanclub. 






























Mittwoch, 28. Mai 2025

SK Tulbing - SV Stetten

Tulbing, Sportplatz
2. Klasse Donau, 105 Zuschauer, 2:0

Mein Plan, heute in Stuben ein Match der Burgenlandliga zu besuchen, konnte aufgrund des üblichen Verkehrs vor einem verlängerten Wochenende nicht umgesetzt werden. 5 Auffahrunfälle auf der A1 zwischen Melk und St. Pölten, eine Sperre der A2 bei Seebenstein sowie eine aufgrund von Verkehrsüberlastung verstopfte A3 sind des Schlechten zu viel.

Während ich in der Kolone auf der B1 nach St. Pölten unterwegs bin, finde ich beim Spielplancheck eine einziges Spiel, welches als Ersatz in Frage kommt. Es handelt sich um die Partie des SK Tulbing, der in der 2. Klasse um 20.00 Uhr in der 2. Klasse Donau den SV Stetten empfängt. Es geht zwar nur um die goldene Ananas, aber immerhin wirbt der SK auf seiner FB-Seite mit einem Kebap. 

Vor dem Anpfiff gibt es eine Ehrung für den Tulbinger Andreas Vrtis samt seiner Partnerin anlässlich der Geburt ihres Sohnes. Der Platzsprecher meint gutgelaunt: "Diesmal hat er woanders eingenetzt!" Ein Schelm, der Herr Platzsprecher. Kurz darauf führt Schiri Mihajlovic die Akteure mit leichter Verspätung aufs Feld. Vrtis nimmt vorerst auf der Bank Platz.

Der Tabellenfünfte Tulbing erwischt einen Start nach Maß: Nach einem Abwehrfehler erzielt Maximilian Lepic in der 5. Minute das 1:0. Nachzügler Stetten kommt erst Mitte der 1. Halbzeit im Spiel an, da vergibt man dafür gleich einen Hunderter. In der Folge scheitern beide Mannschaften mehrmals an den Torhütern, womit es bei 1:0 in die Pause geht. Der Platzsprecher resümiert: "Da waren viele Chancen auf beide Seiten, es bleibt spannend!"

Nach seiner Durchsage jagt er das Lied "Ich bin ein Döner" durch die Anlage. Kein Wunder, dass nun etliche Besucher zur Kantine eilen, um sich einen Kebap zu holen. Auch ich bin dabei. Diese nicht alltägliche Sportplatzspeise mundet übrigens hervorragend. In der 57. Minute kassiert Daniel Köpf wegen "unsportlichem Verhalten" die Gelb-Rote. Stetten hat jedoch auch mit einem Mann mehr am Platz nicht die richtigen Mittel, um die Partie zu drehen.

Im Gegenteil, in der  90. Minute entscheidet ausgerechnet der kurz zuvor eingewechselte Jungpapa Andreas Vrtis mit seinem Tor zum 2:0 die Partie für den SKT. Das ist doch eine schöne Geschichte.