Pfaffenhofen, Städtisches Stadion
Relegation Bayernliga (D), 1.098 Zuschauer, 2:1
Nach dem Relegationsspiel in Ergolding geht es nach Pfaffenhofen, wo der Landesligist FSV Pfaffenhofen in der Relegation auf den FC Coburg trifft, der die Bayernliga Nord am 16. Platz abschloss. Die Strecke von Ergolding nach Pfaffenhofen ist ein Genuss für einen Bierfreund. Schließlich führt sie durch die Hallertau, das größte Hopfenanbaugebiet Deutschlands.
Da man beim Anblick der zahlreichen Hopfenfelder durstig wird, mache ich einen Abstecher zur Klosterbrauerei Scheyern. Dort verkoste ich im Biergarten ein Klosterbier Dunkel. Als Beilage gibt es bayerischen Wurstsalat. Und das nachdem ich wenige Stunden zuvor bei meinem üppigen Hotelfrühstück unter anderem eine Weißwurst verzehrte. Der Ausflug ist nicht in fußballtechnisch qualitativ hochwertig.
Anschließend geht es in die Kreisstadt Pfaffenhofen, in der fast 30.000 Menschen leben. Da es dort mit dem Müllerbräu auch eine eigene Brauerei gibt, bin ich quasi gezwungen, eine weitere Bierverkostung durchzuführen. Ich entscheide mich für das Weiße, das bei Sonnenschein mit Blick auf das Rathaus ausgezeichnet mundet.
Danach geht es zum Städtischen Stadion, in dem sich heute 1.098 Besucher einfinden. Da damit die Kapazität mehr oder weniger erschöpft ist, informiert der Stadionsprecher: "Die Hütte ist rappelvoll, bitte rückt zusammen." Im Zuge der Durchsage der Mannschaftsaufstellungen bezeichnet er den FC Coburg als Fohrstuhlmonnschoft! Man darf gespannt sein, ob der Aufzug 2026 wieder nach unten geht.
Die Anfangsphase ist sehr zerfahren. Aufgrund vieler Unterbrechungen kommt kein Spielfluss zustande. Pfaffenhofen ist leicht überlegen, doch Coburgs Defensive lässt kaum Chancen zu. Daher geht es torlos in die Pause. Zur Stärkung gibt es die für Bayern typische Lebakassemmel, die auch hier mit Essiggurkerl aufgepeppt wird.
Die 2. Halbzeit sollte dann deutlich attraktiver werden. Das liegt vor allem am Führungstreffer Pfaffenhofens' durch Kuchlbauer in der 47. Minute. Es folgt eine Coburger Corner-Serie, die jedoch ohne Erfolg bleibt. Ich komme mit einem Coburger Fotografen ins Gespräch. Er erzählt mir, dass drei seiner Jungs im Kader Coburgs stehen und dass aufgrund der weiten Entfernung maximal 30 Besucher aus Coburg heute mit dabei sind. An einem Wochentag ist das halt sehr schwierig.
In der 67. Minute erhöht Jonas Redl per Kopf auf 2:0. Pfaffenhofen hat alles im Griff, bis in der 2. Minute der 4-minütigen Nachspielzeit Norik Höhn den Anschlusstreffer nach einer Standardsituation erzielt. Der ältere Herr neben mir kommentiert dies mit den Worten: "A so a depppates Tor!"
Nach dem Abpfiff wirken die Sieger geknickter wie die Mannschaft, die heute verloren hat. Wie auch immer, für Spannung im Rückspiel ist gesorgt.






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