Dienstag, 14. Juli 2026

DJK Eintracht Passau - TSV Kößlarn

Passau, Sportanlage an der Veste Oberhaus
Totopokal Niederbayern Ost, 30 Zuschauer, 3:7

Eigentlich wäre heute der VfB Passau Grubweg im Kreispokal Niederbayern Ost auf meiner Agenda gestanden. Da jedoch der Hopperkollege Andi St. schon am Grubweg zugegen war, switchen wir zur DJK Eintracht aus Passau. Zuschauertechnisch hat sich dieser Wechsel nicht gelohnt, aber die Tatsache, dass die erst vor kurzem sanierte Sportanlage an der Veste Oberhaus liegt, gleicht das mehr als nur aus.

Quasi ums Eck liegt nämlich die im Jahr 1219 erbaute Veste, die zu den größten und am besten erhaltenen Burganlagen Europas zählt. Außerdem befindet sich keine 3 Gehminuten vom Sportplatz entfernt der beste Aussichtspunkt von ganz Passau. Besser könnte ein Rahmenprogramm kaum sein.

Bei diesem empfängt die Eintracht in der 2. Runde des Totopokals Niederbayern Ost den TSV Kößlarn aus dem Südwesten des Landkreises Passau. Die Gäste gelten als Favoriten, schließlich spielen sie in der Kreisklasse, während die Gastgeber eine Klasse darunter in der A-Klasse um Punkte kämpfen.

Vor dem Anpfiff kommen wir dank Andi mit dem Kassier ins Gespräch. Als dieser erwähnt, dass er aus Ungarn stammt, wirft ihm Andi das Wort "Ferencváros?" entgegen. Der Herr antwortet genauso schnell mit "Ujpest!" Als ich ihm sage, dass er dann aber die falschen Farben trägt, erwidert er: "Ja, die zu Hause fragen mich eh immer, wie ich so etwas anziehen kann." 

Wir bekommen von ihm aber auch die Info, dass der Rasen auf der Anlage bundealigatauglich ist und es heute keine Speisen, dafür aber Bier der Löwenbrauerei Passau gibt. Andi meint resignierend: "Gut, das wird dann ein Müsliriegel!" 

Das Spiel beginnt mit einer Trauerminute. Da es keinen Platzsprecher gibt, erfahren wir nicht, für wen hier und heute getrauert wird. Wie auch immer, die Gäste erwischen einen Start nach Maß, Holzapfel trifft schon in der 3. Minute zum 0:1. Den Gastgebern ist das Bemühen nicht abzusprechen, die Gäste sind jedoch klar überlegen. Umso ärgerlicher ist es, dass das 0:2 aus einem groben Abwehrfehler resultiert.

Mitte der 1. Halbzeit geht eine Dame bei uns vorbei. Andi ist sich sicher: "Des is a Rumänin!" Meine Frage, wie er darauf kommt, beantwortet er wie folgt: "De Hoor, Ihr Gehabe und de Schuach!" Tja, wenn es einer wissen muss … Andi ist heute überhaupt in Topform, die nächste kuriose Meldung folgt nämlich schon kurz darauf: "Die Tribüne erinnert mi on an Busbahnhof!"

Der Pausenstand lautet 0:5. Nach dem 6. Tor in der 55. Minute wechseln die Gäste mehrere Spieler aus. Es dürfte sich dabei um die Leistungsträger gehandelt haben, denn plötzlich übernehmen die Hausherren das Kommando. Binnen 11 Minuten verkürzt die Eintracht auf 3:6. Nach dem 3. Eintracht-Treffer plärrt Goalie "Haschi" Hilal: "Wir holen den Sieg!" 

Trotz der kurzzeitigen Euphorie sollte das nicht passieren, für das nächste und zugleich letzte Tor ist wieder Kößlarn zuständig, womit diese kurzweilige Partie mit 3:7 endet.  Die drei Damen, die sich während der Partie mehrmals von unserem ungarischen Freund ein "Letschnbräu" geholt haben, kreischen unmittelbar nach dem Abpfiff derart schrill, als hätte Kößlarn gerade den Pokal geholt. Während dies bei Kößlarn tatsächlich noch im Bereich des Möglichen ist, kann sich die Eintracht nun voll und ganz auf die in Kürze beginnende Meisterschaft konzentrieren.





























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