Freitag, 12. September 2025

SU St. Georgen/Leys - SU St. Anton/Jeßnitz

Sankt Georgen/Leys, Karl Hueber Platz
Mostviertler Fußball Liga, 75 Zuschauer, 2:1

Obwohl ich selbst als Most4tler jahrelang in einem Hobbyverein kickte, schaffte ich es bis dato nicht, ein Spiel der Mostviertler Hobbyliga, die seit heuer auf auf den Namen Mostviertler Fußball Liga hört, zu besuchen. Das sollte sich heute bei der Sportunion St. Georgen an der Leys ändern. Die empfangen in der Liga 2 der MFL ihre Kollegen aus St. Anton/Jeßnitz. Die Hälfte meiner Anfahrtsstrecke, nämlich ab St. Leonhard, bin ich mit Philipp unterwegs. 

Der Sportanlage in St. Georgen wurde vor 3 Wochen im Zuge der Einweihung der neuen Tribüne in Karl Hueber Platz umbenannt. Wir hätten also kaum einen besseren Zeitpunkt für einen Matchbesuch erwischen können Mit 75 handgezählten Besuchern füllt sich der Platz heute ganz ordentlich. Mit dabei sind auch die Blue Boys, die mit Trommel und Fahne brav supporten. Außerdem lassen auch wiederholt Mini-Raketen aufsteigen.

Beide Mannschaften halten bei 3 Punkten, wobei die Hausherren bereits 2 Partien absolviert haben, während St. Anton den Dreier in einem Spiel geschafft hat. Die Gastgeber versuchen gleich ihre Brindlpower auf den Rasen zu bringen. Das gelingt auch gar nicht schlecht, aber ein Torerfolg ist den Hausherren vorerst nicht vergönnt.

Damit werden auf der sehenswerten Anlage bei 0:0 die Seiten gewechselt. Stärkung gibt es in Form einer warmen Leberkässemmel. Philipp entdeckt einen Getränkeautomaten. Beim Anblick meint er: "Das ist der schlechteste Bierautomat den ich je gesehen hab! Da ist nämlich gar kein Bier drinnen!" Dieser Philipp!

Unmittelbar nach Wiederbeginn bringt Alfred Kalkus St. Georgen verdient mit 1:0 in Führung. Die Hausherren bleiben dran und treffen in der 65. Minute durch Günther Sturmlehner erneut. Da die Schlachtenbummler aus St. Anton wohl nicht mehr an ein Comeback glauben, wird um die 75. Minute herum ein Bengalo gezündet. Zeitgleich jagen die Blue Boys wieder Raketen in die Luft. Was für eine Atmosphäre in der Hobbyliga.

Möglicherweise ist der Bengalo ein Mitgrund, warum St. Anton in der 80. Minute den Anschlusstreffer erzielt. Die Schlussoffensive St. Antons' bleibt jedoch unbelohnt, wodurch St. Georgen mit einem knappen 2:1-Erfolg den Karl Hueber Platz verlässt. Der Bediener der Anzeigetafel dürfte zuvor seinen Dienst eingestellt haben, der Anschlusstreffer von St. Anton wurde von ihm nämlich ignoriert. Dabei kommt es nicht überraschend, dass nach 2 Toren schon Schluss ist. Der Ortsteil, in dem wir uns befinden, heißt schließlich Drei Tör. Nomen est omen




























Mittwoch, 10. September 2025

FC Nádszeg - Slovan Bratislava

Trstice, Futbalové ihrisko
Slovenský pohár, 1.946 Zuschauer, 2:4

Zwischen Dunajská Streda und Galanta liegt die Gemeinde Trstice (slowakisch) bzw. Nádszeg (ungarisch). Der hiesige Fußballverein hörte bis zur Saison 2024/25 auf den Namen TJ Družstevník Trstice, seitdem nennt er sich FC Nádszeg. In der 2. Runde des Slowakischen Cups zog man mit Slovan Bratislava ein großes Los. Auf der Facebook-Seite schreibt man sogar vom Jahrhundertspiel.

Trotz nicht allzu toller Wetterprognosen verzichten Brucki und meine Wenigkeit nicht auf dieses, zumindest für Trstice/Nádszeg, historische Ereignis. Beim Betreten des Stadions stellen wir fest, dass man vor Ort ebenfalls mit dem Wetterfrosch Rücksprache hielt. Um die zahlreichen Besucher nicht im Regen stehen zu lassen, wurden rund um das Spielfeld Zelte aufgestellt. Vorbildlich!

Unter einem dieser Zelte beobachten auch wir die 1. Hälfte, in welcher der Fünftligist einen tolle Performance abliefert. Nachdem der 77fache Nationalspieler Vladimir Weiss beim Versuch eine Ecke für Slovan auszuführen, auf seinem Allerwertesten landet, schließt Lohan Sevastian Romana Torres den folgenden Konter erfolgreich zum 1:0 ab. Was fur ein Tor - und was für ein Name!

Da Slovan noch immer nicht den Ernst der Lage erkannt hat, erhöht der Außenseiter in Minute 30 sogar auf 2:0. Darüber freut sich auch der Besucher in unserer Nähe, der jede Ballberührung Slovans' mit einem lauten Buuuuhh begleitet. Brucki nennte den Herren in der Folge übrigens Buhmann!

Nicht nur der Buhmann ist wohl schon gedanklich in der Halbzeitpause, als Slovan in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit gleich doppelt trifft - und damit doch noch ein Remis in die Pause rettet. Der Buhmann für das hiesige Publikum ist nun der Schiri. Hätte er keine Nachspielzeit gegeben, würde es nun schließlich 2:0 stehen...

Wie man es erwarten konnte, kann der Favorit in der 2. Halbzeit zulegen. Nach Treffern in der 52. und 55. Minute ist der Glaube an die Sensation bei Nádszeg verflogen. Slovan hält den 2-Tore-Vorsprung bis zum Abpfiff und zieht damit standesgemäß in die 3. Runde ein. Der FC Nádszeg hat sich in seinem Jahrhundertspiel teuer verkauft und durfte kurzfristig sogar an der Sensation schnuppern.

Da der Regen im Laufe des Spiel zum Starkregen mutierte, verzichten wir auf eine Kulturrunde und lassen uns stattdessen in einem Bierbeisl in Dunajská Streda nieder. Dort greife ich - dem Wetter entsprechend - zum Drink & Swim der Pivovar Zichovec, während Brucki einen Seemann bestellt.