Leibnitz, Hubert Vamlek Sportanlage
Oberliga Mitte West (Stmk.), 150 Zuschauer, 3:3
An sich passt die Partie Leibnitz gegen Frohnleiten nicht in mein Anforderungsprofil. Doch die Ansetzung um 10:00 Uhr am Ostersamstag gleicht einem Angebot, das man nicht ablehnen kann. Vor allem, wenn man am Vortag im nicht weit entfernten Lannach ein Spiel besucht hat. Als Brucki mir dann später auch noch via WhatsApp mitteilt, dass es ja auch Nord-Süd-Derbys gibt, sind auch meine letzten Zweifel ausgeräumt.
Somit geht es frühmorgens ins Zentrum der Steirischen Weinstraße. Der Kassier meint mit einer entschuldigenden Geste: „So viel wird heute nicht los sein – 10 Uhr am Ostersamstag!” Mit 150 Personen sollte sich die nach der Vereinslegende Hubert Vamlek benannte Sportanlage beim "Süd-Nord-Derby" allerdings doch zufriedenstellend füllen.
Der 1. FC Leibnitz ist 2021 aus der Fusion des AC Linden Leibnitz und des SV Kaindorf/Sulm entstanden. Während die „Erste” überwiegend auf der Anlage im Stadtteil Linden ihre Heimspiele bestreitet, spielen die Damen in Kaindorf. Bei der heutigen Partie handelt es sich um ein Mittelfeldduell der Oberliga Mitte West. Der Achte empfängt den Neunten.
Während auf der Straße hinter der Anlage die „Ratschnbuam” ihre Arbeit verrichten, wird die Partie vom gut gelaunten Schiri Riedel angepfiffen. Auch die Gäste aus Frohnleiten sind gut gelaunt, sie sind nämlich zu Beginn die klar bessere Elf. Dank der Treffer von Vucic und Grigic führen sie nach 35 Minuten mit 2:0. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff kommt Leibnitz dank des Anschlusstreffers von Wruss allerdings zurück in die Partie.
Die 2. Halbzeit verläuft dem Tabellenstand entsprechend ausgeglichen. Dennoch sind die älteren Herren neben mir offensichtlich nicht ganz zufrieden mit der Leistung der Leibnitzer: "Oida wos isn los? De spüln jo ned zsomm! Des is jo koa Monnschoft!" Diese Meldungen vernehme ich in der 67. Minute, 6 Minuten später trifft Zoisl per Elfmeter zum Ausgleich.
Damit geben sich die Gastgeber nicht zufrieden. Sie wollen mehr – und bekommen auch mehr: den 3:2-Treffer durch Lukas Kleier in der 86. Minute. Unmittelbar zuvor musste ein Spieler von Frohnleiten dank „Gelb-Rot“ vorzeitig vom Platz. Der Platzsprecher ist begeistert: „Es geht hier Schlag auf Schlag am Ostersamstag!”
Die dezimierten Gäste geben jedoch nicht auf und erhalten in der 89. Minute ebenfalls einen Strafstoß zugesprochen. Rainer verwandelt diesen zum Endstand von 3:3. Sechs Eier am Ostersamstag – was will man mehr!?
Da bis zu meinem zweiten Spiel noch ausreichend Zeit übrig ist, gibt es nicht nur eine Kulturrunde durch die Bezirkshauptstadt, sondern auch einen Einkauf steirischer Bierschmankerl aus Leutschach und aus Wagna. Das Zentrum der Steirischen Weinstraße möge mir das verzeihen...





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