Oberdiendorf, Sportanlage
Bezirksliga Niederbayern Ost (D), 120 Zuschauer, 1:2
Englische Woche in der bayerischen Bezirksliga! Ein Angebot, dass ich gerne annehme. Damit geht es für Andi und mich heute in die zu Hauzenberg gehörende Ortschaft Oberdiendorf. Dort empfängt auf der hiesigen Sportanlage der TSV DJK Oberdiendorf den TSV Grafenau. Der Achte trifft auf den Neunten. Mehr Mittelfeldduell geht in einer Sechzehnerliga nicht.
Vor 120 Zuschauern sind die Gäste auf der hübschen Anlage von Beginn an die bessere Elf. Nachdem Grafenau im Minutentakt gefährlich vor dem Deandorfer Tor auftauchen, plärrt ein Besucher erbost: "Wos is heid los, Huanskruzifix!"
Typisch Fußball: In der 14. Minute kommen die Gastgeber zu ihrem 1. Abschluss. Der Schuss von Fabian Schwarz landet auch gleich im Tor. Die Gäste wirken nicht geschockt und spielen weiterhin munter nach vorne. Allerdings werden sämtliche Torgelegenheiten vorerst vergeben, sodass Oberdiendorf bei einem Torschussverhältnis von 2:10 mit einer 1:0-Führung in die Pause geht.
In dieser stärken wir uns mit einer Schnitzelsemmel, die mit Zwiebeln und einer Currysauce serviert wird. Sehr artig! In der 51. Minute gelingt Abrham der überfällige Ausgleich. Der Fanclub der Gäste jubelt mit dem Chant "Stodbärn A U, A U, Stodbärn A U, A U". Einige Burschen aus Oberdiendorf kontern mit "Auf geht's Deandorf, Auf geht's"
Das hilft alles nichts, die Stodbärn bleiben nämlich dominant, Raml trifft in der 70. Minute zur erstmaligen Führung. In der 89. Minute sind sich auch die Jungs aus Deandorf sicher: "Des is scho valurn!"
Da Schri Scheungrab scheinbar Freude mit dem Spiel hat, werden die Herrschaften des Grafenauer Fanclubs nervös. Ich vernehme Rufe wie "Finsta wirds!" und "Wos hostn du für an Wecka?"
Am Ende der ewigen Nachspielzeit macht Benedikt Wurm mit dem 3. Tor für Grafenau alles klar. Das ist schlecht für mich, da die Anzeigetafel nach diesem Treffer nicht aktualisiert, sondern gleich abgeschaltet wird. Um dennoch einen perfekten Abschluss zu haben geht es nach dem Spiel zum in Hauzenberg ansässigen Apostelbräu, um mir einen Sixpack mit nach Hause nehmen.









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