Freitag, 3. April 2026

SV Lannach - SV Dobl

Lannach, Sportplatz
Unterliga West (Steiermark), 350 Zuschauer, 2:1

Meine Wahl für den heutigen Karfreitag fällt auf das Derby zwischen Lannach und Dobl. Diese beiden Mannschaften treffen in der steirischen Unterliga West aufeinander. Während meiner Anfahrt über den Zellerrain sah ich Winterlandschaft, doch in Lannach, das auch als „Tor zur Weststeiermark” bezeichnet wird, riecht es schon nach Fühling.

Wie immer beginne ich mit einer Kulturrunde an meinem Zielort, die mich unter anderem zur Steinhalle und zum Schloss führt. Anschließend geht es zur Sportanlage, die 2012 umfangreich saniert wurde. Da Lannach und Dobl nur 5 Kilometer voneinander entfernt sind, ist es nicht überraschend, dass heute 350 Besucher dabei sind. Diese befinden sich zu 98 % auf der Haupttribüne.

Die Gastgeber, die sich im Mittefeld der Tabelle befinden, erwischen beinahe einen Traumstart. Nach 50 Sekunden wird ein Stanglpass knapp neben das Tor geschoben. Das war es aber vorerst mit der Lannacher Herrlichkeit.  Der SV Dobl, Vorletzter der Unterliga West, kommt in der Folge sehr gut ins Spiel und ist über weite Strecken der ersten Halbzeit sogar leicht überlegen.

In der 39. Minute werden die Dobler Bemühungen mit dem Führungstreffer durch einen direkt verwandelten Freistoß von Mottnik belohnt. Die Freude währt nur kurz, Lannach gleicht unmittelbar nach dem Anstoß zum 1:1 aus. Michael Pressl lässt sich feiern. Kurz darauf geht es in die Pause. Die Gäste werden von einem Anhänger mit "Gemma Dobbla!" motiviert.

Die 2. Halbzeit verläuft völlig ausgeglichen. Da große Torchancen Fehlanzeige sind, findet der Platzsprecher sogar Zeit via Mikro "nach einem blauen Kapperl" zu suchen. Die Schlussphase entschädigt jedoch für so manchen Leerlauf in Halbzeit 2. Zunächst stellt Daniel Schmölzer in Minute 88 auf 2:1, doch in der Nachspielzeit hat Dobl aus einem Strafstoß die große Ausgleichschance. Der Elfmeter landet jedoch an der Stange. Der Ball ist kurz darauf doch im Tor, doch der Treffer wird wegen einer Abseitsstellung aberkannt.

Somit bleibt es beim knappen Heimsieg Lannachs. Das ist für die abstiegsgefährdeten Gäste äußerst bitter, für mich aber gut, da ich nun noch in den Genuss von schwarz-grünem Rauch komme. Beim Verlassen der Sportanlage meint ein Anhänger aus Dobl frustriert: "Und wieda homma gführt - und wieda homma valurn!"



































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