Donnerstag, 23. Juli 2026

FC Santa Coloma - SK Rapid

Andorra la Vella, Estadi Nacional
UEFA Conference League-Quali, 627 Zuschauer, 1:3   

Wie im letzten Jahr "darf" Rapid auch heuer schon in der 2. Qualifikationsrunde zur Conference League die hoffentlich noch lange andauernde Reise durch Europa beginnen. Während im Vorjahr der FK Dečić Tuzi aus Montenegro der Gegner der Hütteldorfer in dieser Runde war, trifft man dieses Jahr mit dem FC Santa Coloma erstmals in der Clubgeschichte auf ein Team aus Andorra. 

Nach dem Frühstück in unserer Unterkunft in Olot bringe ich unsere Reisegruppe auf teils abenteuerlichen Straßen quer durch die Pyrenäen in den Zwergstaat, in dem ich 2023 bereits  angeschrieben habe. Dort werden wir vor allem von der Temperatur überrascht: 35 Grad Celsius sind nicht das, was man sich in einer Höhe von knapp über 1.000 Metern erwartet.

Dennoch ziehen wir die von Brucki geplante Kulturrunde durch die Hauptstadt Andorra La Vella, durch. Diese endet in einem Lokal, in dem uns zu gutem Essen frisch gezapftes andorranisches Craft-Bier serviert wird. Man muss sich schließlich für seine Mühen belohnen.

Um 19.00 Uhr empfängt der erfolgreichste Verein Andorras, der FC Santa Coloma den SK Rapid. Gespielt wird im 2014 eröffneten Estadi Nacional. Eigentlich werden sämtliche Länder- und Europacupspiele andorranischer Mannschaften im erst vor einem Jahr eröffneten Estadi de la FAF ausgetragen. Da dort gerade der Rasen saniert wird, weicht man eben ins "alte" Nationalstadion aus. Dort treffe ich auf bekannte Gesichter wie Reblaus Josef oder den Kollegen Luki, der in Andorra seinen 4. Länderpunkt einfährt.

Vor 627 Zuschauern, darunter 350 mitgereiste Rapid-Fans, sind die Grün-Weißen von Beginn an die bessere Mannschaft. Mitte der 1. Halbzeit schläft die Partie jedoch mehr oder weniger ein, sodass es mit einem enttäuschenden 0:0 in diesem kleinen, aber feinem Stadion, in die Pause geht.

Die 2. Halbzeit beginnt gut für Grün-Weiß: In der 50. Minute köpft Raux-Yao nach einem Demir-Corner die Rapidler in Führung. Doch schon kurz darauf enteilt Pedja Muñoz der Abwehr und gleicht zum Entsetzen der Gästefans aus. Rapid ist davon jedoch nicht geschockt, Yusuf Demir lässt 2 Minuten sein Talent aufblitzen und bringt Rapid nach schönem Doppelpass mit Seidl abermals in Führung.

Eine Minute vor dem Abpfiff braucht Haidara eine Dahl-Vorlage nur noch ins leere Tor zu schieben. Damit schafft sich Rapid eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel in der kommenden Woche. Nach einer Nacht in einer soliden Unterkunft in Stadionnähe geht es am nächsten Morgen retour nach Barcelona, um rechtzeitig unseren Heimflug nach Bratislava zu erreichen.




























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