Samstag, 14. Juni 2025

SV Hundsheim - ATSV Fischamend

Hundsheim, Sportplatz
2. Klasse Ost, 900 Zuschauer, 1:1

Am Hundsheimer Sportplatz steigt am letzten Spieltag der 2. Klasse Ost der Showdown. Der Tabellenführer Hundsheim empfängt mit dem ATSV Fischamend den unmittelbaren Verfolger. 2 Punkte trennen die beiden Teams. Besser könnte die Ausgangslage nicht sein. Es verwundert daher nicht, dass man an der 1000-Zuschauer-Marke kratzt. Hundsheim hat übrigens 668 Einwohner.

Mit dabei ist auch die mit 2 Transparenten, Doppelhaltern und einigen Fahnen ausgerüstete Szene Fischamend. Vielleicht ist auch das ein Mitgrund, dass der Platzsprecher die Besucher bittet, "die untersten Kraftausdrücke zu unterlassen - bei diesem garantiert spannenden Spiel!" Den beiden Teams ist die Wichtigkeit der Partie anzukennen. Man verzichtet auf das letzte Risiko, während der gesamten 1. Halbzeit zähle ich 2 Halbchancen.

Nachdem wir uns in der Pause mit einer Wienerwurst-Semmel stärken ("Da Lebakas is scho aus!") kann es auch schon wieder weitergehen. Wenig überraschend agiert Fischamend in der 2. Halbzeit offensiver. Die Belohnung folgt in der 61. Minute, in der El Khouli nach einem Freistoß aus kurzer Distanz einnetzt. Ein Hundsheimer Anhänger ist sichtlich angefressen: "Do passiert de gonze Zeit nix - und donn kriagst a deppates Tor!"

Jetzt muss auch Hundsheim etwas fürs Spiel tun, was vorerst jedoch nur bedingt funktioniert. In der 78. Minute wird jedoch ein Hundsheimer im Strafraum gefoult. Ankhelyi behält die Nerven und haut den Ball vom Punkt in die Maschen. Der Herr neben mir meint: "Jetzt fongt's wieda bei 0:0 on!" Natürlich hat er damit nicht recht.

Fischamend wirkt nach dem Ausgleich geschockt und kann nicht mehr zusetzen. Der ehemaliger Regionalligist Hundsheim verteidigt das 1:1 erfolgreich und kürt sich damit zum Meister der 2. Klasse Ost. Während die Hundsheimer ihren Titel ausgelassen feiere, wird auch der ATSV von der Szene mit Applaus und Sprechchören verabschiedet.


































Freitag, 13. Juni 2025

SG Ulrichskirchen - USV Leitzersdorf

Ulrichskirchen, Sportplatz
Play-off (NÖ), 491 Zuschauer, 3:1 n.V., 4:5 i.E.

Der USV Leitzersdorf und die SG Ulrichskirchen kämpfen in Hin- und Rückspiel um einen Aufstieg in die 1. Klasse. Es ist das einzige Relegationsduell in Niederösterreich. Leitzersdorf konnte als Tabellenzweiter der 2. Klasse Donau das Hinspiel gegen den Zweiten der 2. Klasse Weinviertel mit 2:0 für sich entscheiden. Vor der tollen Kulisse von 491 Besuchern versucht Ulrichskirchen am heimischen Sportplatz dieses Duell noch zu drehen.

Beim Anblick der Leitzersdorfer Dressen verliert ein Besucher gleich wieder die Hoffnung: "Mia spün gegens Weisse Ballett, do homma ka Chance!" Die Rot-Blauen lassen sich davon jedoch wenig beeindrucken, James Millner trifft in der 16. Minute zum 1:0. Ein älterer Herr mit Fanshirt erklärt, "dass ma vor etliche Johr in da Gebietsliga scho gegen Leitzaschdorf gspüd hom!" 

Kurz vor der Pause gelingt es Ulrichskirchen, die Serie (vorerst) tatsächlich zu drehen: Durch Treffer von Libiseller und noch einmal Millner führt die Sportgemeinschaft plötzlich mit 3:0.  In der Halbzeit geht es zum Buffet, wo ich eine Käsekrainerlangos wähle. Exquisit! Ein junger Bursche hinter mir entscheidet sich für eine Schnitzelsemmel. Nachdem er die resolute Buffetdame fragt, ob er auch Mayo haben kann, meint diese nur "Mayo? Mir san jo ned in Hollond!"

 In der 62. Minute stellt Fasching mit seinem Tor zum 1:3 das Duell wieder auf Unentschieden. Gegen Ende des Spiel riskieren die beiden Teams wenig, womit es in die Verlängerung geht. Auch in dieser sehen die Besucher keine Tore, dafür aber gleich 2 Rote Karten für Leitzersdorf. Eine davon gilt dem Coach. Im an Spannung nicht zu überbietenden Elfmeterschießen behält das Weiße Ballett aus Leitzersdorf mit 5:4 die Oberhand. Während die Gäste mit ihren Fans enthusiastisch den Aufstieg feiern, wird auch die Elf von Ulrichskirchen mit Pyro und Applaus verabschiedet.