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Samstag, 17. Juni 2017

SVU Liebenau - SV Kumberg

Graz, Sportplatz Liebenau
Relegation (Stmk.), 450 Zuschauer, 1:0


Nach dem klaren Erfolg von Semriach in Seiersberg sollte es im 2. Relegationsspiel des Tages spannder zugehen. Das Hinspiel zwischen Kumberg und Liebenau am Mittwoch endete torlos. Hier und heute in Graz-Liebenau ist also noch alles offen im Duell Unterliga (Liebenau) - Gebietsliga (Kumberg).

Flaum gibt uns schon nach ein paar Spielminuten ein 1. Feedback: "Eine flotte Partie, do geht's hin und her! Aber der Platz ist winzig!" In dem hart umkämpften Spiel gibt es Torchancen auf beiden Seiten, doch wie schon im Hinspiel bringt keiner die Kugel über die Torlinie. Auch nach 3 Halbzeiten steht es noch immer 0:0.

Zeit die Nerven beim Grillstand zu beruhigen. Flaum ist von der Preisgestaltung wenig angetan: "Na! 3,70 für a Bratwurst zahl ich ned" Sagt's und kauft sich ein Puntigamer um 3,20 :-). Der Großteil der 2. Halbzeit wird von Philipp und mir gemütlich auf der Wiese hinter dem Tor beobachtet. Als wir schon eine Verlängerung befürchten, erzielt Liebenau durch einen Joker in der 78. Minute das erlösende 1:0. Natürlich wirft Kumberg nun alles nach vor, doch die Angriffsbemühungen bekommen in der 85. Minute "dank" einer Gelb-Rote Karte einen herben Dämpfer.

Wir befinden uns in der Zwischenzeit mitten unter den mitfiebernden Fans. Nicht jeder ist mit den Relegations-bzw. Fußballregeln vertraut, wie zB eine ältere Dame, die folgendes einwirft: "Bei 1:0 gibt's a a Verlängerung, oda?" Die Nerven liegen auch bei einer jungen Dame hinter uns ziemlich blank. Zwischen der 90. und 95. Minute hören wir ununterbrochen "Oooopfeeiffen Schiri!" "Jetzt pfeeeiiiff amoi oooo!" oder auch "Schiri! Jetzt pfeeeiiiff endlich ooooo". Na, zumindest sind es 3 unterschiedliche Varianten!

Nachdem der Schiri endlich ooooopfeeiiiift folgen Jubelszenen der Hausherren. Kumberg ist am Boden zerstört oder zumindest enttäuscht, einer der Gästespieler lässt seine Wut auf seinen Kontrahenten gleich neben der Jubeltraube aus: "Wos wüll er denn, der Scheiss Grazer?" Nicht schön, aber in diesem Augenblick irgendwie nachvollziehbar! Den Herren aus Liebenau ist das egal - die feiern jetzt! Begeistert ist auch Herr Flaum: "Das war großes Tennis, meine Herren" Damit wäre wohl alles gesagt...



































Montag, 18. April 2022

Union Unterweißenbach - Union Pierbach/Rechberg

Liebenau, Sportplatz
2. Nord-Mitte (OÖ), 150 Zuschauer, 1:1

Da am Unterweißenbacher Sportplatz gerade das Vereinsgebäude modernisiert wird, trägt die Union UWB einige Heimspiele im 15 Kilometer entfernten Liebenau aus. Die Union Liebenau selbst ist Teil der SPG Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau. Die spielt abwechselnd in Weitersfelden und Kaltenberg, in Liebenau ging in den letzten 3 Jahren ein einziges Freundschaftsspiel über die Bühne. Daher scheint ein Besuch mit Unterweißenbach nicht falsch zu sein.

An dieser Stelle besten Dank für diese Info sowohl an Phlipp als auch an Onkel Andy, der so nett war, dies dem gemeinen Volk via ASB mitzuteilen. Heute empfangen die Unterweißenbacher im Exil die Union Pierbach/Rechberg, im dazugehörigen Facebook-Eintrag wird von einem Derby gesprochen. Umso besser. 150 Zuschauer sind dann auch mehr als von mir erwartet. Auch das Wetter ist schließlich alles andere als einladend. Kein Wunder, dass der Kassier eine Dame mit den Worten: "Heit brauchst oba a Haubn!" ermahnt. Hinter einem Tor liegt sogar noch ein wenig Schnee. Wir haben Mitte April.

Die Union UWB, die in der Tabelle 8 Punkte hinter Pierbach/Rechberg liegt, startet druckvoll in ihr "Heimspiel". Der Führungstreffer in der 27. Minute ist verdient. Mein Nachbar hadert trotz des flotten Spiels noch immer mit dem Wetter: "Wonn i gwußt hätt, dass so koid is, war i daham bliebn! Oba jetzt bin i scho do!" Kurz vor der Pause gleichen die Gäste zum 1:1 aus.

Während ich im Partyzelt den letzten Käsleberkäse abstaube, beschließt eine Dame folgendes: "I geh jetzt hoam und leg mi in de hoasse Bodewonna!" Was man hier im Partyzelt nicht alles erfährt. Apropos Party: Ein Lob an die Liebenauer Biervierfalt, man kann hier zwischen Kaiser, Zipfer und Freistädter wählen. Bravo.

Nach der Pause zollen die Kicker dem hohen Tempo in der 1. Halbzeit Tribut. Die Torchancen werden rarer, die größte vereitelt der UWB-Goalie, der einen Schuss an die Stange lenkt. Für den letzten Aufreger sorgt Schiri Aliu, indem er den Gästecoach 2x Gelb zeigt, um unmittelbar darauf die Partie abzupfeifen.

Nach einer kurzen Kulturrunde durch Liebenau samt der Skipiste geht es bei der Heimfahrt auch noch zur Unterweißenbacher Sportplatzbaustelle.