Samstag, 14. Oktober 2023

SK Dobrá Voda - TJ Lomnice nad Lužnicí

Dobrá Voda u ČB, Fotbalový stadion 
I.B třída mužů - sk."D" Jihočeský kraj (Tschechien), 120 Zuschauer, 5:2


Auf meiner Liste finde ich heute eine außergewöhnlich große Anzahl an Derbys. Die Wahl fällt auf Königswiesen-Schönau. Das liegt zu einem daran, dass Königwiesen auch Philipp auf seinem Zettel hat, und zum anderen am Umstand, dass man davor noch 2 weitere Partien anfahren kann. Wir starten in der Gemeinde Dobrá Voda 4 Kilometer südöstlich von Budweis.

Der hiesige Fußballverein spielt in der I.B třída, also der 7. Leistungsstufe des tschechischen Fußballverbands. Dort trifft man um 10.15 Uhr in einem Duell zweier Nachzügler auf Lomnice nad Lužnicí. Von unserem Treffpunkt in Wünsdorf steuert Philipp erstmal einen Terno an, da man hier laut Tschechien-Experte Franz die Pfandflaschen loswerden kann. Nach erfolgreicher Erledigung dieser nicht unwichtigen Aufgabe erreichen wir 15 Minuten vor dem Anpfiff das Stadion in Dobrá Voda.

Wir warten jedoch länger als eine Viertel Stunde auf den Anpfiff, da das Schiedsrichterteam mit einer 10minüten Verspätung aus dem orangen Container erscheint. Die Gastgeber übernehmen sofort das Kommando, das 1:0 durch Serbin in der 24. Minute ist die Folge. Umso überraschender ist der Ausgleich durch Prášek in Minute 28. Dmytro Serbin stellt allerdings die Weichen auf Sieg, dank eines lupenreinen Hattricks steht es zur Pause 4:1.

Wir werden nicht nur dank der Tore verwöhnt, auch der Austragungsort gefällt uns. Sowohl die Tribüne als auch die Kirche, die der Schmerhafen Jungfrau Maria gewidmet ist, geben ein tolles Panorama ab. Als wäre das nicht schon Unterhaltung genug, erzählt mir Philipp die Geschichte eines Simmeringer Eisverkäufers, der die Sorten Schlumpf, Marlboro-Vanille und Erdapfel anbietet. Bei seiner Ausführung wird Lomnice-Goalie Stanislav Masa hellhörig. Grinsend schiebt er eine Meldung nach. Wir vermuten, dass ihm der Eisverkäufer bekannt ist.

Statt dem Erdäpfel-Eis genehmige ich mir in der Pause ein gezapftes Gambrinus. Die Tatsache, dass ich Beifahrer bin, muss schließlich gefeiert werden. Ein frisch gezapftes tschechisches Bier ist nur schwer zu toppen, wobei auch die Kozel-Dose aus dem Terno, welche wir in der Wartezeit auf den Schiri verkostet haben, nicht zu verachten war.

In der 54. Minute verkürzen die Gäste durch einen trocken verwandelten Elfmeters von "Rattlesnake" Burda auf 2:4. Dank des verspäteten Anpfiffs sind wir gezwungen, in der 80. Minute abzureißen, wodurch wir das Tor zum Endstand von 5:2 durch Novotný verpassen. Wir können es verschmerzen, trotzdem: "Danke Schiri!"

Der Grund für unseren pünktlichen Aufbruch ist die um 13.00 Uhr stattfindende Mittagsmatinee in Kirchberg am Walde.






























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