Samstag, 19. November 2022

Haladás VSE-Zanati SE - Jánosháza VSE

Szombathely, Kenderes utcai Sporttelep
Vas Megyei I (Ungarn), 8:0, fast 50 Zuschauer


Unmittelbar nach der Partie in Söpte geht es ins nahe Szombathely, wo erstmals ein Geschäft angesteuert wird, um dem Bierlager in der Heimat auch ein paar ungarische Spezialitäten hinzuzufügen. Nachdem dieses Vorhaben gelungen ist, geht es zum Sportgelände in die Kenderes utcai. Dort befindet sich die Heimstätte des Tabellenführers der 1. Liga des Komitats Vas, Haladás-Zanati. Hier findet man neben einem Naturrasen- auch einen Kunstrasenplatz, auf dem heute das Match gegen den Nachzügler aus Jánoshaza ausgetragen wird.

Während ich im Allgemeinen Naturrasenplätze bevorzuge, ist hier der Kunstrasenplatz definitiv die bessere Wahl, schließlich findet man da eine nette überdachte Tribüne, die man am Naturrasenplatz daneben vergeblich sucht. Das Haladás-Stadion befindet sich übrigens in Sichtweite. Philipp und ich sind jedoch der Meinung, dass man dieses Gelände eigens zählen muss, zumal mit dem Arany patak sogar ein kleiner Fluss (oder ist ein größerer Bach?) zwischen den beiden Austragungsstätten liegt.

Vor fast 50 Besuchern geben die Gastgeber sofort den Ton an, Jánosháza wird hinten eingeschnürt. Die Besucher müssen lediglich 3 Minuten auf den 1. Treffer warten. Nach 12 Minuten steht es schon 2:0. Wir umrunden den Platz aufgrund der rasch einbrechenden Dunkelheit heute in einem Tempo, wie es sonst nur Brucki anschlägt. Trotzdem erzielt der Tabellenführer noch vor Beendigung dieser Tor #3.

Nach der Pause zeigt auch in Szombathely die Schneepeitsche ihre (langen) Krallen. Mitte der 2. Halbzeit beginnt es heftig zu schneien. Die Gastgeber lassen sich davon nicht stören und schenken dem Tabellen-Vierzehnten noch 5 weitere Tore ein, sodass am Schluss ein Ergebnis von 8:0 auf der Anzeigetafel aufscheint.

Sollte man diese Form ins Frühjahr mitnehmen, wird man Haladás-Zanati in der kommenden Saison in der 3. Liga auf die Beine schauen können. Philipp sorgt auf der Heimfahrt dafür, dass auch dieser Bericht nicht zitatelos bleibt. Beim Anblick der Ortstafel "Acsád" meint er: "A-Tschad! Das wäre ein guter Ort, eine Afrika-Tour zu beginnen!"  Ich setzte dieses Spiel fort und antworte: "Wenn man dann tatsächlich mal ein Spiel im Tschad besucht, hat man sogar Zwa-Tschad!"

Ich möchte jetzt schon erwähnen, dass diese Meldungen völlig nüchtern erfolgt sind, denn wir öffnen der Tradition wegen erst nach der Grenze eine Dose Bier. Damit nimmt der Ausflug in die 4. Leistungsstufe ein schönes Ende.





























Söpte SE - Szentgotthárdi VSE

Söpte, Sportpalya
Vas Megyei I (Ungarn), 1:0, 50 Zuschauer

Für heute waren 2 Spiele in Bayern geplant, doch nicht zum 1. Mal konnte wegen einer Schneewalze ein Plan nicht umgesetzt werden. Als Ersatz schlägt Philipp einen Doppler in Ungarn vor, was für mich in Ordnung geht. Nicht nur die Spiele werden getauscht, sondern auch unser Mitfahrer: Anstelle von Andreas sitzt nämlich Daniel auf der Rückbank von Philipps' Fahrzeug. 

1 1/2 Stunden nach der Abfahrt in Wien erreichen wir den Ort Söpte. Ich würdige den nicht anwesenden Andreas, indem ich das Ortsschild in seiner liebsten Art ablichte - nämlich aus dem fahrenden PKW. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt betreten wir 5 Minuten vor dem Anpfiff den Sportplatz. Söpte empfängt in der Liga, die ich nie komplettieren werde die Kollegen aus Szentgotthárd. 

Wie ich vom halben Magyaren Philipp erfuhr, rutschte Söpte nur dank des Rückzuges von Köszeg in die Liga. Es verwundert daher wenig, dass man sich hier schwer tut, vor dem heutigen Spiel liegt man an vorletzter Stelle. Gegner Szentgotthárd befindet sich allerdings nur knapp davor, ein Sieg scheint da nicht aussichtlos. Vor 50 handgezählten Besuchern kommen die Gastgeber auch gut ins Spiel. Zu großartigen Torchancen sollte es vorerst noch nicht reichen. 

Während sich der Großteil der Zuschauer auf jener Seite aufhält, auf der sich gleich 2 Tribünen befinden, entdecke ich gegenüber einen Herrn in gelber Haube. Dies teile ich Philipp wie folgt mit: "Schau, da drüben ist ein Einzelgänger!" Philipp blickt auf die anderen Seite und meint: "Da ist aber noch ein zweiter Einzelgänger!" Spontan antworte ich: "Dann handelt es sich wohl um einen Doppelgänger!" 

In der 30. Minute lachen auch die restlichen Besucher, Gabor Hujber stellt mit einem Schuss ins lange Eck auf 1:0 für Söpte. Die Gäste haben keine Antwort, also wird bei 1:0 zum Pausentee gerufen. Wir wärmen uns nicht mit einem Tee, sondern mit einem Kickerl mit Daniel, was uns tatsächlich hilft, etwas aufzutauen.

Das ist insofern nicht schlecht, da uns die 2. Halbzeit nicht erwärmen kann. Die Gäste sind völlig ungefährlich, Söpte kann die knappe Führung problemlos über die Zeit bringen. Mit dem 2. Sieg in Folge scheint Söpte nach 15 Runden endlich in der 1. Leitungsstufe des Vas megyei angekommen zu sein. Der Rückstand auf den heutigen Gegner beträgt nur mehr 2 Punkte. Da geht noch was im Frühjahr.

Bei uns geht sogar heute noch etwas, nämlich ein 2. Spiel in derselben Liga.