Mittwoch, 19. Juni 2019

Union Unterweißenbach - TSU Schönau

Unterweißenbach, Oskar Böhm Stadion
Relegation (OÖ), 1.083 Zuschauer, 3:3


Nach dem 1:1 im Relegations-Derby-Hinspiel am Donnerstag in Schönau war es sonnenklar, dass auch das Rückspiel in Unterweißenbach besucht werden wird. Nachdem am Mittwoch ich das Auto durch das kurvenreiche Mühlviertel steuert, wird diese Aufgabe heute von Philipp übernommen. Am Zielort wird uns von der Feuerwehr ein Parkplatz in einer dem Stadion angrenzenden Wiese zugewiesen. Einer der Einweiser ist ob der unterschiedlichen KFZ-Kennzeichen fasziniert: "Do san heit vü Auswärtige do!"

Die Relegation & das Mühlviertel, das passt zusammen. Heute sorgen 1.083 zahlende Besucher für eine traumhafte Kulisse. Die Gemeinde Unterweißenbach hat übrigens 2.174 Einwohner.

Die Partie startet heute weniger rasant wie 3 Tage zuvor. Beide Teams agieren abwartend bis vorsichtig. Nachdem der UWB-Fanclub bei einem Eckball: "Ecuador, Ecuador, Ecuador" singt, erzielt Schönau aus einem Konter in der 34. Minute das 1:0. Den Jubel des Torschützen sieht man am Bild 20.

Ich besorge mir in der Pause eine Schnitzelsemmel und beobachte das Treiben rundherum. Man findet auch viele Kicker der umliegenden Vereine, anwesend ist unter anderem Saxen, Tragwein, Pregarten und auch Schweinbach. Auch eine trinkfreudige Abordnung aus dem Ried ist vor Ort, die offensichtlich seit dem gestrigen-Relegationsaufstieg gegen Ottensheim durchfeiern und dementsprechend aussehen. "Wer von Eich hod mia eigentlich so an Rausch eingschenkt?" hört man einen der Rieder lallen.

Die 2. Halbzeit sollte es in sich haben. Nach dem vielumjubelten Ausgleich in der 70. Minute sind wir auf Verlängerungskurs - genau eine Minute lang . bis zur neuerlichen Schönauer Führung. Aufgrund der Auswärtstorregel bräuchte der "Zweitklassler" nun 2 Treffer. Doch es sind die Schönauer die in der 89. Minute den 3. Treffer erzielen. "Die Kuh ist vom Eis" sind meine Worte an den Lions-Michi. Der sieht mich nur verwirrt an...

Unerwartet kommt doch noch spannend auf. Durch völlig unnötige Fouls erhält UWB in der Nachspielzeit 2 Elfmeter zugesprochen, die beide verwertet werden. Jetzt braucht plötzlich UWB nur noch ein Tor, doch es gibt keine Chance mehr, da der Schiri unmittelbar nach dem Anstoß das Spiel beendet. Was für eine Schlussphase.

Wie man in der Fotostrecke erkennt, feiern nach dem Spiel nicht nur die Schönauer, sondern auch die Gastgeber, die letztendlich nur wegen der Auswärtstorregel den Aufstieg verpassten. OÖ-Relegation, i'll be back next year!






























Samstag, 15. Juni 2019

USV St. Leonhard - USC Lengenfeld

St. Leonhard am Hornerwald, Hans Ankerl Arena
2. Klasse Wachau, 100 Zuschauer, 1:5


Direkt von der Meisterparty in Gars geht es ein paar Kilometer westwärts in die Nachbarsgemeinde St. Leonhard am Hornerwald zur Hans-Ankerl-Arena. Die Heimstätte des hiesigen Fußballclubs befindet sich direkt neben einem Badeteich im Ortsteil Wolfshoferamt. Im letzten Saisonspiel der 2. Klasse Wachau empfängt man um 20 Uhr bei angenehmen Temperaturen den frisch gebackenen Meister aus Lengenfeld.

St. Leonhard ist ebenfalls ein mehrmaliger Meister, jedoch feierte man diese Titel allesamt in der 3. Klasse Hornerwald, die ja in der Zwischenzeit nicht mehr existiert. Eine Stufe höher tut man sich ungleich schwerer, heuer wird man die Meisterschaft als Drittletzter beenden.

Vor 100 Besuchern benötigen die Gäste 7 Minuten, ehe sie durch ein Eigentor in Führung gehen. Die unterlegenen Leonharder wehren sich tapfer, müssen bis zum Pausenpfiff jedoch 2 weitere Tore hinnehmen. Erfreulicherweise wird zum Saisonabschluss nochmals der Griller angeworfen! Da greift der Schreiber dieser Zeilen gerne zu!

Als Lengenfeld in der 50. Minute das 4. Tor erzielt, meint ein Anhänger aus St. Leonhard: "Jetzt hom'ma do nu ans kriagt!" Der Nebenmann erwidert: "Wirst sehn! Ans moch ma nu! Aus an Elfer!" "Dafia miassat ma amoi in Strofruam kumma!" mischt sich eine 3. Person in dieses Gespräch ein.

Beim 0:5 in der 60. Minute passiert dem Platzsprecher ein Lapsus: "Lengenfeld erhöht auf 6:0, Tschuldigung! 5:0". Danach steht der dribbelstarke bosnische Lengenfeld-Legionär Milicevic im Mittelpunkt. Nachdem dieser einen schlechten Pass von einem Mitspieler nicht mehr erläuft, springt er wie von Sinnen am Rasen schimpfend  herum wie  Rumpelstilzchen persönlich! Das gefällt einigen älteren Herren gar nicht "Des is a Sackbaua, heast!" "Oba na! Deppat is a!"

Nach dieser netten Einlage gibt es in der 85. Minute doch noch Grund zum Jubeln für die Heimischen. Es ist kein Elfer, sondern ein Lengenfelder Eigentor, das den Endstand von 1:5 besiegelt. Damit können heute alle zufrieden nach Hause gehen von der schönen Anlage in St. Leonhard.