Samstag, 5. August 2017

Sokol Nevšová - Fotbal Valašské Meziříčí B

Nevšová, Sportovní hřiště
I.A třída skupina A - Zlínský kraj (CZ), 40 Zuschauer, 5:3


Mit Philipp geht es heute nach Mähren in die Region Zlín, wo 3 Spiele auf uns warten. Bereits um 10 Uhr treffen in der 6. Leistungsstufe Sokol Nevšová und die 2. Mannschaft von Valašské Meziříči aufeinander. Da es ein Spiel der 1. Runde ist und wir die Vorjahrestabelle nicht kennen, lassen wir die Burschen einfach drauf los spielen.

Hitzebedingt werden 2 Wasserkübel bereitgestellt, je einer für das Heim- sowie für das Auswärtsteam. Warum man diese strenge Trennung vornimmt, ist mir nicht bekannt. Wer weiß, vielleicht wurde ja der Auswärtskübel mit heißem Wasser befüllt. Stichwort "Heimvorteil!"

Vielleicht aber auch nicht, denn es sind die Gäste, die das Spiel diktieren. Nach 24 Minuten steht es bereits 0:3! Die Heimischen sind dementsprechend schlecht drauf. Als einer der Spieler lauthals "piča vole!" schreit, meint Philipp: "Beach-Volleyball? Nein, das ist Fußball!" Dieser Philipp! Was dem immer so einfällt...

Als die Heimischen in der 31. Minute das 1:3  erzielen, welches von der eigenen Mannschaft völlig emotionslos zur Kenntnis genommen wird, mache ich den Schinnagl: "Wirst sehen, die machen noch ein 2. vor der Pause und gewinnen dann mit 4:3!" Philipp versuchte ja den Schinnagl anno dazumal in Friedburg - und scheiterte knapp, aber doch!

Ich bin da schon auf einem besseren Weg, die Gastgeber erzielen - wie von mir vorhergesagt - das 2:3! Doch kurz darauf bin auch ich wieder raus aus dem Rennen, da Sokol quasi mit dem Halbzeitspfiff auf 3:3 stellt! Schade drum! Der Torjubel nach dem Ausgleich ist übrigens jetzt schon viel emotionaler wie nach dem 1. Tor.

Nach der Pause kümmern wir uns um die Fotos. Motive gibt es zuhauf. Die uralte uralte Tribüne ist alleine schon das Eintrittsgeld von 20 Kronen wert. Auch im Publikum gibt es den einen oder anderen Blickfang, Fotografenherz was willst du mehr!

Zurück zu meiner Prognose: Nach 90 Minuten steht es 5:3. Damit hab ich mich wacker geschlagen! Es ist ein harter und steiniger Weg bis zum Schinnagl! Die Richtung stimmt...

Am Sportplatz in Nevšová wird dieses unglaubliche Comeback der Heimelf von den Spielern und den Fans am Balkon  mit einer Welle gefeiert - und das völlig zurecht!






























Freitag, 4. August 2017

ASV Siegendorf - SV Stegersbach

Siegendorf, Sportplatz
Burgenlandliga, 500 Zuschauer, 1:1


Nach 32 Jahren Abwesenheit feiert der ASV Siegendorf heute sein Comeback in der Burgenlandliga. Gleich der 1. Gegner ist ein Gradmesser. Stegersbach war in der vergangenen Saison das beste Frühjahrsteam und zählt heuer zu den Aufstiegsfavoriten. 500 Besucher kommen heute "Landesliga-Schauen". Für den kleinen Siegersdorfer Sportplatz ist das eine höchst erfreuliche Anzahl.

Stegersbach übernimmt sofort das Kommando und versucht die Gastgeber regelrecht zu überrennen. In den Anfangsminuten brennt es lichterloh im Strafraum der Hausherren. Unverständlicherweise höre ich trotzdem bereits in der 13. Spielminute folgende Meldung eines Besuchers: "A Tor muas her, sunst schloft des Spü ein!" 14 Minuten später sollte es tatsächlich soweit sein, das Tor fällt jedoch, entgegen dem bisherigen Spielverlauf, auf Seiten der Hausherren, die einen Konter erfolgreich abschließen.

Der Himmel verdunkelt sich! Das liegt nicht an der Tageszeit, sondern an einer Gewitterfront, die sich über Siegendorf ausbreitet. Nach dem 1. Donner meint mein Nebenmann: "Des wird nix, des hoit aus!". 2 Minuten später beginnt es zu regnen... Das Spiel ist nun ausgeglichen, Stegersbach wirkt etwas geschockt.

Beim Verlassen des Spielfelds in der Halbzeit kritisiert der deren Kapitän sein Team mit den Worten: "A Stimmung homma wia bei an Begräbnis!" Damit meine Stimmung positiv bleibt, geht es zum Grillmeister, bei dem ich mir eine Kotelettsemmel bestelle.

Die Gastgeber verteidigen in kämpferischer Manier die knappe Führung - für lange Zeit. Rund 10 Minuten vor Abpfiff vergibt man den Matchball. Wie fast immer folgt die Rache in Form des Ausgleichs ein paar Minuten später. Dabei bleibt es auch. Trotz des späten Ausgleichs gibt es nach Schlusspfiff nur zufriedene Gesichter in Siegendorf, immerhin konnte man gleich im 1. Spiel gegen einen starken Gegner anschreiben.