Sonntag, 7. Januar 2024

Quarto Afrograd - UC Capri Anacapri

Quarto, Stadio Comunale di Quarto Castrense Giarusso
Eccelenza Campania - Girone A, 70 Zuschauer, 2:0


Nach dem gestrigen Auftakt in Frosinone sollten heute gleich 3 Spiele im Großraum Napolis', also im Moloch (c Philipp) folgen. Bereits am Vormittag betreten wir das Stadio Comunale der 41.290 Einwohner zählenden Gemeinde Quarto. Hier ist die Heimat von Quarto Afrograd, die in der fünftklassigen Eccelenza Campani auf UC Capri Anacapri treffen. Dank Kunstrasen kann das Duell zwischen dem Vierzehnten und dem Zwölften trotz widriger Bedingungen problemlos über die Bühne gehen.

Die 70 dem Regen trotzenden Zuschauer sehen - übrigens bei freiem Eintritt - eine ausgeglichene Partie auf einem gar nicht mal so schlechtem Niveau. Bei abnehmenden Regen gehen die Gäste von der Insel Capri durch einen Freistoß in Führung, der jedoch vom Schiri aus mir unbekannten Gründen aberkannt wird. Kurz darauf trifft Ramano für Quarto Afrograd. Dieses Tor zählt dann auch. Einige Besucher feiern dies euphorisch am Zaun hängend, als hätte man gerade die Meisterschaft gewonnen. Da ich nicht Lucky Luke bin, konnte ich diese Szene nicht festhalten.

Kurz darauf wird ein Quarto-Kicker völlig unnötig im Strafraum zu Fall gebracht. Die Nummer 10, Ragosta, versenkt die Kugel souverän im rechten Eck. Capri hat die eine oder andere Chance aus Weitschüssen, richtig gefährlich wird man jedoch nicht. Dadurch werden beim Stand von 2:0 die Seiten gewechselt.

In der Pause mutiert der leichte Regen zu einem fast sintflutartigen. Der Großteil der Zuschauer - inklusive uns - flüchtet nun "unter" die Tribüne. Da man dort keine ideale Sicht hat, bekommen wir auch nicht mit, warum gleich 3 Spieler aus Capri vom Schiri unter die Dusche geschickt werden. Trotz dieser Überzahl verzichten die Gastgeber auf ein Offensivspektakel. Sie wollen lieber den Dreier ins Trockene bringen...

Dies stellt kein großes Problem dar, wodurch sich der Abstand auf Capri auf einen Punkt verringert. Während die meisten Besucher wohl froh sind, dass der heutige Fußballtag zu Ende ist, führt uns der Weg quer durch den Moloch nach Portici in die Serie D.



























Samstag, 6. Januar 2024

Frosinone Calcio - AC Monza

Frosinone, Stadio Benito Stirpe
Serie A, 13.146 Zuschauer, 2:3

 

Zum 2. Mal in Folge beginnt auch heuer mein Fußballjahr in der Serie A. Nachdem vergangenes Jahr Udine beehrt wurde, geht es heuer zum Aufsteiger Frosinone Calcio, der in der 19. Runde den AC Monza empfängt. Nach einem guten Saisonstart konnte Frosinone in den letzten 5 Spielen einen einzigen Punkt einfahren. Man nähert sich den Abstiegsrängen, da wäre heute ein Dreier gegen den Tabellenelften kein Fehler.

Mit Philipp erreiche ich die in der Region Latium liegende, 43.800 Einwohner zählende Stadt Frosinone rund 2,5 Stunden vor Spielbeginn. Unser erstes Ziel ist der Parco del Matusa. An dieser Stelle trug Frosinone bis 2017 aus. Die übrig gebliebene Tribüne erinnert an diese Zeit. Dieser Platz scheint uns auch ein guter Ort zu sein, um Frollini ("Frollini in Frosinone, das muss einfach sein") & Peroni zu verkosten.

Motiviert durch unsere Stärkung schaffen wir es, die steilen Treppen ins historische Zentrum zu erklimmen. Nachdem wir dort eine Runde drehen, geht es zum Stadion Benito Stirpe. Zum heutigen Duell gegen Monza erscheinen 13.146 Zuschauer. Die Ultras der Gastgeber sollten 90 Minuten für gute Stimmung sorgen. Auch der Gästemob aus Monza enttäuscht nicht.

Schiedsrichterin Marie Ferreiri-Caputi führt die beiden Mannschaften um 15.00 Uhr aufs Feld. Obwohl Frosinone die Anfangsminuten dominiert, trifft Dany Mota in der 12. Minute für die Gäste. In der Folge entwickelt sich ein flottes und teilweise auch hartes Spiel. Kurz vor der Pause wird Monza-Goalie Di Grogorio von einem Frosinone-Spieler umgemäht. Obwohl Signora Caputi die Karte stecken lässt, geht der Goalie kaputt - und muss daher ausgetauscht werden. 

Monza rächt sich auf seine eigene Art, Carboni schließt in Minute 45 einen Konter zum 0:2 ab. Eine kalte Dusche im Regen von Frosinone. Es sollte noch schlimmer kommen, der Argentinier Soulé fabriziert 10 Minuten nach Wiederbeginn ein  patschertes Eigentor. Schön, dass die Gastgeber nicht aufstecken, Harroui trifft im Gegenzug aus spitzem Winkel zum 1:3.

Frosinone ist wieder im Spiel. Eigentorschütze Soulé verwandelt eine Viertel Stunde vor Schluss diesen Elfmeter erfolgreich zum Anschlusstreffer. Die folgende Offensive der Hausherren wird jedoch nicht mehr mit dem Ausgleich belohnt. Frosinones' Negativlauf hält an, die Abstiegsränge rücken näher.

Wir verlassen nach diesem schönen Auftakt Latium Richtung Süden, da die restlichen Spiele unseres Ausflugs allesamt in Kampanien über die Bühne gehen.