Donnerstag, 17. Juli 2014

Győri ETO FC - IFK Göteborg

Győr, ETO Park
Euro-League Quali, 4.500 Zuschauer, 0:3


Premiere: Mein 1. Euro-League Spiel ohne Rapid. Wie ungewohnt, aber immerhin sind die Vereinsfarben der Gastgeber dieselben. Győri ETO trifft in der 2. Qualirunde auf IFK Göteborg. 

Aufgrund eines Staus auf der S1 komme ich 20 Minuten später als geplant beim ETO Park an, hab aber trotzdem noch eine halbe Stunde bis Spielbeginn. Zeit genug für den Ticketkauf und für ein paar Fotos. Neben dem Fußballplatz befinden sich im ETO Park ein Hotel und ein Shopping-Center samt Restaurant und Kino. Ähnlich also wie die Eden-Arena in Prag. 

Im Innenbereich des Shopping Centers befindet sich der Fan-Shop, wo ich ebenfalls ein paar Fotos machen will. Doch kaum zücke ich die Kamera, stürmt auch schon eine strenge Dame in Uniform zu mir und beschimpft mich. Leider - oder Gott-Sei-Dank konnte ich sie nicht verstehen. Vermutlich wollte sie mich nur dezent darauf hinweisen, dass fotografieren verboten ist ;-)

Na dann gemma halt rein ins Stadion: Dort werde ich positiv überrascht, es gibt 2 große Tribünen auf beiden Längsseiten, wobei die 2. Ränge steil ansteigen. Die Gäste sind hinter dem Tor auf der Hotelseite platziert. Die Atmosphäre passt, die ca. 100 mitgereisten IFK-Fans machen Dauersupport, es gibt auch einen harten Kern bei Győr, der für Stimmung und Gesänge sorgt.

Direkt nach einem Gewitterregen wird das Spiel angepfiffen, die Gäste erzielen in der 9. Minute mit der 1. Chance die Führung. Die Ungarn drücken bis zur Pause - erfolglos - auf den Ausgleich. In der Pause wechsle ich auf die steile Tribüne ganz nach oben. Von dort hat man eine hervorragende Sicht auf das Spielgeschehen. Vor allem für Taktikfüchse ist dies ideal. Wiederum 9 Minuten nach Wiederanpfiff trifft Göteborg per abgefälschtem Freistoß zum vorentscheidenden 2:0. ETO ist vor dem Tor ganz mies und muss sogar noch das 3. Tor in Kauf nehmen. Somit ist die EC-Saison 2014/2015 nach dem 1. Spiel wohl auch schon wieder Geschichte.

Für mich war dieses schöne Stadion der perfekte Auftakt für ein abwechslungsreiches, verlängertes (Fußball-)Wochenende.





 




















Mittwoch, 9. Juli 2014

Mlada Boleslav - Concordia Chiajna

Hausmening, Peter Lisec Stadion
Freundschaftsspiel, 70 Zuschauer, 1:2


Bekanntlich bin ich kein Fan von Freundschaftsspielen, doch wenn quasi vor der Haustür ein internationales Friendly ausgetragen wird, mach ich glatt eine Ausnahme. So trifft heute im Peter Lisec Stadion der tschechische Euro-League-Teilnehmer Mlada Boleslav auf den rumänischen Erstligisten Concordia Chiajna.

Bei starkem Gegenwind und dunklen Wolken geht's heute zu viert nach Hausmening. Mit von der Partie ist der Philipp, der Alex und dem Alex. DER Alex verzichtet übrigens als einziger auf witterungsbedingte Kleidung; "Wos brauch i an Regenschirm, es gibt jo eh a Kantine und a Tribüne"

Das Stadion, wo normalerweise der ASK Hausmening in der 2. Klasse Ybbstal seine Heimspiele austrägt, ist mindestens gebietsligatauglich. Eine Umrundung kann man hier ohne jegliche Probleme durchziehen.

Die in pink spielenden Tschechen gehen als leichter Favorit ins Spiel. Doch beide Mannschaften kommen schwer in die Gänge. Der 1. Torschuss findet erst in der 18. Minute statt, kurz vor der Pause gibt es erfreulicherweise noch 2 Hingucker in Form zweier Freistoßtore. Concordia trifft dabei aus einem feinen Trick, Boleslav scort hingegen mit einem Prachtschuss unter die Latte.

Auch in der 2. Halbzeit ändert sich nicht viel ... Es ist halt nur ein Testspiel. Der Außenseiter aus Rumänien trifft nach einem Goaliepatzer zum 2:1 - Sieg. Boleslav muss sich noch gewaltig steigern, wenn sie die Qualifikation zur EL überstehen wollen.

Bei der kurzweiligen Heimfahrt - vorbei an Vitamin- und Steckerlfischständen - gibt es noch einen kuriosen Dialog zwischen Alex und Alex (also der und dem), welchen der Philipp schließlich gekonnt zu einem Trialog macht.

Bei der Abfahrt von der Autobahn hätte ich fast noch einen Raben erfasst, schade, ein Steckerlrabe wär mal eine interessante Abwechslung am Speiseplan gewesen .... ;-)






















Sonntag, 6. Juli 2014

SK Rapid - Celtic Glasgow

Wien, Hanappi-Stadion
Freundschaftsspiel, 17.400 Zuschauer, 1:1


Heute brech ich mit einer Regel - nämlich mit jener, die besagt, dass kein Ground 2x in meinem Blog verkommt! Doch auch bei mir bestätigen Ausnahmen die Regel: Das Abschiedspiel von dem Stadion, wo ich so viele Emotionen erlebt habe, verdient sich diesen Eintrag einfach.

Rapid hat einen alten Bekannten für dieses letzte Spiel eingeladen: Celtic Glasgow, die ich im Europacup ja nicht nur gegen Rapid, sondern auch im Meazza-Stadion gesehen habe. Zu viert treten wir heute die Reise nach Hütteldorf an, 45 Minuten vor Spielbeginn sind wir im Stadion. Gerade rechtzeitig um das Legendenmatch der Ex-Rapidler mitzuerleben. Bis auf den beleidigten Krankl findet man hier alles was Rang und Namen hat. Von Antonin Panenka über Andi Herzog bis zur Generation Jimmy Hoffer reicht der Bogen.

Mit einer tollen Choreo des Block West und mit Zigtausenden Fahnen (siehe letztes Foto) wird das Hauptspiel gegen Celtic eingeleitet. Die Schotten erweisen sich als guter Gast und erzielen in der 8. Minute per prachtvollem Kopfballtreffer ein sehenswertes Eigentor. Bis zur Halbzeit passiert am Spielfeld nicht mehr viel, dafür gibt es heute sowohl auf der West als auch auf der Ost unzählige Bengalen.

In der 2. Halbzeit wird - so wie üblich bei Freundschaftsspielen - auf beiden Seiten x-mal gewechselt, was sich natürlich nicht positiv auf das Spiel auswirkt. Celtic gelingt in Minute 71 der Ausgleich. Da sich in der Rapidviertelstunde nichts mehr ändert, bleibt es beim X.

Die Höhepunkte folgen nach dem Schlusspfiff: Der älteste noch lebende Rapid-Spieler Alfred Körner singt mit 88 Jahren die alte Rapid-Hymne ... Gänsehaut pur! Als bei der letzten Ehrenrunde auch noch Time to say goodbye ertönt, kann - in Verbindung mit den Erinnerungen an die vielen emotionalen Momente, die man hier im Laufe der Zeit erlebt hat - eine Träne kaum mehr unterdrückt werden.

Eine weitere halbe Stunde später ist es möglich, den Rasen zu betreten. Natürlich nützen auch wir diese einzigartige und zugleich letztmalige Chance ... Dies ist für mich persönlich ein würdiger und krönender Abschluss des Hanappi's!