Freitag, 3. März 2017

Érdi VSE - Győri ETO

Érd, Ercsi úti Pálya
NB III Nyugati, 900 Zuschauer, 0:1


Im Juli 2014 sah ich Győr noch im Europacup, 2 Saisonen später findet sich ETO - aus finanziellen Gründen - in der 3. Liga wieder. Heute kommt es in Érd zum Spitzenduell der punktegleichen grün-weißen Teams aus Érd (2.) und Győr (1.).

Bevor es zum Érder Sportplatz geht gibt es noch 2 attraktive Programmpunkte für Philipp und mich. Zum einem ist es das Minarett, welches wir nicht nur von außen ablichten, sondern sogar begehen. Die Aussicht von oben bietet einiges! Da ist der enge, steile und vor allem dunkle Aufstieg gleich wieder vergessen. Highlight #2 ist der Besuch des hervorragenden Kaffeehauses Pataki Cukrászda, wo grandios günstige Mehlspeisen und Schwan-Cappuccinos serviert werden. Danke an Anita für diese Empfehlung.

Die Kulisse am Érdi Sporttelep ist noch besser als von mir erwartet. Aus Győr ist eine stattliche Anzahl von Fans angereist. Die Homepage der Gastgeber schreibt von 900 Zusehern. Meine Schätzung liegt bei 1.500. Wie auch immer, die Atmosphäre ist gut, auch Érd hat einen Fanblock, der durchgehend für Stimmung sorgt.

Ein weiteres Mal gibt es beim Anpfiff ein Problem mit dem Tornetz. Der dafür zuständige Mensch mit dickem Bauch und ebenso dicker Haube schlapft im Tempo einer Schnecke quer übers Feld und flickt das Netz in aller Bierruhe. Mit fast 10 Minuten Verspätung kann das Spiel schließlich angepfiffen werden.

In der 1. Halbzeit sind die Gäste leicht überlegen. Der starke Wind lässt jedoch kein schönes Spiel zu. Torchancen sind Mangelware. Dafür bleibt mir mehr Zeit sich auf die Szenen rundherum zu konzentrieren. Fan des Tages ist ganz klar der Herr am Moped, der sich das komplette Match auf seinem Gefährt hinter dem Tor ansieht.

Auch in der 2. Halbzeit dominiert ETO. Vor dem Tor ist man jedoch mit dem Latein am Ende. Als ich schon fix mit einem torlosen Remis rechne, kommen die Gastgeber in der 82. Minute doch noch zum entscheidenden Tor. Liga II ist jetzt zum Greifen nah...

Die Heimfahrt verläuft unaufgeregt. Die Musik lässt manchmal zu wünschen übrig, wie zB bei der 25-Minuten-Version eines sehr zähen Bryan-Adams-Songs. Gottlob haben wir mit Simon & Garfunkel einen würdigen (musikalischen) Abschluss eines abwechslungsreichen Ausfluges.
  





















 













Pátyi SE U19 - ASR Gázgyár U19

Páty, Pátyi Sportpálya
II. osztályú U19, Északnyugati csoport , Megye Pest, 25 Zuschauer, 9:2


Das ein Spiel verschoben wird kommt schon mal vor! Das aber gleich ein ganzes Spielfeld verschoben wird, ist jedoch eine absolute Rarität. Bei der U19-Partie zwischen Páty und Gázgýar erleben Philipp  und ich dieses Kuriosum. Man hat der Tribüne das Spielfeld weggenommen! Was für ein Auftakt für das heutige Aufwärmprogramm.

Die 25 Besucher sind daher gezwungen auf Holzbänke entlang der Längsseite auszuweichen. Die leicht erhöhte Lage bietet von der Ersatz-Haupttribüne einen tadellosen Blick auf das Spielgeschehen.

Die Pátykicker, die in der Tabelle 5 Ränge vor dem heutigen Gegner liegen, übernehmen von Beginn an das Tempo. Immer wieder setzt der pummelige, aber technisch beschlagene David mit der Nummer 17 den pfeilschnellen Miklós mit der Nummer 7 in Szene. Der erzielt einen Hattrick und wird danach von seinem Couch ausgewechselt. Sein Ersatz bedankt sich kurz nach der Einwechslung mit dem 4:0. Damit geht es in die Pause. Während ein Großteil der Besucher ins Büfé strömt, verzehren wir die von zu Hause mitgenommenen Spezialitäten auf der ins Abseits gestellten Tribüne.

Während wir in Halbzeit 2 den Platz umrunden, erleben wir 7 (!) weitere Tore. Am Ende sollte 9:2 am Spielbogen des Schiris stehen. Hätte der Ersatzspieler der Nummer 7 nicht mehrmals die Kugel am leeren Tor vorbeigeschossen, hätte es eine zweistellige Party für Páty gegeben. Schade drum!

Wir absolvieren nach dem Spiel noch ein kurzes Kulturprogramm, bevor wir beim Verlassen des Ortes tatsächlich einige Pátykeller zur linken Seite der Straße erblicken. Aufgrund der rasanten Philipp'schen Fahrt Richtung Érd schaffe ich davon allerdingskeine Aufnahme. Auf jeden Fall ist das eine stimmige Verabschiedung aus Páty!