Samstag, 5. Februar 2022

1. SVg Guntramsdorf - SV Hirschwang

Wien, Sportanlage Vorarlberger Allee
Testspiel, 20 Zuschauer, 1:1

An dieser Stelle sollte nun ein Bericht der Begegnung zwischen Mallorca und Cadiz zu finden sein, doch das Schicksal meinte es anders - und strich Philipp und mir quasi den Flug. Nach Überwindung der 1. Enttäuschung war schnell klar, wir brauchen einen Plan B. Bereits am Flughafen gibt mir Philipp die Info, dass um 14.00 Uhr in Lassee am neuen Kunstrasenplatz gekickt wird. Bei genauer Durchsicht der heutigen Ansetzungen findet mein heutiger Begleiter überdies ein 10.00 Uhr - Spiel in Inzersdorf. Inzersdorf und Lassee anstelle von Palma und Calvià. Wie war das noch mit Qualität und Quantität?

Teil 2 der Frustbewältigung ist das 7.00 Uhr-Bier, welches Philipp im Zuge des Frühstückes in seiner Wohnung serviert. Teil 2 funktioniert nicht schlecht! 3 Stunden später stehen wir auf der Sportanlage Vorarlberger Allee, wo sich Guntramsdorf und Hirschwang zur Frühjahrsvorbereitung treffen. Im Meisterschaftsbetrieb kämpft hier übrigens der FC Inzersdorf im Wiener Unterhaus um Punkte. Ist es den beiden heutigen Kontrahenten unfair gegenüber, jetzt von einer Notlösung zu sprechen?

Wie auch immer, Außenseiter Hirschwang erwischt den besseren Start und geht durch den in jeglicher Hinsicht auffälligen Burkamann Nedeljkovic in der 6. Minute in Führung. In der Folge entwickelt sich ein ausgeglichenes Spiel auf Testspiel-Niveau. Gegen Ende der 1. Halbzeit frage ich Philipp: " Wie ist das so, wenn man nach 10 Jahren endlich wieder in Inzersdorf bei einem Match zusieht?" Philipp meint knapp, aber ehrlich: "Ich bin gerührt!" Danke für diese schönen Worte, auch wenn ich mich eher geschüttelt fühle, wenn ich an Mallorca denke.

Den Ausgleich von Damjancic kurz nach der Pause nehmen wir zur Kenntnis. Das sollte es dann aber auch schon gewesen sein mit den Highlights in diesem Spiel. Die beiden Kontrahenten aus Niederösterreich trennen sich somit in Wien gerecht mit 1:1. Unmittelbar nach dem Abpfiff geht es zurück in Philipps' Wohnung, wo wir erfreulicherweise von einem Curryhuhn und einem panierten Fisch empfangen werden. Frustbewältigung Nr. 3 ist die richtige Stärkung vor dem 2. (Test-)spiel, welches uns ins Marchfeld führt.

























Sonntag, 30. Januar 2022

Pécsi MFC - Szentlőrinc SE

Pécs, PMFC-Stadion
NB II (Ungarn), 1.200 Zuschauer, 1:0

Am letzten Tag des Januars starte ich in mein Hopperjahr 2022. Was für ein Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr, wo es erst im Mai losging. Um meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, handelt es sich beim 1. Spiel auch gleich um ein Derbi. Es geht in die 2. ungarische Liga, wo Pécs in einem Duell zweier Mittelständler auf das Nachbarsdorf Szentlőrinc trifft.

Meine Begleiter im 1. Spiel des Jahres sind Andreas, womit sich der 21/22er-Kreis schließt,  und Alex, der wie üblich das Steuer übernimmt - und uns über teils ziemlich holprige Landstraßen sicher nach Südungarn bringt. Dort drehen wir eine kleine, aber feine Runde durch die Stadt, wo wir zwar einige Kirchen, aber kein lokales Bier finden. Ein Umstand, der mich zu folgender Aussage verleitet: "Das gibt einen Abzug in der B-Note!" Andi überrascht mich mit der Antwort: "Eigentlich ergibt das sogar einen Abzug in der A-Note!" 

Somit geht es ohne Gerstensaft aus der Pécsi Sörfőzde zur Heimstätte des Pécsi Mecsek FC. Mecsek ist der Name des Gebirgszuges, der sich nördlich von Pécs befindet. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein kommt es vor dem Anpfiff zu einer Trauerminute, da ein Mitglied der Fanszene vor kurzem verstorben ist. Der Fanblock verabschiedet sich daraufhin würdig mit Bengalos und schwarzem Rauch von ihrem Freund.

Pécs erwischen einen guten Start und geht durch einen herrlichem Freistoßtreffer von Adamcsek früh in Führung. Der Torschütze läuft jubelnd zur Fantribüne, um dort seinen Treffer zu feiern. In der Folge kommen die Gäste zu einigen guten Chancen, einmal klärt ein Pécs-Verteidiger auf der Linie. Das vermeintliche 2:0 Mitte der 1. Halbzeit wird zurecht wegen Abseits aberkannt.

In der Pause geht es zum Ausschank, wo zu meiner großen Freude tatsächlich das Premium Lager aus Pécs gezapft wird. Somit löst sich jegliches Problem mit einer A- oder B-Note in Luft auf. Das Bier sollte dann aber auch das letzte Highlight sein, denn das Spiel ist in der 2. Halbzeit alles andere als aufregend. Ich kann mich an keine nennenswerte Torchance erinnern. Abwechslung bringt die Kurve, die immer wieder bunten Rauch aufsteigen lässt.

Das 1:0 ist nie in Gefahr, Pécs feiert damit einen knappen, aber doch verdienten Erfolg im Derbi - und kann sich nun nach oben orientieren. Da uns Alex trotz einer mittellangen Wartezeit wegen eines umgestürzten Baumes erfolgreich zurück an den Ausgangspunkt bringt, kann man von einem erfolgreichen Auftakt in das Hopperjahr 22 sprechen. Möge es so weitergehen...