Samstag, 1. Oktober 2022

USV Grenzland - SC Stainz

Eibiswald, Harrichstadion
Gebietsliga West (Stmk), 50 Zuschauer, 3:0 

Per Punktlandung erreichen wir den zur Gemeinde Eibiswald gehörenden Sportplatz des USV Grenzland. Nach dem Spitzenderby zwischen Wies und Pölfing-Brunn wäre nun das Derby zwischen Grenzland und Eibiswald ein Jackpot gewesen. Da man selten einen Jackpot knackt, heißt der Gegner heute nicht Eibiswald, sondern Stainz. Aber auch dieses Spiel wird gerne mitgenommen. Der im Ortsteil Bachholz gelegene Sportplatz ist immerhin der südlichste Sportplatz der Liga.

Der USV Grenzland wurde 1980 von den 3 Harrich-Brüdern gegründet, der Name des Sportplatzes kommt daher nicht von ungefähr. Als kleinerer der beiden Eibiswald-Vereine liegt man heuer in der Tabelle der Gebietsliga auf einem hervorragenden 3. Zwischenrang und damit auch vor dem großen Bruder. Gegen den Nachzügler Stainz ist man heute Favorit.

Vor einer sehr schönen Waldkulisse, Andreas vermutet, es handelt sich um DEN Eibiswald, gehen die Gastgeber in der 6. Minute durch Peter Kogelnik auch schon in Führung. Auf unserer Umrundung schweift Philipp etwas ab: "Endlich wieder einmal ein Ground in Slowenien, da hab ich eh schon lang nichts gemacht" Dieser Philipp, dabei trennen uns 5 Kilometer von der Grenze.

Der Slowene Davor Rogina erhöht in der 26. Minute auf 2:0. Nach der Begutachtung des "Pokal. und Urkundenzimmers" komme ich in der Pause mit Obmann Richard Harrich, einem der Gründungsbrüder, ins Gespräch. Dieser erzählt etliche Anekdoten über seinen USV. Herr Harrich ist definitiv ein sympathischer Zeitgenosse. Das hätte ich an dieser Stelle auch ohne seiner Bierspende erwähnt.

Wir verbringen den Großteil der 2. Halbzeit mit Plaudern und Warten auf die Bratwurst. Während die Sonne eine herrliche Farbe ins Grenzland zaubert, stellt Kogelnik den 3:0-Endstand her. Dank dieses souveränen Erfolges liegt man nun bereits hinter Wies am 2. Tabellenrang. 
































USV Wies - GASV Pölfing-Brunn

Wies, Hans Tropper Stadion
Gebietsliga West (Stmk), 400 Zuschauer, 4:1


Heute schaffen es die burgenländische Kombo Burgauberg/Markt Allhau sowie der Weststeirer-Doppler Wies/Grenzland in meine engere Matchauswahl. Wenn Philipp wie ursprünglich geplant den SK Kammer besucht hätte, wäre es das Burgenland geworden. Da die Regenwahrscheinlichkeit in Kammer jedoch eine sehr hohe ist, lässt Philipp Kammer Kammer sein - und schließt sich meinem Plan B an, es geht also in die Weststeiermark...

...wo es in Wies nämlich zum Spitzenderby zwischen Auf- und Absteiger kommt. Das interessiert auch Andreas, womit wir heute zu Dritt unterwegs sind. Andreas ist das hoch anzurechnen, schließlich hätte er statt nach Wies auch zur Wiener Wiesn fahren können. Wahrscheinlich hätte er das auch gemacht, wenn anstelle der 4 Burschen in Lederhosen 4 Madls im Dirndl am Bahnhof in Pöchlarn bei ihm vorbeigekommen wären.

Nach einem Supermarktstopp und einigen Kulturfotos in der 4.250 Einwohner zählenden Gemeinde Wies erreichen wir 15 Minuten vor Anpfiff den hiesigen Sportplatz. Zeitlgleich kommt der kleine, aber feine Corteo aus Pölfing-Brunn mit viel Rauch und guter Stimmung daher. Spätestens jetzt weiß auch Andreas, dass Wies der Wiesn das Wasser reichen kann.

Die Gastgeber lachen als Aufsteiger nach 8 Runden auch in der Gebietsliga schon wieder von der Tabellenspitze auf die anderen Teams herunter - also auch auf die Gäste, die als Absteiger derzeit am 5. Rang liegen. Vor 400 Besuchern lässt die Wieser Führung nicht lange auf sich warten. Fasvald erzielt sie in der 7. Spielminute. Wies ist eine Spur stärker, das 2:0 rund 10 Minuten vor der Halbzeit ist die logische Folge.

Nach der Pause beginnen wir mit der Umrundung des Areals, wo wir auch bei einem Strommasten vorbeikommen. Andreas begutachtet diesen und meint: "Do steht Vorsicht Hochspannung" Philipp antwortet trocken: "Naja, Hochspannung haben wir da nicht mehr!" Dieser Philipp!

Wie zur Bestätigung trifft Bezjak zum 3:0. Auch der Ausschluss von Roskar wegen Torraubs sollte die Spannung nicht zurückbringen. Im Gegenteil, Fasvald trifft sogar zum 4:0. Die Fans aus Pölfing-Brunn lassen trotzdem Rauch aufsteigen. Andreas meint dazu: "Bei 0:4 konn man schon' mal feiern, und zwar die Scheiß-Egal-Feier!" Dieser Andreas! 

 Immerhin können sich Spieler und Gäste dank des Ehrentreffers von Tuhtar in der 88. Minute auch kurz freuen. Die Pölfing-Brunner sind trotz der Niederlage gut drauf, man verabschiedet sich mit weißem Rauch mit weißem Rauch aus Wies. Bei uns raucht dann das Auto, um pünktlich beim USV Grenzland in der Nachbarsgemeine Eibiswald anzukommen.