Samstag, 2. November 2024

FC Sankt Andrä - SC Frauenkirchen

St. Andrä am Zicksee, Stefan Husz Sportanlage
1. Klasse Nord (Burgenland), 222 Zuschauer, 2:1

Da mein letzter Besuch eines Spiels im Nordburgenland schon über 1 Jahr zurück liegt, fällt meine heutige Entscheidung auf das Derby zwischen St. Andrä und Frauenkirchen. Hier geht es nicht nur ums Prestige, sondern auch um die Tabellenführung. St. Andrä liegt als Drittplatzierter nur einen Punkt hinter Tabellenführer Frauenkirchen. Dazwischen liegt der ASV Nickelsdorf.

Aufgrund dieser Voraussetzungen fühlt sich die Stefan Husz Anlage heute sehr ordentlich, bei der Eingabe der Zuschauer wurde allerdings offensichtlich auf die falsche Taste gedrückt, 333 oder 444 hätte definitiv besser gepasst als 222. Auf Seiten der Gastgeber gibt es eine Ultras-Gruppe, die gleich 3 Fetzen mit dabei hat. Erfreulich!

Da Andi und ich schon eine halbe Stunde vor dem Anpfiff den Sportplatz betreten, geht es zwecks Nahrungsaufnahme gleich Richtung Kantine. Die Schnitzelsemmel mit Mayo und/oder Ketchup lässt keine Wünsche offen. Pünktlich um 14 Uhr marschieren schließlich die Kicker samt Schiri Arif Ardem Richtung Mittelkreis. 

Die Hausherren übernehmen die Initiative und kommen auch zu etlichen Abschlüssen, bei denen freilich nichts zählbares herauskommt. Andi grübelt unterdessen, ob die Spieler als Siegprämie in Bezugnahme auf den Hauptsponsor etwa einen Salat bekommen? Dieser Andi!

Ein Thema ist das vorerst nicht, entgegen des Spielverlaufs geht nämlich der Tabellenführer in der 36. Minute durch Weigl in Führung. Das letzte Wort vor der Pause hat Schiri Arif Ardem, der einem Kicker aus St. Andrä unmissverständlich folgendes mit auf dem Weg gibt: "Wennst motschgerst kriagst Gelb, wennst weitermotschgerst kriagst Gelb-Rot - und dann gehst Duschen!"

Das Geschehen am Rasen ändert sich auch in der 2. Halbzeit nicht, Sankt Andrä hat ein klares Chancenübergewicht, doch man bringt die Kugel einfach nicht im Tor unter. Selbst ein Anhänger aus Frauenkirchen meint vorsichtig: "Ein X wäre gerecht!" Wir brechen noch einmal Richtung Kantine auf. Andi meint mit fiesem Grinsen: "Beim veganen Verein 4 Schnitzlsemmeln vadruckt!"

Anschließend folgt die Zeit des Patrik Sabo. In der 80. und 83. Minute dreht die Nummer 9 von Sankt Andrä die Partie doch noch zugunsten der Hausherren. Da beginnen auch die bis dahin ruhigen Ultras zu jubeln und zu singen. Es bleibt beim 2:1, womit sich Sankt Andrä als neuer Tabellenführer feiern lassen kann, da auch Nickelsdorf heute über ein Remis nicht hinauskam. Eine spannende Liga, die 1. Klasse Nord.

Wir beschließen unseren Aufenthalt in Sankt Andrä mit einer Kulturrunde, die uns unter anderem zum Zicksee führt.

































Freitag, 1. November 2024

SG Drasenhofen/Schrattenberg - SG Poysbrunn-F./Ottenthal

Drasenhofen, Sportplatz Steinebrunn
2. Klasse Weinviertel, 153 Zuschauer, 4:0

Wie vor einer Woche sollte es heute abermals ins Weinviertel gehen. Wieder werde ich von Andi begleitet. Nachdem mich dieser in Prinzendorf verlässt, bin ich die letzten 20 Minuten nach Steinebrunn, wo es heute zum Derby der Spielgemeinschaften kommt, alleine unterwegs. Als der Platzsprecher die 153 Besucher mit den Worten "Herzlich Willkommen zum Spiel zwischen der Spielgemeinschaft Drasenhofen/Schrattenberg/Herrnbaumgarten und der Spielgemeinschaft Poysbrunn-Falkenstein/Ottenthal" begrüßt, hört man so manch Gelächter auf der Tribüne.

Das verstummt kurz darauf, es folgt nämlich eine Trauerminute für einen in der vergangenen Woche während eines Reserve-Match verstorbenen Spieler des FC Wilfersdorf. Beim Eingang findet man daher auch eine Spendenbox für die Familie des Spielers. Bei solchen Nachrichten scheint die Info, dass es beim heutigen Nachtragsspiel der 5. Runde um den letzten Platz in der 2. Klasse Weinviertel geht, völlig nebensächlich.

Die Letztplatzierten, das sind die Gastgeber, erwischen den besseren Start. Marcel Koller trifft schon in der 7. Minute zum 1:0, womit man in der Live-Tabelle die Rote Laterne an den heutigen Gegner abgibt. Kurz darauf verhindern der Gästegoalie sowie die Latte einen weiteren Treffer. Nach rund 15 Minuten kommt Poysbrunn/Ottenthal im Spiel an Man versucht es zumeist mit Weitschüssen, die Großteils im Acker hinter dem Zaun landen.

Wie es geht, zeigen die Hausherren: Dyshuk und Vlcek erhöhen knapp vor der Pause auf 3:0. Ein Anhänger der Gäste nimmt dies mit einem resignierenden "Naujo!" zur Kenntnis. In der Pause gibt es mit einer Käsleberkässemmel und einem Hirschen Hell der Hubertus Brauerei ein ansprechendes Menü.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff wird das vermeintliche 4:0 wegen Abseits aberkannt. Das war es dann vorerst mit den Großchancen. Ein Herr auf der Tribüne stellt richtigerweise fest, dass des Spü in da 2. Hoibzeit a bissl eingschlofn is. Als Wecker fungiert Frantisek Vlcek, der mit seinem 2. Tor für den 4:0-Endstand sorgt.

Durch diese Derbyniederlage findet sich die SG Poysdorf-Falkenstein/Ottenthal am letzten Tabellenplatz wieder, während die SG Drasenhofen/Schrattenberg/Herrnbaumgarten gleich 2 Plätze gutmacht.