Samstag, 7. Juni 2014

Union Katsdorf - Union Vorderweißenbach

Katsdorf, Sportplatz Union
Bezirksliga Nord (OÖ), 325 Zuschauer, 2:1


Heute gibt es wieder eine Ligapremiere, nämlich die oberösterreichische Bezirksliga Nord. In der vorletzten Runde trifft der Tabellenführer Union Katsdorf auf den Vorletzten Vorderweißenbach. Union Katsdorf hat 2 Punkte Vorsprung auf den Zweiten, daher ist ein Sieg heute Pflicht.

Bei sommerlichen Temperaturen (28 Grad) sind heute 325 Zuschauer auf dem Union-Platz, darunter neben meiner Wenigkeit auch noch die Hopperkollegen aus Stockerau-Umgebung, Alex und Andi.
Ticket gibt es keines, dafür - als würdigen Ersatz - eine fesche Spielvorschau!

Katsdorf wirkt zu Beginn ziemlich nervös, die Gäste aus dem Ort mit dem klingenden Namen Vorderweißenbach sind in den Ersten 30 Minuten ziemlich dominant. Wir sitzen zu dem Zeitpunkt auf der kleinen Tribüne im Schatten. Dort herrscht eine hervorragende Stimmung, der Heimblock versucht sogar Gesänge anzustimmen, was jedoch meistens misslingt. Auch der Auswärtsmob ist ziemlich motiviert.

Langsam erfängt sich Katsdorf und geht schließlich mit 1:0 in Führung, Weitere "100er" werden leichtfertig vergeigt. Unser geschultes Auge bemerkt etwas Kurioses am Linienrichter, der laut Alex wie ein Vogel aussieht. Dieser hat ein Schiri-Leiberl vom DFB an. Ist das ein Schiri-Legionär oder hat er es billig auf Ebay ersteigert? ;-)

Aufgrund der Hitze gibt es heute zur Pause ein Eis und ein kühles Wasser. Sogar der Alex verzichtet heute auf seinen heißgeliebten Kaffee ... das heißt was!!

In Halbzeit 2 machen wir die Umrundung komplett und der Gast das überraschende 1:1. Jetzt ist Feuer am Dach, die Fans verlieren fast die Neven bei den vielen Chancen die schon wieder vergeben werden. Einer trischt mit voller Wucht gegen die Werbebande, ein anderer reißt fast den Zaun nieder und eine Dame meint "Des is ein Fiasko".

Nur gut, dass in der 70. Minute doch noch das 2:1 fällt, welches Katsdorf über die Zeit bringt. "Wir sind im Rennen" sagt der Stadionsprecher direkt nach dem Abpfiff. 2 Stunden später sollte der Verfolger Julbach verlieren, daher wird man Union Katsdorf nächstes Jahr in der LL Ost sehen. Gratulation!




















Freitag, 6. Juni 2014

SCU Euratsfeld - USV Oed/Zeillern

Euratsfeld, Sportplatz
Gebietsliga West, 230 Zuschauer, 1:5


Die WM in Brasilien steht vor der Tür, der Ligabetrieb 13/14 geht hingegen mit Riesenschritten dem Ende zu. Daher wird dieses Pfingstwochenende nochmals ausgenutzt, um den einen oder anderen neuen Platz zu besuchen. Den Anfang am Freitag-Abend macht Euratsfeld, die in der letzten Runde der GL West auf Oed/Zeillern treffen. Es ist ein Mittelfeldduell, aber immerhin ein Bezirkderby. Mit dabei ist Herr Matzke Alex.

Der Sportplatz ist mit 230 Besuchern sehr gut besucht, neben dem Spielfeld steht heute ein Zelt, da dieses Wochenende ein wenig gefeiert wird. Eine Tribüne gibt es hier nicht, dafür Heurigenbänke hinter dem Tor sowie Sitzplätze auf einer Längsseite. Eine Umrundung ist nicht möglich. So viel zu den Fakten.

Da das Spiel ganz gemächlich startet, hole ich mir gleich mal ein Schnitzelsemmerl vom Festzelt, was eine sehr gute Entscheidung ist. Im Anschluss absolvieren wir die halbe Umrundung. Ganz am anderen Ende des Platzes sitzt Herr Kirchweger, ein älterer Ordner, der uns für das restliche Spiel glänzend unterhält. (Zu sehen am Foto ...). Herr Kirchweger feiert heute übrigens seinen 50. Hochzeitstag, aber das verrät er nicht, sonst würd ihm das ein paar 100 Euro kosten. Als Oed das 2:0 erzielt meint er "Mit de wos do spün, konnst nix gwinna."

Nach dem Pausenkaffee (samt Schaumrolle) geht es wieder retour zum Ordner. Lange Zeit steht es 1:3, das ist ausgerechnet das Ergebnis, das unser Ordner beim Tippspiel gewettet hat. Leider fällt 5 Minuten vor Schluss das 1:4. Da bricht für den netten Herrn eine Welt zusammen "Des wor jettz wirklich a Schas, a poor Schülling hätt i scho gern gwunna" Nach dem 1:5 in der 90. Minute sagt er "Des is a schene Fuhr"    Schon jetzt kultverdächtig.

Scheinbar waren wir ihm sehr sympathisch, denn nach dem Schlusspfiff öffnet er für uns einen illegalen Ausgang, damit wir nicht so weit zum Auto gehen müssen. Danke schön.
Kein Danke gebührt der örtlichen Feuerwehr, welche die Ausfahrt einige Minuten völlig unmotiviert blockiert ;-.)

In Euratsfeld wird man uns sicher wieder sehen, da gerade eine neue Sportanlage gebaut wird.

















Montag, 2. Juni 2014

SC/ESV Parndorf - LASK

Parndorf, Heidebodenstadion
Erste Liga Relegation, 3.000 Zuschauer, 0:1


Relegation zur Ersten Liga, Parndorf - LASK, das ist ein guter Grund, endlich auch mal das Heidebodenstadion zu beehren. Das denken sich heute insgesamt 3.000 Menschen, damit ist die Kapazität des Stadions ziemlich erschöpft.

Fast die Hälfte davon reist heute aus Linz an, um den Traditionsverein LASK beim Unternehmen "Zurück in den Profifußball" zu unterstützen. Für einen neutralen Fan ist das eine tolle Sache, da die LASK'ler 90 Minuten Stimmung machen.

Dickes Lob an die Parndorfer für die Eintrittskarte, die sogar das Logo des Gastvereins drauf hat. 10 von 10 Punkten :-) Zusätzlich liegt noch eine Gratis-Stadionzeitschrift auf. Respekt.

Natürlich ist es schön, wenn viele Zuschauer mit dabei sind, doch es gibt natürlich einen Haken an der Sache: Wenn man seinen Platz verlässt, steht man garantiert irgendwo ganz weit hinten. Aus diesem Grund beschließe ich, die gesamte 1. Halbzeit an einem einzigen Ort zu verbringen, in meinem Fall ist das ein Stehplatz in der 2. Reihe gegenüber der Haupttribüne.

Natürlich sind einige der Fans nicht ganz zufrieden mit dem Platzmangel und der daraus resultierenden schlechten Sicht.  Aussagen wie "Huach ma se des Spü on, weil sehn da ma eh nix" oder "I siach nur dine Hälfte vom Spielfeld, kriag i do jetzt die Hälfte vom Eintritt zurück?" sind trotzdem die Ausnahme.

Das Spiel ist "ein richtiger Fight", der LASK ist etwas besser und trifft in der 1. Halbzeit 2x die Latte, die 2. Halbzeit verläuft ähnlich. In der 85. Minute erzielen die Linzer das entscheidende Tor, welches in Überzahl fällt, da ein Parndorfer in der 59. Minute ausgeschlossen wird.

In der 2. Halbzeit mache ich dann eine halbe Platzumrundung, die letzen 10 Minuten verbringe ich im Bereich des LASK, daher bin ich auch beim Torjubel mitten drin statt nur dabei. Mein Plan, Mitte der 2. Halbzeit eine Leberkässemmel zu kaufen scheitert. "A trockene Semmel kennans hom, der Rest ist leider aus" ;-)  Da hat wohl jemand nicht mit so vielen Zuschauern gerechnet....

Ein Erlebnis war es allemal, der LASK hat sich auf jeden Fall eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel auf der Gugl in 3 Tagen geschaffen ....