Mittwoch, 28. September 2016

Amurrio Club - Zalla UC

Amurrio, Estadio Basarte
Copa Federación, ca. 120 Zuschauer, 0:1


Zum 3. Mal innerhalb von 10 Monaten trifft Rapid im Europacup auf einen spanischen Vertreter. Daher verbinde ich diese Möglichkeit wiederrum für ein intensives Spanien-Programm. Mit Andreas und Brucki geht die Reise via Frankfurt nach Bilbao. Danke an Brucki für die edle Frühstücksspende am Flughafen.

Nach dem Einchecken ins Hostel steht eine erste kleine Besichtigungstour durch die baskische Hauptstadt am Programm, bevor es am Abend mit dem Regionalzug in das 30 km entfernte Amurrio geht. Dort findet heute das Semifinal-Rückspiel der Copa Federación zwischen dem Amurrio Club und Zalla UC statt.

Nachdem ja der Brucki mit dabei ist, wird natürlich auch die Stadt besichtigt, wo vor allem die Kirche überzeugen kann.  Als plötzlich die Glocken wie aus heitern Himmel losläuten, ist Brucki erfreut: „Das ist das weltberühmte Glockenspiel von Amurrio!“  Da dieses Glockenspiel eine Ewigkeit nicht verstummt, werfe ich ein: “Na, des dauert aber lange!“ Andreas meint: „Hätte ich so schöne Glocken, würd ich auch lange läuten!“  Kurios!

15 Minuten vor Spielbeginn sind wir auch schon im Stadion Basarte, wo wir vom Kassier herzlich begrüßt werden.  Die Copa Federación ist ein regionaler Cup für Dritt- bis Fünftligisten. Das Hinspiel in Zalla endete mit 1:1. Da ist  heute also noch alles möglich.

Bevor das Spiel angepfiffen wird, erscheint mein Zimmerpartner Lions Michi – wie immer – aus dem Nichts.  Die 1. Halbzeit verläuft völlig ausgeglichen und bietet wenig Sehenswertes. Als ich diesen Umstand anspreche, meint Brucki: „Du hast wohl schon lange kein Cupspiel mehr in Österreich gesehen!“

Zur Pause steht es 0:0. Aufgrund der Auswärtstorregel würde dieses Ergebnis dem Amorrio Club für den Finaleinzug reichen. Für mich ist nun Zeit für eine Tapas-Kostprobe. Je länger das Spiel dauert, desto offensiver agiert der Gast. Angetrieben von der Nummer  5, Goikoetxea, taucht Zalla vermehrt vor dem Tor der Heimischen auf. Auch die Nummer 10 der Gastgeber, der tschechische Baske Morales, kann an dieser Tatsache nichts ändern.

In der 88. Minute ist es dann soweit:  Die Gäste gehen durch Bernaola mit 1:0 in Führung. Die Gastgeber stehen unter Schock und schaffen es nicht mehr, das Spiel auszugleichen. Der Amurrio Club wurde für die destruktive Spielweise in der 2. Halbzeit beinhart bestraft und verpasst damit zur Enttäuschung der anwesenden Zuschauer das Endspiel. Auch das Flutlicht ist enttäuscht und verabschiedet sich - zumindest teilweise - nach dem Gegentor mit viel Rauch.





































 



  

Sonntag, 25. September 2016

SV Hollenburg - SC Sitzenberg/Reidling

Hollenburg, Sportplatz
1. Klasse Nordwest-Mitte, 182 Zuschauer, 1:2


Der SV Hollenburg lädt am heutigen Sonntag gegen den SC Sitzenberg/Reidling zur Matinée. Beim Betreten des Sportplatzes zählt der gutgelaunte Stadionsprecher gerade die heute angebotenen Köstlichkeiten auf: Bratwürstl, Kotelett, Kotelettsemmerl und Steckerlfisch! Das nenn ich einen gelungenen Auftakt!

Den besseren Auftakt erwischen heute die Gastgeber, mehr als ein Schuss aufs Lattenkreuz schaut jedoch nicht heraus in Hälfte 1. Die Gäste erzielen kurz vor der Pause ein Tor, das jedoch wegen Abseits zurecht aberkannt wird.

In der Halbzeit wird nicht nur das aufgemalte Logo der S33 - Unterführung abgelichtet, sondern auch die Donau in Szene gesetzt. Die grenzt hier - ähnlich wie kürzlich gesehen in Langenlebarn - direkt an den Sportplatz. Aus der Donau kommen auch die angepriesenen Steckerlfische, die direkt hinter dem Tor fachmännisch zubereitet werden (Fotos 20 und 21). Eigentlich sollte man hier ja zuschlagen! Ich will mir jedoch etwaige Grätentroubles ersparen, also wähle ich schließlich die Bratwurst.

Während diese konsumiert wird, erzielt Hollenburg das 1:0. (65.) Es riecht nach einem knappen Heimsieg. Man sollte jedoch die Rechnung nie ohne dem Gast machen. Sitzenberg/Reidling dreht per Doppelschlag in der 82. und der 84. Minute das Spiel. Das 2. Tor wird von einem Zuseher wie folgt kommentiert: "Der Boi is eingfoan wia a Bombn!". Tja, so kann's gehen!

Hollenburg ist schockiert und findet keine Antwort mehr. Der Gast nimmt 3 Punkt in die 10 km entfernte Heimat mit. Ein älterer Fan ist mit diesem Ergebnis gar nicht einverstanden: "Do kriagns 2 so deppate Tore kurz vor Schluss - die Trottln!" Passt schon so, lass es raus! :-)