Samstag, 25. September 2021

SV Windischgarsten - SV Spital/Pyhrn

Windischgarsten, Arena
1. Ost (OÖ), 470 Zuschauer, 5:3


Nach 2 Spielen zum Aufwärmen folgt nun unser heutiges Topspiel: Das Pyhrn-Priel-Derby zwischen Windischgarsten und Spital am Pyhrn, welches dank des Aufstiegs des SV Spital in die 1. Klasse seit 2 Jahren die Zuschauer auf die entsprechenden Sportplätze lockt. Auch heute herrscht in der Arena Windischgarsten unter den 470 Besuchern wieder Volksfeststimmung.

Pünktlich um16.00 Uhr betreten die Akteure das Spielfeld. Während der Schiri die Teams zum Mittelkreis führt, gibt es von beiden Fanclubs Pyrotechnik zu bestaunen. Da hat sich der Besuch schon vor dem Anpfiff gelohnt. Die Gastgeber gehen als Tabellenführer heute als klarer Favorit in dieses Spiel, der Kontrahent aus Spital befindet sich im Mittelfeld der 1. Ost.

Die Favoriten gehen dank zweier Treffer binnen 3 Minuten auch rasch in Führung. Während ein Mädl im Windischgarten-Fanclub mit den Folgen von übertriebenen Alkoholkonsums schwer zu kämpfen hat, lassen die fitten Mitglieder abermals Rauch aufsteigen. Dasselbe passiert nach dem 3. Tor in der 33. Minute, wo gleich der ganze Platz eingenebelt wird. Das gefällt Schiri Waldl gar nicht. Dieser schickt den Ordnerdienst zum Fanclub, die nach kurzer Diskussion ihre Position hinter dem Tor verlassen.

Währenddessen analysieren zwei Herren aus Spital: "Entweder san des so guad, oda mia son ned so guad!" Sein Nebenmann antwortet nach kurzem Nachdenken: "Nojo, so schlecht san de ned!"
Kurz vor der Pause geht es zum Bosna-Stand, bei dem der Inhalt nichts zu wünschen übrig lässt, das Weckerl jedoch nicht an die Qualität aus Oftering, dem neuen Bosna-Referzenwert, herankommt.

Unmittelbar nach der Pause sollte es so richtig rund gehen. Innerhalb von 6 Minuten fallen gleich 4 (!) Tore, 3 davon gehen auf das Konto von Spital. Somit steht es plötzlich nur noch 4:3. Die resolute Damen neben mir ist schwer begeistert: "Jetzt geht's Ramba-Zamba!" Außerdem schreit sie ihren Begleiter an, der offensichtlich nicht im Lager der Gäste steht: "Sei ned so deppat und hüf zu Spitoi!" 

Windischgarsten wirkt nur kurzfristig geschockt und kann in der 68. Minute auf 5:3 erhöhen. Dabei sollte es dann auch bleiben. Der Fanclub, der sich nach dem Ordner-Einsatz zurückgehalten hat, sorgt nach dem Abpfiff  für den letzten Rauch des Tages. Auf der Facebook-Seite von Windischgarsten stand vor dem Spiel: "Wer hier nicht kommt, ist selber schuld!" Sie hatten recht, das Pyhrn-Priel-Derby konnte meine hohen Erwartungen voll und ganz erfüllen.































 

WSV "Blue Angels" Liezen - SV Stallhofen

Liezen, Birkenstadion
Frauenoberliga Mitte/Nord (Stmk.), 40 Zuschauer, 0:18

Nach dem Auftakt in Maria Neustift geht es nun der Enns entlang nach Liezen, wo heute um 13.00 Uhr im Birkenstadion vom WSV ein Spiel der Damenmannschaft in der steirischen Frauenoberliga Mitte/Nord über die Bühne geht. Obwohl ich prinzipiell Damenspiele auf auch von Herren bespielten Sportstätten meide, gebe ich für dieses Spiel grünes Licht, da es zeitlich einfach zu perfekt zwischen Maria Neustift und Windischgarten liegt.

Wir erreichen das Birkenstadion per Punktlandung, 4 Minuten später können die Damen aus Stallhofen erstmals an diesem Tag jubeln. Die in pink antretenden Blue Angels aus Liezen beginnen ihr Spiel mit einem Mann ähm einer Frau weniger - und verlieren nach einem Zusammenstoß kurze Zeit später die nächste Spielerin. Die Kollegin aus Stallhofen wird nach diesem unglücklichen Zwischenfall sogar per Rettung abtransportiert, nachdem sie von Schiri Kevin Walzl zur Seitenlinie getragen wurde. Kein schöner Start in diese Partie.

Mit 2 Damen weniger haben die Pink Angels überhaupt nichts mehr zu melden. Zur Pause steht es schon 0:7. Philipp kennt den wahren Grund dafür: "Wenn die Blue Angels in Pink spielen kann das ja nichts werden!" Da Philipp doch etwas deprimiert wirkt, braucht er nun dringend ein Gegenmittel. Die entsprechende Medizin stammt aus Murau und wird in der Pause eingenommen.

Den Großteil der 2. Halbzeit verbringen wir hinter der armen Torfrau der blauen Engel, Martina Weissl, also eigentlich ein White Angel. Diese erklärt uns, während 30 Meter vor ihr Stallhofen einen neuerlichen Angriff startet, warum heute überhaupt nichts geht bei den Engeln: "Olle 3 Innenverteidiger von uns san valetzt!" Na siehst, Philipp - es sind also doch nicht die Dressen!

Kevin Walzl beendet das Spiel nach weiteren Verletzungspausen und der entsprechend langen Nachspielzeit beim Stand von 0:18. Während Philipp & Andreas von dem Gesehenen durchaus angetan sind, war es für mich dann doch wieder eine Bestätigung meiner Einstellung bezüglich solcher Spiele.