Samstag, 12. Juni 2021

Union Kleinmünchen - Wildcats Krottendorf

Linz, Sportanlage Union Kleinmünchen
2. Liga Damen, 60 Zuschauer, 2:1

Wie vor 7 Tagen geht es heute mit Philipp abermals zu zwei Spielen nach Oberösterreich. Wobei es doch einen wesentlichen Unterschied gibt, so wurde Mitfahrer Andi durch Mozart ersetzt. Nachdem ich seit dem 2. Lockdown bislang ausschließlich Begegnungen in diversen Coronaligen besuchte, geht es heute sogar zu einem Pflichtspiel der Seuchensaison 2020/21. Die 'Damen der Union Kleinmünchen empfangen in der 2. Damenbundesliga im vorletzten Heimspiel die Wildkatzen aus Krottendorf. 

Nach erfolgreicher Absolvierung eines Bierstopps findet Philipp im 2. Anlauf einen Parkplatz. Als er bemerkt, dass ich meine Habseligkeiten nicht im Auto verstecke ermahnt er mich: "Da würd ich den Rucksack ned lassen, mir san do in da Bronx von Linz!" Dieser Philipp....

Mein Interesse an Damenspielen hält sich bekanntlich in Grenzen, wenn es sich jedoch um einen Platz handelt, der ausschließlich vom weiblichen Geschlecht bespielt wird, mache ich freilich eine Ausnahme. Im Gegensatz zu meiner Wenigkeit kann man meine 2 Begleiter als Experten des Damenkicks bezeichnen.

Im Duell zweier Mittelständlerinnen können sich die Gastgeberinnen ein leichtes Übergewicht erspielen. Da Philipp beide Teams in den vergangenen Wochen schon gesehen hat, werde ich von ihm mit unzähligen Infos versorgt. Diese lauten z.B.  "Das ist die Simona Halep des Fußballs" oder auch "De Torfrau is liebenswert schlecht!" Währenddessen trifft Emy Holzinger zum 1:0. Der Experte für verpasste Tore namens Mozart befindet sich zu dem Zeitpunkt gerade in der Kantine um Bier zu besorgen.

Kurz vor dem Pausenpfiff erhöht Jassi Röbl auf 2:0. Als hätte ich nicht schon genug Informationen von Philipp bekommen, gesellt sich ein redseliger Ordner zu uns. Wir sprechen ihn auf die geplante Fusion mit Blau-Weiß-Linz an. Mit bösem Blick meint er: "Na!Na!, des ist ka Fusion sondern a Spügemeinschoft!" Als Vorteil sieht er, dass künftig endlich ein Masseur die Kleinmünchner Mädls bearbeiten wird.

Die Gastgeberinnen haben auch in der 2. Halbzeit alles unter Kontrolle, bis es in der 84. Minute plötzlich Elfmeter für Krottendorf gibt. Wildkatze Farnleitner verwertet sicher, Mozart verpasst das Tor. Torquote Mozart 33,3 % Und das sogar Periodisch. Damit liegt er wohl in seinem langjährigen Schnitt. Die Wildkatzen haben noch 2-3 gute Chancen auf den Ausgleich, doch schlussendlich bleibt es doch beim knappen, aber verdienten Heimsieg. 

Damit verabschieden wir uns von der netten Sportanlage, die sich heute mit dem Kran Sasso im Hintergrund von ihrer hübschesten Seite gezeigt hat, und wünschen der Union Kleinmünchen alles Gute für die Zukunft. Mit Blau-Weiß als Partner sollte die Rückkehr ins Oberhaus nur eine Frage der Zeit sein.

Für uns ist der Tag noch nicht zu Ende - es geht ab nach Scharnstein zu einem Spiel des Traunsee-Almtal-Cups.






















Samstag, 5. Juni 2021

Union Sarleinsbach - Union Putzleinsdorf

Sarleinsbach, Sportplatz
Donau-Ameisberg-League, 120 Zuschauer, 1:6


Nach dem Hansberg-C(o)up in St. Veit folgt auch schon das nächste Highlight. Das Derby in der Donau-Ameisberg-League zwischen Sarleinsbach und Putzleinsdorf.  Ganze 4 Kilometer trennen diese beiden Gemeinden. Aufgrund fehlender Pferde unter der Haube des Leih-Fiestas verpassen wir zwar hauchdünn den Anpfiff, jedoch keine Tore.

Am Sportplatz werden wir von Funktionären begrüßt die vorbildlich kontrollieren, ob wir geimpft, getestet oder gar schon Corona-genesen sind. Da zumindest ein Punkt bei jedem unserer Hoppergemeinschaft zutrifft, dürfen wir den Sportplatz auch betreten - und werden gleich nochmals begrüßt! Diesmal vom Bosna-Grillmeister.

Nach kurzem Überlegen entscheiden wir, vor dem Abendessen doch noch ein wenig das Spiel zu beobachten. Unser geschultes Auge sieht sofort, dass der Bezirksligist Putzleinsdorf dem Gastgeber aus der 1. Klasse klar überlegen ist. Die Führung in der 18. Minute ist der Anfang vom Sarleinsbacher Ende. Beim 2. Tor der Gäste stehen wir bereits beim Bosna-Stand, wo Philipp eine Sammelbestellung aufgibt - und damit den für die Kassa zuständigen Nachwuchskicker ins Schleudern bringt. 

Nachdem auch diese Aktion mit unserer Hilfe gut ausgeht, genießen wir Oberösterreichs Sportplatzspeise Nummer 1 und erleben mit vollem Mund das 0:3 in Minute 35. Das Spiel ist längst entschieden. Die 2. Halbzeit nützen wir, um den Sarleinsbacher Sportplatz mit seiner eindrucksvollen Tribüne von allen möglichen Winkel abzulichten. 

Etwas überraschend kann Sarleinsbach kurzfristig auf 1:3 verkürzen. Damit haben auch die heimischen Fans nach der langen Coronapause endlich wieder einen Grund zum Jubeln. Die Gäste bleiben allerdings auch nach dem Gegentor das spielbestimmende Team und ziehen wieder davon. In der 90. Minute erzielt Pühringer schließlich das 6. Tor und sorgt damit für ein Dominic Thiem - Ergebnis. Putzleinsdorf wird im Kampf um den Titel in der fantastischen Donau-Ameisberg-League wohl ein gewichtiges Wort mitreden. 






















Union St. Veit i.M. - Union Niederwaldkirchen

St. Veit im Mühlkreis, Hansberg-Arena
Hansberg-Cup, 100 Zuschauer, 2:1


Unsere tschechischen Nachbarn haben in der 1. Coronapause bewiesen, dass man Freundschaftsspiele durch Umwandlung in regionale Wettbewerbe sowohl für Fans als auch für Spieler attraktiver machen kann. Erfreulicherweise gibt es einige dieser "Coronaligen" nun auch in Oberösterreich. Philipp und ich haben für heute die Union Sarleinsbach in der Donau-Ameisberg-League als Ziel ausgewählt. Vor einigen Tagen meinte Philipp, wir könnten ja vorher noch das Freundschaftsspiel in St. Veit mitnehmen, da sich dieses sowohl geographisch als auch zeitlich anbieten würde.

Obwohl ich den Besuch eines Freundschaftsspiels in etwa so interessant finde wie das Bügeln meiner Hemden, stimme ich Philipps' Vorschlag zu. Bei näherer Recherche kommt dann jedoch Freude auf, schließlich ist dies kein ordinäres Testspiel, sondern die 1. Runde im Hansberg-Cup, an dem 4 Mannschaften teilnehmen. Für mich ist das der C(o)up des Tages!

Neben Philipp konnte sich auch Andy für die Fahrt ins Mühlviertel aufraffen. Wäre auch völliger Wahnsinn gewesen, hätte er den einzigartigen Doppler Hansberg-C(o)up / Donau-Ameisberg-League ausgelassen. Trotz eines (Bier-)stopps samt Freistädter-Verkostung erreichen wir pünktlich die Hansberg-Arena, wie sich die Heimstätte der Union St. Veit im Mühlkreis nennt.

Der Gegner kommt aus Niederwaldkirchen. Bei Abbruch der Meisterschaft zierten diese beiden Teams das Tabellenende der 2. Klasse Nordwest. Meine einleitenden Worte werden bestätigt, sowohl Heim- als auch Auswärtsfans sorgen für gute Stimmung. Für etwas Verwunderung sorgt ein junger Besucher, der Andy mit den Worten "Servas, in Alkohol gibt's heit do drüben!" begrüßt, als wäre er sein jahrelanger Zechkumpane. 

Aufgrund unseres Boxenstopps ignorieren wir diese an sich wichtige Info und betreten die hübsche Haupttribüne. Keine Minute zu früh, denn gleichzeitig mit dem Anpfiff setzt ein heftiger Gewitterregen ein. Dem Schiri ist das egal, auch die Spieler kicken munter drauf los, doch die Linien werden vom Regen weggewischt. So kommt es zu dem Kuriosum, dass der Platzwart unmittelbar nach dem Regenguss die Linien wieder nachzieht - während des Spiels wohlgemerkt!

In der 19. Minute erzielt Manuel Fröhlich die St. Veiter Führung. Die fröhlichen Gesichter der heimischen Fans frieren eine Minute später beim Ausgleich durch Hias Leitner gleich wieder ein. Goalie Keplinger im LASK-Dress macht dabei keine allzu glückliche Figur. Die Niederwaldkirchner Nordwestkurve stimmt nach dem Tor Gesänge an. Während Philipp und meine Wenigkeit den Platz umrunden, kann Flo Hofer den alten Abstand wieder herstellen. Danach geht es auch schon in die Kabinen.

Nach der Pause müssen die Spieler der Hitze und wohl auch dem hohen Tempo in Halbzeit 1 Tribut zollen. Beide Teams schalten mindestens einen Gang zurück und erinnern damit an mein heutiges Leihfahrzeug. Es bleibt beim knappen Heimsieg für die Gastgeber, damit ist die Revanche für die 0:2 Liga-Niederlage im vergangenen September gelungen. Nach diesem schönen Auftakt geht es zügig weiter nach Sarleinsbach, wo ja schon das nächste Coronaliga-Derby auf uns wartet.