Samstag, 11. August 2018

SV Stanz - WSV Liezen

Stanz im Mürztal, Teichstadion
Unterliga Nord A, Stmk, 150 Zuschauer, 3:3


Philipp und ich hatten für diesen Samstag einen steirischen Doppler mit St. Radegund und Rein geplant. Doch die fantastisch-hobberfreundliche Ansetzung der Unterliga Nord A, in der man 3 Spiele über die volle Distanz beobachten kann, lässt uns keine andere Wahl, als unseren Plan über den Haufen zu werfen - trotz des Umstandes, dass wir nun mit Rein nicht im Reinen sind.

Da dieser Plan auch Brucki und Andi überzeugt, treten wir zu viert die Reise ins Mürztal an. Die 1. Station führt uns ins Stanzer Teichstadion, wo der heimische SV zum Saisonauftakt vor immerhin 150 Besuchern den WSV Liezen empfängt. Darunter befindet sich eine lautstarke Abordnung aus Liezen - und auch der Doppelgänger von Sami Khedira, wie man am Foto 11 erkennen kann.

Bei Temperaturen um die 30 Grad entwickelt sich ein Spiel, das zu Beginn nur langsam Fahrt aufnimmt. Aus diesem Grund mutiere ich in der 9 Minute zu Ernst Schingal und wage folgende Prognose: "Des wird a 0:0!". Eine Minute später erzielt Liezen die Führung. Philipps' Spott hab ich mir damit redlich verdient.

Dank eines Stanzer Torerfolges kurz vor der Pause geht es mit einem 1:1 zur Abkühlung in die Kabinen. In der 2. Halbzeit sollte es dann so richtig rund gehen. Der Großteil von uns sieht 4 weitere Tore. Am Ende trennen sich die Kontrahenten gerecht mit 3:3.

Das Teichstadion kann mit einer Vielzahl von netten Motiven vollends überzeugen. Kurios ist vor allem die Torwand, an der man - vor allem zu Brucki's Verwunderung - erkennen kann, dass es einen Stanzer FC Tirol-Fanclub gab.

Wenn ein Stadion schon nach einem Teich benannt wird, sollte man dort auch auch vorbeischauen. Zumindest Brucki & ich sind dieser Meinung. Andreas und Philipp verweigern hingegen den Teichbesuch - und verpassen dadurch auch die dort stattfindende Jongliermeisterschaft. Tja, selber schuld, meine Herren!































Freitag, 3. August 2018

ASV Draßburg - ASV Siegendorf

Draßburg, Sportplatz
Burgenland-Cup, 520 Zuschauer, 1:3


In der 2. Runde des Burgenland-Cups kommt es heute zum Nachbarschaftsduell zwischen Draßburg und Siegendorf. Zwischen den beiden Teilnehmern der Burgenlandliga wird eine ausgeglichene Partie erwartet. Im Vorjahr beendeten sie die Saison auf den ausgezeichneten Plätzen 2 (Siegendorf) bzw. 3 (Draßburg).

Da ich mit 15 Minuten Zeitreserve am Zielort ankomme, wird auch noch ein klein wenig Kultur mitgenommen, nämlich die Pfarrkirche zur Heiligen Anna und das Kriegerdenkmal. Anschließend geht es auf die 2010 errichtete Sportanlage, bei der man von einem gelben Container mit der Aufschrift "Das Runde muss ins Eckige" begrüßt wird. Ja, warum auch nicht!

Auf der gut gefüllten Tribüne gibt es bereits vor dem Anstoß interessante Gespräche mitzuhören, wie der Dialog zweier älterer Herrschaften: "Mia treffn uns imma nur am Spurtplotz!" "Jo, des passt eh! Bessa am Spurtplotz wia beim Doktor!" Da hat er recht!

Es entwickelt sich von Beginn an das erwartet ausgeglichene Spiel. Ein weiterer Zuschauer prophezeit: "Wer des 1. Tor schiasst, der gwinnt!" Während die Sonne spektakulär hinter dem Horizont verschwindet, bringt in der 1. Halbzeit keines der beiden Teams das Runde ins Eckige.  Siegendorf ist übrigens der Titelverteidiger dieses Wettberwerbs. Als Belohnung für den Pokalsieg wurde in der 1. ÖFB-Cup - Runde der SK Sturm den Siegendorfern zugelost. Mit 0:2 konnte man sich kürzlich achtbar aus der Affäre ziehen.

Während ich am Grillstand auf meine Käsekrainer warte, erzielt Draßburg in der 47. Minute das 1:0. Der Grillmeister reißt vor lauter Freude die Grillzange in die Höhe. Laut dem Prophet könnte der Schiri das Spiel nun eigentlich abpfeifen, da jetzt ohnehin Draßburg aufsteigt. Lange Zeit sieht es tatsächlich nach einem Draßburger Heimsieg aus, in der 79. Minute kann Siegendorf jedoch ausgleichen.

Die Gäste nützen nun die Gunst der Stunde und legen in der 84. Minute nach. Draßburg hat nun nichts mehr entgegenzusetzen und kassiert in der letzten Minute der Nachspielzeit ein weiteres Tor. Für mich sind heute nicht die tapferen Draßburger die Verlierer des Tages, sondern der selbsternannte Prophet, der mit seiner Einschätzung völlig daneben lag :-)