Freitag, 11. Mai 2018

Vysočina Jihlava - Sparta Praha

Jihlava, Stadion v Jiráskově ulici
1. česká fotbalová liga, 4.500 Zuschauer, 0:1


Am 17.2.2018 wollte ich mir Jihlava  gegen Slavia ansehen. Aufgrund eines Wintereinbruchs habe ich allerdings auf die Fahrt ins Zentrum der Region Vysočina verzichtet. Bei perfektem  Ausflugs- und Fußballwetter steht knapp 3 Monate später das Spiel gegen Sparta am Programm. Jetzt oder nie!

Um 13 Uhr erreiche ich das 50.000 Einwohner zählende Jihlava. Die Zeit wird für 2 wichtige Sachen investiert: Zum einem für die Auffüllung der tschechischen Biervorräte, zum anderen für ein ausgiebiges Kulturprogramm.

Bei der Kulturrunde werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie die Jakobs-Kirche oder der  Gustav-Mahler-Park besucht. Abschließend geht es auf den riesigen Masaryk-Platz, der reichlich Kultur und Kulinarik bietet.  Zudem führen heute, sehr zu meiner Freude, einige Mädls exotische Tänze auf.

Obwohl ich dabei stundenlang zusehen könnte, geht es schon kurze Zeit später zum Stadion v Jiráskově ulici, welches eine Kapazität von 4.500 Plätzen aufweist. Nachdem mein Auto dem Parkplatz am Frachtenbahnhof zugewiesen wurde, wird der kurze Fußmarsch zum Stadion fast im Gänsemarsch absolviert. Bis zum Anpfiff sollte sich das Stadion komplett füllen. Die Bude isst voll, darüber freut sich auch Ježek, das Maskottchen.

In der 1. Halbzeit befinde ich mich auf der Tribuna A in unmittelbarer Nähe des sangesfreudigen Jihlava-Fanclubs. Aus diesem Grund dringt von den Sparta-Fans wenig zu mir vor. Für einige Zeit sind die Gästefans überhaupt komplett ruhig, vermutlich protestiert man gegen den alles anderen als fanfreundlichen Freitags-Spieltermin.

Nach einer desaströsen Herbstsaison hat sich Vysočina im Frühjahr enorm gesteigert und konnte damit die  Abstiegsplätze in der Zwischenzeit verlassen. 3 Punkte Polster sind allerdings kein Ruhekissen. Sparta braucht hingegen jeden Punkt im Kampf um einen internationalen Startplatz. Vor diesem Spieltag liegt man nur auf Rang 5, damit ist man in der Hauptstadt bestimmt nicht zufrieden.

Dementsprechend engagiert gehen die Spartaner ans Werk, man zieht zu Beginn ein Power-Play auf. Nach etwa 30 Minuten kommt Jihlava auch im Spiel an, ab diesem Zeitpunkt ist man zumindest gleichwertig. Mit 0:0 geht es in die Kabinen.

Ich nütze das Pausentohuwabohu und wechsle auf die Hintertortribüne. Ich will schließlich auch noch andere Perspektiven im Blog verewigen. Von dieser Tribüne sehe ich in der 50. Minute einen Latten-Stangen-Pendler der Hausherren. Die Führung wäre in der Zwischenzeit nicht unverdient...

Nachdem Jihlava mehrere Chancen vergibt, kommt es, wie es kommen muss. Guélor Kanga erzielt in der 81. Minute per Weitschuss das alles entscheidende 0:1 - und feiert ausgerechnet vor dem Wiener Sparta-Fanclub. Der Jihlava-Goalie mit den rosaroten Stutzen hat in dieser Szene gar nicht gut ausgesehen. Diesen Schuss hätte sogar der rosarote Panther gehalten. Sparta wird das egal sein, mit diesem Auswärtssieg verbessert sich Sparta vorläufig um 2 Ränge auf Platz 3.

Nach dem Spiel geht es weiter nach Písek, wo morgen ein Vormittagsspiel auf mich wartet. Abgeschlossen wird der Tag - wie sollte es anders sein - mit einem Ježek aus der Pivovar Jihlavar.


















































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