Freitag, 28. Juli 2017

ESV Westbahn - ASK St. Valentin

Linz, Westbahnplatz
OÖ Landescup, 120 Zuschauer, 0:5


Vor rund einem Monat hatte Westbahn in der Oberösterreischischen Relegation die in Niederösterreich liegenden Haidershofner zum Gegner. Heute steht die 1. Runde des oberösterreichischen Landespokals am Programm - und die Westbahnkicker empfangen mit St. Valentin schon wieder einen Gegner aus NÖ, der zum oberösterreichischen Verband gehört. Was für ein kurioses Déjà-vu!

Aufgrund des sang- und klanglosen 0:4 im Relegationsrückspiel bleibt Westbahn zumindest für ein weiteres Jahr in der 2. Klasse - und trifft dort unter anderem auf Stahl Linz, mit dem man in der letzten Saison eine Spielgemeinschaft betrieb. Der Kontrahent aus St. Valentin ist frisch gebackener Meister der Landesliga Ost und spielt damit in der Saison 17/18 um 4 Klassen über Westbahn! Die Rollen sind also klar verteilt. Ein Funktionär meint: "Heut ist alles gut, was nicht zweistellig ist!" Da hat man offensichtlich schon vorher aufgegeben!

Nichts destotrotz kommen 120 Zuschauer auf den altehrwürdigen Westbahnplatz in die oberösterreichische Landeshauptstadt. In etwa die Hälfte sind Landsleute von mir. Noch nicht in Form ist definitiv der Platzsprecher. Bei der Aufstellung seiner eigenen Mannschaft(!) verspricht er sich mehrmals. Beim 3. Fehler innerhalb weniger Sekunden lässt er folgenden Satz durch die Lautsprecheranlage: "Kennts ihr kane gscheiten Namen haben?"

Der ASK lässt sich von diesem Amateur nicht beeindrucken und zeigt sofort, dass man hier und heute Herr im (fremden) Haus ist. Nachdem man 2x Aluminium trifft, geht man in der 19. Minute in Führung. Das es zur Pause nur 0:2 steht, liegt in 1. Linie am hervorragenden Westbahngoalie, der etliche "100er" entschärft.

Der Hingucker ist hier bestimmt die charmante, alte Holztribüne. Moderner ist die Kantine, in der ich mir einen Kaffee bestelle. Am Grillstand gibt es immerhin 4 Speisen zur Auswahl, jedoch keine Bosner. Muss halt ein Frankfurter herhalten. Senf, Kren und Mayo inklusive!

Persönlicher Höhepunkt der 2. Halbzeit ist der LiRi namens Horst Hofmann, der auch in Haidershofen im Einsatz war - und mich während des Spiels auf diese Partie anspricht, da er mich dort gesehen hat! Faszinierend! Während des Smalltalks erfahre ich zudem, dass das komplette Schiedsrichtergespann am heutigen Tag Geburtstag hat! Sachen gibt's! :-)

Der Umstand, dass ein Linienrichter während des Spiels Zeit hat, mit mir zu quatschen, sagt doch einiges über diese Partie aus. Zu groß ist der Klasseunterschied. Nach 90 Minuten steht 0:5 auf der Anzeigetafel. Von zweistellig ist man also doch ein ganzes Stück entfernt - also wird man wohl auch beim Eisenbahner Sportverein nicht unzufrieden sein.





















 









   

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