Samstag, 5. September 2020

SV Eltendorf - USV Dobersdorf

Eltendorf, Navigat-Arena
2. Klasse Süd C (Burgenland), 150 Zuschauer, 1:1


Auf meiner Derbyliste befand sich neben vielen anderen auch die Begegnung zwischen Eltendorf und Güssing. Dieses Spiel wäre im Frühjahr 2020 in der Burgenlandliga über die Bühne gegangen. Corona hatte etwas dagegen und der SVE zog nach der abgebrochenen Saison die Reißleine. Nun versucht man in der untersten Spielklasse einen Neubeginn.

In der seit dieser Saison existierenden 2. Klasse C empfängt man in der 3. Runde zu einer für mich perfekten Anstoßzeit den USV Dobersdorf. Da sich Dobersdorf gerade einmal 5 Kilometer von Eltendorf entfernt befindet, erfüllt diese Partie sämtliche Anforderungen, die ich an ein Fußballspiel stelle. 😁

Das Eltendorf auch von der Leistung in diese Liga passt, beweisen die Anfangsminuten, denn die verlaufen völlig ausgeglichen auf einem eher bescheidenen Niveau. Dobersdorf geht in der 18. Minute in Führung. In der Folge ist Eltendorf völlig von der Rolle, kaum ein Pass kommt an den Mann. Die Besucher sind unzufrieden: "Mei, mir san wirklich schlecht" ist noch das positivste was man zu dem Zeitpunkt zu hören bekommt.

In der 40. Minute bekommt Eltendorf einen Freistoß an der Strafraumgrenze zugesprochen. Eine ältere Dame fiebert mit: "Hau eam eini - Irgendwie!" Mark Vögyie kommt der Aufforderung nach und setzt den Freistoß dank der Mauer, die den Ball unhaltbar für den Torhüter abfälscht, in die Maschen

In der Pause, in der ich eine Knacker verzehre, bewirbt der Platzsprecher die nach dem Spiel stattfindende Verlosung. Dort gibt es unter anderem einen Gutschein für eine Beauty-Behandlung zu gewinnen. Kurz bin ich am Überlegen...

In Halbzeit 2 verflacht das Spiel zusehends, so dass ich mich noch mehr auf die älteren Herren neben mir konzentriere, die mit Zitaten nur so um sich werfen. So hört man etwa nach einer vermeintlichen Schwalbe: "Der fliagt wia a Goaß!" Eine fliegende "Goaß"? Tja, man lernt nie aus! Aufgrund des Spielniveaus kommen etliche Sprüche, einige habe ich hier zusammengefasst: "Do is Hopfen und Moiz valorn!", "Des is Fuaßboi zum Obgwöhnen", "So deppat spün, wer schaut se des 1 1/2 Stund on?" oder mein Favorit "In da Schui würd ma sogn, des san Analphabeten!"  

Dank dieser kabarettreifen Unterhaltung vergeht die restliche Spielzeit wie im Flug. Das Spiel endet schließlich dem Spielverlauf entsprechend mit einem 1:1-Remis. Während sich die älteren Herren nun vermutlich noch den einen oder anderen Uhudler gönnen, geht es für mich weiter zum nächsten Derby, für das ich zwecks Abwechslung das Bundesland wechsle.




























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