Freitag, 26. Juli 2019

FC Dornbirn - Austria Lustenau

Dornbirn, Birkenwiese
Erste Liga, 5.000 Zuschauer, 1:3


Mit dem Spiel Hartberg vs Lustenau komplettierte ich im Oktober 2014 erstmal überhaupt eine Liga. Beim Aufsteiger FC Dornbirn steht heute die Wiederkomplettierung der 2. Leistungsstufe Österreichs auf dem Programm. Die Rothosen empfangen gleich in der 1. Runde auf der heimischen Birkenwiese im großen Ländle-Derby die Austria aus Lustenau, die offensichtlich "mein" Komplettierungsteam sind

Da ich mit genügend Zeitreserve anreise, führt mich mein 1. Weg zur Karren-Gondelstation. Der 971 Meter hohe Karren ist der Hausberg von Dornbirn. Auf der Bergstation kann man nicht nur ein Bier, sondern auch einen fantastischen Ausblick genießen. Nachdem ich bergauf die Gondel benütze, wandere ich zu Fuß hinunter.

Obwohl ich fast eine Stunde vor Spielbeginn beim Birkenstadion eintreffe, sind sämtliche Parkplätze in der näheren Umgebung bereits besetzt. Ich stelle mein Auto daher etwas abseits in einer Seitengasse ab. Beim Haupteingang gibt es eine unglaublich lange Warteschlange, die mir gottlob erspart bleibt. Nicht anders sieht die Situation im Stadion aus, auch hier gibt es bei jedem der vielen Ausschänke eine ordentliche Wartezeit. Für den Getränkenachschub sorgt übrigens ein Traktor. Volksfeststimmung im Ländle!

Beim Auflaufen der Teams zeigen die Gästefans eine nette Glitzerfahnenchoreo, auch die White Devils aud Dornbirn schwenken ein paar Fahnen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernehmen die favorisierten Gäste bald das Kommando. Das 0:1 in der 17. Minute durch Morys ist die Folge. Mir gelingt bereits während der 1. Halbzeit eine komplett Umrundung des Stadions.

Die Dornbirner Anhänger haben in der Halbzeit noch Hoffnung: "Unsa Stärke isch die 2. Halbzeit" meint eine Dame. Sein Begleiter mahnt zur Vorsicht: "Ob desch in da 2. Liga a nu so isch wia in da Regionalliga woasch i ned!" Diese Vorsicht ist angebracht, Torjäger Ronivaldo erhöht kurz nach der Pause via direkt verwandeltem Freistoß auf 0:2! Die gut aufgelegte Fanszene der Lustenauer zündet gleich mehrere Rauchtöpfe.

Da nun die Schlange beim Zack-Zack-Stand etwas kleiner geworden ist, nütze ich die Gunst der Stunde. Gerade als ich meine Bestellung beim Grillmeister aufgebe verkürzt Dornbirn auf 1:2! Die Hoffnung währt nur kurz, 3 Minuten später ist der 2-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Dieser Vorsprung wird von Lustenau souverän verteidigt. Der 1. Dreier ist somit eingefahren. Die Spieler feiern mit Ihren Fans auf diese und jene Art und Weise.

Auch die tapfer kämpfenden Dornbirner bekommen nach dem Abpfiff ihren verdienten Abschiedsapplaus.









































Sonntag, 21. Juli 2019

SV Allerheiligen - SK Rapid

Allerheiligen, Sportstadion
ÖFB-Cup, 2.200 Zuschauer, 1:9


Mit dem Rekordmeister Rapid hat der SV Allerheiligen in der 1. ÖFB-Cuprunde das große Los gezogen. Das im Bezirk Leibnitz gelegene Allerheiligen bei Wildon hat gerade einmal 1.500 Einwohner. Umso beachtlicher ist es, dass man seit Jahren Stammgast der Regionalliga Mitte ist. 2012 gab es dieses Duell schon einmal, damals gewann Rapid in der 2. Runde des ÖFB-Cups mit 4:1.

Heute sorgen 2.200 Besucher für ein ausverkauftes Haus in Allerheiligen. Neben Brucki, Andi und Bart-Lex ist heute auch Teamchef Franco Foda unter den Besuchern. Wie beim gestrigen Spiel in Gloggnitz bleibe ich auch heute nicht vom Regen verschont. Diesmal beginnt der Niederschlag unmittelbar nach der Kulturrunde, die uns zur Pfarrkirche und dem Schloss Hebersdorf führte.

45 Minuten vor Anpfiff bestelle ich mir eine Stadion-Bratwurst, die ich dank Brucki und seinem Schirm sogar genießen kann. Während in Gloggnitz der Regen mit dem Anpfiff kam, verzieht sich dieser heute beim Start des Spiels. Thomas Murg ist an einem spannenden Spiel so gar nicht interessiert und erzielt bereits in 3. Minute per Weitschuss das 1. Tor für die Hütteldorfer.

Allerheiligen bringt nichts auf die Reihe, besonders gegen die Standards finden die Hausherren kein Gegenmittel. Maxi Hofmann und Dibon treffen jeweils nach Eckbällen noch in der 1. Halbzeit. Somit steht es zur Pause 0:3. Allerheiligen konnte sich bislang keine Torchance herausspielen.

Auch nach der Pause legt Grün-Weiß einen souveränen und konzentrierten Auftritt hin. Beim Stand von 0:7 gelingt schließlich Allerheiligen der vielumjubelte Ehrentreffer. Das Spiel endet mit 1:9, wobei sich bei Rapid 8 unterschiedliche Spieler in die Schützenliste eintragen. Lediglich Thomas Murg fällt hier mit seinen 2 Treffern aus der Reihe.

Zur persönlichen Krönung leiste ich mir kurz vor dem Abpfiff ein großartiges Eis, welches heute zur Feier des Tages im Stadion verkauft wird. Ich wähle die einzig logische Sorte: Grüner Apfel! Eine gelungene Wahl! Gelungen ist der Saisonstart auch für Rapid. Die Bundesliga beginnt dann nächste Woche, wo mit dem Meister aus Salzburg gleich der Gradmesser schlechthin wartet.