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Samstag, 15. März 2025

FC Mönchhof - SC Frauenkirchen

Mönchhof, Sportplatz
1. Klasse Nord (Burgenland), 200 Zuschauer, 0:0

Nachdem man in den vergangenen Wochen mit dem Wetter Glück hatte, ist nun der von vielen ersehnte Niederschlag eingetroffen. Für die Hoppergilde ist der Regen nicht so toll, daher wurde auch der ursprüngliche Plan, zwei Drittligaspiele südlich von Maribor zu besuchen, verworfen. Da es im Burgenland am Nachmittag trocken bleiben sollte, war rasch Ersatz gefunden.

Doch auch hier musste der Wiedereinsteiger Hirm seine Partie gegen Sigleß aufgrund der schlechten Platzverhältnisse absagen. Das ist weiter nicht schlimm, auf meiner Liste befindet sich schließlich auch das Derby zwischen Mönchhof und Frauenkirchen. Somit geht es zum 3. Mal innerhalb kurzer Zeit in den Bezirk Neusiedl. Zum 3. Mal ist Andi St. mit von der Partie.

Trotz kühler Temperaturen haben immerhin 200 Besucher Lust auf der Derby. Im Vorjahr waren es bei besserem Wetter deren 300. Ohne Schönwetterfans gehen die Gäste als Tabellenzweiter als Favorit in die Partie. Mönchhof befindet sich im Mittelfeld der Tabelle, man hat aber lediglich 5 Punkte Rückstand auf den heutigen Gegner. 

Die Gastgeber erweisen sich als die Mannschaft, die mehr für das Spiel tut. Andis' Blicke schweifen dennoch ab - und zwar auf einen Nachwuchsspieler, der bei 3 Grad mit der kurzen Hose am Trainingsplatz kickt. Andi meint: "A kurze Hosn? Naujo, a Burgenlända kennt kan Schmerz!" In der 17. Minute taucht erstmals Frauenkirchen vor dem gegnerischen Tor auf. Der Ball landet an der Stange.

Kurz darauf stellt sich Schiri Tekeli bei den Spielern vor: "Jetzt zag i eich amoi wie man pfeift! Und de scheiß Rederei drah i eich jetzt a ob!" Vielleicht ist auch das ein Mitgrund, warum das Derby äußerst fair verlaufen sollte. Da Mönchhof aus dem Ballbesitz zu wenig macht, werden bei 0:0 die Seiten gewechselt.

In der Pause stärken wir uns mit einer Schnitzelsemmel und lichten auf dem grün-weiß gehaltenen Sportplatz eine violette Mülltonne ab. Auch in der Folge ist Mönchhof die aktivere Mannschaft, man scheitert jedoch wiederholt am starken Frauenkirchen-Goalie Brauneis. Da darf man sich dann auch nicht wundern, wenn am Ende ein 0:0 auf der Anzeigetafel steht. Ein Anhänger von Mönchhof analysiert korrekt: "Mir hätten genug Chancen ghobt!" 

Die 1. Klasse Nord bleibt spannend. Da Leader St. Andrä in dieser Runde keine Punkte einfuhr, beträgt der Abstand zwischen dem Tabellenführer und dem Achten Mönchhof nur 6 Punkte.































Samstag, 2. November 2024

FC Sankt Andrä - SC Frauenkirchen

St. Andrä am Zicksee, Stefan Husz Sportanlage
1. Klasse Nord (Burgenland), 222 Zuschauer, 2:1

Da mein letzter Besuch eines Spiels im Nordburgenland schon über 1 Jahr zurück liegt, fällt meine heutige Entscheidung auf das Derby zwischen St. Andrä und Frauenkirchen. Hier geht es nicht nur ums Prestige, sondern auch um die Tabellenführung. St. Andrä liegt als Drittplatzierter nur einen Punkt hinter Tabellenführer Frauenkirchen. Dazwischen liegt der ASV Nickelsdorf.

Aufgrund dieser Voraussetzungen fühlt sich die Stefan Husz Anlage heute sehr ordentlich, bei der Eingabe der Zuschauer wurde allerdings offensichtlich auf die falsche Taste gedrückt, 333 oder 444 hätte definitiv besser gepasst als 222. Auf Seiten der Gastgeber gibt es eine Ultras-Gruppe, die gleich 3 Fetzen mit dabei hat. Erfreulich!

Da Andi und ich schon eine halbe Stunde vor dem Anpfiff den Sportplatz betreten, geht es zwecks Nahrungsaufnahme gleich Richtung Kantine. Die Schnitzelsemmel mit Mayo und/oder Ketchup lässt keine Wünsche offen. Pünktlich um 14 Uhr marschieren schließlich die Kicker samt Schiri Arif Ardem Richtung Mittelkreis. 

Die Hausherren übernehmen die Initiative und kommen auch zu etlichen Abschlüssen, bei denen freilich nichts zählbares herauskommt. Andi grübelt unterdessen, ob die Spieler als Siegprämie in Bezugnahme auf den Hauptsponsor etwa einen Salat bekommen? Dieser Andi!

Ein Thema ist das vorerst nicht, entgegen des Spielverlaufs geht nämlich der Tabellenführer in der 36. Minute durch Weigl in Führung. Das letzte Wort vor der Pause hat Schiri Arif Ardem, der einem Kicker aus St. Andrä unmissverständlich folgendes mit auf dem Weg gibt: "Wennst motschgerst kriagst Gelb, wennst weitermotschgerst kriagst Gelb-Rot - und dann gehst Duschen!"

Das Geschehen am Rasen ändert sich auch in der 2. Halbzeit nicht, Sankt Andrä hat ein klares Chancenübergewicht, doch man bringt die Kugel einfach nicht im Tor unter. Selbst ein Anhänger aus Frauenkirchen meint vorsichtig: "Ein X wäre gerecht!" Wir brechen noch einmal Richtung Kantine auf. Andi meint mit fiesem Grinsen: "Beim veganen Verein 4 Schnitzlsemmeln vadruckt!"

Anschließend folgt die Zeit des Patrik Sabo. In der 80. und 83. Minute dreht die Nummer 9 von Sankt Andrä die Partie doch noch zugunsten der Hausherren. Da beginnen auch die bis dahin ruhigen Ultras zu jubeln und zu singen. Es bleibt beim 2:1, womit sich Sankt Andrä als neuer Tabellenführer feiern lassen kann, da auch Nickelsdorf heute über ein Remis nicht hinauskam. Eine spannende Liga, die 1. Klasse Nord.

Wir beschließen unseren Aufenthalt in Sankt Andrä mit einer Kulturrunde, die uns unter anderem zum Zicksee führt.