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Dienstag, 29. April 2025

Wiener Sport-Club - FCM Traiskirchen

Wien, Trainingszentrum WSC
Regionalliga Ost, 672 Zuschauer, 2:2

Das schon am Freitag von mir in Betracht gezogene Partie zwischen dem Wiener Sport-Clubs gegen Traiskirchen musste witterungsbedingt auf heute, Dienstag verschoben werden. Das ist ok, geht es eben heute nach Wien-Ottakring. Der WSC spielt derzeit nämlich nicht in seinem Heimatbezirk Hernals, da dort der Sportclub-Platz gerade runderneuert wird. Die Heimspiele werden bis zur Fertigstellung im WSC-Trainingszentrum abgehalten, welches sich in Ottakring befindet.

Zum heutigen Regionalliga-Mittelfeldduell kommen 672 Besucher vorbei, darunter befinden sich mehrere bekannte Gesichter, wie z.B. der Brucki, der nach 2008 hier ein 2. Mal ein Spiel beobachtet. Auch ich war schon einmal auf dem Gelände, vor 8 Jahren kickte die 1b des des Sport-Clubs jedoch am Kunstrasenplatz, der sich eine Böschung höher als das heute bespielte Hauptfeld befindet. 

Von Brucki erfahre ich, dass sich unter dieser Böschung noch die "alten" Betonstufen befinden. Einige davon wurden freigelegt, damit dem großen Anhang des WSC ausreichend Platz zur Verfügung steht. Eine Überdachung sucht man vergeblich, womit auch die Absage am Freitag einen Sinn ergibt.

Die beiden Teams liefern sich eine Begegnung auf Augenhöhe. Zu einem Zeitpunkt, in der die meisten Besucher wohl schon gedanklich in der Pause sind, entscheidet Schiri Heiner aufgrund eines Handspiels auf Strafstoß für Traiskirchen. Linhart lässt sich diese Chance nicht nehmen und verwandelt sicher ins linke Eck. 

Unmittelbar darauf geht es auch schon in die Pause. Der Platzsprecher bringt uns mit der Aussage: "0:1 ist der Halbzeitstand! Der is hoid do!" zum Schmunzeln. Sehr zur Freude des Platzsprechers gleicht Röhricht 3 Minuten nach Wiederbeginn aus. Diesmal folgt ein langes: Tooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooor für den WSC! 

Es sollte noch besser kommen, in Minute 53 bringt Keles die Gastgeber sogar in Führung. Danach läuft es aber nicht mehr nach Wunsch für den WSC. Zuerst sieht Wunsch die Rote Karte, 3 Minute später trifft Maierhofer zum Ausgleich für Traiskirchen.

Die letzte halbe Stunde wehrt sich der dezimierte WSC tapfer - wofür er belohnt werden sollte. Es bleibt nämlich beim gerechten Remis am Trainingszentrum in Ottakring.

































Sonntag, 24. April 2022

FC Admira Juniors - Wiener Viktoria

Maria Enzersdorf, Herma Bauma Stadion
Regionalliga Ost, 100 Zuschauer, 3:2

Die Admira Juniors spielen in der Regionalliga Ost ihre Heimspiele teils in der BSFZ-Arena, teils im Herma Bauma Stadion. Als kürzlich die Fusion der Juniors mit Traiskirchen bekanntgegeben wurde, setzte ich das mir noch fehlende Bauma-Stadion ganz oben auf die Prioritätenliste. Da kommt die heutige Begegnung gegen die noch immer von Toni Polster gecoachte Wiener Viktoria genau richtig.

Bei meinem Eintreffen rund 20 Minuten vor Spielbeginn sitzt der Toni einsam und verlassen auf einer Bierbank. Mentale Vorbereitung vermutlich. Zeigleich mit meiner Wenigkeit erscheint ein weitere Besuche, der offensichtlich zum 1. Mal bei einem Match der Juniors ist: "Die spielen Regionalliga? das hab ich nicht gewusst!" Auch aus Meidling kommen etliche Fans mit, so dass als offizielle Zuschauerzahl 100 angegeben wird. 4 Hobber aus unserem Lieblingsnachbarland sind ebenfalls vor Ort, die verharren 105 Minuten bei der Anzeigetafel gegenüber der Tribüne.

Der Mittelständler aus Meidling dominiert von Beginn an das Geschehen gegen die Nachzügler aus der Südstadt. Große Chancen sind Mangelware, ehe der Ghanaer Abdullah Alhassan per Fallrückzieher die Führung für die Elf von Toni Polster erzielt. Während dies die 4 Kollegen aus Deutschland völlig emotionslos zur Kenntnis nehmen wird applaudiert sogar das faire Südstadt-Publikum.

Mit Kevin Guy Roland Bangai (was für ein Name) erhöht ein Ivorer in der 55. Minute auf 0:2. Afrikanische Festspiele. Das Spiel ist entschieden! Das denkt sich wohl nicht nur der Herr auf der Tribüne, der via Handy das Formel 1 Rennen in Imola verfolgt und sich überhaupt nicht mehr für das Fußballspiel interessiert. Auch die Damen neben mir dürften sich verirrt haben: "Wer spüd do überhaupt?" "I glaub de Admira gegen Irgendwem!" ist eine sehr interessante Antwort.

Motivierter sind da schon die die Juniors, die in in der 82. Minute den Ausgleich erzielen. Dem nicht genug, in der Nachspielzeit gibt es Elfmeter für die Südstädter, Kevin Sostarits bleibt cool und verwertet sicher. Mit diesem Comeback konnte man heute nicht wirklich rechnen. Der Jubel der Jung-Admiraner ist auf jeden Fall schön anzusehen. Auf der Tribüne brüllt ein Anhänger "Supa Admira!"

Es bleibt beim 3:2. Toni Polster gratuliert nach dem Schlusspfiff seinem Gegenüber, Michael Gruber, fair. Innerlich dürfte es allerdings brodeln. Ich lasse das Herma Bauma Stadion hinter mir und steuere mein letztes Tagesziel, den Sportplatz Kaiserebersdorf an.