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Samstag, 25. Juli 2026

SC Kalsdorf - LASK

Kalsdorf, Sportzentrum
ÖFB-Cup, 1.200 Zuschauer, 0:7

Nachdem ich gestern bereits ein Vorrundenspiel des slowakischen Cups beobachten konnte, steht heute ein Spiel des ÖFB-Cups auf meinem Plan. Dafür geht es in die 9.800 Einwohner zählende Gemeinde Kalsdorf bei Graz. Der dort ansässige Fußballverein, der SC Kalsdorf, empfängt in der 1. Cuprunde mit dem LASK nicht nur den Titelverteidiger, sondern auch den aktuellen österreichischen Meister. 

In diesem Spiel ist der SC Kalsdorf, der die Regionalliga Mitte im Vorjahr auf dem 5. Tabellenplatz abgeschlossen hat, natürlich der klare Außenseiter. Aber Achtung: Die Kalsdorfer haben in der Vergangenheit schon so manchem Bundesligisten ein Bein gestellt. So standen 2006 Sturm Graz, 2013 die Veilchen und 2021 Altach auf der Cup-Abschussliste.

Zum Ärger von Coach Didi Kühbauer findet auch der SC Kalsdorf heute gut in die Partie. Eine halbe Stunde lang ist kein Unterschied zwischen dem Drittligisten und dem Titelverteidiger erkennbar. Der SC Kalsdorf hat sogar ein leichtes Chancenplus. In der 39. Minute ist es dann aber doch der LASK, der durch Andrade, der erst kürzlich bei der WM für Panama auflief, in Führung geht. Dennoch ist der 0:1-Pausenstand für Kalsdorf ein Achtungserfolg.

Da die Warteschlange für die Schnitzelsemmeln unglaublich lange ist, stillt mir ein Steirer Hot-Dog, der im Auswärtssektor angeboten wird, meinen Hunger. Der Torhunger des LASKs ist hingegen noch nicht gestillt. In der 2. Halbzeit legen sie mehr als nur einen Gang zu, während die Kalsdorfer langsam, aber sicher die Kräfte ausgehen.

Die Folge sind 6 Tore der Linzer, wobei man besonders Christoph Lang hervorheben muss, der gleich viermal einnetzt. Somit endet die Partie doch klar und deutlich mit 0:7. Dennoch braucht man bei Kalsdorf nicht allzu traurig sein, immerhin konnte man den LASK in der 1. Halbzeit voll fordern. Man darf gespannt sein, ob die Linzer an die furiose letzte Saison anknüpfen können - und natürlich auch, wie sich der SC Kalsdorf in der neuen Regionalliga Süd Steiermark schlägt …



































Samstag, 22. Juli 2023

TuS Bad Gleichenberg - GAK

Bad Gleichenberg, Arena
ÖFB-Cup, 1.800 Zuschauer, 2:4

Nach der Steirer-Cup Partie in St. Ruprecht geht es rund 50 Kilometer südlich in den Kurort Bad Gleichenberg. Obwohl es dort die Therme der Ruhe gibt, zieht es mich an einen Ort, wo heute Rambazamba herrscht. Es geht nämlich zum Spiel der 1. Runde  des ÖFB-Cups zwischen der TuS Bad Gleichenberg und dem GAK. Es handelt sich dabei übrigens um das einzige Steirer-Derby der 1. Cuprunde, wie der Platzsprecher enthusiastisch verrät. 

Wie erwartet ist die Gleichenberger Arena heute äußerst gut besucht. Die Haupttribüne ist für Jahreskartenbesitzer reserviert, gegenüber befindet sich der GAK-Sektor. Da hinter dem Tor kein Platz für Zuschauer ist, bleibt für den Großteil der Anwesenden nur der Platz links und rechts der Haupttribüne. Zu denen zähle auch ich. Kurz vor dem Anpfiff meint ein Nachwuchsspieler: "1:3 ist ein realistisches Ergebnis!" In 2 Stunden wissen wir mehr...

Der Tabellenfünfte aus der Regionalliga Mitte erwischt gegen den Fast-Bundeliga-Aufsteiger einen Traumstart. Bereits in der 2. Minute geht man dank eines Eigentores in Führung. Das verleiht den Gastgebern Aufwind, man erspielt sich weitere gute Gelegenheiten. Ein Herr hinter mir meint: "Spün de übahaupt mit da 1. Monnschoft?" Sein Nachbar erwidert: "Wer? De Gleichenberger?"

Der Schmäh rennt, aber nur bis zu 11. Minute, in welcher Rosenberger gleich die 1. GAK-Chance zum Ausgleich nützt. In der Folge ist das Spiel ausgeglichen, die Gäste sind jedoch vor dem Tor effizienter. Dank Treffer von Maderner und Lang werden beim realistischen Ergebnis von 1:3 die Seiten gewechselt. Nicht alle Gleichenberger sind heute vor Ort. So meint ein Besucher zu einer jungen Dame: "Nau. wo is denn dei Freind?" Die Dame antwortet: "Der is Buschenschonk!" Tja, jeder hat seine eigenen Prioritäten.

Lichtenberger sorgt in der 48. Minute mit dem 4. Tor für die Entscheidung auf Seiten der Rotjacken. Schön, dass sich die Gleichenberger nicht aufgeben. Man kämpft weiter und wird mit dem 2. Treffer kurz vor Schluss belohnt. Bad Gleichenberg hat sich gut verkauft, die Überraschung blieb dennoch aus. Der GAK bleibt im Rennen um den Cuptitel.