Posts mit dem Label 3. Liga ČFL werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 3. Liga ČFL werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 22. November 2025

Admira Praha – Aritma Praha

Praha, Stadion Na Pecich
3. Liga ČFL, sk. A (Tschechien), 200 Zuschauer, 2:1

Gemeinsam mit den Kollegen Hannes und Hörbi sowie Geburtstagskind Wurzi geht es für 2 Tage in die tschechische Hauptstadt. Nachdem wir den Freitag Abend Großteils im Braugasthof U Medvídků verbringen, sollte es am nächsten Tag neben ein wenig Kultur zum Erstligamatch von Dukla Praha gehen. Als mir Brucki während meines Frühstücks die Frage "Du bist auch in Prag?" inklusive der Info, dass er am Vormittag die Admiraner aus Prag besucht, schickte, war die Idee einer Planänderung geboren.

Admira-Wacker-Fan Wurzi ist sofort motiviert, nach kurzer Nachdenkpause schließt sich auch der Rest der Gruppe an, womit wir mit einem vollen Uber zum Stadion Na Pecich fahren. Dort empfängt in der A-Gruppe der 3. Liga ČFL die Admira die Aritma zu einem Prager Derby. Die Namensgleichheit sorgt beim aufgrund des schlechten Sauvignons und dem fast geexten Radlberger etwas ramponierten Hannes doch für leichte Verwirrung.

Was hilft in diesem Fall? Richtig, ein Kaltgetränk in der Kantine. Brucki ist mit dabei. Die beiden Mannschaften zeigen eine ausgeglichene 1. Hälfte. Die Aritma-Führung durch Mareš kann kurze Zeit später Matyáš Lána ausgleichen. Die Admira wird von einer Handvoll Anhänger akustisch unterstützt. Die befinden sich auf teilweise mit Gras überwucherten Betonstufen gegenüber der Haupttribüne. Dem Stadion kann man einen Hauch Charme nicht absprechen.

Während ich das Geschehen von allen Seiten in Szene setze und Wurzi mit dem Vereinshund Kommissar Rex einen neuen Freund findet, erzielt Nikolas Dobiáš den entscheidenden Treffer zum 2:1-Heimsieg für den Tabellensechsten, Admira. Während wir den Sportplatz verlassen, wärmen sich am Trainingsplatz Nachwuchsmannschaften von Admira Prag und Admira Wacker auf, die im Anschluss hier ein Freundschaftsspiel bestreiten. Die österreichische Admira ist übrigens auch "Schuld" am heutigen Namen, wie Brucki verrät.

Da bis zum Anpfiff im Stadion Juliska noch Zeit übrig ist, geht es erstmal in einen weiteren Braugasthof. Die Entscheidung dem Fußballmatch der x-ten Kulturrunde durch Prag dem Vorzug zu geben, war natürlich eine richtige.


































Mittwoch, 9. Oktober 2024

FC Táborsko akademie - Slovan Velvary

Tábor, Stadion Svépomoc
3. Liga ČFL (Tschechien), 160 Zuschauer, 2:1


Ein halbes Jahr nachdem ich beim Kantersieg des FC Táborsko gegen Žižkov in der 2. Liga im Stadion Kvapilova mit dabei war, geht es heute abermals in die südböhmische Stadt Tábor. Grund dafür ist die Nachtragspartie der FC Táborsko akademie, die in der 3. Liga Slovan Velvary empfangen. Die B-Elf Tábors trägt ihre Spiele im Stadion Svépomoc im Süden der Stadt aus.

Bei prächtigem Herbstwetter kommen bei der Begegnung zwischen dem Tabellenvierten und dem Sechsten 160 Zuschauer vorbei, die sich im kompletten Stadion verteilen. Aus dem schon ziemlich weit entfernten Velvary sind immerhin 18 Schlachtenbummler mit dabei, von denen 2 regelmäßig Velvary in ein Megaphon brüllen. Die Gastgeber hingegen werden von einer Dame samt Begleiter dank Trommel und gut geölter Stimme nach vorne gepeitscht.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase werden die Jungs aus Tábor immer stärker, vorerst werden allerdings auch die besten Chancen vergeben. Die Dame mit der Trommel greift sich mehrmals entsetzt auf ihren Kopf. Vielleicht hat sie sich auch ein paar Haare ausgerissen, als die Gastgeber unmittelbar vor dem Pausenpfiff mit einem Elfmeter am Goalie Verlvarys' scheitern. Zu dem Zeitpunkt befinde ich mich übrigens auf der alten Betonstufen-Tribüne, welche langsam, aber sicher von der Natur zurückerobert wird. 

Wäre Andreas Sto heute mit dabei, würde er wohl 10 von 10 für das Stadion Svépomoc vergeben. 10 von 10 verdient sich auch die Klobasa, die nicht nur würzig schmeckt, sondern auch mit  2 unterschiedliche Senfsorten und Kren serviert wird. Ich nehme freudig zur Kenntnis, dass der Grillmeister beim Senf alles andere als spart.

Zur Kenntnis müssen die Auswärtsfans auch die Überlegenheit Tábors in Halbzeit 2 nehmen. In der 60. Minute werden die Angriffsbemühungen mit dem 1:0 durch Jan Mach belohnt. Nachdem 6 Minuten später die Nummer 9 der Gäste, Ndiape, wegen eines rüden Fouls glatt Rot sieht, scheint die Kuh vom Eis zu sein. Ngosa Nsunzu erhöht in Minute 80 folgerichtig auf 2:0.

Danach lässt Tábor die Zügel zu locker, wodurch Tommy Weis in der 90. Minute zur Freude der 2 Megaphon-Menschen auf 1:2 verkürzen kann. Zu einer weiteren Chance sollte es aber nicht mehr reichen. Tábor feiert damit einen verdienten Heimsieg. Wie es sich gehört klatscht die Mannschaft mit der Trommlerin und ihrem Begleiter nach dem Schlusspfiff artig ab.