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Samstag, 5. Juli 2025

SV Kirchanschöring - SV Erlbach

Kirchanschöring, Stadion Alte Mühle
Totopokal-Qualifikation (Bayern), 375 Zuschauer, 2:2, 5:6 n.E.

Es ist bereits eine liebgewordene Tradition, im Sommer einen Abstecher nach Bayern zu machen. Die Pflichtspielsaison beginnt hier nämlich schon Anfang Juli mit Verbands- und Kreispokalbewerben. In der Qualifikation zum Totopokal, quasi dem Bayern-Cup, trifft der SV Kirchanschöring auf den SV Erlbach. Dieses Derby besuchen wir zu viert: Alex, Philipp und Andi St. komplettieren die Runde.

Da der Wirt in Kirchanschöring heute (oder auch für immer?) geschlossen hat, machen wir bereits in Laufen einen Stopp, um uns dort im Gasthaus zünftig bayrisch zu stärken. "Da mia ned in München san" gibt's in Laufen sogar nach 12.00 Uhr eine Weißwurst, die natürlich perfekt zu einem bayrischen Bier passt. 

Gut gestärkt erreichen wir die zum Kreis Traunstein zählende Gemeinde Kirchanschöring. Da Alex im Laufe der Anfahrt vom Klassik- auf den Kindersender wechselte, flüchtet Andi nach dem Erreichen unsers Zielortes mit den Worten: "I hob scho' Kopfweh!" blitzartig aus dem Auto. Dieser Andi!

Trotz sommerlicher Temperaturen füllt sich das Stadion Alte Mühle mit 375 Besuchern mehr als respektabel. Die beiden Teams schlossen die vergangene Saison in der Bayernliga Süd auf den Plätzen 7 bzw. 4 ab. So ausgeglichen, wie man es erwarten durfte, sollte dann auch die Partie verlaufen.

Kirchanschöring & Erlbach agieren nämlich auf Augenhöhe. In der 18. Minute sind es die Gäste, die erstmals jubeln können. Ramstetter trifft zum 0:1. Dank eines Doppelschlags von Kronbichler steht es nach 26 Minuten plötzlich 2:1 für Kirchanschöring. Dieses Ergebnis ist auch der Pausenstand. Beim Grillmeister kann man zwischen einer Bosna und einem Zack-Zack wählen. Oberösterreich vs Vorarlberg quasi. Ich entscheide mich für Vorarlberg.

Mitte der 2. Halbzeit klärt ein Besucher seinen älteren Begleiter auf: "Nana! Des is koa Freindschoftsppü, des is da Toto-Pokal!"lKirschanschöring sieht lange wie der Sieger aus, ehe in der 90. Minute Lukic für den Erlbacher Ausgleich sorgt. Wie schon die Schönramer Werbebande ("Die Verlängerung gibt es im Biergarten") verrät, entscheidet nach der regulären Spielstand ein Elfmeterschießen um den Aufstieg in den Hauptbewerb des Bayern-Cups.

Dort erweisen sich die Gäste nervenstärker. Während nur ein Erlbacher vom Punkt scheitert, vergeben 2 Spieler Kirchanschörings'. Damit kann nun Erlbach auf einen attraktiven Gegner in der 1. Hauptrunde hoffen, die am 11. Juli ausgelost wird. 




































Samstag, 13. Juli 2024

SV Heimstetten - VfB Forstinning

Heimstetten, Sportpark
Totopokal-Qualifikation (Bayern), 182 Zuschauer, 2:1


Auch heuer wieder ein Spiel des bayrischen Landespokals auf meiner Agenda. Wobei das nicht ganz richtig ist, da es sich bei der heutigen Begegnung erst um die Qualifikation dafür handelt. In dieser empfängt der SV Hoaschdeng im heimischen Sportpark den VfB Forstinning. Als Teilnehmer der Bayernliga Süd sind die Gastgeber gegen den Landesligisten zu favorisieren.

15 Minuten vor dem Anstoß erreiche ich den Sportpark, der neben mehreren Fußballfeldern auch 10 Tennisplätze, eine Bahn für Stockschützen sowie ein Restaurant beinhaltet. Mich zieht es natürlich gleich zum Stadion, wo mir eine Werbebande mit einem Spruch von Hans Krankl ins Auge sticht. 

Genau dort betreten kurz darauf die beiden Mannschaften den Rasen. Einer Dame aus Heimstetten fällt sofort auf, dass "die Forschtinninga de sölben Forben wia mia hom!" Die "Roten" aus Heimstetten sind anfangs wie erwartet die bessere Elf, Riglewski verwertet in der 10. Minute einen Elfmeter zur Führung. Erst jetzt nehmen auch die Gäste am Spiel teil, der Ausgleich von Gabelunke ist die Folge.

Von nun an verläuft das Spiel ausgeglichen, wobei der Außenseiter aus der Landesliga die besseren Chancen vorfindet. Ein Zitat schnappe ich vom Forstinning-Coach auf, der eine knappe Abseitsentscheidung mit "Kruzi Pimpale!" kommentiert. Mit 1:1 geht es in die Pause, in der ich "die letzte Kassemmel" beim Kantineur bekomme. 

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff trifft Jordi Woudstra zum 2:1 für Hoaschdeng, die auch einen Fanclub mit dabei haben. Die haben zwar ihre Transparente angebracht, auf Support wird heute jedoch verzichtet. Ich denke, dies wird kommenden Freitag bei der Saisoneröffnung der Bayernliga im Derby gegen Ismaning anders sein...

Bei den Fans aus Forstinning, die sich kurioserweise auf der Tribüne direkt neben den Hoaschdenga Buam niedergelassen haben, ist die große Fahne das auffälligste Utensil. Diese Fahne sollte heute nicht mehr geschwenkt werden, der VfB schafft es nämlich nicht mehr, das Spiel auszugleichen. Es bleibt beim knappen Heimsieg für Heimstetten, die nun in der 1. Hauptrunde unheimlich stark auf einen attraktiven Gegner wie Sechzig, Ingolstadt oder Haching hoffen können.

Ich verlasse zügig das zur Gemeinde Kirchheim gehörende Heimstetten, da um 17.30 Uhr ein Match im Innviertel-Cup angesetzt ist.