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Samstag, 5. September 2026

USV Neuhaus am Klausenbach - SV Mühlgraben

Neuhaus am Klausenbach, Sportplatz
II. Liga Süd (Burgenland), 647 Zuschauer, 2:1

Nach 9 Jahren kommt es erstmals wieder zum Derby zwischen Neuhaus am Klausenbach und dem SV Mühlgraben. Das ist den Gastgebern zu verdanken, die im Vorjahr die 1. Klasse Süd auf dem zweiten Tabellenplatz abschlossen und damit in die II. Liga Süd aufstiegen.

647 Besucher sind beim Derby-Comeback mit dabei. Bedenkt man, dass Neuhaus gerade einmal 873 Einwohner hat, ist das schon ein beachtlicher Wert. Obwohl es unmittelbar vor dem Anpfiff zu regnen beginnt, wird beim Auflaufen der Mannschaften von beiden Seiten eine großartige Pyroshow abgeliefert. Schon jetzt hat sich die Anreise gelohnt.

Die beiden Mannschaften gehen wohl auch wegen der Kulisse äußerst motiviert ans Werk. Auf großes Mittelfeldgeplänkel wird verzichtet, stattdessen wird munter nach vorne gespielt. Es gibt zahlreiche Abschlüsse auf beiden Seiten, wobei das Visier vorerst noch schlecht eingestellt ist. Nach 26 Minuten ist der Bann gebrochen, David Jakab bringt die Gastgeber mit einem scharfen Schuss von der Strafraumgrenze in Führung.

Mühlgrabenist nicht beeindruckt, Omladić trifft 10 Minuten später zum Ausgleich, sodass es mit einem gerechten Remis in die Pause geht. Nach dem Wiederanpfiff sind die Gäste der Führung näher, doch Marcel Unger trifft für Neuhaus. 69 Minuten sind gespielt. 

Nun geht es zum Ausschank, wo die Schnitzel nur so herausprasseln. Liegt das Schnitzel einmal in der Semmel, kann man es selbst mit Zwiebel, Tomaten und Salat aufpeppen. Gute Sache! Während wir uns anstellen, sehen wir,  wie beide Mannschaften wie schon in Halbzeit 1 etliche Sitzer auslassen. Das veranlasst den Schnitzel-König zu folgender Aussage: "Mia brauchn 50 Chancen bis ma a Tor mochn!" Eine Dame mit Mühlgraben-Schal antwortet spontan: "Mia oba a!" 

Da keine der folgenden 49 Chancen im Tor landet, kann sich Neuhaus als Derbysieger feiern lassen. Die Mannschaften werden von ihren Fans mit viel Rauch verabschiedet. So stellt man sich ein Derby vor! 








































Sonntag, 23. August 2026

SC Mariasdorf - SG Redlschlag

Mariasdorf, Sportplatz
2. Klasse Süd A (Burgenland), 150 Zuschauer, 0:2

Knapp eine Woche nachdem ich den Wiedereinsteiger Baumgarten besuchte, geht es heute zum zweiten Comebackverein des Burgenlands. Im Gegensatz zu Baumgarten setzte der SC Mariasdorf jedoch nur ein Jahr aus. Dies wurde mit Spielermangel begründet. In diesem Jahr konnte wieder eine Mannschaft gestellt werden, sodass der Verein nun – mit neuem Obmann – wieder in der 2. Klasse Süd A antritt. 

In der 3. Runde kommt es zum Duell mit der SG Redlschlag, die nach 2 Runden bei 6 Punkten steht und die heutige Partie als Derby bezeichnet. Mariasdorf konnte das 1. Heimspiel gegen Hochart gewinnen, ehe man in Kemeten eine Niederlage hinnehmen musste.

Andi St. und ich erreichen die hübsche Sportanlage, nachdem wir im Zuge der Kulturrunde neben der sehenswerten Pfarrkirche gleich zwei Gemeindeämter fotografiert haben. Für ein Derby spricht auch der heutige Besuch. Es sind auf jeden Fall mehr als die offiziell angegebenen 150 Besucher, die dieses Spiel heute verfolgen.

Die sehen in der ersten Viertelstunde eine dominante Redlschlag-Elf. 2 Abschlüsse werden von Mariasdorf auf der Linie geklärt. Nach diesen 15 Minuten ist aber auch Mariasdorf voll da und gestaltet das Spiel offen.  Zwei Abschlüsse werden von Mariasdorf auf der Linie geklärt. Nach diesen 15 Minuten ist aber auch Mariasdorf voll da und kann das Spiel offen gestalten.

Wie so oft nehmen sich die Burgenländer kein Blatt vor dem Mund, vor allem, wenn es um vermeintliche Fehlentscheidungen des Schiedsrichters geht. So plärrt ein aufgebrachter, älterer Herr nach einer knappen, aber korrekten, Abseitsentscheidung: "Schiri, host an Sonnenstich oda wos?"

Sehr gut gefällt uns auch ein weiterer älterer Herr, der beim Abkassieren eine ÖFB-Karte aus seiner Tasche zieht und meint: "Ich bin aktreggigiert" und dies mit der Aussage: "Ich bin vom ÖFB, dem Hauptsponsor" versucht zu untermauern versucht.  In der 44. Minute geht Redlschlag durch einen Treffer von Bazso in Führung, nachdem man kurz zuvor einen Elfer 3 Meter über das Tor setzte.

In der Pause geht es in die Kantine, wo ich eine "Saubratensemmerl" bestelle. Nachdem die junge Dame mir das Semmerl überreicht hat, schaut sie Andi ins Gesicht und sagt: "Und du nimmst auch ein Semmerl!" Andi bejaht und meint fasziniert: "Die lest da die Wünsche von de Lippen ob!"

Nachdem Mariasdorf mehrere gute Chancen zum Ausgleich ungenutzt lässt, trifft Marok in der 66. Minute für Redlschlag. In der umkämpften Partie kommt es mehrmals zu knappen Abseitsentscheidungen. Die Unterhausexperten (@Franz A.) sehen das naturgemäß manchmal anders als der Schiedsrichter, der dann auch mal als „Sauschädl” bezeichnet wird. Das ist natürlich großartig, wenn man gerade eine Saubratensemmel in der Hand hält.

Zum Ärger seines Trainers holt sich der Torschütze zum 0:1, Adam Bazso in der 89. Minute eine völlig unnötige rote Karte wegen einer Tätlichkeit ab. Es sollte das letzte "Highlight" in diesem kurzweiligen Spiel in Mariasdorf sein.