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Samstag, 19. Oktober 2024

USC Abersee - SK Strobl

Abersee, Sportplatz
2. Landesliga Nord (Sbg.), 900 Zuschauer, 2:2

1 Woche nach meinem Besuch eines Spiels der 2. Landesliga Süd geht es heute in die 2. Landesliga Nord - zum USC Abersee, wo heute das Wolfgangsee-Derby gegen den SK Strobl am Programm steht. Nachdem während der Anreise vielerorts Nebel und Hochnebel die Sicht trübte, zeigt sich Abersee wettertechnisch von seiner besten Seite. Zum Highlight der Saison sollten heute 900 Besucher auf den Sportplatz kommen - die ihr Kommen nicht bereuen sollten.

Mit dabei ist auch Andi St., der nach einem Grillteller via Waldwanderung zum Sportplatz kommt. Andi erinnert sich: "Das ist wie in Frankfurt, da muss man auch durch den Wald zum Stadion!"  Es sollte nicht sein letzter Vergleich sein, beim Anblick der beiden Dressen sieht Andi eine Parallele zu einem anderen heute stattfindenden Derby: "Wie bei Sturm-GAK, Schwarz gegen Rot" 

Ähnlich wie beim Grazer Derby gibt es auch in Abersee einen klaren Favoriten, in diesem Fall sind das die "Roten" aus Strobl, die in der Tabelle vorne mitmischen. Die Schwarzen aus Abersee liegen hingegen am vorletzten Rang. Es überrascht daher auch nicht, dass die Gäste bereits in der 11. Minute durch Mates in Führung gehen. In der Folge kommt es zu zahlreichen Zweikämpfen, die teilweise über gesunde Härte hinausgehen. Daher verteilt der Schiri zwischen der 31. und 45. Minuten gleich 6 "Gelbe".

Strobl geht mit 1:0 in die Pause, in der wir die Kantine aufsuchen. Neben einem Gartenzwerg findet man dort auch Dressen von Sarah Zadrazil und Konrad Laimer, die beim USC ihre erfolgreichen Karrieren starteten. Die  Gastgeber, bei denen übrigens 3 Laimers' im Kader stehen, gelingt in der 52. Minute der Ausgleich. Torschütze ist kein Laimer, sondern Ebrima Ndure, was dem Jubel keinen Abbruch tut.

Wie in der 1. Halbzeit wird die Partie nach dem Torerfolg ruppig, die "Gelben" fallen fast schon in Minutentakt. In der 79. Minute gehen die Gäste dank eines unglücklichen Eigentores abermals in Führung. Als 6 Minuten später der Aberseer Goritschnig zum 2. Mal Gelb sieht, scheint die Partie entschieden.

Doch es sollte anders kommen: In der 92. Minute entscheidet Schiri Korps nach einem Zweikampf im Strafraum zum Entsetzten der Gäste auf Elfmeter. Florian Laimer behält die Nerven und netzt zum Ausgleich. Da Korps die Partie unmittelbar danach abpfeift, gibt es in diesem emotionalen Derby keinen Sieger, wobei sich eine Mannschaft aufgrund des Spielverlaufs zumindest wie ein Sieger fühlen kann.

Für mich und Andi folgt eine Kulturrunde durch den Ort. Das Besondere an Abersee ist die Tatsache, dass der nördliche Teil Abersees' zur Gemeinde St. Gilgen und der Süden zur Gemeinde Strobl gehört. Der Sportplatz liegt am Gemeindegebiet von Strobl. Apropos: In Strobl zelebrieren wir schließlich mit einem Wolfgangseer Jubiläumsbräu unseren Tageschabschluss.




































Mittwoch, 18. September 2024

USK St. Koloman - 1. Oberalmer SV

St. Koloman, Sportplatz
2. Landesliga Nord (Salzburg), 250 Zuschauer, 4:1


Aufgrund der unglaublichen Regenmenge am vergangenen Wochenende fielen zahlreiche Spiele im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Diesmal erwischte es vor allem den Osten des Landes, wo etliche Plätze leider komplett absoffen. Den betroffenen Vereinen kann man nur alles Gute wünschen. Mögen die Sportplätze bald wieder im alten Glanz erstrahlen. Aber auch in Sankt Koloman im Tennengau musste am Freitag das Derby gegen Oberalm abgesagt werden, da einiges an Wasser von da Leitn auf den Kunstrasen gelang.

Dieses Problem konnte rasch beseitigt werden, womit schon heute, 5 Tage später, diese Partie der 2. Landesliga Nord nachgetragen werden kann. Zu diesem Anlass konnte auch Philipp motiviert werden, der sich mit einem Mitbringsel aus Banja Luka auf seine Weise bei mir bedankt. Einen Teil der Anfahrt legen wir sogar zu Dritt zurück, da uns Andi St. zwischen Traun und Mondsee begleitet. Andi, der sein Hemd erst vor kurzem in St. Koloman präsentierte, gibt sich bei Mondsee II die Ehre. Nachdem sich unser Begleiter mit den Worten: "Wär schön, wenns mich dann in Monza wieder abholts" verabschiedet, geht es zu zweit in die 1.800 Einwohner zählende Gemeinde St. Koloman....    

… wo wir nach einem Sparziergang durch den Ort rund 10 Minuten vor Spielbeginn den Sportplatz betreten. Auf den Anpfiff gegen den Verein aus der Gegend warten wir jedoch länger als geplant, da Schiri Talic die Spieler erst mit 11minütiger Verspätung zum Mittelkreis führt. Der motivierte Platzsprecher versorgt die Besucher währenddessen mit wichtigen Infos. So erfahren wir nicht nur, dass die Gastgeber heute erstmals in ihren neuen wunderschöneblitzblau-roten Dressen auflaufen, sondern auch, dass es neue Esatzhütten gibt.

Nachdem Aufsteiger Oberalm die Anfangsphase ausgeglichen gestalten kann, gewinnt St. Koloman Mitte der 1. Halbzeit die Oberhand. Da gelingen dem Gastgeber binnen 9 Minuten gleich 3 Tore, womit es mit dem klaren Zwischenstand von 3:0 in die Halbzeitpause geht. In dieser wärmen wir uns bei einer warmen Leberkässemmel in der hübschen, vor 3 Jahre errichteten Kantine auf. Es ist kühl am heutigen Vollmond-Abend im Tennengau.

Der 1. Oberalmer Sportverein gibt sich noch nicht geschlagen, Perlak verkürzt in der 71. Minute aus einem Strafstoß verdientermaßen auf 1:3. Nachdem Kolomans' Petrovic kurz darauf mit Gelb/Rot unter zum Duschen geschickt wird, wittert Oberalm die Chance auf Punktezuwachs. Die Gastgeber verteidigen jedoch geschickt und lassen in der Folge keine großartigen Möglichkeiten mehr zu. Im Gegenteil: In der 90. Minute erhöht man sogar noch auf 4:1 - ebenfalls per Elfmeter.

Da ein Sieg gegen einen Verein aus der Gegend besonders gut tut, wird am Feld noch würdig gefeiert. Wir verlassen St. Koloman, um nicht in Monza, sondern in Mondsee den wartenden Kollegen Andi wieder aufzulesen. Da sich das offensichtlich bis zu Radio Salzburg herumgesprochen hat, spielt man in der Alten Liebe passenderweise Peter Orloffs' Immer Wenn ich Stosy seh!