Posts mit dem Label 2. Klasse Donau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 2. Klasse Donau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 28. Mai 2025

SK Tulbing - SV Stetten

Tulbing, Sportplatz
2. Klasse Donau, 105 Zuschauer, 2:0

Mein Plan, heute in Stuben ein Match der Burgenlandliga zu besuchen, konnte aufgrund des üblichen Verkehrs vor einem verlängerten Wochenende nicht umgesetzt werden. 5 Auffahrunfälle auf der A1 zwischen Melk und St. Pölten, eine Sperre der A2 bei Seebenstein sowie eine aufgrund von Verkehrsüberlastung verstopfte A3 sind des Schlechten zu viel.

Während ich in der Kolone auf der B1 nach St. Pölten unterwegs bin, finde ich beim Spielplancheck eine einziges Spiel, welches als Ersatz in Frage kommt. Es handelt sich um die Partie des SK Tulbing, der in der 2. Klasse um 20.00 Uhr in der 2. Klasse Donau den SV Stetten empfängt. Es geht zwar nur um die goldene Ananas, aber immerhin wirbt der SK auf seiner FB-Seite mit einem Kebap. 

Vor dem Anpfiff gibt es eine Ehrung für den Tulbinger Andreas Vrtis samt seiner Partnerin anlässlich der Geburt ihres Sohnes. Der Platzsprecher meint gutgelaunt: "Diesmal hat er woanders eingenetzt!" Ein Schelm, der Herr Platzsprecher. Kurz darauf führt Schiri Mihajlovic die Akteure mit leichter Verspätung aufs Feld. Vrtis nimmt vorerst auf der Bank Platz.

Der Tabellenfünfte Tulbing erwischt einen Start nach Maß: Nach einem Abwehrfehler erzielt Maximilian Lepic in der 5. Minute das 1:0. Nachzügler Stetten kommt erst Mitte der 1. Halbzeit im Spiel an, da vergibt man dafür gleich einen Hunderter. In der Folge scheitern beide Mannschaften mehrmals an den Torhütern, womit es bei 1:0 in die Pause geht. Der Platzsprecher resümiert: "Da waren viele Chancen auf beide Seiten, es bleibt spannend!"

Nach seiner Durchsage jagt er das Lied "Ich bin ein Döner" durch die Anlage. Kein Wunder, dass nun etliche Besucher zur Kantine eilen, um sich einen Kebap zu holen. Auch ich bin dabei. Diese nicht alltägliche Sportplatzspeise mundet übrigens hervorragend. In der 57. Minute kassiert Daniel Köpf wegen "unsportlichem Verhalten" die Gelb-Rote. Stetten hat jedoch auch mit einem Mann mehr am Platz nicht die richtigen Mittel, um die Partie zu drehen.

Im Gegenteil, in der  90. Minute entscheidet ausgerechnet der kurz zuvor eingewechselte Jungpapa Andreas Vrtis mit seinem Tor zum 2:0 die Partie für den SKT. Das ist doch eine schöne Geschichte.





























Freitag, 29. April 2022

SV Viktoria Rust - SV Zwentendorf

Rust im Tullnerfeld, Sportplatz
2. Klasse Donau, 250 Zuschauer, 0:3


In Rust steigt heute das Derby gegen Zwentendorf. Es ist nicht nur ein Derby, sondern auch das Duell zwischen dem Tabellenführer und dem unmittelbaren Verfolger. Da ich relativ knapp vor dem Anpfiff den Sportplatz erreiche, muss ich mein Auto in einer größeren Entfernung abstellen. Neben mir parkt ein Zwentendorfer, der beim Anblick meines Kennzeichens meint: "A Waunsinn, heit kumman sogor Möka!" Auch beim Eingang ist der hohe Andrang Thema: "Des is jo wia bei Rapid - Austria!"

Ganz so arg ist es nicht, aber 250 Besucher sind in Rust schon außergewöhnlich. Die Fans der Gastgeber erleben jedoch eine kalte Dusche, Kaspar trifft nämlich bereits in der 5. Minute für die Gäste. Dem nicht genug fangen sich die Gäste 2 Minuten später gleich das nächste Tor ein. Das nennt man wohl einen Fehlstart. 

Mit der Führung im Rücken ist Zwentendorf spielbestimmend, Rust scheint mit der Situation überfordert zu sein, die Gelb-Rote für Briese in der 33. Minute ist das Tüpfelchen auf dem I. Zwentendorfs Krousky möchte offenbar nicht in Überzahl gewinnen - und holt sich in der 40. Minute nach Foulspiel glatt Rot ab.

In der Halbzeit geht es zuerst zum Leopold-Figl-Denkmal. Der 1. Bundeskanzler Österreichs nach dem 2. Weltkrieg wurde nämlich hier in Rust geboren. Im Anschluss hole ich mir vom Grillmeister ein aufgezeichnetes Kotelettsemmel. Während ich dieses genüsslich verzehre treffe ich wieder auf meinen neuen Freund aus Zwentendorf, der mich im Vorbeigehen grinsend fragt: "Und, gfoids da?" Eine Antwort wartet er nicht ab, mit dem Kotelett im Mund wäre mir das ohnehin schwer gefallen.

Mit der Bitte, dass keine weiteren Bierbecher auf Spieler und die Schiedsrichter geworfen werden sollten startet das Spiel in die 2. Halbzeit. In dieser hat Zwentendorf weiterhin alles unter Kontrolle, die endgültige Entscheidung fällt in der 74. Minute, in welcher Török das 3. Tor für die Gäste erzielt. Aus dem Fanblock hört man Hier regiert der SVZ.

Mit diesem überraschend klaren Auswärtssieg verringert sich der Rückstand auf einen Punkt - bei einem Spiel weniger wohlgemerkt. Es schaut nicht schlecht aus mit einem Comeback in der 1. Klasse für den SV Zwentendorf.