Sonntag, 18. Oktober 2026

Sokol Dobšice - Slovan Rosice

Dobšice, Sportovní areál
5. liga dospělí JmKFS (Tschechien), 120 Zuschauer, 3:3

Bevor ich heute Nachmittag den Anstoß bei der Begegnung zwischen Münichreith und Kleinpöchlarn vornehme, gibt es vormittags noch die Möglichkeit, ein weiteres Spiel der 5. Liga des Südmährischen Fußballverbands "mitzunehmen". Es ist ein Wiedersehen mit Slovan Rosice, die ich erst vergangene Woche besucht habe. Heute sind sie zu Gast bei Sokol Dobšice.

Zum Meisterschaftsspiel zwischen den beiden Tabellennachbarn finden sich 120 Besucher auf der idyllisch neben der Thaya gelegenen Sportanlage ein. Die sollten heute voll auf ihre Kosten kommen.

Nach dem von mir beobachteten 4:1-Erfolg gegen Kunštát geht Rosice mit viel Selbstvertrauen in die Partie. In der 2. Minute rettet Dobšice-Goalie Smutný mit einer guten Parade zur Ecke. Aus dieser resultiert allerdings das 0:1 durch Proček per Kopf. Dobšice kommt erst nach gut 15 Minuten ins Spiel. In der 32. Minute können die Fans den Ausgleich durch Bogner bejubeln.

Die Freude währt nur kurz: Bereits drei Minuten später bringt Němec die Gäste abermals in Führung. Dabei bleibt es bis zur Pause. Wie schon in der vergangenen Woche in Rosice und anschließend in Ivančice wird auch in Dobšice eine Cigáro aus dem Holzofen angeboten. Offensichtlich handelt es sich um die Cigáro-Liga.

In der hart umkämpften Partie müssen die Besucher bis zur 79. Minute auf den nächsten Torerfolg warten. In dieser schnürt Patrik Bogner seinen Doppelpack. Es folgt eine turbulente Schlussphase. In der 90. Minute erzielt Tumurbaatar Temuulen das vielumjubelte 3:2 für Dobšice. Rosice kämpft sich jedoch noch einmal zurück und gleicht zwei Minuten später durch Lang tatsächlich noch aus.

Unmittelbar nach diesem Stimmungskiller pfeift Schiri Mach die Partie ab. Während man sich in Dobšice wohl noch das eine oder andere Hostan-Pivo reinstellt, geht es für mich zum SV Münichreith, wo ich mich mit mit einem Kaiser Bier zufrieden geben muss.




























Mittwoch, 14. Oktober 2026

PFK Piešťany - Spartak Trnava

Piešťany, Štadión PFK
Slovenský pohár, 2.674 Zuschauer, 0:2

Nachdem sich Spartak Trnava in der 3. Cuprunde im schönen Stadion von Púchov durchsetzen konnte ist man in Runde 4 im ebenso schönen Stadion von Piešťany zu Gast. Wie vor einem Monat werde ich von Andi St. begleitet. Leider verpassen wir aufgrund einer Verkettung mehrerer Faktoren knapp den Anpfiff. Das ist ärgerlich, dadurch verpassen wir nämlich eine "Klopapier-Wurf-Choreo" des Jugendfanclubs der Gastgeber.

Der Viertligist PFK Piešťany kann in der ersten Halbzeit vor 2.674 Besuchern mit dem neunfachen slowakischen Pokalsieger mithalten. Die Fans aus Trnava sind auch heute wieder zahlreich vertreten, jedoch fehlt im Vergleich zur Púchov-Partie der Großteil der Fetzen. Da dürfte die Anstoßzeit für den einen oder anderen aus der Szene etwas zu früh gekommen sein.

Die Trnava-Kurve kann erst gegen Ende der ersten Halbzeit erstmals jubeln, der Treffer wird jedoch aufgrund eines Handspiels annulliert. Damit werden beim gerechten Zwischenstand von 0:0 die Seiten gewechselt, worüber sich vor allem die Anhänger des 1912 gegründeten Traditionsklub aus Piešťany freuen. Aufgrund extrem langer Warteschlangen bei den beiden Verkaufsständen verzichten wir auf eine Stadionwurst.

In der 49. Minute bringt Roman Procházka die Favoriten schließlich in Führung. Beim Viertligisten schwinden langsam die Kräfte. Trnava erhält Mitte der zweiten Halbzeit einen Elfmeter zugesprochen, der sicher verwandelt wird. Torschütze ist erneut Procházka.

Trnava spielt diese Führung souverän über die Zeit und steht damit im Achtelfinale des slowakischen Cups. Beim PFK Piešťany braucht man nicht allzu traurig sein, schließlich konnte der große Favorit beim heutigen Fußballfest zumindest eine Halbzeit lang voll gefordert werden.

Nach einer Kulturrunde durch die knapp 26.000 Einwohner zählende Stadt lassen wir unseren Ausflug im Restaurant der Brauerei Piešťanský ŽiWELL ausklingen. Dort werden zum vor Ort gebrauten Gerstensaft hochwertige Speisen serviert. Eine durchaus gute Alternative zur Stadion-Klobása. Mit dem einen oder anderem Bier aus dem Restaurant-Kühlschrank geht es retour in die Heimat.