Freitag, 18. Juli 2014

SV Mattersburg - Wacker Innsbruck

Mattersburg, Pappelstadion
Erste Liga, 3.800 Zuschauer, 2:0


Heute steht eine längst überfällige Location am Programm, die ich mit Rapid leider verpasst habe: Das Pappelstadion in Mattersburg wartet auf mich. In der 1. Runde der Ersten Liga ist Wacker Innsbruck zu Gast. Kann man lassen..

Bei der Kassa gibt's etwas überraschend eine richtig lange Schlange. Kommentar eines Heimischen "Bist du waunsinnig, des homma jo ned amoi in da Bundesliga ghobt". Im Endeffekt kommen 3.800 Zuschauer, damit wird der Kassier zufrieden sein. Ich nehm mir die billigste Kategorie, die Zone A um 12 Euro. Dies ist die Wiese hinter dem Tor....

Dort "beginne" ich auch mein Spiel. Mattersburg übernimmt sofort das Kommando und geht auch verdient nach eine viertel Stunde in Führung. Der Absteiger aus Innsbruck dürfte noch nicht in der Liga angekommen sein, denn hier geht in der 1. Halbzeit gar nichts. Neben dem Tor ist das Ottakringer im Plastikbecher mit Logo ein Highlight.

Zur Halbzeit schummle ich mich auf die Haupttribüne (der Kassier mag es mir verzeihen). Dafür lasse ich ein paar Euro für die Schnitzelsemmel in der Kantine. Während ich das Semmerl mit Ketchup aufpimpe, meint ein Mattersburg-Fan "Des würd i ned mochn, weil des Ketchup is ned gsund ... Außerdem mog i des Ketchup gor ned". Danke für diese interessante Information.

Auf der Haupttribüne sehe ich einn Lattenschuss der Innsbrucker und das entscheidende und auch verdiente 2:0 für die Burgenländer. Nun stellen die 100 mitgereisten Innsbrucker den Support komplett ein. Die Heimischen, die derzeit von Ivo Vastic betreut werden, zeigen daraufhin richtig schönen Fußball und fähren damit gleich mal 3 wichtige Punkte zum Start ein.

Nach dem Abpfiff kommt ein Fan im Deutschland-Trikot zu mir und sagt im ernsten Ton "Moch a Foto von mir". Auftrag ausgeführt.

Im Nachhinein gesehen war ich positiv überrascht vom Pappelstadion. Neben der schönen Haupttribüne strahlt die Wiese der Zone A einen besonderen Flair aus. Wo sonst - außer bei der Vienna auf der Gegengeraden - kann man ein Spiel gemütlich im Gras sitzend oder gar liegend anschauen .. !? :-)















 






Donnerstag, 17. Juli 2014

Győri ETO FC - IFK Göteborg

Győr, ETO Park
Euro-League Quali, 4.500 Zuschauer, 0:3


Premiere: Mein 1. Euro-League Spiel ohne Rapid. Wie ungewohnt, aber immerhin sind die Vereinsfarben der Gastgeber dieselben. Győri ETO trifft in der 2. Qualirunde auf IFK Göteborg. 

Aufgrund eines Staus auf der S1 komme ich 20 Minuten später als geplant beim ETO Park an, hab aber trotzdem noch eine halbe Stunde bis Spielbeginn. Zeit genug für den Ticketkauf und für ein paar Fotos. Neben dem Fußballplatz befinden sich im ETO Park ein Hotel und ein Shopping-Center samt Restaurant und Kino. Ähnlich also wie die Eden-Arena in Prag. 

Im Innenbereich des Shopping Centers befindet sich der Fan-Shop, wo ich ebenfalls ein paar Fotos machen will. Doch kaum zücke ich die Kamera, stürmt auch schon eine strenge Dame in Uniform zu mir und beschimpft mich. Leider - oder Gott-Sei-Dank konnte ich sie nicht verstehen. Vermutlich wollte sie mich nur dezent darauf hinweisen, dass fotografieren verboten ist ;-)

Na dann gemma halt rein ins Stadion: Dort werde ich positiv überrascht, es gibt 2 große Tribünen auf beiden Längsseiten, wobei die 2. Ränge steil ansteigen. Die Gäste sind hinter dem Tor auf der Hotelseite platziert. Die Atmosphäre passt, die ca. 100 mitgereisten IFK-Fans machen Dauersupport, es gibt auch einen harten Kern bei Győr, der für Stimmung und Gesänge sorgt.

Direkt nach einem Gewitterregen wird das Spiel angepfiffen, die Gäste erzielen in der 9. Minute mit der 1. Chance die Führung. Die Ungarn drücken bis zur Pause - erfolglos - auf den Ausgleich. In der Pause wechsle ich auf die steile Tribüne ganz nach oben. Von dort hat man eine hervorragende Sicht auf das Spielgeschehen. Vor allem für Taktikfüchse ist dies ideal. Wiederum 9 Minuten nach Wiederanpfiff trifft Göteborg per abgefälschtem Freistoß zum vorentscheidenden 2:0. ETO ist vor dem Tor ganz mies und muss sogar noch das 3. Tor in Kauf nehmen. Somit ist die EC-Saison 2014/2015 nach dem 1. Spiel wohl auch schon wieder Geschichte.

Für mich war dieses schöne Stadion der perfekte Auftakt für ein abwechslungsreiches, verlängertes (Fußball-)Wochenende.





 




















Mittwoch, 9. Juli 2014

Mlada Boleslav - Concordia Chiajna

Hausmening, Peter Lisec Stadion
Freundschaftsspiel, 70 Zuschauer, 1:2


Bekanntlich bin ich kein Fan von Freundschaftsspielen, doch wenn quasi vor der Haustür ein internationales Friendly ausgetragen wird, mach ich glatt eine Ausnahme. So trifft heute im Peter Lisec Stadion der tschechische Euro-League-Teilnehmer Mlada Boleslav auf den rumänischen Erstligisten Concordia Chiajna.

Bei starkem Gegenwind und dunklen Wolken geht's heute zu viert nach Hausmening. Mit von der Partie ist der Philipp, der Alex und dem Alex. DER Alex verzichtet übrigens als einziger auf witterungsbedingte Kleidung; "Wos brauch i an Regenschirm, es gibt jo eh a Kantine und a Tribüne"

Das Stadion, wo normalerweise der ASK Hausmening in der 2. Klasse Ybbstal seine Heimspiele austrägt, ist mindestens gebietsligatauglich. Eine Umrundung kann man hier ohne jegliche Probleme durchziehen.

Die in pink spielenden Tschechen gehen als leichter Favorit ins Spiel. Doch beide Mannschaften kommen schwer in die Gänge. Der 1. Torschuss findet erst in der 18. Minute statt, kurz vor der Pause gibt es erfreulicherweise noch 2 Hingucker in Form zweier Freistoßtore. Concordia trifft dabei aus einem feinen Trick, Boleslav scort hingegen mit einem Prachtschuss unter die Latte.

Auch in der 2. Halbzeit ändert sich nicht viel ... Es ist halt nur ein Testspiel. Der Außenseiter aus Rumänien trifft nach einem Goaliepatzer zum 2:1 - Sieg. Boleslav muss sich noch gewaltig steigern, wenn sie die Qualifikation zur EL überstehen wollen.

Bei der kurzweiligen Heimfahrt - vorbei an Vitamin- und Steckerlfischständen - gibt es noch einen kuriosen Dialog zwischen Alex und Alex (also der und dem), welchen der Philipp schließlich gekonnt zu einem Trialog macht.

Bei der Abfahrt von der Autobahn hätte ich fast noch einen Raben erfasst, schade, ein Steckerlrabe wär mal eine interessante Abwechslung am Speiseplan gewesen .... ;-)