Samstag, 21. Mai 2016

SV Friedburg - TSV Utzenaich

Friedburg, Stadion
Landesliga West (OÖ), 150 Zuschauer, 0:1


Nach dem Spiel in Pfarrwerfen haben Philipp und ich die Qual der Wahl:  Mondsee, Gneis, die Konkordiahütte Tenneck oder Friedburg? Sie alle bieten sich als Abschlussveranstaltung unseres heutigen Ausfluges an. Tenneck liegt tatsächlich ums Eck! Da man aber heute doch etwas früher daheim ankommen will, entscheiden wir uns für das am Heimweg liegende Friedburg, die in der oberösterreichischen Landesliga West kicken.

Friedburg liegt als Fünfter im Niemandsland der Tabelle, wie der Stadionkurier schreibt. Ganz anders sieht die Situation beim TSV Utzenaich aus: Die müssen heute unbedingt 3 Punkte aus Friedburg entführen, stehen sie doch am vorletzten Tabellenplatz.

Bei sommerlichen Temperaturen gehen die Friedburger entsprechend locker ins Spiel. Utzenaich drückt, aber was bleibt Ihnen auch anderes übrig. In der 1. Halbzeit schaut jedoch nur ein Lattenknaller heraus. Mehr geht bei mir: Und zwar ein Bosna! Beim Kauf erfahre ich übrigens, dass es auch im Innviertler Dialekt "Utzenaich und nicht Utzenoach" heißt, weil "Utzenoach vasteh koana"! Ich merk mir das mal vor!

Auch in Halbzeit 2 sind die Utzenaicher die bessere Mannschaft, jedoch happert es gewaltig beim Abschluss. Interessanterweise wird wiederholt am linken Pfosten vorbeigeschossen. In der 82. Minute wird beim TSV Christoph Vogetseder eingewechselt. Philipp spielt Ernst Schinagl, den Sterngucker von Radio Salzburg, und meint: "Der schießt ein Tor und sieht rot".

3 Minuten später erzielt der TSV Utzenaich das 0:1, Torschütze ist Christoph Vogetseder!!! Unfassbar! Interessant ist auch die Meldung eines Spielers der Reserve von Friedburg nach dem Tor: "Mir is des eh egal, hauptsache mir hom gwunna". Diese Einstellung lässt dann doch etwas zu wünschen übrig...

Bis zum Abpfiff passiert nichts mehr, also weit und breit keine Rote Karte für Christoph Vogetseder! Philipp, es tut mir leid, dir das jetzt auf diesem Wege mitzuteilen. aber es ist jetzt amtlich: Deine Prophezeiungen sind genau so schlecht wie jene von Ernst Schinagl!

Utzenaich bleibt mit diesen 3 Punkten noch am Leben, in den ausstehenden Partien muss man auf jeden Fall weiter siegen, dann könnte es doch noch klappen mit dem Klassenerhalt.
 


























SC Pfarrwerfen - SK Maishofen

Pfarrwerfen, Sportplatz
2. Landesliga Süd (Salzburg), 150 Zuschauer, 3:0


Die Fahrt von Obertrum nach Pfarrwerfen dauert rund 50 Minuten. In diesen 50 Minuten hat sich auch die Landschaft ziemlich verändert, nun ist man mitten drin in der wunderbaren Bergwelt des Salzburger Pongaus. Das Tennengebirge liegt hier direkt vor der Haustür, der Sportplatz ist eine richtige Panorama-Arena. Als wäre die Bergewelt nicht schon genug, hat man hier als zusätzliches Zuckerl die Burg Hohenwerfen im Blickfeld. Ein würdiger Schauplatz für den Ligapunkt "2. Landesliga Süd".

Der SC Ikarus Pfarrwerfen liegt am 3. Tabellenrang und ist daher gegen die Gäste aus Maishofen (8.) favorisiert. Beim Einmarsch der Teams kommt vom Schiri folgende Aussage: "Wenns a Trinkpause woits, donn sogts es glei, weil sunst geht nix". Während die meisten Spieler diese Meldung mit einem Kopfnicken zur Kenntnis nehmen, meint die Nr. 11 der Gäste: "Mochma 2".

Das Spiel startet unschön! Als ein Gästespieler den Ball "dort hinbekommt, wo es einem Mann besonders weh tut", unterbricht der Schiri das Spiel. Ein Fan ist erbost und schreit es direkt heraus: "Der schiaßt eam in die Eier und der pfeift eine! Wia konn ma nur so a Torchance nehma" Meine Feststellung ist folgende: "Es wurde hier keine Torchance genommen, sondern die Männlichkeit eines Spielers".

Gottlob kann der betroffene Spieler das Spiel nach kurzer Behandlungspause fortsetzen. Amüsant ist diesbezüglich auch die Meldung vom Vereinsarzt bei der Behandlung: "Loss afoch a Wossa draufrinna, wonns weh tuat!" 

In der 14. Minute erzielt Pfarrwerfen das 1:0. Das Spiel ist ansonsten wenig sehenswert. Highlight ist  die vom Schiri versprochene Trinkpause in der 26. Minute. 3 Damen waren zu dem Zeitpunkt etwas verwundert: "Wos? Is leicht scho Hoibzeit?"

Nachdem wir unserer Panorama-Fotorunde beenden, verbringen wir die restliche Zeit auf der Tribüne. Mitte der 2. Halbzeit kommt die Kantinendame auf uns zu und stellt uns diese unglaubliche Frage: "Woits Ihr a Sausemmerl?" Wir lehnen dankend ab. Vermutlich ein Fehler, nun werden wir wohl nie erfahren, was eine Sausemmel ist...  

Der Favorit macht gegen Ende des Spiels mit 2 weiteren Toren alles klar und gewinnt schlussendlich verdient mit 3:0.