Sonntag, 19. Februar 2017

FC Hradec Králové - Dukla Praha

Hradec Králové, Všesportovní stadion
1. česká fotbalová liga, 2.122 Zuschauer, 0:2


Der FC Hradec Králové pendelt in den letzten Jahren ständig zwischen 1. und 2. Liga hin und her. In dieser Saison ist man wieder einmal in der obersten Spielklasse Tschechiens tätig. Als 12. der 16er-Liga ist man allerdings auch heuer wieder mitten drin im Abstiegskampf. Das heutige Spiel gegen den Tabellennachbarn Dukla ist daher kein unwichtiges.

Alex, Andi und ich haben genügend Zeitreserven für ein Kulturprogramm mit eingeplant. Das ist auch gut so, denn  Hradec Králové hat einiges zu bieten. Der Marktplatz ist mit seinen zahlreichen schönen Gebäuden eine wahre Augenweide. Die halb zugefrorene Elbe dient ebenfalls als nettes Fotomotiv. Abgerundet wird der Besuch der nordostböhmischen Stadt mit einem Besuch eines hervorragenden Restaurants, welches Spezialitäten der böhmischen Küche anbietet.

Nach Erledigung dieser Punkte geht es schließlich zum riesigen Všesportovní stadion. Dieses 1966 eröffnete Stadion besitzt eine Kapazität von 25.000 Plätzen. Es ist ein (Ost-)oval der alten Schule. Mir persönlich gefallen diese alten Schüsseln, die noch so etwas wie eine Seele besitzen. Sie bieten auch viel schönere Ein- und Ausblicke wie die 08/15-Arenen der Moderne. Ein zusätzliches Schmankerl ist hier auch die außergewöhnliche Flutlichtanlage,

Die Partie zwischen dem tschechoslowakischen Meister von 1960 und Dukla Praha verläuft in der 1. Halbzeit bei schwierigen Bodenverhältnissen ausgeglichen - mit leichten Vorteilen für die komplett in gelb auflaufenden Gäste. Vor dem Tor gelingt in Halbzeit 1 nichts Produktives.


Dieses Spiel sollte bis zur 67. Minute so weitergehen. Da rhält der Gast aus der Hauptstadt einen Freistoß knapp außerhalb der Strafraumgrenze zugesprochen. Dieser wird perfekt ins kurze Kreuzeck verwandelt. Wenn schon aus dem Spiel nichts gelingt...

Die Drangperiode der Gastgeber bleibt erfolglos, in der Nachspielzeit erfolgt durch einen Konter der Todesstoß. Damit ist ein schwieriges aber spannendes Frühjahr für HK vorprogrammiert. Wir verlieren keine Zeit, denn unser Hauptspiel liegt noch vor uns.

 














































Sonntag, 12. Februar 2017

AFC Ajax - Sparta Rotterdam

Amsterdam, Arena
Eredivisie (Niederlande), 51.075 Zuschauer, 2:0


Vor 2 Jahren besiegte Rapid in der CL-Quali Ajax Amsterdam in der Amsterdam-Arena sensationell mit 3:2 und warf damit die Holländer aus dem Bewerb. So schön, so gut! Weniger schön ist der Umstand, dass ich damals aus urlaubstechnischen Gründen nicht dabei sein konnte.

Das heutige Spiel gegen den Nachzügler aus Rotterdam ist kein gleichwertiger Ersatz, aber für das Einfahren des Groundpunkts reicht es allemal. Zumindest das Ticket ist in der Meisterschaft hübscher als die schirchen 08/15-Europa-League-Eintrittsfetzen der UEFA. Die 1996 eröffnete Amsterdam Arena war das 1. Stadion in Europa mit einem verschließbaren Dach. Von diesem Angebot wird heute aufgrund des Wintereinbruchs Gebrauch gemacht. Ob das nun als Hallenpunkt zählt?

Obwohl dieses Stadion nun bereits 20 Jahre auf dem Buckel hat, kann es optisch überzeugen, zumindest von innen. Äußerlich trübt ein angebautes Shopping-Center das Erscheinungsbild. Vor allem Hannes ist davon nicht angetan wie seine klaren Worte "Is des schirch!" beweisen.

Wenn man Karten im Oberrang bezieht, kann man wählen zwischen einem schweißtreibenden Anstieg über Steilstufen oder einer gemütlichen "Anfahrt" via Rolltreppe. Da wir unmittelbar vor dem Betreten des Stadions ein Hot Dog vertilgen, entscheiden wir uns zwecks Kalorienabbau für die 1. Variante.

Die Partie erinnert heute in vielerlei Hinsicht an das gestrige Feyernoord-Match. Sowohl die Farben der Trikots  als auch der Spielverlauf weisen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Ajax spielt Sparta regelrecht an die Wand und bietet einen technisch anspruchsvollen Fußball. Schön zum Anschauen! Unmittelbar vor dem Pausenpfiff führt die eklatante Ajax'sche Überlegenheit dank einer schönen Einzelaktion von Bertand Traoré endlich auch auch zu einem Torerfolg.

Kurz nach Wiederanpfiff erhöht der Däne Dolberg auf 2:0. Jedem der 51.075 ist bewusst, dass dieses Spiel nun entschieden ist. Sparta ist schlicht und einfach zu schwach, um hier noch was auszurichten. Daran ändert auch die Einwechslung des Ösi-Legionärs Martin Pusic nichts.

Ajax lässt bis zum Abpfiff Ball und Gegner laufen, man verabsäumt es jedoch, hier und heute etwas für das Torverhältnis zu tun. Somit endet auch das 2. Spiel des Wochenendes mit einem 2:0, womit sich der Kreis der Gemeinsamkeiten wieder schließt. Ajax hat also weiterhin 5 Punkte Rückstand auf Feyenoord. Ob sich das heuer für den 34. Meistertitel ausgeht? Wir werden sehen...

Auch die Zeit abseits des Fußballs wurde nicht sinnlos verplempert: Neben einer Stadtbesichtigung, die Amsterdam im seltenen Schneegewand zeigt, ist der Besuch der Heineken-Erlebniswelt ein kultureller und auch kulinarischer Höhepunkt.

Mit 30 Minuten Verspätung landen wir mehr oder weniger frisch und munter kurz vor Mitternacht mit meinem 26. Länderpunkt im Gepäck in Schwechat.