Samstag, 25. März 2023

SVU Sinabelkirchen - DUSV Loipersdorf

Sinabelkirchen, Sportplatz
Unterliga Süd (Steiermark), 182 Zuschauer, 1:2

Dank der Songzeile "I spiel höchstens nu in Graz, Sinabelkirchen und Stinatz" aus dem STS-Klassiker Fürstenfeld weiß ein Großteils Österreichs von der Existenz der im Bezirk Weiz gelegenen Gemeinde Sinabelkirchen. Der hiesige Fußballverein, der SVU, ist hingegen kaum bekannt. Zumindest für mich sollte sich das heute ändern.

Die SVU Sinabelkirchen empfängt nämlich heute in einem Spitzenspiel der Unterliga Süd die Kollegen aus Loipersdorf. Der Vierte trifft auf den Tabellenzweiten. Die 182 Besucher drängen sich allesamt auf die kleine Tribüne und dem Bereich unmittelbar daneben. Auf der gegenüberliegenden Seite wäre zwar genug Platz, aber der ist für Besucher gesperrt.

Andija Novesel sorgt in der 10. Minute für die rasche Gästeführung. Philipp und meine Wenigkeit beginnen unmittelbar nach dem Tor mit der Umrundung des Stadiongeländes. Wir finden immer wieder Stllen, um die Anlage von außen abzulichten. Wie in der Fotostrecke ersichtlich, ist dafür manchmal auch körperlicher Einsatz erforderlich. Genauso wie die Spieler kämpfen auch wir Mitte der 1. Halbzeit mit dem kräftigen Regenguss, der sich allerdings so schnell verzieht, wie er zuvor gekommen ist. Bei 0:1 geht es in die Halbzeitpause

Während sich Mitfahrer Andreas mit einer Wurstsemmel zufrieden gibt, greife ich zu einer Kotelettsemmel, was sich als gute Wahl herausstellt. Das Spiel verläuft nach der Pause ausgeglichen, Jakupovic erhöht in der 74. Minute auf 0:2. 10 Minuten später sorgt Riedler dank seines Prachttreffes nochmals für Spannung, der Ausgleich sollte den Hausherren jedoch nicht mehr gelingen. Da der bisherige Leader Halbenrain eine Niederlage einstecken musste, darf sich Loipersdorf als neuer Tabellenführer feiern lassen.

Sinabelkirchen ist somit abgehakt. Natürlich sollte nun ein Match in Stinatz folgen, doch dort wurde der Spielbetrieb vor vielen Jahren eingestellt... Schade drum!































USC Eichkögl - TSV Kirchberg/Raab

Eichkögl, Sportplatz
Oberliga Süd Ost (Stmk), 700 Zuschauer, 3:3

Das Abarbeiten der Derbyliste findet heute mit der Partie zwischen Eichkögl und Kirchberg an der Raab seine Fortsetzung. Die Tabelle der steirischen Oberliga Süd Ost besagt, dass die Kirchberger Gäste als Vierte gegen den Elften Eichkögl als Favorit ins Match gehen. Begleitet werde ich heute von Andreas, der in Pöchlarn zusteigt sowie von Philipp, den wir in Liesing aufsammeln.

Andreas sorgt unmittelbar nach der Abfahrt für das 1. Zitat. Als wir 2 Damen sehen, die in einem Feld umherspazieren, meint er trocken: "Die machen sich vom Acker!" Diese Andreas! Ein Wuchtldrucker. 20 Minuten vor dem Anpfiff erreichen wir die idyllisch gelegene südoststeirische Gemeinde Eichkögl, wo wir - natürlich vor allem dank meiner Routine - einen der letzten Parkplätze in Sportplatznähe erwischen.

Unter den zahlreich erscheinenden Besuchern befinden sich mit Mario Haas, Tomislav Kojican, Marc Andre Schmerböck und Viki Schnaderbeck auch bekannte Persönlichkeiten aus der heimischen Kickerszene. Mario Haas ist auch für den Ehrenanstoß verantwortlich. Verantwortlich für die Führung der Gäste ist Mario Unterweger dank eines Doppelschlags.  Nach jedem Tor wird die Tribüne vom Gästeanhang "eingeraucht".

Aus neutraler Sicht ist es kein Nachteil, dass Matija Durdek und Anel Kocijan, dem Sohn von Tomislav, das Spiel wieder ausgleichen. Allerdings sorgt Daniel Loder noch vor der Pause dafür, dass die Tribüne ein weiteres Mal eingenebelt wird. Was für ein abwechslungsreiches Spiel. Trotzdem meint der stets kritische Andreas: "Nojo, i geb da Onlog nur 6-7 Punkte - wegen der Eintrittskortn, und weil es ka Kantine zum Reingehn gibt!" Ein Feinspitz, dieser Andreas!

In der 2. Halbzeit verteidigen die Kirchberger die knappe Führung lange Zeit souverän. In der 86. Minute wird jedoch der Gästespieler Wackernell wegen Gelb-Rot vorzeitig in die Dusche geschickt. Eichkögl nützt den numerischen Vorteil, Gabrsek trifft 2 Minuten nach dem Ausschluss zum 3:3. Dabei sollte es dann bleiben. Ein gerechter Endstand eines unterhaltsamen Derbys.

Während viele Besucher bei dem einen oder anderen Punktigamer das Spiel aufarbeiten, geht es für unsere Gruppe rasch weiter nach Sinabelkirchen, um ein weiteres Spiel zu beobachten.