Freitag, 28. Juli 2023

ASV Nickelsdorf - SC Kittsee

Nickelsdorf, Sportplatz
Burgenland-Cup, 100 Zuschauer, 3:0


Auch im Burgenland beginnt an diesem Wochenende mit dem Landespokal die Saison 23/24. Ins Auge sticht mir das Duell zwischen dem Grenzort Nickelsdorf und dem Grenzort Kittsee. Ein Grenzort-Derby quasi. Da der SC Kittsee eine Klasse höher als der ASV Nickelsdorf spielt, gelten die Gäste als Favorit. Da ich die beiden Staus wegen Baustellen bereits in die Anfahrtszeit mit einrechne, erreiche ich pünktlich die Nickelsdorfer Sportanlage.

Dort werde ich von den beiden Damen an der Kassa freundlich empfangen. Die Damen wünschen sich ein Foto inklusive Arbeitsnachweis, außerdem haben sie sich extra sche gmocht. Nicht schön genug erscheint so mancher Spieler, das meint zumindest Schiri Gregorits: "Ziagsts de Stutzn auffe, des is koa Testspü mehr, do wirds wieda ernst!" 

Die Gastgeber und de SC Kittsee zeigen eine ernste und flotte Partie, bei der auch die Härte nicht zu kurz kommt. Nachdem der Kittseer Nagy nach einem Foul in der 8. Minute von Gregorits die Gelbe Karte kassiert, meint ein Zuschauer aufgebracht: "Des is Rot! Göb fürs Foul und Göb fürs deppate Schaun!" Die Burgenländer, direkt wie eh und je.

In der 18. Minute lässt Kovacs die Nickelsdorfer Anhänger erstmals jubeln. Kittsee kann auch nach dem Rückstand nicht zulegen. Das gefällt einem Zuschauer aus Kittsee gar nicht: "Des is a Gemeinheit, wos mir do heit zsommspün!" Ein junger Bursch feuert hingegen die Gastgeber mit "Nickelsdorf, do toho!" international an.

Bei 1:0 werden die Seiten gewechselt. Das Pizzastangerl schmeckt köstlich, der Spritzer ebenso. Noch besser wie mein Menü schmeckt dem Großteil des Publikums die Leistung des ASV. Nickelsdorf hat alles unter Kontrolle und erhöhen durch Enz und Varga auf 3:0. Die Gelb-Rote Karte für den Torschützen zum 2:0 wegen Zeitverzögerung in der 83. Minute ist unnötig, Kittsee kann jedoch auch aus der Überzahl kein Kapital schlagen. Die Gastgeber schaffen damit überraschend souverän den Aufstieg in die 2. Runde. Herzlichen Glückwunsch.





























Mittwoch, 26. Juli 2023

UFC Radstadt - UFC Altenmarkt

Radstadt, Ennsfield Road
SFV-Cup (Salzburg), 450 Zuschauer, 1:4

Im Salzburger Landespokal kommt es in der 2. Runde zum Derby zwischen Radstadt und Altenmarkt. Austragungsort ist die Ennsfield Road. Das sind gleich 2 triftige Gründe, den Weg in den Pongau auf sich zu nehmen. Der 30minütige Zeitpolster sollte sich aufgrund eines Unfalls auf der A10 auf 15 Minuten reduzieren. Diese 15 Minuten werden für eine Schnellbesichtigung der 5.000 Einwohner zählenden Stadtgemeinde Radstadt verwendet.

Beim Einparken am Sportplatz beginnt es kräftig zu schütten. Vielleicht spielt das dem Außenseiter Radstadt aus der 1. Klasse Süd in die Karten. Altenmarkt spielt 2 Klassen höher in der 1. Landesliga. Auch die mit mir eintreffenden Anhänger aus Altenmarkt sind etwas skeptisch: "In Rodstodt homma nu ned vü gwunna!" 

Trotz aller Befürchtungen gehen die Gäste früh in Führung: Dygruber trifft in der 6. Minute. Nach einiger Anlaufzeit kommt auch Radstadt in die Gänge  In der 38. Minute belohnt man sich für die Bemühungen, der Altenmarkter Schmid trifft ins eigene Tor zum vielumjubelten Ausgleich. Der Regen ist zu dem Zeitpunkt bereits Richtung Osten abgezogen. 

In der Pause stärke ich mich mit einer köstlichen Bosna. Gestärkt kommen auch die Altenmarkter aus der Kabine zurück. Nach einem Schnitzer in der Abwehr trifft Mooslechner zum 1:2. Der Trainer der Radstädter kommentiert dies mit: "Scho' wieda so a scheiß Hittn!" 7 Minuten später gibt es einen Strafstoß für Altenmarkt, der von Dygruber sicher verwandelt wird. 

Anders als in der 1. Halbzeit findet Radstadt nun nicht mehr zurück ins Spiel. Nach dem 1:4 in der 74. Minute plärrt ein Verteidiger verzweifelt: "Wos spün mir eigentlich für a System?" Welches System auch immer Radstadt spielt, in der Folge greift es wieder, es sollte nämlich nichts Großartiges mehr passieren - womit es beim Endstand von 1:4 bleibt. 

Beim Verlassen des Sportplatzes werde ich wiederum von Anhängern aus Altenmarkt begleitet, die ob des Aufstiegs ihrer Mannschaft etwas übermütig werden. "Wo fohr ma jetzt hin zum Stänkern?" Ob die Herren noch wo einkehren ist mir nicht bekannt, da ich sofort den Heimweg in Angriff nehme...